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Erste Sitzung des Bundestages Fast 100 Abgeordnete aus Baden-Württemberg

96 Abgeordnete aus Baden-Württemberg zogen am Dienstag offiziell in den neuen Bundestag ein. Zwischen der CDU und den anderen Parteien gibt es einen markanten Unterschied.

Flagge von Baden-Württemberg / Innenansicht des Deutschen Bundestags in Berlin

Aus Baden-Württemberg werden 96 Abgeordnete im Bundestag sitzen (dpa/Montage: SWR)

Im 19. Bundestag sitzen 96 Abgeordnete aus Baden-Württemberg. Das sind 18 mehr als bislang. Zurückzuführen ist das darauf, dass mit AfD und FDP wieder mehr kleine Parteien im Bundestag vertreten sind, wie der Freiburger Politologe Michael Wehner am Montag erläuterte.

58 Kandidaten zogen über die Landesliste ihrer Parteien in den Bundestag ein.

Die CDU errang über die Erststimmen bei der Bundestagswahl am 24. September alle 38 Direktmandate. Anders als vor 4 Jahren ist sie dieses Mal nur über ihre Direktmandate im Bundestag vertreten. Wie das Statistische Landesamt am Montag in Stuttgart weiter mitteilte, ist nur die CDU-Landesgruppe aus Nordrhein-Westfalen mit 42 Mitgliedern größer. Die bayerische CSU kommt auf 46 Abgeordnete.

In der vergangenen Wahlperiode repräsentierten 43 Abgeordnete die baden-württembergische CDU, darunter auch Listen-Kandidaten.

SPD schickt Breymaier und Vogt

Die SPD schickt über ihre Landesliste 16 Männer und Frauen nach Berlin. Darunter sind die Spitzenkandidatin und SPD-Landeschefin Leni Breymaier (Wahlkreis Aalen-Heidenheim), die Vertreterin des linken Flügels der Partei, Hilde Mattheis, aus Ulm sowie die frühere SPD-Generalsekretärin Katja Mast (Wahlkreis Pforzheim) und die Fraktionsvize und frühere SPD-Landeschefin Ute Vogt (Stuttgart I).

13 Grüne, darunter Özdemir und Kotting-Uhl

Für die Grünen kommen 13 Politiker in den Bundestag, darunter die Spitzenkandidaten Cem Özdemir (Wahlkreis Stuttgart I) und Kerstin Andreae aus Freiburg. Auch die grüne Atomexpertin Sylvia Kotting-Uhl aus Karlsruhe ist wieder im Parlament.

FDP stellt 12 Parlamentarier, AfD 11, Linke 6

Die FDP mit ihrem Spitzenkandidaten Michael Theurer aus Karlsruhe zieht mit 12 Mitgliedern in das Parlament ein.

Für die AfD gehen 11 Männer und Frauen nach Berlin, darunter Spitzenkandidatin Alice Weidel vom Bodensee, der Stuttgarter Wirtschaftsprofessor Lothar Maier und der AfD-Vordenker Marc Jongen aus Karlsruhe.

Die Linke ist mit ihrem Bundeschef und Spitzenkandidaten Bernd Riexinger aus Stuttgart sowie 5 weiteren Abgeordneten vertreten.

Wahlbeteiligung in Baden-Württemberg am höchsten

Nach dem amtlichen Endergebnis für Baden-Württemberg erreichte die CDU bei der Bundestagswahl 34,4 Prozent. Nach einer Mitteilung der Landeswahlleitung verlor sie 11,3 Prozentpunkte im Vergleich zur Wahl 2013, bei der sie 45,7 Prozent erreicht hatte. Die SPD wurde - ebenfalls mit deutlichen Verlusten - zweistärkste Kraft mit 16,4 Prozent der Stimmen. Grüne (13,5 Prozent), FDP (12,7 Prozent) und AfD (12,2 Prozent) verzeichneten jeweils Zugewinne.

Bei Wahlbeteiligung war Baden-Württemberg mit 78,3 Prozent bundesweiter Spitzenreiter - 2013 lag sie bei 74,3. Bundesweit waren es 76,2 Prozent.

Die Wahl in Baden-Württemberg