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Die großen Social Media Konzerne Wem gehört welches Netzwerk?

Facebook, Instagram, Youtube: Die Liste der sozialen Netzwerke und Online-Plattformen ist lang. Doch hinter den vielen Angeboten stecken die immer gleichen Konzerne. Wo landen die eigenen Daten am Ende?

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Facebook hat WhatsApp vor einem Jahr aufgekauft

Facebook, Instagram, Whatsapp, Twitter, Vine, Youtube, Snapchat, Pinterest - aus Angst vor möglichen Konkurrenten kaufen sie auf, was gerade angesagt ist. Für den Kunden ist es gar nicht so leicht, den Überblick zu behalten, wo die eigenen Daten überall hin geraten.

WhatsApp oder Facebook - alles eins

Handy mit Facebook von Messer durchstochen

Um dem digitalen Dasein ein Ende zu setzen, braucht es nur ein paar Klicks - keine Gewalt

"Vorsicht vor Facebook!" - das war vor einiger Zeit das beherrschende Thema in meinem Online-Freundeskreis: Weil das Netzwerk mit seinen 1,4 Milliarden Mitgliedern die Allgemeinen Geschäftsbedingungen geändert hat, riefen mich meine Facebook-Freunde reihenweise auf, dem Dienst den Rücken zu kehren. Doch wer nun seine Nachrichten statt über den Facebook-Messenger lieber über Whatsapp verschickt, kommt natürlich vom Regen in die Traufe, seit der Dienst im vorigen Jahr von Facebook aufgekauft wurde.

Datenschützer befürchten, dass Facebook die Nutzerdaten künftig zwischen den Diensten austauschen möchte - auch wenn die Firma das bislang bestreitet. Also dann doch lieber Fotos tauschen über Instagram?

  • Pustekuchen - Instagram gehört seit 2012 ebenfalls zu Facebook.

Gegenseitig aufkaufen ist die Strategie

Bei anderen Angeboten ist es ähnlich: Fast alle neuen Plattformen werden, sobald sie richtig erfolgreich sind und die Nutzerzahlen wachsen, von einem der großen Fische geschluckt. Schon aus Angst, da könnte Konkurrenz heranwachsen.

  • Vine zum Beispiel, eine Videoplattform für Twitter: Im Juni 2012 gegründet, im Oktober 2012 von Twitter gekauft.
  • Skype gehört inzwischen zu Microsoft, YouTube natürlich zu Google.

Die Mutterfirma sammelt die Daten

Zahlreiche Netzwerkkabel stecken in einem Routern.

Alles schön vernetzt

Die Nutzer können davon ausgehen, dass ihre Daten beim Benutzen der Tochterdienste am Ende alle schön fein säuberlich von den Mutterfirmen gesammelt und ausgewertet werden. Das ist natürlich an sich nichts Verwerfliches - es sollte einem nur klar sein, wenn man einen Newcomer oder eins der vermeintlichen Nischenprodukte verwendet: Unabhängig sind die wenigsten - auch wenn sie unter eigenem Namen laufen.

  • Yahoo besitzt den Mircoblogging-Dienst Tumblr, Amazon die Filmdatenbank IMDB.
  • Über die Investmenttochter Google Ventures hat Google unter anderem in den Taxidienst Uber und das Radioportal Tune.In investiert.

Das Dumme ist: Je erfolgreicher ein kleiner Dienst ist, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass er aufgekauft wird. Wenn wir jetzt also in Scharen zu neuen Angeboten wie Snapchat, Viber, Wire, Whisper oder Ello überlaufen, sollten wir uns nicht wundern, wenn demnächst wieder eine der großen Firmen den dicken Geldbeutel öffnet.

Online: Heidi Keller