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Im ARD-Deutschlandtrend äußert sich mehr als die Hälfte der Befragten kritisch zu den Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern. Die Beschränkungen werden zunehmend als Belastung empfunden - vor allem von den Jüngeren.

54 Prozent der Deutschen sind weniger zufrieden oder unzufrieden damit, wie Bund und Länder in der Corona-Pandemie vorgehen. Im Dezember hatten sich 42 Prozent der Befragten negativ geäußert.

46 Prozent sind immer noch zufrieden oder sogar sehr zufrieden mit der Arbeit von Bund und Ländern in der Corona-Pandemie. Im Dezember lag die Zustimmung allerdings noch bei 57 Prozent. Das ist das Ergebnis des aktuellen ARD-Deutschlandtrends.

Unionsanhänger überwiegend positiv

Vor allem Anhänger der Unionsparteien finden das Krisenmanagement positiv - 74 Prozent sind zufrieden oder sehr zufrieden. Bei Anhängern von SPD und Grünen liegt die Zustimmung jeweils bei 52 Prozent. 48 Prozent ihrer Anhänger sind eher kritisch.

Am deutlichsten distanzieren sich Anhänger von FDP und AfD von den Maßnahmen. Bei der FDP sehen 80 Prozent die Maßnahmen kritisch und 20 Prozent positiv. Bei der AfD ist die Unzufriedenheit noch deutlicher. 93 Prozent kritisieren den Umgang mit der Pandemie, nur sieben Prozent sehen ihn positiv. Bei Anhängern der Linken ist eine Mehrheit von 57 Prozent kritisch eingestellt, 42 Prozent sind eher zufrieden.

Corona-Maßnahmen belasten immer mehr

Immer mehr Menschen geben auch an unter den Einschränkungen zu leiden. 49 Prozent der Befragten sehen die Maßnahmen als starke oder sehr starke Belastung. In der Woche vor Weihnachten lag dieser Wert mit 36 Prozent noch deutlich darunter.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) zeigte im ARD-Morgenmagazin Verständnis für die Entwicklung. Sie rief die Bevölkerung auf, die Corona-Schutzmaßnahmen trotzdem weiter einzuhalten. Dafür müssten alle gemeinsam noch einmal die Kraft aufbringen.

Jüngere kommen schlechter klar

Vor allem die Unter-40-Jährigen kommen mit der Situation nicht gut klar. 59 Prozent gaben an, dass sie die Maßnahmen belasten. Für Menschen über 65 Jahren liegt der Wert deutlich darunter. Hier sagten 37 Prozent, dass die Beschränkungen eine starke oder sehr starke Belastung für sie sind. Nur neun Prozent gaben an, dass die Corona-Auflagen sie gar nicht belasten würden.

Bei der Umfrage durch infratest dimap wurden vom 18. bis 20. Januar 1.027 Wahlberechtigte befragt.

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