Zu sehen sindTransparente mit den Slogans: Menschen sind nicht gleich. Aber ihre Rechte und: Geschlecht ist, was Du draus machst. Auf dem CSD 2019 in Karlsruhe.  (Foto: Imago, imago images / Carmele/tmc-fotografie.de)

Diskussion über Transsexualität Lehrerverband bemängelt Auswüchse in der Gender-Debatte

Schwulen- und Lesbenverbände kritisieren den Vatikan für seine Warnung vor einer "Gender-Ideologie". Der Deutsche Lehrerverband sieht jedoch Auswüchse in der aktuellen Debatte.

An einigen Grundschulen würden Toiletten für das dritte Geschlecht eingeführt, bemängelte Verbands-Präsident Heinz-Peter Meidinger im SWR. Entsprechende Planungen bestehen für Neubauten in den Münchner Vororten Pullach, Taufkirchen und Garching.

Toiletten für drittes Geschlecht an Grundschulen: "Etwas überzogen"

Weder Eltern noch die betroffenen Kinder hätten eine solche Forderung erhoben. "Das geht dann von den Kommunen und den Kommunalpolitikern aus. Da wird auch etwas überzogen", sagte Meidinger.

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands warnt in diesem Zusammenhang davor, Grundschulkinder mit der Gender-Theorie zu überfordern. Seine Begründung hören Sie im Audio:

Vatikan warnt vor "Auslöschung" der Geschlechter

Die Katholische Kirche hatte am Dienstag die Debatte über die Gender-Theorie erneut losgetreten. In einem Dokument namens "Als Mann und Frau schuf er sie" warnt der Vatikan vor der "Auslöschung" der Geschlechter. Die Ausführungen wurden international von Schwulen- und Lesbenverbänden als "schädliches Werkzeug" angeprangert.

Lehrerverband verteidigt Katholische Kirche

Heinz-Peter Meidinger nahm die Katholische Kirche gegen diese Kritik in Schutz. Der Vatikan plädiere für den Weg des Dialogs, sagte er: "Ich kann in dem Papier nicht erkennen, dass die Kirche dagegen ist, dass Homosexualität oder Geschlechtsumwandlung im Unterricht thematisiert wird." Vielmehr habe der Vatikan die bestimmende Rolle des Dualismus von Mann und Frau hervorheben wollen.

AUTOR/IN
STAND