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Die Kurse an den Börsen klettern immer weiter nach oben, auch der Gold-Kurs ist hoch: Wir verraten, welche Investitionsmöglichkeiten es für Anleger und Sparer gibt.

Der Deutsche Aktienindex hat diese Woche ein neues Rekordhoch erreicht. Der DAX knackte die 13.600-Punkte-Marke, in der Spitze stieg er auf 13.640 Zähler. Die Gründe für das neue Allzeithoch sind vielfältig: Die Stimmung an den weltweiten Aktienmärkten ist aktuell ziemlich gut. Auch an den meisten Börsen in den USA und Asien hat es Kursgewinne gegeben.

Außerdem sorgt die Teil-Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China weiter für Entspannung in der Weltwirtschaft. Dadurch soll es erst einmal keine neuen Strafzölle geben. Vor allem Unternehmen, die viel exportieren, können deshalb aufatmen. „Da haben wir einige Entspannungssignale bekommen und das haben die Anleger goutiert“, sagte Dax-Analyst Uwe Streich von der Landesbank Baden-Württemberg im SWR-Interview.

Notenbanken wollen mit niedrigen Zinsen die Wirtschaft ankurbeln

Weitere Gründe für die gute Stimmung an den Aktienmärkten sind die aktuell positiven Konjunkturerwartungen und die Geldpolitik vieler Notenbanken. Sie setzen auf niedrige Zinsen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Mit dem neuen Rekordhoch übertraf der Deutsche Aktienindex sein bisheriges Allzeithoch, das er vor fast genau zwei Jahren erreicht hatte. Am 23. Januar 2018 stand der Deutsche Aktienindex bei 13.596 Punkten.

Dax: Wohin geht die Reise?

Ob der Aufschwung an den Aktienmärkten anhalten wird und die Kurse weiter steigen werden, ist allerdings unklar. „Auf kurze Sicht besteht schon ein gewisses Rückschlagspotenzial“, sagt Dax-Analyst Uwe Streich von der Landesbank Baden-Württemberg. Er rechnet aber damit, dass Aktien auch in den kommenden Jahren aufgrund der Niedrigzinspolitik der Notenbanken attraktiv bleiben werden: „Die Anleger bekommen kaum mehr Zinsen und deshalb wechseln sie in Sachwerte – in Immobilien oder Aktien.“

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Alternativen: ETFs und Edelmetalle

Für Verbraucher, die sich eher weniger mit einzelnen Aktien beschäftigen wollen, könnten sogenannte ETFs (Exchange Traded Funds) interessant sein. Diese Indexfonds bilden Aktienlisten nach. „Sie sind eine grundsolide Geldanlage und auch zur Altersvorsorge gut geeignet“, heißt es von der Verbraucherzentrale. Allerdings kann es auch hier zu Schwankungen kommen.

Als krisensichere Währung gelten Edelmetalle wie zum Beispiel Gold. Immer wenn es an der Börse kriselt, investieren Anleger gerne in solche Anlageformen. Da der Goldpreis aktuell relativ hoch ist, ist der Kauf von Gold aber recht teuer. Dazu gibt es keine Garantie, dass der Preis auch weiter steigt. „Kursverluste in der Vergangenheit haben gezeigt, dass der Goldpreis auch schnell fallen kann“, so die Verbraucherzentrale. Da Gold auch keine Zinsen oder Dividenden bringt, sollten Anleger nach Ansicht der Verbraucherschützer nur einen kleinen Teil ihres Vermögens in Edelmetalle investieren.

Das Vermögen breit streuen

Auf höhere Zinsen sollten Verbraucher in der kommenden Zeit nicht hoffen. Aktuell zeichnet sich nach Einschätzungen von Experten nicht ab, dass die Notenbanken die Geldpolitik drastisch ändern werden. Die Verbraucherzentrale empfiehlt deshalb, dass Anleger ihr Vermögen auch weiterhin breit streuen und in Aktien, ETFs, Edelmetalle und Immobilien investieren sollen.

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