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Mehr als 130.000 Corona-Testergebnisse waren ungeschützt im Internet zu finden. Das berichten der RBB, die Süddeutsche Zeitung und die Wiener Zeitung "Der Standard". IT-Experten hatten das herausgefunden und sprechen schlichtweg von "Schlamperei" im Umgang mit den Daten.

Zusammen mit den Ergebnissen der Schnelltests waren jeweils eindeutig identifizierende Daten wie Name, Adresse, Staatsbürgerschaft, Mobilfunknummer, Geschlecht, E-Mail-Adresse und in einigen Fällen die Ausweisnummer im Internet zu finden. "Sowas darf heutzutage nicht passieren", sagte der IT Experte Maxi (sein Nachname darf aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden) vom Kollektiv "Zerforschung" und "Chaos Computer Club" im SWR.

Unbefugte hätten die Daten als PDF herunterladen können. Um dort heranzukommen, habe man sich nur in einem Corona-Testzentrum registrieren müssen. Dann ein bisschen am Browser herumspielen, ein paar Zahlen in die URL-Zeile eintippen und schon seien die Daten wildfremder Menschen sichtbar gewesen. "Vor allem dieses Datenleck ist schon auf Schlamperei zurückzuführen", sagte Maxi.

Software kommt aus Österreich

Möglich gemacht habe das die Software eines österreichischen Unternehmens, die von Corona-Testzentren eingesetzt werde, sagt Maxi. Hier würden die persönlichen Daten erfasst, das Testergebnis und schließlich auch die Meldung an das Gesundheitsamt. Die IT-Experten haben das Unternehmen darauf angesprochen und die Panne sei auch behoben. Zumindest für die Daten, die gefunden worden seien. "Wir wissen nicht, wie es im Rest vom System aussieht", so Maxi.

Mannheim Im Südwesten betroffen

Verschiedene Städte, bei denen die Software eingesetzt wird, seien betroffen gewesen, sagt Maxi. Im Südwesten war es die Stadt Mannheim. Aber auch andere – vor allem in Österreich wird das Produkt genutzt.

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