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Die Coronakrise hat Deutschland in der Kalenderwoche 13 erfasst - das öffentliche ist praktisch zum Erliegen gekommen.

Die aktuellen Entwicklungen finden Sie hier

26.3.2020 - 23:17 Uhr Merkel: "Noch zu früh, um Maßnahmen zu lockern"

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat Maßnahmen genannt, mit denen die Beschränkungen wegen des Coronavirus möglicherweise beendet werden könnten. Sie sagte der Zeitung "Die Welt", vieles deute darauf hin, dass die Isolation von Risiko-Gruppen, flächendeckende Tests und die Auswertung von Daten helfen könnten, die Einschränkungen schrittweise wieder aufzuheben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält es für zu früh, über eine Lockerung zu sprechen. Es gebe immer noch einen Anstieg der Neuinfektionen, sagte sie in einer im Internet übertragenen Pressekonferenz. Sie müsse deshalb die "Menschen in Deutschland wirklich um Geduld bitten". Ziel müsse es sein, die Gesundheitssysteme nicht zu überlasten. Angesichts einer Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen könne noch nicht bewertet werden, ob die bisherigen Maßnahmen gewirkt hätten, sagte sie. Wie die Kanzlerin die Quarantäne empfindet, erklärt SWR-Berlin-Korrespondentin Angela Ulrich im Audio:

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26.3.2020 - 23:03 Uhr: EU-Staaten einigen sich auf weiteres Vorgehen

Die Staatschefs der 27 EU-Staaten haben sich bei ihrer Videokonferenz darauf geeinigt, innerhalb der nächsten zwei Wochen gemeinsame finanzpolitische Maßnahmen wegen der Corona-Krise ausarbeiten. Italien hatte zuvor eine bereits vorab ausgehandelte Gipfelerklärung abgelehnt und bessere finanzielle Instrumente gefordert. Zudem hat das EU-Parlament mehreren Notfallmaßnahmen zur finanziellen Unterstützung der von dem Coronavirus stark getroffenen EU-Staaten zugestimmt. Die Europa-Abgeordneten gaben unter anderem grünes Licht für eine Vorlage, die Gelder aus dem EU-Strukturfonds freigeben soll. Diese müssten nicht wie sonst in den Haushalt der EU zurückgezahlt werden. Außerdem stimmten die Europa-Politiker dafür, dass auch bei Gesundheitskrisen auf den EU-Solidaritätsfonds zugegriffen werden kann.

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26.3.2020 - 20:45 Uhr G20 beraten über Corona-Krise

Die Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten wollen gemeinsam versuchen, die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen. Sie haben bei einer Videokonferenz eine enge Zusammenarbeit vereinbart. Die Staaten wollen unter anderem gemeinsam an Medikamenten forschen und dafür medizinische Daten untereinander austauschen, die Epidemie-Vorsorge soll deutlich besser werden, die Weltwirtschaft wollen die Staaten mit weiteren Hilfspaketen schützen. Auch Entwicklungsländer sollen Hilfe bei der Krisenbekämpfung bekommen.

26.3.2020 - 18:47 Uhr Italien meldet starken Anstieg der Corona-Infektionen und Toten

In Italien steigt die Zahl der Corona-Infizierten weiter stark an. Mehr als 80.000 Menschen haben sich mittlerweile mit dem Virus infiziert, das sind 6.000 mehr als gestern. Die Zahl der Toten ist innerhalb 24 Stunden um mehr als 600 auf über 8.100 gestiegen. Der Regionalpräsident der besonders betroffenen Lombardei sagte zu den Zahlen, sie würden ihm Sorge bereiten. Die Ausgangssperren in großen Teilen Italiens zeigen bisher nicht die erhoffte Wirkung.

26.3.2020 - 18.19 Uhr China schließt seine Grenzen für Ausländer

China hat angekündigt, seine Grenzen ab Samstag für Ausländer zu schließen. Ein Grund für die Schließung wurde zunächst nicht genannt. Beobachter in Peking gingen aber davon aus, dass eine von Ausländern ausgelöste zweite Infektionswelle durch das Coronavirus verhindert werden sollte. Nur für Diplomaten sowie für als besonders notwendig erachtete Fachkräfte und Geschäftsleute sowie in humanitären Notfällen blieben die Grenzen offen, hieß es in der Mitteilung.

26.3.2020 - 17:04 Uhr G20-Staaten: Mit fünf Billionen Dollar Wirtschaft stützen

Die G20-Staaten haben bei einer Video-Konferenz verabredet, gemeinsam gegen die Folgen der Krise vorzugehen. Die Staaten wollen insgesamt fünf Billionen Dollar investieren, um die Weltwirtschaft zu stützen.

Außerdem trafen sich die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten, um ebenfalls über Maßnahmen gegen die Corona-Krise zu beraten. Sie diskutierten in einer Videokonferenz, Themen waren unter anderem Hilfen für die angeschlagene Wirtschaft. EU-Parlamentspräsident David Sassoli hat für die Bewältigung der Probleme noch einmal gemeinsame Schulden der EU-Staaten gefordert, um schwächeren Ländern zu helfen. Unter anderem Deutschland und die Niederlande lehnen das aber ab.

26.3.2020 - 16.30 Uhr Länder bekommen 100 Mio. Euro aus Digitalpakt für die Schule

Die Bundesländer bekommen kurzfristig 100 Millionen Euro, um Online-Plattformen für Schülerinnen und Schüler auf- und auszubauen. Damit könnten die Länder in Zeiten geschlossener Schulen unter anderem den digitalen Unterricht ausweiten, teilten die Kultusministerkonferenz und das Bundesbildungsministerium mit. Das Geld stammt aus dem Digitalpakt Schule, der ein Volumen von fünf Milliarden Euro hat.

26.3.2020 - 16:13 Uhr Bundesländer nehmen Patienten aus dem Ausland auf

Angesichts überlasteter Krankenhäuser in Italien haben sich mehrere deutsche Bundesländer bereiterklärt, mehrere schwer kranke Covid-19-Patienten zur Behandlung aufzunehmen. Niedersachsen werde zehn Intensivpatienten aus der Lombardei an der Medizinischen Hochschule Hannover behandeln, teilte die Staatskanzlei mit. Ihre Aufnahme sei "ein kleines Zeichen der Solidarität und der Nächstenliebe", sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD).

Hessen will insgesamt 14 Patienten aus Italien und Frankreich medizinisch versorgen, die aus der hessischen Partnerregion Emilia-Romagna, der französischen Krisenregion Grand Est und der Champagne stammen. "In der Krise stehen wir zusammen", sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU).

In den vergangenen Tagen hatten sich bereits Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Bayern und Brandenburg bereiterklärt, Covid-19-Erkrankte aus dem Ausland zu behandeln. Auch das Saarland und Baden-Württemberg boten ihre Hilfe an.

26.3.2020 - 15.51 Uhr Vorübergehende Entlassung von Häftlingen in RP und BW

Wegen der Corona-Pandemie sollen in Rheinland-Pfalz Häftlinge vorübergehend entlassen werden. Es geht dabei um Häftlinge, die nur kleinere Straftaten begangen haben. Das Justizministerium will so in den Gefängnissen vorsorglich Platz schaffen für mögliche Corona-Patienten. Auch in Baden-Württemberg können wegen der Corona-Krise Haftstrafen unterbrochen oder aufgeschoben werden.

26.3.2020 - 15:15 Uhr Personalmangel in der Ernährungsbranche

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat noch einmal betont, dass die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln gesichert sei. Hamsterkäufe seien nicht notwendig, sagte sie auf einer Pressekonferenz.

Ein Problem stellt nach Aussage der Ministerin jedoch der Personalmangel in der Ernährungsbranche dar. Das betreffe nicht nur Spargelbauern, auch Schlachtbetrieben und Molkereien fehle es verstärkt an Arbeitskräften so Klöckner.

Das Einreiseverbot für ausländische Saisonarbeitskräfte mache sich bereits bemerkbar. Es wurde vom Bundesinnenministerium angeordnet, um die Infektionsketten in der Corona-Krise zu unterbrechen.

26.3.2020 - 14:52 Uhr Stark steigende Fallzahlen in RP

In Rheinland-Pfalz sind in Folge des Coronavirus acht Menschen gestorben. Das gab Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) am Donnerstag mit einem Überblick über die neuen Infektionszahlen im Land bekannt.

26.3.2020 - 14:42 Uhr Saudi-Arabien fordert "globale Antwort" auf Pandemie

Die G20-Mitglieder haben per Videokonferenz über die Corona-Krise beraten. Den Vorsitz hat derzeit Saudi-Arabien inne. König Salman zeigte sich zuversichtlich, "dass wir diese Krise zusammen durchstehen werden." Die G20 habe ihre Wirksamkeit schon bei der weltweiten Finanzkrise unter Beweis gestellt in ihrer Fähigkeit, deren Schwere zu mindern.

Er plädierte zum einen dafür, die nötige Forschung zu finanzieren, um einen Impfstoff und Medikamente gegen das Virus zu entwickeln. Zum anderen müssten die G20-Staaten ein "starkes Signal" an die Weltwirtschaft senden, um das Vertrauen wiederherzustellen. Dafür müsse der "normale Fluss" von Waren und Dienstleistungen so bald wie möglich wieder aufgenommen werden.

26.3.2020 - 13:13 Uhr Spahn: "Ruhe vor dem Sturm in der Corona-Krise"

In Deutschland herrsche in Bezug auf die Corona-Krise noch immer "die Ruhe vor dem Sturm" - so die Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Keiner könne genau wissen, was in den nächsten Woche komme, sagte er auf der Bundespressekonferenz. Deshalb müsse man sich weiter bemühen, die Verbreitung des Krankheitserregers einzudämmen und mehr Intensivbetten in den Kliniken einzurichten.

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Nach Angaben der Gesundheitsbehörden der Länder haben sich in Deutschland bisher 39.354 Menschen mit dem Krankheitserreger angesteckt. 221 sind an den Folgen gestorben.

Spahn sagte, Deutschland sei früh auf die Krise vorbereitet gewesen - nicht zuletzt dank der hohen Zahl der Tests. "Wir haben bisher wohl die meisten Tests auf der ganzen Welt gemacht", so der Minister - in absoluten Zahlen als auch in Bezug auf die Bevölkerung gerechnet. 

Zugleich kündigte der Minister an, dass die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer nach Ostern beginnen wolle, über Konzepte zu beraten, wie das öffentliche Leben nach der Krise wieder normalisiert werden könne.

26.3.2020 - 12:58 Uhr Hilfe für Mainzer Unimedizin übertrifft alle Erwartungen

"Ich will helfen" - unter diesem Namen hat die Mainzer Universitätsmedizin ein Meldeportal eingerichtet, mit dem sie Unterstützung in der Coronakrise sucht. Die Resonanz sei überwältigend, sagen Gesundheitsministerium und Unimedizin.

26.3.2020 - 12:56 Uhr Die AfD - Unbekümmert durch die Pandemie?

Der Bundestag hat mit den Stimmen fast aller Fraktionen gestern einen gigantischen Nachtragshaushalt beschlossen. Er sieht 156 Milliarden Euro Neuverschuldung sowie Garantien in Höhe von 600 Milliarden vor. Einzig die AfD enthielt sich. Ohnehin scheinen einige Politiker der Partei, die Krise nicht besonders ernst zu nehmen: Das haben Recherchen des NDR ergeben.

26.3.2020 - 12:26 Uhr Unikliniken wollen sich vernetzen

Die deutschen Unikliniken wollen sich bei der Bekämpfung des Coronavirus eng zusammenschließen. In einem Netzwerk sollen Informationen über Diagnose- und Behandlungsverfahren sowie Patientendaten ausgetauscht werden. Die Berliner Charité und das Bundesforschungsministerium stellten am Mittag eine entsprechende Initiative vor. Der Bund unterstützt den Aufbau des Netzwerks mit 150 Millionen Euro.

26.3.2020 - 12:16 Uhr Steinmeier: "Das Leid macht nicht vor Grenzen halt"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Hilfsbereitschaft in der Corona-Krise gelobt. Viele Menschen gingen etwa für ältere Nachbarn einkaufen oder hängten Lebensmitteltüten für Obdachlose an sogenannte "Gabenzäune".

Sie alle seien Heldinnen und Helden, sagte Steinmeier in einer Videobotschaft. Er hat nach Angaben des Bundespräsidialamtes in den vergangenen Tagen auch mit Beschäftigten etwa in Pflegeheimen, Krankenhäusern, Supermärkten und Behörden telefoniert, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Steinmeier rief die Menschen noch einmal auf, körperlich Abstand voneinander zu halten, um die Ausbreitung des Krankheitserregers zu verlangsamen. Gewohnte Treffen und Besuche seien derzeit einfach nicht möglich.

26.3.2020 - 11:40 Uhr Bosch kündigt Corona-Schnelltest an

Das Technologieunternehmen Bosch hat mitgeteilt, in Kooperation mit weiteren Firmen einen Schnelltest für das Coronavirus entwickelt zu haben.

26.3.2020 - 11.06 Uhr Bericht: Tragische Zustände in Straßburg

In der Uniklinik Straßburg herrschen derzeit offenbar tragische Zustände. Das geht aus einem Schreiben an das baden-württembergische Innenministerium hervor. Corona-Patienten, die über 80 Jahre alt und in einem kritischen Zustand sind, werden nicht mehr beatmet.

Nach schriftlichen Schilderungen des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin erhalten diese Patienten lediglich eine Sterbebegleitung. Außerdem müsse die Uniklinik jede Stunde einen beatmungspflichtigen Patienten aufnehmen.

Viele hätten mehrere Infektionen, unter anderem sogenannte bakterielle Superinfektionen. Ein Sprecher des baden-württembergischen Innenministeriums betonte, man nehme das Schreiben sehr ernst und werde es intensiv auswerten. Die Autoren des Berichts vom Institut für Katastrophenmedizin hatten mit Ärzten des Uniklinikums Straßburg gesprochen.

26.3.2020 - 10:55 Uhr Daimler führt ab 6. April Kurzarbeit ein

Der Autobauer Daimler wird wegen der Corona-Krise für Beschäftigte in Deutschland Kurzarbeit einführen. Das hat das Unternehmen dem SWR bestätigt. Nachdem Resturlaub und Überstunden abgebaut seien, sollten Beschäftigte ab dem 6. April in weiten Bereichen der Produktion ihre Arbeitszeit reduzieren. Die Kurzarbeit gelte zunächst für zwei Wochen, werde aber voraussichtlich verlängert. Im Moment sind die meisten Daimler-Werke in Europa und Teilen Nordamerikas geschlossen.

26.3.2020 - 10:53 Uhr Keine Klassenfahrten mehr in BW und RP

In Rheinland-Pfalz müssen Schüler wegen der Corona-Pandemie auf alle Klassenfahrten bis zum Ende des Schuljahrs verzichten. Das Land übernehme die Kosten für die Stornierung bereits gebuchter Reisen, teilte das Bildungsministerium mit. In Baden-Württemberg hat das Kultusministerium bereits Anfang März Studien- und Klassenfahrten sowie Schüleraustausche untersagt.

26.3.2020 - 10:27 Uhr Serienärzte spenden ihre Requisiten an Kliniken

Die Produzenten von US-TV-Serien wie "Grey's Anatomy" oder "Pose" stellen Schutzausrüstung, die eigentlich für Dreharbeiten gedacht war, Krankenhäusern zur Verfügung. Ein Lkw voll mit Atemmasken oder auch Schutzanzügen soll an die Universitätsklinik in Los Angeles gehen, berichtete der Fernsehsender "ABC11".

26.3.2020 - 9:44 Uhr Bundesregierung rechnet mit 2,1 Millionen Kurzarbeitern

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) stellt sich die Bundesregierung darauf ein, dass während der Corona-Krise bundesweit rund 2,1 Millionen Beschäftigte in die Kurzarbeit gehen müssen.

Die Zahl könne aber auch weitaus höher werden, sagte Christiane Schönefeld vom BA-Vorstand der "Osnabrücker Zeitung". Allein in der vergangenen Woche seien bei der Bundesagentur für Arbeit rund 76.700 Anträge auf Kurzarbeit eingegangen.

Die Behörde arbeite vorrangig daran, den Bereich Kurzarbeit personell aufzustocken. Normalerweise arbeiten dort 900 Beschäftigte. 2.000 zusätzliche Arbeitskräfte seien bereits ausgewählt worden, um das Ressort zu unterstützen.

26.3.2020 - 9:15 Uhr Ansturm auf Soforthilfen in Baden-Württemberg

Mehr als 20.000 Kleinunternehmer in Baden-Württemberg haben seit gestern Abend die Corona-Soforthilfe der Landesregierung beantragt. Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums sagte dem SWR, allein gestern habe es schon weit über 300.000 Zugriffe auf die Seite gegeben, auf der man das Onlineformular herunterladen kann.

Die Landesregierung zahlt Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten, die wegen der Corona-Krise Liquiditätsengpässe haben, zwischen 9.000 und 30.000 Euro Soforthilfe. Abgewickelt wird der Vorgang über die Handels- und Handwerkskammern.

Aktuell ist die Website des Wirtschaftsministeriums offenbar hoffnungslos überlastet.

26.3.2020 - 8:30 Uhr Bislang 195 Tote in Deutschland

In Deutschland sind nach den neuesten Zahlen der Gesundheitsbehörden der Länder knapp 37.000 Menschen bislang mit dem Coronavirus infiziert. 195 Menschen sind der neuartigen Lungenkrankheit erlegen.

In Baden-Württemberg sind 7.250 Fälle gemeldet und 56 Menschen gestorben, in Rheinland-Pfalz haben sich bislang 1.600 Menschen angesteckt und es gibt sechs Todesfälle.

26.3.2020 - 7:55 Uhr 700 Prozent mehr Klopapier verkauft

Es ist so etwas, wie das Symbol der Corona-Krise: In vielen Ländern stieg die Nachfrage nach Toilettenpapier rasant an, Hamsterkäufe sorgten für leere Regale. Auch in Deutschland: Von Februar zu März sei eine Steigerung um 700 Prozent zu verzeichnen, sagte der Sprecher des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels, Christian Böttcher, ohne genaue Zahlen zu nennen.

Das Klopapier nehme beim Kaufverhalten der Deutschen eine Sonderrolle ein, so Böttcher. Wegen der Angst, man dürfe irgendwann nicht mehr das Haus verlassen, werde gebunkert. Es sei paradox: "Einige wissen nicht, wohin damit. Andere haben zu wenig."

Ein Mann trägt eingekauftes Toilettenpapier und Küchenrollen aus einem Supermarkt.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa)
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26.3.2020 07:10 Uhr Scholz hofft auf Gewinne bei Staatsbeteiligungen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hofft, dass mögliche Staatsbeteiligungen an Unternehmen in der Corona-Krise später gewinnbringend verkauft werden können. Das sagte der SPD-Politiker der "Rheinischen Post". Dadurch könnten Verluste in anderen Bereichen abgedeckt werden. Der Staat wolle die Anteile nicht auf Dauer behalten.

Scholz, der überraschenderweise nicht zum SPD-Parteivorsitzenden gewählt wurde, hat nach Ansicht politischer Beobachter durch die Corona-Krise an Statur gewonnen - vor allem als offizieller Vertreter von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die sich noch in häuslicher Quarantäne befindet.

26.3.2020 - 6:35 Uhr Mehr als 1.000 Tote in den USA

Nach Angaben der Johns Hopkins-Universität haben sich in den USA bereits mehr als 68.500 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Bislang habe es mehr als 1.000 Todesopfer durch die Pandemie gegeben.

Der amerikanische Senat hat unterdessen das größte Rettungspaket gebilligt, das je in der US-Geschichte geschnürt wurde - in Höhe von umgerechnet 1,85 Billionen Euro.

26.3.2020 - 2:00 Uhr Hilfsgelder sollen schnell ausgezahlt werden

Die Bundesregierung verspricht, dass die beschlossenen Milliardenhilfen schnell und unbürokratisch ankommen sollen. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) nannte am Abend in der ARD als Beispiel das Kreditprogramm für Firmen, die durch die Corona-Krise in Finanznot sind. Wenn es da und dort noch anders laufe als gedacht, gehe man dem täglich nach.

Um die Wirtschaft nach der Krise wieder anzukurbeln, stellte Scholz schon jetzt ein Konjunkturprogramm in Aussicht – für den späteren Verlauf des Jahres. Auch aus der Opposition kam viel Unterstützung für das Corona-Rettungspaket der Bundesregierung.

Bundesfinanzminister Scholz hofft außerdem, mögliche Staatsbeteiligungen an Unternehmen in der Corona-Krise später gewinnbringend verkaufen zu können. Das sagte der SPD-Politiker der "Rheinischen Post". Dadurch könnten Verluste in anderen Bereichen abgedeckt werden. Der Staat wolle die Anteile nicht auf Dauer behalten, so Scholz. Man setze auf eine große wirtschaftliche Belebung.

26:3.2020 - 0:30 Uhr Müssen Einreisende aus Nicht-EU-Ländern bald in Quarantäne?

Deutschland erwägt wohl, Einreisende aus Nicht-EU-Staaten für zwei Wochen in häusliche Quarantäne zu schicken. Das Corona-Krisen-Kabinett der Bundesregierung soll Medienberichten zufolge heute darüber beraten. Den Überlegungen nach sollen diese Menschen von der kommenden Woche an in häusliche Quarantäne gehen - und zwar unabhängig davon, ob sie zuletzt in einem Risikogebiet waren.

Ziel sei es, eine einheitliche Regelung zu finden. Die Verhängung von Quarantäne ist Ländersache und wird von den Gesundheitsämtern vor Ort entschieden. Da für die meisten Nicht-EU-Bürger derzeit ein Einreiseverbot gilt, würde die neue Regelung vor allem Deutsche und Ausländer mit Aufenthaltserlaubnis und Wohnort in Deutschland betreffen.

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