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Der SPD-Finanzexperte, Lothar Binding, hält die Finanzhilfen für die Wirtschaft in der Corona-Pandemie generell für ein gutes Instrument. Probleme bei der Antragstellung seien lösbar.

Der finanzpolitische Sprecher der SPD im Bundestag, Lothar Binding, hat Kritik an den Finanzhilfen für die Wirtschaft in der Corona-Pandemie zurückgewiesen. Dass ein Großteil des Geldes noch nicht ausgezahlt sei, liege an dem überdimensionalen Volumen des Finanztopfes. "Man hat sich einen Betrag überlegt, der so groß ist, dass niemand Angst haben muss, dass die Hilfe ausgeht", sagte Binding im SWR.

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Die FDP-Bundestagsfraktion hatte zuvor bemängelt, dass von den etwa 25 Milliarden Euro an staatlichen Überbrückungshilfen für kleinere und mittlere Unternehmen bisher weniger als eine Milliarde Euro geflossen seien.

Vergangene zehnjährige Hochkonjunktur erweist sich als hilfreich

Ein weiterer Grund für die relativ geringe Nachfrage der Wirtschaftshilfe sei zudem die gute finanzielle Ausstattung vieler Unternehmen. "Wir haben ja zehn Jahre lang eine Hochkonjunktur gehabt, so dass sehr viele Unternehmen ihre Innenfinanzierung deutlich verstärken konnten und sich jetzt auf diese Stärke berufen können." Allerdings sei es durchaus möglich, dass sich diese Situation nun in der zweiten Welle der Corona-Pandemie noch ändern könne, so Binding.

"Bei Problemen fragen Sie ihren Bundestagsabgeordneten"

Dass es hin und wieder auch Probleme bei der Beantragung der Hilfen gegeben habe, sei zwar richtig, aber kein größeres Hindernis, ist der SPD-Politiker überzeugt. In diesen Fällen ließen sich die Probleme im direkten Gespräch schnell aus dem Weg räumen. Binding rät deshalb jedem Antragsteller, sich bei Fragen an seinen Bundestagsabgeordneten zu wenden.

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