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Beim Lernen zu Hause sind Schüler oft auf sich alleine gestellt. Es entstehen viele Fragen, die im Moment nur selten jemand beantworten kann. Dafür gibt es die "Corona School".

Mehr als 10.000 Anmeldungen

Simon Bing studiert Robotik an der ETH Zürich. In seiner Freizeit hilft er in der "Corona School" Schülerinnen und Schülern, die Fragen zu ihren Hausaufgaben haben. Im SWR sagte er: "Wir haben über 10.000 Anmeldungen von Schülerinnen und Schülern. Mittlerweile sind auch 7.500 Studentinnen und Studenten bei uns angemeldet." Die Studenten wollen damit den Präsenzunterricht der Schüler zumindest teilweise ersetzen.

Aktuell sei das Verhältnis zwischen Schülern und Nachhilfe-Studenten noch ungleich. Manche Studenten seien aber bereit, mehrere Schüler zu betreuen. "Wir haben uns zum Ziel gesetzt, eine 1:1-Betreuung zu schaffen."

Positives Feedback von Schülern und Eltern

Das Angebot werde von vielen Schülern sehr gerne angenommen- Diese profitierten manchmal sogar doppelt. "Viele haben wieder eine ganze neue Motivation zu lernen. Und manche kriegen auch ganz persönliche Einblicke in die Studiengänge, bei denen sie sich vorstellen können, das auch mal zu studieren", so Bing.

Von den Eltern komme auch viel positives Feedback. Viele freuten sich, dass sie mal wieder Zeit für sich hätten. Manche seien auch dankbar, dass sie zumindest in Ruhe arbeiten könnten, wenn sie auch im Homeoffice sind.

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