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Versuchen Sie, in der Corona-Krise einen kühlen Kopf zu bewahren - das ist der Rat von Katharina Domschke, Ärztliche Direktorin für Psychiatrie und Psychotherapie an der Uniklinik Freiburg.

Die aktuelle Situation könne Menschen stressen - besonders, wenn sie schon psychisch vorbelastet seien und deshalb empfindlich, meint die Psychiaterin Domschke. Tatsächlich handele es sich bei dem Coronavirus ja um eine unbekannte Gefahr, von der man den Eindruck habe, sie sei nicht kontrollierbar und gegen die es keine Medikamente gebe. Das mache Angst.

Es ist normal, sich in der Krise zu sorgen

Dazu kämen weitere Stressfaktoren wegen der Maßnahmen um uns herum, die das Virus eindämmen sollen - beispielsweise ungewollte Isolation, wirtschaftliche Folgen oder Sorgen um die eigene Gesundheit, sagte die Ärztin. Sich darüber Gedanken zu machen sei normal, "realistische Sorge ist in Ordnung", so Domschke.

Schlechte Zeiten für Hypochonder

Eine schlechte Zeit sei es jetzt beispielsweise für Menschen mit Waschzwang, die nicht sinnvoll behandelt werden könnten; außerdem für Hypochonder, Menschen mit Krankheitsangst. Diese könne die Corona-Krise extrem verunsichern.

Routinen vermitteln Sicherheitsgefühl

Sie empfehle, nun besonders auf Psycho-Hygiene zu achten, also sich gut um sich selbst zu kümmern, sagte Domschke. So sollte man Pausen machen, gesund essen, wenig Alkohol trinken und vor allem Routinen etablieren. "Routinen vermitteln ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle und können dadurch die Angst deutlich verringern", so die Psychiaterin.

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