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REDAKTEUR/IN

Die wichtigsten Entwicklungen zum Coronavirus vom 31. Januar bis zum 6. Februar können Sie hier nachlesen. Aktuelle Entwicklungen finden Sie hier.

6.2.2021, 22:00 Uhr - Nicht genehmigte Demo in Mannheim

Bei einer nicht angemeldeten Demonstration gegen die Corona-Schutzmaßnahmen haben sich nach Angaben der Polizei rund 1.200 Menschen in rund 600 Autos auf einem Parkplatz in Mannheim eingefunden. Sie wollten einen Autokorso bilden, wie die Polizei am Abend mitteilte. Die Demonstration sei nach einer Verfügung der Versammlungsbehörde der Stadt Mannheim aufgelöst worden. Die Teilnehmer seien dem nur zögerlich nachgekommen. Es bildeten sich kleinere Autokorsos in der Stadt, die ebenfalls unterbunden wurden. Es gab Identitätsfeststellungen und Platzverweise. Für die Polizei sei es ein Großeinsatz gewesen, hieß es weiter. Es habe mindestens eine zweistellige Zahl von Anzeigen gegeben wegen Verstößen gegen das Versammlungsrecht.

6.2.2021, 19:55 Uhr - Kritik nach Verstößen gegen Impfreihenfolge in Sachsen-Anhalt

Nach mehreren bekanntgewordenen Verstößen gegen die Impfreihenfolge in Sachsen-Anhalt hat Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) die Verantwortlichen kritisiert. "Ich habe keinerlei Verständnis, wenn bundesweit festgelegte Impfreihenfolgen missachtet werden", sagte die Ministerin. "Das gilt für Stendal, das gilt für Wittenberg, das gilt für Halle." Aus allen drei Kreisen waren zuvor Verstöße bekannt geworden.

Am Donnerstag war zunächst bekannt geworden, dass der Landkreis Stendal im Januar mehr als 300 Polizistinnen und Polizisten geimpft hatte. Heute räumte dann Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) ein, dass er und zehn Stadträte schon geimpft worden seien. Auch der Landrat von Wittenberg, Jürgen Dannenberg (Linke), und sein Stellvertreter sollen das Vakzin laut Medienberichten schon erhalten haben.

6.2.2021, 19:10 Uhr - Erste Lieferungen von Astrazeneca-Impfstoff nach Deutschland

Die ersten Lieferungen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca sind in Deutschland angekommen. Nordrhein-Westfalen erhielt rund 74-tausend Dosen, deutlich weniger wurden nach Hessen, Thüringen und Berlin geliefert. Ab der kommenden Woche soll das Vakzin dann verimpft werden. Astrazeneca will in den nächsten Wochen nach eigenen Angaben schrittweise mehr Impfstoff liefern - insgesamt soll Deutschland bis Anfang März rund 3 Millionen Dosen erhalten. Nach den Präparaten von Biontech/Pfizer und Moderna ist der Astrazeneca-Impfstoff der dritte, der in Deutschland verfügbar ist.

6.2.2021, 18:10 Uhr - Virtueller Karneval in Venedig

Venedig feiert trotz Corona von heute an Karneval via Internet. Für dieses Wochenende waren rund eineinhalb Stunden lange bunte Programme mit Künstlern per Streaming angekündigt. Ein Großteil der Events sollte aus dem Palazzo Vendramin-Calergi, wo ein Spielcasino sitzt, übertragen werden.

Die Veranstalter hatten angekündigt, dass es diesmal wegen der Pandemie nicht um echtes Dabeisein gehe, sondern ums weltweite Zugucken beim ersten Streaming-Karneval Venedigs.

Normalerweise kommen Hunderttausende Menschen für das weltberühmte Fest in die norditalienische Hafenstadt. Mit Maskenbällen, Gondel-Paraden und Feuerwerken gehört er zu den wichtigsten Veranstaltungen der Stadt. 

6.2.2021, 16:00 Uhr - Forderungen nach Schulöffnungen mehren sich

Politiker und Kinderschutzexperten haben eine baldige Öffnung von Kindertagesstätten und Schulen angemahnt. Die aktuelle Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie dauern bis Mitte Februar.

Leitlinien für Präsenzunterricht Leitfaden für Corona-Schutz in Schulen vorgestellt

Wie kann der Schulbetrieb sicherer werden? Bildungsministerin Karliczek und Experten haben dazu einen Leitfaden mit Empfehlungen vorgestellt.  mehr...

6.2.2021, 13:55 Uhr - Lufthansa verringert Flüge in Länder mit Virus-Mutanten

Die Lufthansa verringert nun doch ihr Flugangebot in Regionen, in denen die mutierten Corona-Varianten grassieren. Die Fluggesellschaft bestätigte entsprechende Medienberichte. Demnach werden die Verbindungen nach Südafrika, Brasilien, Großbritannien, Irland und Portugal reduziert. Die Bundesregierung hatte in der vergangenen Woche strenge Einreiseregeln für Gebiete erlassen, in denen die besonders ansteckende Virusvariante gehäuft aufgetreten ist.

6.2.2021, 13:15 Uhr - Biontech fordert Geld für Impfstoffproduktion

Dem Mainzer Impfstoffhersteller Biontech würde nach eigenen Angaben mehr Geld von Deutschland und der EU helfen, um die Produktionskapazitäten des Corona-Impfstoffs auszubauen. "Im vergangenen Jahr hätte uns mehr Geld nicht geholfen, weil wir den Produktionsprozess im großen Maßstab erst sicher aufstellen mussten", sagte Biontech-Finanzvorstand Sierk Poetting dem "Spiegel" auf eine entsprechende Frage. "Jetzt aber würde Geld helfen. Erst recht, wenn wir für nächstes Jahr eine Kapazität von drei Milliarden Dosen antizipieren sollen, wie es diese Woche bereits angefragt wurde."

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte angesichts der Lieferengpässe bei Corona-Impfstoffen für die Bereitstellung weiterer EU-Mittel geworben.

Impfstoff-Produktion Biontech wünscht sich mehr finanzielle Unterstützung

Dem Mainzer Impfstoffhersteller Biontech würde nach eigenen Angaben mehr Geld von Deutschland und der EU helfen, um die Produktionskapazitäten des Corona-Impfstoffs auszubauen. Laut Bundesregierung geht es dabei um rund 400 Millionen Euro.  mehr...

6.2.2021, 12:10 Uhr - Astrazeneca-Impfstoff wird an Bundesländer ausgeliefert

Von heute an sollen in Deutschland die ersten Lieferungen des Corona-Impfstoffs von Astrazenca verteilt werden. Einer Liste des Gesundheitsministeriums zufolge erhalten die Bundesländer insgesamt knapp 350.000 Impfdosen von dem britisch-schwedischen Hersteller. Für die kommende Woche ist eine weitere Lieferung von 390.000 Dosen des jüngst zugelassenen Wirkstoffs angekündigt.

Insgesamt will Astrazeneca nach eigenen Angaben bis Anfang März rund 3,2 Millionen Impfdosen liefern. Es ist der dritte Impfstoff, der in Deutschland verfügbar ist.

Corona-Pandemie So funktioniert der Impfstoff von Astrazeneca

Der Corona-Impfstoff der britisch-schwedische Arzneimittelkonzerns Astrazeneca gerät wegen möglicher Nebenwirkungen zunehmend in die Kritik. Jetzt werden nur noch Menschen ab 60 Jahren damit geimpft. Aber was unterscheidet dieses Vakzin von den mRNA-Impfstoffen?  mehr...

6.2.2021, 11:00 Uhr - Impfstoff von Sinovac in China zugelassen

Der Covid-19-Impfstoff der chinesischen Biotechfirma Sinovac Biotech ist von der chinesischen Arzneimittelbehörde für die breite Öffentlichkeit zugelassen worden. Die Zulassung basiere auf zweimonatigen Ergebnissen einer späten klinischen Studien in Übersee, teilte Sinovac mit. Allerdings lägen die endgültigen Analysedaten noch nicht vor. Das Vakzin von Sinovac ist der zweite Impfstoff, der in China für den öffentlichen Gebrauch zugelassen wurde. Im Dezember war bereits ein Corona-Impfstoff des chinesischen Staatskonzerns Sinopharm genehmigt worden.

6.2.2021, 10:40 Uhr - BKA: Bedrohungen durch Corona-Leugner nehmen immer mehr zu

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat eine steigende Anzahl von Bedrohungen und Anfeindungen von Politikern, Wissenschaftlern und Journalisten durch Corona-Leugner festgestellt. "Das betrifft Politiker, aber auch andere Personen wie etwa Virologen, die während der Pandemie in den Medien besonders präsent sind", sagte BKA-Präsident Holger Münch in einem Interview mit dem "Spiegel". "Immer häufiger registrieren wir Angriffe auf Journalisten. Die Emotionalisierung ist groß."  Deshalb habe das BKA seine Schutzkonzepte in enger Abstimmung mit den Ländern angepasst.

Corona-Mythen Diskussion mit Verschwörungstheoretikern - So klappt's

Die einen sprechen von der „Corona-Lüge“ oder der „Fake-Pandemie“ und behaupten, das Virus gebe es gar nicht. Andere halten das Virus für gezüchtet – wahlweise von Bill Gates oder den Chinesen. Wie reagieren wir am besten, wenn Freunde oder Familienangehörige uns mit kruden Verschwörungstheorien konfrontieren? Tipps von einer Expertin:  mehr...

6.2.2021, 10:20 Uhr - Vitaminpräparate in Pandemie begehrt

In der Corona-Krise kaufen viele Verbraucher verstärkt Nahrungsergänzungsmittel, um ihr Immunsystem zu stärken. Drogerieketten verzeichnen in der Pandemie eine höhere Nachfrage nach den Produkten. Seit Beginn der Pandemie würden deutlich mehr Nahrungsergänzungsmittel zur Immunstärkung verkauft, "insbesondere Präparate mit Vitamin C, Vitamin D und Zink", berichtete das Unternehmen Rossmann.

Ähnliches beobachtet der Konkurrent dm. Die Nachfrage nach Produkten, die der Abwehrstärkung dienen, sei in den vergangenen Wochen und Monaten gestiegen.

6.2.2021, 9:45 Uhr - Corona-Gegner demonstrieren in Karlsruhe, Kritik von Kirchen

In Karlsruhe auf dem Messplatz wollen am Mittag rund 750 Menschen mit einem "politischen Gottesdienst" gegen die Corona-Maßnahmen demonstrieren. Hinter der Aktion steht die "Querdenken721"-Bewegung in Karlsruhe.

Die katholische und evangelische Kirche in Karlsruhe kritisieren in einer gemeinsamen Stellungnahme, dass die eindeutig politische Kundgebung als "Gottesdienst" bezeichnet werde. Damit werde das Wort Gottesdienst "instrumentalisiert und missbraucht".

6.2.2021, 7:50 Uhr - Baldauf: Pfingstferien in Rheinland-Pfalz ausfallen lassen?

Der rheinland-pfälzische CDU-Fraktionschef Christian Baldauf ist dafür, die Pfingstferien in Rheinland-Pfalz ausfallen zu lassen - falls die Schulen am 15. Februar nicht öffnen können. Das sagte er dem "Bonner Generalanzeiger". Er begründet das damit, dass sonst die Zeit knapp werden könnte, um den Lernstoff nachzuholen. Und er könnte sich auch vorstellen, dieses Schuljahr anders zu bewerten als normale Schuljahre.

6.2.2021, 7:03 Uhr - Spahn erwartet Impfstoff für Kinder ab Sommer

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat einen Corona-Impfstoff für Kinder und Jugendliche in Aussicht gestellt. Er gehe davon aus, dass es ein solches Präparat ab Sommer geben werde. Es gebe inzwischen hoffnungsvolle Studien einiger Hersteller. Damit könnten vor allem Kinder und Jugendliche mit Vorerkrankungen einen wirksamen Schutz bekommen, erklärte Spahn. Die bislang verfügbaren Impfstoffe sind erst ab 16 oder 18 Jahren zugelassen. Außerdem räumte Spahn Schwierigkeiten beim Impfstart ein. Mindestens in den nächsten neun bis zehn Wochen werde Impfstoff noch knapp bleiben. Ab April werde sich die Lage aber deutlich bessern.

6.2.2021, 6:14 Uhr - RKI: 2.000 weniger Neuinfektionen gemeldet als vor einer Woche

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut 10.485 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen eines Tages gemeldet. Das sind rund 2.000 weniger als vor einer Woche. Außerdem wurden 689 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 77,3. Die Bundesregierung strebt einen Wert von unter 50 an.

6.2.2021, 4:43 Uhr - Steinmeier setzt Gedenkfeier für 18. April an

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier plant für den 18. April eine zentrale Gedenkfeier für die Corona-Toten. "Das Ziel der Gedenkfeier ist klar: Als Gesellschaft innehalten, den Hinterbliebenen eine Stimme geben, in Würde Abschied nehmen von den Toten", sagt Steinmeier der "Rheinischen Post".

Am 18. April Steinmeier plant Gedenkfeier für die Opfer der Corona-Pandemie

Neben den Hinterbliebenen der Corona-Opfer soll auch die gesamte Staatsspitze an der zentralen Gedenkfeier teilnehmen, kündigte Steinmeier an.  mehr...

5.2.2021 - WHO-Appell: Arme Länder brauchen Impfstoff

5.2.2021, 19:53 Uhr - WHO appelliert, armen Ländern Impfstoff zu geben

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat die reichen Länder erneut dazu aufgerufen, Corona-Impfstoffe abzugeben - und zwar sobald sie mit der Impfung von Pflegepersonal und älteren Menschen durch seien. Tedros kritisierte, dass in manchen Ländern bereits jüngere Menschen ohne hohe Krankheitsrisiken geimpft würden. In den meisten anderen Ländern sei hingegen noch nicht eine einzige Impfdosis verabreicht worden.

5.2.2021, 18:54 Uhr - Doch keine 15-Kilometer-Regel in Ludwigshafen

Die Stadt Ludwigshafen will nun doch nicht die für Samstag geplante 15-Kilometer-Regel für die Bürger in Kraft setzen. Nachdem ein mutiertes Coronavirus nachgewiesen worden war, hatte Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) am Freitagmittag die Bewegungseinschränkung angekündigt. Ihr sei vom Land keine andere Wahl gelassen worden. Am Abend kam dann überraschend die Meldung, dass die Stadt ihre Pläne zurückgezogen habe. Zur Begründung hieß es, dass es sich bei dem Testergebnis mit dem Corona-Mutanten um einen Einzelfall handele. Dies hätten die Corona-Tests bei den Bewohnern der betroffenen Asylunterkunft ergeben.

Ludwigshafen

Nach Corona-Mutation Doch keine 15-Kilometer-Regel in Ludwigshafen

Die Stadt Ludwigshafen hat ihre Pläne zur 15-Kilometer-Regel am Freitag zurückgezogen. Ursprünglich sollte die Verschärfung der Corona-Schutz-Maßnahmen ab Samstag früh gelten.  mehr...

5.2.2021, 18:50 Uhr - Impfstoff gegen Mutationen: Curevac arbeitet mit Großbritannien zusammen

Das Tübinger Biotechnologieunternehmen Curevac arbeitet bei der Entwicklung und dem Vertrieb von Corona-Impfstoffen künftig mit Großbritannien zusammen. Zuvor gab es Vereinbarungen mit dem britischen Pharmakonzern Glaxo-Smith-Kline (GSK) und dem deutschen Pharmariesen Bayer. Ziel der Zusammenarbeit mit den Briten sei es auch, Impfstoffe gegen die neuen Mutationen zu entwickeln. Insgesamt wolle Curevac noch in diesem Jahr 300 Millionen Dosen und 2022 bis zu einer Milliarde Impfstoff-Dosen herstellen. Die zukünftigen Curevac-Impfstoffe sollen demnach teilweise in Großbritannien hergestellt und vertrieben werden. Curevac-Chef Franz-Werner Haas sagte, mit den Partnern sei man sehr gut aufgestellt. Man wolle gemeinsam auch der Pandemie einen Schritt voraus sein.

Tübingen

Kampf gegen Coronavirus-Varianten Impfstoff gegen Mutationen: Curevac arbeitet mit Großbritannien zusammen

Das Tübinger Unternehmen Curevac schließt bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus immer mehr Partnerschaften. Auch gegen neue Varianten will sich das Biopharma-Unternehmen wappnen.  mehr...

5.2.2021, 18:37 Uhr - Belgien öffnet Friseure

In Belgien dürfen Friseure ab Ende kommender Woche wieder öffnen - jedoch nur unter sehr strengen Hygieneregeln. Der belgische Regierungschef Alexander De Croo sagte, die Corona-Lage im Land sei recht stabil, dennoch müsse man weiter vorsichtig sein. Andere Berufe mit Körperkontakt, wie etwa Kosmetiker, müssen noch bis zum 1. März warten.

5.2.2021, 18:12 Uhr - Dänemark: Tötung der 15 Millionen Nerze abgeschlossen

In Dänemark ist die wegen der Corona-Pandemie abgeordnete Tötung der 15 Millionen Nerze abgeschlossen. Das hat die Veterinärbehörde in Kopenhagen mitgeteilt. Bei den Tieren war im vergangenen Herbst eine Variante des Coronavirus entdeckt worden, die auf den Menschen übertragbar ist. Daraufhin hatte die Regierung angeordnet, alle Nerze zu keulen. Dänemark war bisher das größte Exportland von Nerzen.

5.2.2021, 17:32 Uhr - Wegen Schwarzmarkt: Seehofer für Öffnung von Friseursalons

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) fordert, dass Friseursalons bald wieder öffnen dürfen. Er sagte dem "Spiegel", es habe sich ein regelrechter Schwarzmarkt in der Branche entwickelt. Immer mehr Menschen würden sich auf anderen Wegen und ohne Hygieneregeln die Haare schneiden lassen. Das sei gefährlicher als Friseuren die Öffnung unter einem strengen Hygienekonzept zu erlauben, so Seehofer.

5.2.2021, 16:47 Uhr - 15-Kilometer-Beschränkung für Ludwigshafen

In Ludwigshafen gilt ab Samstag für zunächst eine Woche eine Beschränkung des Bewegungsradius von 15 Kilometern. Das hat Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) bestätigt. Das Land habe wegen der hohen Inzidenzwerte bereits seit längerem darauf gedrängt, dass in Ludwigshafen die Bewegungsbeschränkung angeordnet werde. Mit dem Auftauchen einer mutierten Corona-Variante sei ihr jetzt keine andere Wahl mehr geblieben. Ab morgen dürfen sich die Ludwigshafener Bürger nur noch 15 km weit von ihrem Wohnort entfernen. Ausnahmen seien unter anderem für Berufspendler vorgesehen. Die genauen Details der Verfügung werden zur Stunde noch ausgearbeitet. Mit der Maßnahme soll die Ausbreitung einer mutierten Corona-Variante verhindert werden.

5.2.2021, 15:15 Uhr - Gute Nachrichten für Astrazeneca

Der gemeinsam von Astrazeneca und der Universität Oxford entwickelte Impfstoff ist gegen die in Großbritannien verbreitete Mutation ähnlich wirksam wie gegen die vorherige Virusvariante. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die renommierte Hochschule.

Nach Angaben der britischen Gesundheitsbehörden wirkt der Impfstoff auch bei älteren Menschen. Das hätten neue Studiendaten des britisch-schwedischen Pharmakonzerns bestätigt, sagt ein Vertreter der Aufsichtsämter. 

Während der Impfstoff in Großbritannien und auch von der EU-Arzneimittelbehörde EMA ohne Altersbegrenzung zugelassen wurde, wird in Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern das Vakzin nur unter 65-Jährigen verabreicht. Als Grund wurde angeführt, dass es keine ausreichenden Daten für die Wirksamkeit bei Älteren gibt.

5.2.2021, 15:05 Uhr - Rio de Janeiro verbietet alle Karnevalsumzüge

Nach der Absage des weltberühmten Karnevals hat die brasilianische Metropole Rio de Janeiro ein grundsätzliches Verbot von Umzügen zu der Zeit ausgesprochen. Ein Dekret mit neuen Regeln, das heute bekannt wurde, sieht vor, dass es keine Umzüge der Sambaschulen im Sambodrom und von Karnevalsgruppen in den Straßen wegen der Corona-Pandemie geben soll. Das berichtete das Nachrichtenportal "G1". 

5.2.2021, 14:25 Uhr - Merkel plant Regierungserklärung nächste Woche zur Corona-Krise

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will am nächsten Donnerstag eine Regierungserklärung zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise abgeben. Das hat Regierungssprecher Steffen Seibert angekündigt. Am Tag davor berät Merkel wieder mit den Ministerpräsidenten über die Corona-Maßnahmen.

Die aktuellen Beschränkungen sind bis zum 14. Februar geplant - im Moment ist unklar, wie es danach weitergeht. Die Infektionszahlen gehen zwar bundesweit zurück, Mediziner warnen aber vor den Virus-Mutationen.

5.2.2021, 14:15 Uhr - RKI-Chef warnt vor Virus-Mutationen

Der Chef des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat davor gewarnt, die Gefahr durch Mutationen des Coronavirus zu unterschätzen. "Die Varianten dominieren das Geschehen noch nicht", sagte Wieler auf einer Pressekonferenz in Berlin. Man müsse aber damit rechnen, dass sich ihr Anteil erhöht. "SARS-CoV-2 ist insgesamt gefährlicher geworden", so der RKI-Chef.

5.2.2021, 11:10 Uhr - Spahn gegen baldige Lockerungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnt trotz der sinkenden Corona-Infektionszahlen vor zu frühen Lockerungen der Einschränkungen. Das mühsam Erreichte sollte nicht leichtfertig verspielt werden, sagte er in Berlin. In anderen Ländern habe man beobachten können, wie schnell niedrige Infektionszahlen binnen kurzer Zeit wieder in die Höhe geschnellt seien.

Eine "No-Covid"-Strategie, die durch einen kurzen, aber sehr harten Lockdown die Ansteckungszahlen auf Null drücken will, lehnt Spahn allerdings ab.

Die Jahrhundertpandemie bleibe eine Zumutung, fügte Spahn hinzu. Man müsse noch ein wenig durchalten. Der Minister verwies aber auch auf bereits erzielte Erfolge. Inzwischen seien knapp drei Millionen Impfdosen verabreicht worden und mehr als 800.000 Bürger hätten die zweite Impfdosis erhalten. Zudem habe jeder vierte Bewohner eines Pflegeheims bereits eine erste Impfung bekommen.

5.2.2021, 10:15 Uhr - Ungarn will ab nächster Woche Sputnik V verimpfen

Ungarn will in der kommenden Woche damit beginnen, den russischen Impfstoff Sputnik V zu verabreichen. Das kündigte Ministerpräsident Viktor Orban im staatlichen Hörfunk an. Ungarn hat anders als die EU-Kommission dem russischen Impfstoff die Notfallzulassung erteilt. Russland liefert laut Vereinbarung in den kommenden drei Monaten zwei Millionen Impfdosen an Ungarn. Damit kann eine Million Menschen geimpft werden. Die ersten 40.000 Sputnik-V-Dosen hat Ungarn bereits vergangene Woche erhalten.

5.2.2021, 9:54 Uhr - Kritik wegen Abschlussprüfung bei Polizei in BW

Die Deutsche Polizeigewerkschaft hat eine gemeinsame Abschlussprüfung von über 600 Studenten der Hochschule für Polizei mitten im Corona-Lockdown heftig kritisiert. Dieses "Massenevent" in den Messehallen in Villingen-Schwenningen (Schwarzwald-Baar-Kreis) sei "unverantwortlich", sagte Gewerkschaftschef Ralf Kusterer dem "Schwarzwälder Boten" (Freitagsausgabe). "Ich verstehe nicht, wie der Ministerpräsident und der Innenminister in Baden-Württemberg das zulassen können." Auch im Innenministerium und bei der Polizei gelte, dass Besprechungen auf das Notwendigste begrenzt werden. Die Hochschule für Polizei in Villingen-Schwenningen verteidigte die Präsenz-Prüfung. Die Corona-Verordnung sehe für solche Prüfungen Ausnahmen von Beschränkungen vor, teilte die Hochschule der Zeitung mit.

Villingen-Schwenningen

Polizeigewerkschaft übt harsche Kritik Trotz Pandemie: 600 Polizei-Prüflinge in Präsenz in Villingen-Schwenningen

Eine Abschlussprüfung an der Hochschule für Polizei sorgt für harsche Kritik der Polizeigewerkschaft. Rund 600 Prüflinge aus ganz Baden-Württemberg kommen dazu in Villingen-Schwenningen zusammen.  mehr...

5.2.2021, 9:45 Uhr - Fast 5.000 Tote in den USA an einem Tag

In den USA hat die Zahl der an einem Tag erfassten Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion einen neuen Höchstwert erreicht. Die Behörden melden 4942 Todesfälle, wie aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorgeht. Der bisherige Höchstwert war mit 4466 Toten am 12. Januar verzeichnet worden.

Seit Beginn der Pandemie sind in den USA bereits mehr als 455.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Allein seit Beginn dieses Jahres sind mehr als 100.000 Todesfälle zu beklagen.

5.2.2021, 9:15 Uhr - Britische Lehrer versehentlich zum Impfen eingeladen

In Großbritannien sind Hunderte Lehrer zu Impfterminen eingeladen worden, obwohl sie noch gar nicht an der Reihe sind. Nach Angaben der britischen BBC lag das an einem Fehler beim Buchungssystem. Die Lehrer hätten Links weitergeleitet bekommen, die eigentlich für medizinische Beschäftigte reserviert gewesen seien.

Von der Regierung in London hieß es, die festgelegte Reihenfolge sei dringend einzuhalten. Im Moment werden vor allem über 70-Jährige und Angehörige medizinischer Berufe geimpft. In Großbritannien hat bereits rund jeder fünfte Erwachsene eine erste Impfdosis erhalten.

5.5.2021, 8:30 Uhr - Mehrheit gegen frühere Impfung von Sportlern

Drei von vier Menschen in Deutschland finden es falsch, wenn Spitzensportler bevorzugt gegen Corona geimpft würden. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap im Auftrag der ARD. Hintergrund sind die anstehenden Olympischen Sommerspiele in Tokio. Mehrere Sport-Funktionäre hatten vorgeschlagen, Sportler deshalb früher zu impfen.

5.5.2021, 6:45 Uhr - RKI: Sieben-Tage-Inzidenz bei 79,9

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 12.908 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Das sind knapp 1.100 weniger als vor einer Woche. Außerdem wurden 855 neue Todesfälle gemeldet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) liegt laut RKI bei 79,9.

5.2.2021, 4:39 Uhr - Johnson & Johnson beantragt Zulassung von Corona-Impfstoff in den USA

Johnson & Johnson hat in den USA eine Notfall-Zulassung seines Corona-Impfstoffs beantragt. Ein entsprechender Schritt in Europa solle in den kommenden Wochen folgen, teilte der US-Pharmakonzern mit. Sobald das Zulassungsverfahren der US-Arzneimittelbehörde FDA abgeschlossen und die Genehmigung erteilt worden sei, könne mit der Auslieferung begonnen werden, sagte J&J-Chef Paul Stoffels.

Die FDA setzte eine Besprechung ihres unabhängigen Beratungsausschusses für Impfstoffe für den 26. Februar an. Dieser gibt dann eine Empfehlung ab. Bei den bereits zugelassenen Vakzinen von BioNTech/Pfizer und Moderna erfolgte jeweils einen Tag später die Zulassung. Vor knapp einer Woche hatte J&J mitgeteilt, dass sein Impfstoff in einer weltweiten Studie eine Wirksamkeit von 66 Prozent erzielt habe. Der Impfstoff bietet den Vorteil, dass eine einmalige Dosis ausreichen soll statt zweien.

4.2.2021 - EU räumt Fehler bei Impfstoffbestellung ein

4.2.2021, 20:55 Uhr - RP: Dreyer verteidigt Teststrategie in Heimen

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat die Landes-Vorschriften für Corona-Tests in Pflegeheimen gegen Kritik verteidigt. Dreyer sagte dem SWR, die entsprechende Verordnung stelle sicher, dass Mitarbeiter mindestens einmal die Woche getestet werden. Die Ministerpräsidentin sagte, dass es den Einrichtungen überlassen bliebe, auch mehr zu testen. Die Tests stünden zur Verfügung und seien auch nicht reglementiert. Dreyer wies den Vorwurf zurück, das Land habe zu wenige freiwillige Helfer von Bundeswehr und Hilfsorganisationen für die Tests in den Heimen angeworben. Die Landesregierung habe jede Einrichtung nach ihrem Bedarf an Helfern gefragt und dieser sei auch erfüllt worden, so Dreyer.

4.2.2021, 20:53 Uhr - Von der Leyen: Fehler bei Impfstoffbestellung

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat zugegeben, bei der Beschaffung von Corona-Impfstoffen Fehler gemacht zu haben. Der "Süddeutschen Zeitung" sagte sie, die EU habe unterschätzt, welche Komplikationen bei der Impfstoff-Herstellung auftreten können. Man habe zu zögerlich bestellt - die EU sei eben mehr Tanker als Schnellboot. Die EU hat für alle Mitgliedstaaten bei insgesamt sechs Herstellern bis zu 2,3 Milliarden Impfdosen geordert. Derzeit liefern die Unternehmen jedoch weniger als erhofft.

4.2.2021, 19:03 Uhr - Lufthansa will Hilfen schneller zurückzahlen

Die Lufthansa will einen Teil der staatlichen Corona-Hilfen schneller zurückzahlen als geplant. Das hat das Unternehmen mitgeteilt. Dazu habe sich der Konzern mit Hilfe einer Anleihe Geld am Kapitalmarkt besorgt - und zwar insgesamt 1,6 Milliarden Euro. Jetzt solle der Kredit bei der Förderbank KfW zurückgezahlt werden. Die Lufthansa könnte dann wieder frei über verpfändete Flugzeuge verfügen. Die Lufthansa hat in der Corona-Krise Milliarden-Hilfen vom Staat bekommen, der seitdem an dem Konzern beteiligt ist.

4.2.2021, 18:57 Uhr - Champions-League-Spiel gegen Leipzig: Einreiseverbot für Liverpool

Das Champions-League-Spiel Leipzig gegen Liverpool kann nicht wie geplant am 16. Februar stattfinden. Die Bundespolizei will Liverpool keine Sondergenehmigung zur Einreise geben. Das hat eine Sprecherin des Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur erklärt. Die Einreise aus England ist wegen des mutierten Coronavirus stark eingeschränkt.

4.2.2021, 18:38 Uhr - 20 Prozent der erwachsenen Briten geimpft und ein Drittel der Bevölkerung in Israel

In Großbritannien sind inzwischen 20 Prozent der Erwachsenen gegen Corona geimpft - die Impfbereitschaft sei weiter außerordentlich hoch, hat Gesundheitsminister Matt Hancock gesagt. Laut Statistikamt wollten sich 85 Prozent der erwachsenen Briten impfen lassen. In Israel ist nach Regierungsangaben inzwischen mehr als ein Drittel der Bevölkerung geimpft - in der Gruppe der über 60-Jährigen seien es schon 84 Prozent. Die israelische Regierung meldet positive Erfahrungen damit. In den vergangenen zwei Wochen sei in dieser Altersgruppe die Zahl der schwierigen Corona-Verläufe um ein Viertel zurückgegangen.

4.2.2021, 18:35 Uhr - Zwangsquarantäne für Covid-Patient in Wiesbaden

Die Stadt Wiesbaden hat einen Corona-Infizierten zwangsweise in einem ehemaligen Flüchtlingsheim untergebracht. Der junge Mann war vergangene Woche trotz seiner Infektion in Mainz in einem Supermarkt einkaufen. Nach SWR-Informationen ist der Mann unabhängig von seiner Corona-Infektion stark gesundheitlich beeinträchtigt, sowohl körperlich als auch psychisch. Nach seinem Ausflug nach Mainz sei der Mann nun in einer leerstehenden Asylbewerberunterkunft untergekommen und stehe dort bis Ende der Woche unter Quarantäne, so die Stadt Wiesbaden. Der 21-Jährige war in der vergangenen Woche aus einem Wiesbadener Krankenhaus verschwunden, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Mainzer Hauptbahnhof gefahren und dort in einem Supermarkt einkaufen gegangen.

Wiesbaden

Junger Wiesbadener unter Aufsicht Corona-Kranker nach Ausflug nach Mainz in Zwangsquarantäne

Die Stadt Wiesbaden hat einen Coronainfizierten zwangsweise in einem ehemaligen Flüchtlingsheim untergebracht. Der junge Mann war vergangene Woche trotz seiner Infektion in Mainz in einem Supermarkt einkaufen.  mehr...

4.2.2021, 18:03 Uhr - Keine Einigung beim Streit um Patentschutz für Corona-Impfstoffe

Die Patente von Pharmaherstellern auf Corona-Impfstoffe und Medikamente werden vorerst nicht gelockert. Beratungen der Welthandelsorganisation über den Vorschlag von Indien und Südafrika sind zu keinem Ergebnis gekommen. Die beiden Länder wollten durch die vorübergehende Aufhebung des Patentschutzes erreichen, dass mehr Corona-Impfstoffe produziert werden können. Mehrere Industriestaaten lehnen das aber ab, unter anderem die USA. Auch die Europäische Union ist gegen den Vorschlag. Der Grund dafür, dass so wenige Impfstoffe produziert werden, sei nicht der Patentschutz, sondern, dass es nicht genügend Hersteller gebe, so die EU. Ende Februar soll nochmals über das Thema diskutiert werden.

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4.2.2021, 18:00 Uhr - ARD-DeutschlandTrend: Mehrheit gegen Ausnahmen für Geimpfte

Gut zwei Drittel der Menschen in Deutschland sind dagegen, dass Corona-Beschränkungen für Geimpfte gelockert werden. Das hat der ARD-DeutschlandTrend ergeben. Hintergrund ist die Diskussion, ob Geimpfte zum Beispiel einfacher wieder reisen oder ins Restaurant gehen dürfen.

Gleichzeitig wächst die Impfbereitschaft in Deutschland: 76 Prozent der Deutschen wollen sich auf jeden Fall oder wahrscheinlich impfen lassen. Das Tempo der Impfungen in Deutschland bewerten aktuell 68 Prozent als zu langsam - vor einem Monat sagten das 52 Prozent.

Knapp 80 Prozent der Menschen in Deutschland befürchten, dass Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung beeinträchtigt werden, weil fast alle Schulen und Kitas geschlossen sind. Das sind 14 Prozent mehr als während des ersten Lockdowns im Mai 2020. Bei den Eltern mit schulpflichtigen Kindern äußern diesbezüglich 86 Prozent sehr große oder große Sorgen. Außerdem machen sich 73 Prozent der Deutschen Sorgen um die wirtschaftliche Situation im Land. Mittlerweile rückt die Frage der Finanzierung der Corona-Folgekosten stärker in den Fokus. Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung (71 Prozent) befürwortet die Erhebung von Steuern auf hohe Vermögen.

4.2.2021, 17:47 Uhr - Astrazeneca-Lieferung am Samstag in BW erwartet

Ab der kommenden Woche soll in Baden-Württemberg auch der Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca verimpft werden. Eine erste Lieferung mit 48.000 Dosen des Impfstoffs werde für Samstag erwartet, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. In den darauffolgenden Tagen solle der Impfstoff dann an den jeweiligen Orten verimpft werden. Der Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca ist neben den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna der dritte in der EU zugelassene Corona-Impfstoff. Anders als die anderen beiden Impfstoffe soll er laut Empfehlung der Ständigen Impfkommission vorerst nur Erwachsenen unter 65 Jahren gespritzt werden. Der Bund plant, die Impfverordnung entsprechend anzupassen.

4.2.2021, 17:39 Uhr - Corona-Ausbruch: Wanderung ist keine Straftat

Die 14 Teilnehmer einer Wandergruppe aus Mühlheim an der Donau (Kreis Tuttlingen) müssen wohl nicht mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Das sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Rottweil. Verstöße gegen die Corona-Verordnung seien Ordnungswidrigkeiten. Entgegen anders lautenden Berichten sei die Staatsanwaltschaft bei den Ermittlungen bislang auch gar nicht eingeschaltet gewesen. Die Wandergruppe hatte Mitte Januar für einen größeren Corona-Ausbruch gesorgt. Der Inzidenzwert in der rund 3.600 Einwohner zählenden Donau-Stadt war kurzzeitig auf fast 1.000 Infektionen binnen sieben Tagen (hochgerechnet auf 100.000 Einwohner) gestiegen. Der Wert sinkt bereits wieder.

Mühlheim an der Donau

Inzidenz in Mühlheim an der Donau zwischenzeitlich bei über 900 Coronavirus-Ausbruch nach Gruppenwanderung wohl ohne strafrechtliche Konsequenzen

Der Lockdown beeinträchtigt seit Mitte Dezember Millionen Menschen. Umso größer war die Wut, nachdem eine Wandergruppe einen Ort im Kreis Tuttlingen zu einem Hotspot hat werden lassen. Doch ernste Folgen drohen den Wanderern wohl nicht.  mehr...

4.2.2021, 17:21 Uhr - RP: CDU verlangt besseren Schutz von Heimbewohnern

Pflegebedürftige in rheinland-pfälzischen Heimen müssen besser gegen Corona-Infektionen geschützt werden. Das fordert der pflegepolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Michael Wäschenbach. Jedes dritte Corona-Todesopfer im Land ist in einem Pflegeheim gestorben. 815 Corona-Todesfälle in Pflegeheimen verzeichnet die Landesregierung seit Beginn der Pandemie. Das sind nach Berechnung des SWR 31 Prozent alle Covid-Todesfälle. Das Virus wird immer wieder in Heime getragen, etwa durch Personal oder Besucher. Mit Schnelltests, wie sie seit Anfang Dezember einsetzbar sind, könnten solche Infektionen schnell erkannt werden. Allerdings müssen Pflegeheimmitarbeiter in Rheinland-Pfalz nur einmal pro Woche getestet werden. Die CDU fordert tägliche Tests für die Mitarbeiter, Bewohner und Besucher.

Rheinland-Pfalz

Coronavirus in Rheinland-Pfalz Jeder dritte Corona-Tote war Heimbewohner

Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sind auch in Rheinland-Pfalz einer großen Gefahr ausgesetzt. SWR-Recherchen zufolge wohnten gut 30 Prozent der bisherigen Covid-19-Opfer in einer solchen Einrichtung.  mehr...

Zur Sache Rheinland-Pfalz! SWR Fernsehen RP

4.2.2021, 17:17 Uhr - RP: Stufenplan für Wiedereröffnung von Hotels und Gaststätten

Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Rheinland-Pfalz hat einen Plan vorgelegt, wie die Branche nach und nach wieder öffnen könnte. Die einzelnen Schritte richten sich nach den Inzidenzwerten. Er beginnt bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 75 mit der Öffnung von touristischen Unterkünften und der Außengastronomie. Ab einem Wert von 50 sollen Restaurants auch innen wieder Gäste empfangen dürfen. Zuletzt - ab einem Wert von 20 - könnten Bars und Clubs ohne Tanzflächen wiedereröffnen. Der Plan soll laut Dehoga-Präsident Gereon Haumann in Kürze der Landesregierung zugeschickt werden.

4.2.2021, 17:07 Uhr - Geteilte Meinungen zur Empfehlung des Ethikrats

Parteien und Verbände haben unterschiedlich auf die Empfehlungen des Ethikrats reagiert. Aus Sicht der FDP gibt es keinen Grund, die Freiheit einzuschränken, wenn von Geimpften keine Gefahr mehr ausgehe. Der Bundesverband der Deutschen Industrie sieht in dem Vorschlag einen "Türöffner" zu einem gesellschaftlichen Normalzustand. Dagegen ist der Hotel- und Gaststättenverband zurückhaltend: Erst sollten alle die Möglichkeit haben, sich impfen zu lassen. Der Ethikrat sieht derzeit keinen Grund, die Einschränkungen für Geimpfte zu lockern, weil nicht genügend Impfstoff vorhanden sei und seine Wirksamkeit noch nicht ausreichend erforscht ist. Trotzdem sollen Unternehmen grundsätzlich Leistungen nur für Geimpfte anbieten dürfen.

Deutschland

Rücknahme von Corona-Beschränkungen? Ethikrat: Keine Ausnahmen für Geimpfte

In die Diskussion über die Rücknahme von Corona-Beschränkungen für Geimpfte hat sich der Deutsche Ethikrat eingeschaltet: Derzeit sehe man keine Möglichkeiten für Ausnahmen für Menschen mit einem Impfnachweis. Auch für die Zukunft hat das Gremium eine Empfehlung.  mehr...

4.2.2021, 16:59 Uhr - BW: Freiwillige für Pflegeheime gesucht

Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) sucht Freiwillige, die die Pflegeeinrichtungen im Land bei der Durchführung von Antigen-Schnelltests unterstützen könnten. Jede und jeder könne helfen, Angehörigen den Kontakt zu ihren Liebsten zu ermöglichen, so der Minister. Momentan darf man Alten- und Pflegeheime nur mit einem negativen Antigen-Schnelltest betreten. Für die Durchführung der Tests fehlt es vielen Einrichtungen aber an Personal. Daher hofft das Gesundheitsministerium jetzt auf Helferinnen und Helfer. Pflegerische Berufserfahrung sei laut Lucha dabei nicht nötig. Auch Menschen ohne Vorkenntnisse könnten sich bei der Bundesagentur für Arbeit melden. Für die Freiwilligen sei ein Stundenlohn von 20 Euro vorgesehen.

4.2.2021, 16:56 Uhr - Ludwigshafen denkt über Bewegungseinschränkung nach

Die Stadt Ludwigshafen denkt darüber nach, den Bewegungsradius der Einwohner auf 15 Kilometer zu beschränken. Grund dafür ist ein Mann, der sich mit einer Corona-Mutation infiziert hat. Welche es ist, ist noch nicht klar und wird jetzt untersucht. Die bekannten Mutationen aus Großbritannien, Südafrika und Brasilien sind sehr ansteckend. Deshalb steht auch die Einrichtung, in der der Patient lebt, unter Quarantäne.

Ludwigshafen

Nach Corona-Mutation Doch keine 15-Kilometer-Regel in Ludwigshafen

Die Stadt Ludwigshafen hat ihre Pläne zur 15-Kilometer-Regel am Freitag zurückgezogen. Ursprünglich sollte die Verschärfung der Corona-Schutz-Maßnahmen ab Samstag früh gelten.  mehr...

4.2.2021, 16:45 Uhr - Grütters: Weitere Milliarde "wichtiges Zeichen für die Kultur"

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat die neuen Corona-Hilfen des Bundes als Zeichen der Wertschätzung und Ermutigung für Künstler bezeichnet. Die lange Zeit des Stillstands sei für viele Kulturakteure mittlerweile nicht nur ein wirtschaftliches Problem, sondern sie führe auch zu seelischen Nöten, sagte Grütters. Der Koalitionsausschuss hat gestern beschlossen, Kulturschaffende zusätzlich mit einer Milliarde Euro zu unterstützen. Das im Juli 2020 beschlossene Hilfspaket "Neustart Kultur" für die Kulturbranche umfasst damit insgesamt zwei Milliarden Euro.

Deutschland

Kinderbonus für Familien Große Koalition bringt weiteres Corona-Paket auf den Weg

Die Große Koalition hat sich auf ein weiteres Corona-Hilfspaket geeinigt. Es soll vor allem Haushalten mit geringem Einkommen, Gastronomie, Kultur und Unternehmen zugutekommen.  mehr...

4.2.2021, 15:29 Uhr - BW-Trend: Unzufriedenheit am Corona-Management in BW wächst

Die Baden-Württemberger sind nicht mehr so zufrieden mit dem Corona-Management der Landesregierung wie noch zu Beginn der Pandemie. Im April während des ersten Lockdowns haben noch 73 Prozent der Befragten das Krisenmanagement positiv bewertet. Mittlerweile liegt der Wert nur noch bei 45 Prozent. Die Kritik überwiegt mit 55 Prozent. Die rückläufige Unterstützung für das Corona-Krisenmanagement wirkt sich auch auf die Zufriedenheit mit der Regierungsarbeit insgesamt aus. Aktuell sind 61 Prozent der Befragten zufrieden mit den Leistungen der grün-schwarzen Landesregierung. Das sind sechs Prozentpunkte weniger als bei der Befragung im April. 38 Prozent sind unzufrieden.

Baden-Württemberg

BW-Trend Februar 2021 CDU deutlich hinter Grünen, Kretschmann büßt Beliebtheit ein

Sechs Wochen vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg ist der Abstand zwischen den Grünen und ihrem Koalitionspartner CDU noch größer geworden. Die Unzufriedenheit mit dem Corona-Management der Landesregierung nimmt zu.  mehr...

4.2.2021, 15:26 Uhr - Weidel entschuldigt sich bei Stadt Überlingen 

Nach einem Streit um ein angeblich vom Ordnungsamt der Stadt Überlingen (Bodenseekreis) bewusst provoziertes Bußgeld wegen angeblicher Corona-Verstöße hat sich Alice Weidel (AfD) beim Leiter des Ordnungsamts der Stadt telefonisch entschuldigt. Die Behörde bestätigte dies. Weidel hatte dem Ordnungsamt in einer Rede in Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis) vorgeworfen, Corona-Verstöße zu provozieren, um Bußgelder verhängen zu können. Schriftlich erklärte die AfD-Landesvorsitzende, sie sei kurz vor der Rede durch einen Überlinger Bürger über den vermeintlichen Vorfall informiert worden. "Fälschlicherweise habe ich diese Angelegenheit nicht verifiziert. Das bedaure ich sehr und ich entschuldige mich daher bei den Mitarbeitern des Ordnungsamtes", wird Weidel zitiert.

Überlingen

Stadtverwaltung hatte Vorwürfe zurückgewiesen Angebliches Corona-Bußgeld: Weidel entschuldigt sich bei Stadt Überlingen

Der Streit zwischen der Stadt Überlingen und der AfD-Landesvorsitzenden Alice Weidel scheint beigelegt. Die Politikerin hat erklärt, sie habe Angaben eines Bürgers fälschlicherweise nicht überprüft.  mehr...

4.2.2021, 15:06 Uhr - Heil: Corona-Hilfen sollen schnell kommen  

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat eine rasche Umsetzung der vom Koalitionsausschuss beschlossenen Corona-Hilfen für Bedürftige angekündigt. Bereits am kommenden Mittwoch wolle er voraussichtlich den Entwurf für ein drittes Sozialschutzpaket ins Kabinett einbringen, sagte Heil. Darin enthalten seien dann der geplante Corona-Zuschuss für Grundsicherungsempfänger in Höhe von 150 Euro sowie die Verlängerung des erleichterten Zugangs zur Grundsicherung bis Jahresende. Der Koalitionsausschuss hatte gestern unter anderem beschlossen, Familien ähnlich wie im vergangenen Jahr erneut einen Kinderbonus zu zahlen. Vorgesehen sind diesmal 150 Euro pro Kind - im vergangenen Jahr waren es 300 Euro.

4.2.2021, 14:40 Uhr - Landkreis Stendal impft heimlich über 300 Polizisten

Der Landkreis Stendal bei Magdeburg hat mehr als 300 Polizisten gegen Corona geimpft - entgegen den Vorgaben des Impfplans. Das hat Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) auf eine Nachfrage der Linken bestätigt. Sie zeigte sich verärgert und kündigte an, den Landkreis deshalb zu ermahnen. Stendal verteidigte sich mit der Begründung, dass es sich bei der Aktion um eine Übung gehandelt habe. Sie hätten den Fall geprobt, dass plötzlich viele Menschen auf einmal geimpft werden müssten. So ein Szenario könne man nicht am Schreibtisch planen, hieß es.

4.2.2021, 14:39 Uhr - BW: Dehoga gegen schrittweise Öffnung

Das baden-württembergische Gastgewerbe ist dagegen, Hotels, Gaststätten und Kneipen in den kommenden Wochen nur schrittweise zu öffnen. Stattdessen sollten alle Betriebe mit allen Bereichen öffnen dürfen, wenn die Corona-Regeln gelockert würden, sagte der Chef des Landesverbandes der Dehoga, Fritz Engelhardt, den Stuttgarter Zeitungen. Im Zweifel solle man lieber noch ein oder zwei Wochen mit Lockerungen warten, um dann guten Gewissens einen Neustart wagen zu können. Die meisten Betriebe im Gastgewerbe sind seit Anfang November geschlossen. Bund und Länder wollen am Mittwoch über ihr weiteres Vorgehen beraten.

4.2.2021, 14:36 Uhr - München erste große Großstadt mit Inzidenz unter 50

München ist als erste der fünf größten Städte Deutschlands unter den Corona-Inzidenzwert von 50 gefallen. Laut Robert-Koch-Institut liegt er aktuell bei 48. Insgesamt können inzwischen 70 Städte und Landkreise den Wert von 50 unterbieten. Dazu gehören unter anderem Freiburg und Mainz. Spitzenreiter ist die rheinland-pfälzische Stadt Zweibrücken mit einer Inzidenz von 11,7. Die Grenze von 50 gilt als die Schwelle, unter der Gesundheitsämter Infektionswege nachverfolgen können.

4.2.2021, 14:34 Uhr - EU-Gesundheitsbehörde skeptisch bei FFP2-Masken

Die EU-Gesundheitsbehörde in Stockholm hat den Zusatznutzen von FFP2-Masken im Vergleich zu normalen Alltagsmasken in Frage gestellt. Das ist überraschend, da Länder wie beispielsweise Deutschland die speziellen Atemschutzmasken mit hohem finanziellen Aufwand unter das Volk bringen.

4.2.2021, 14:23 Uhr - Merkel: Schulen und Kitas schnellstmöglich öffnen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will Schulen und Kitas so schnell wieder öffnen wie möglich. Das hat sie bei einem Dialog mit Eltern erklärt. Merkel sagte, Familien hätten im Moment eine Menge auszuhalten - die Bundesregierung arbeite daran, dass diese Zeit möglichst schnell vorbei geht - und Kinder dann wieder betreut werden könnten.

4.2.2021, 13:59 Uhr - Shell meldet Milliardenverlust

Der Mineralöl-Konzern Shell meldet für das vergangene Jahr einen Verlust von gut 18 Milliarden Euro. Grund ist vor allem die Corona-Pandemie: Durch die weltweiten Einschränkungen ist die Nachfrage nach Öl stark zurückgegangen. Im Vorjahr hatte Shell noch mehr als 10 Milliarden Euro Gewinn gemacht.

4.2.2021, 13:41 Uhr - Südafrika-Mutation breitet sich in Tirol aus

Im österreichischen Bundesland Tirol breitet sich die Südafrika-Mutante des Coronavirus aus, die Rede ist von mindestens 80 Fällen mit hoher Dunkelziffer. Die Regierung in Wien prüfe derzeit mit Experten alle Optionen, berichtete die Nachrichtenagentur APA. Es werde offenbar auch überlegt, ob Teile Tirols oder das ganze Bundesland unter Quarantäne gestellt werden. Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober hatte die Lage in Tirol zuvor als "ernst" bezeichnet.

4.2.2021, 12:22 Uhr - Britische Forscher kombinieren Corona-Impfstoffe

Britische Forscher wollen die Wirksamkeit von zwei unterschiedlichen Corona-Impfstoffen testen, wenn sie miteinander kombiniert werden. Nach Angaben des National Institute for Health Research geht es in der klinischen Studie zunächst um den Impfstoff der Hersteller Biontech und Pfizer und um den von Astrazeneca. Erste Ergebnisse werden bis Juni erwartet.

4.2.2021, 11:08 Uhr - Neue Corona-Hilfen könnten im Frühjahr fließen

Die neu beschlossenen Corona-Hilfen könnten nach SPD-Angaben im Frühjahr fließen. Parteichefin Saskia Esken sprach von März oder April. Sie sagte dem Sender Ntv, im vergangenen Jahr habe man das auch innerhalb weniger Wochen oder Monate allerspätestens umsetzen können. Der Koalitionsausschuss hatte am Abend unter anderem einen weiteren Kinderbonus beschlossen - pro Kind sollen Familien 150 Euro bekommen. Die gleiche Summe soll es einmalig auch für Hartz-IV-Empfänger geben. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) zeigte sich zufrieden und sprach von pragmatischen Lösungen. Damit helfe man den Menschen konkret und nehme ihnen soziale Sorgen. Kritik kam vom Paritätischen Wohlfahrtverband: 150 Euro für die Armen sei ein schlechter Witz.

Deutschland

Kinderbonus für Familien Große Koalition bringt weiteres Corona-Paket auf den Weg

Die Große Koalition hat sich auf ein weiteres Corona-Hilfspaket geeinigt. Es soll vor allem Haushalten mit geringem Einkommen, Gastronomie, Kultur und Unternehmen zugutekommen.  mehr...

4.2.2021, 10:52 Uhr - Ethikrat: Noch keine Ausnahmen für Geimpfte

Der Deutsche Ethikrat sieht derzeit noch keine Möglichkeit, Geimpfte von den Corona-Beschränkungen zu befreien. Erst müsse sichergestellt sein, dass Geimpfte nicht mehr ansteckend seien, heißt es in der Ad-Hoc-Empfehlung. Das sei noch nicht der Fall. Außerdem bestehe die Gefahr, dass mit Ausnahmen für Geimpfte die Akzeptanz für die Corona-Regeln sinke. Deshalb sollten sie für alle zum gleichen Zeitpunkt aufgehoben werden, so der Ethikrat. Das Gremium betonte aber gleichzeitig, dass tiefgreifende Einschränkungen nur solange gerechtfertigt seien, wie die Versorgung schwer erkrankter Covid-19-Patienten das Gesundheitssystem akut zu überlasten drohe. Wenn dieses Risiko erfolgreich gesenkt werden kann, müssten die Maßnahmen zurückgenommen werden.

Deutschland

Rücknahme von Corona-Beschränkungen? Ethikrat: Keine Ausnahmen für Geimpfte

In die Diskussion über die Rücknahme von Corona-Beschränkungen für Geimpfte hat sich der Deutsche Ethikrat eingeschaltet: Derzeit sehe man keine Möglichkeiten für Ausnahmen für Menschen mit einem Impfnachweis. Auch für die Zukunft hat das Gremium eine Empfehlung.  mehr...

4.2.2021, 8:40 Uhr - Zweibrücken mit niedrigstem Inzidenzwert in Deutschland

Die Stadt Zweibrücken hat bei den Corona-Neuinfektionen laut Robert-Koch-Institut deutschlandweit den niedrigsten Sieben-Tage-Inzidenzwert. Er liegt bei 11,7, damit befindet sich die Stadt unterhalb jeder Corona-Warnstufe. Nach Angaben des Gesundheitsamtes ist das für Zweibrücken der niedrigste Wert seit dem 15. Oktober vergangenen Jahres. Deutschlandweit lag die Zahl am Donnerstagmorgen bei 80,7. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

4.2.2021, 8:22 Uhr - Einzelhändler in BW schlagen regionale Öffnungen vor

Die Einzelhändler in Baden-Württemberg dringen vor dem Bund-Länder-Gipfel zu den Corona-Maßnahmen auf ein Ende genereller Ladenschließungen. "Der Handel braucht dringend eine Öffnungsperspektive. Ohne die geht es nicht", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg, Sabine Hagmann, der Deutschen Presse-Agentur. Die Schließung des Handels habe nicht zu niedrigeren Corona-Infektionszahlen geführt. Bund und Länder sollten daher am Mittwoch festlegen, nach welchen einheitlichen Maßstäben es regional zu Lockerungen kommen könne. Orientieren könne man sich an der Sieben-Tage-Inzidenz, am Alter der Neuinfizierten, an der Belastung des Gesundheitssystems oder am Impffortschritt. Ein Festhalten an pauschalen Maßnahmen über den 14. Februar hinaus wäre nicht nachvollziehbar, sagte Hagmann.

Perspektive aus dem Lockdown Einzelhändler in Baden-Württemberg fordern Öffnungen

Viele Einzelhändler kritisieren die verordneten Schließungen etlicher Geschäfte als Gießkannenprinzip. Der baden-württembergische Branchenverband macht für die Zeit ab Mitte Februar einen Alternativvorschlag.  mehr...

4.2.2021, 8:19 Uhr - Verband: Kinder und Jugendliche spielen zu viel am PC

Der Präsident des Verbandes der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, warnt vor den Folgen übermäßiger Mediennutzung. Viele Kinder und Jugendliche spielten in der Corona-Krise zu viel am PC, sagte er dem Evangelischen Pressedienst. Das führe zu Konzentrationsdefiziten, Schulleistungs- und Schlafstörungen oder sogar zu Depressionen. "Gaming Disorder wird ein Thema werden", so Fischbach. In einer gut funktionierenden Familienstruktur könnten Eltern vieles ausgleichen. Schwierig werde es bei Kindern, die ohnehin schon Probleme in ihren Strukturen hätten.

4.2.2021, 7:48 Uhr - Stiko-Chef für EU-Zulassungsprozess von Sputnik V

Der Vorsitzende der ständigen Impfkommission (Stiko) und Ulmer Virologe Thomas Mertens erwartet einen ordnungsgemäßen EU-Zulassungsprozess für den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V. Er wäre froh, wenn so das Impfstoff-Portfolio erweitert werden könne, sagte Mertens im SWR. Eine Verimpfung von Sputnik V - wie sie Russland bereits vor Abschluss aller Testreihen begonnen hat - oder eine Notzulassung, die Ungarn dem russischen Vakzin erteilt, lehnt Mertens allerdings strikt ab. Angesichts des weltweiten Impfstoff-Engpasses hält der Ulmer Virologe zudem wenig davon, weltweit die Patente zu lockern, um eine schnellere Produktion zu ermöglichen.

4.2.2021, 5:28 Uhr - RKI meldet 14.200 bestätigte Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) innerhalb eines Tages rund 14.200 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus gemeldet. Das sind gut 3.300 weniger als vor einer Woche. Innerhalb eines Tages sind außerdem 786 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 registriert worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bundesweit bei 80,7. In Baden-Württemberg ist sie auf 67 gesunken, in Rheinland-Pfalz auf 70.

4.2.2021, 4:44 Uhr - Spahn für Lockerung von Corona-Restriktionen noch im Winter

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat für eine Lockerung der Corona-Beschränkungen noch im Winter plädiert. "Wir können nicht den ganzen Winter in diesem harten Lockdown bleiben", sagte Spahn den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Das würden wir nicht gut aushalten als Gesellschaft." Bei den Lockerungen seien "auf jeden Fall zuerst Kitas und Schulen dran", betonte er.  Der derzeitige harte Corona-Lockdown ist vorerst bis zum 14. Februar befristet. Bei einer Konferenz am Mittwoch kommender Woche wollen Bund und Länder über das weitere Vorgehen entscheiden. Die Corona-Infektionszahlen in Deutschland gehen seit Wochen zurück.  

3.2.2021 - Große Koalition beschließt weitere Corona-Hilfen

3.2.2021, 22:44 Uhr - Große Koalition beschließt weitere Corona-Hilfen

Die große Koalition hat sich auf weitere Corona-Hilfen geeinigt. Bezieher von Grundsicherung sollen künftig einen Zuschuss von 150 Euro bekommen. Wie Union und SPD nach Beratungen des Koalitionsausschusses mitteilten, wird es wie schon im vergangenen Jahr wieder einen Kinderbonus von 150 Euro für alle Empfänger von Kindergeld geben. In der Gastronomie gilt bis Ende nächsten Jahres der verringerte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent. Ursprünglich sollte diese Regel zum 30. Juni auslaufen. Für Unternehmen, die coronabedingte Verluste erlitten haben, gibt es steuerliche Erleichterungen.

Deutschland

Kinderbonus für Familien Große Koalition bringt weiteres Corona-Paket auf den Weg

Die Große Koalition hat sich auf ein weiteres Corona-Hilfspaket geeinigt. Es soll vor allem Haushalten mit geringem Einkommen, Gastronomie, Kultur und Unternehmen zugutekommen.  mehr...

3.2.2021, 20:44 Uhr - Spahn: In einigen Monaten Wahlmöglichkeit des Impfstoffs

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht davon aus, dass es in einigen Monaten bei der Corona-Impfung eine Wahlmöglichkeit beim Impfstoff geben wird. Das hat der CDU-Politiker bei einer Online-Diskussion angekündigt. Bei absoluter Impfstoff-Knappheit gehe das allerdings nicht, sagte Spahn. Die Bundesregierung rechnet damit, dass ab April wesentlich mehr Impfstoff zur Verfügung stehen wird. Spahn ist sich sicher, dass sich dann auch die Impf-Debatte ändern werde. Es werde dann um die Frage gehen, ob sich überhaupt genug Menschen in Deutschland impfen lassen.

3.2.2021, 20:23 Uhr - EMA beginnt Prüfung des Impfstoffs von Novavax

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat ein Prüfverfahren für einen weiteren Corona-Impfstoff eingeleitet. Die Behörde teilte mit, das Verfahren des US-Herstellers Novavax laufe auf der Grundlage erster Ergebnisse von Laborversuchen und klinischer Studien. Novavax hatte letzte Woche gemeldet, der Impfstoff habe in Studien eine Wirksamkeit von 89,3 Prozent gezeigt. Sollte die Arzneimittelbehörde zu einer positiven Bewertung kommen, muss die EU-Kommission den Impfstoff zulassen. Bisher haben in der EU drei Impfstoffe gegen Covid-19 eine Genehmigung bekommen.

3.2.2021, 18:24 Uhr - Baden-Württemberg übernimmt Test-Kosten für Grenzpendler

Wenn ein Nachbarland zum sogenannten Hochinzidenzgebiet oder zum Virusvarianten-Gebiet erklärt wird, übernimmt das Land Baden-Württemberg laut Mitteilung des Sozialministeriums bei Grenzpendlern die Kosten für Corona-Tests. Das gilt für Menschen, die wegen der Arbeit, Ausbildung oder zum Studium aus Baden-Württemberg in das betroffene Nachbarland müssen - oder in die andere Richtung pendeln. Sie müssen gemäß bundesweiten Bestimmungen ein negatives Testergebnis vorweisen können, das nicht älter als 48 Stunden ist. Die Antigen-Schnelltests könnten Pendler in Hausarztpraxen und Corona-Schwerpunktpraxen durchführen lassen. Um nichts dafür zu zahlen, müssen die Betroffenen eine Bescheinigung des Arbeitgebers vorlegen, wonach die Anwesenheit am Arbeitsplatz zwingend nötig sei.

Reisen in Hochinzidenz- oder Virusvarianten-Gebiete Baden-Württemberg übernimmt Kosten für Corona-Tests von Grenzpendlern

Wer in Hochinzidenz- oder Virusvarianten-Gebiete reist, muss einen negativen Corona-Test vorweisen. Die Kosten dafür will Baden-Württemberg übernehmen - unter bestimmten Voraussetzungen.  mehr...

3.2.2021, 18:13 Uhr - Giffey will mit Jugendlichen über Zukunftsperspektiven reden

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will mit Jugendlichen über ihre Zukunftsperspektiven nach der Corona-Pandemie diskutieren. Giffey hat angekündigt, dass das so genannte Jugendhearing im März stattfinden soll. Sie werde dazu auch Vertreter von Verbänden und Einrichtungen einladen. Gerade für die junge Generation seien die vergangenen Monate besonders hart gewesen. Sie hätten auf viel verzichten müssen, viele hätten ihre Lebensplanung nicht umsetzen können. Man müsse überlegen, welche Unterstützung junge Leute jetzt brauchen.

3.2.2021, 17:36 Uhr - Zugang zu Veranstaltungen nur für Geimpfte? Lambrecht hält das für legitim

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" gesagt, dass sie prinzipiell nichts gegen den Vorschlag hat, dass private Veranstalter in Zukunft zumindest die Möglichkeit haben sollen, nur geimpfte Menschen für Veranstaltungen zuzulassen. Auch Mainz 05 denkt über lockerere Regeln für Geimpfte nach. Finanzvorstand Jan Lehmann hat gesagt, dass Geimpfte wahrscheinlich wieder ins Stadion könnten, wenn nachweislich keine Gefahr von ihnen ausgeht.

3.2.2021, 17:23 Uhr - Stiko-Chef Mertens: "Lockerung von Impfstoffpatenten bringt kurzfristig nichts"

Der Ulmer Virologe und Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, fordert eine gründliche Prüfung des russischen Impfstoffs Sputnik V. Mertens hat im SWR erklärt, er wäre glücklich, wenn der Impfstoff zugelassen werden könnte - vorher müsse er aber nach den üblichen Regeln geprüft werden. Auch eine Not-Zulassung kommt für Mertens nicht in Frage.

Mertens hält zudem wenig davon, die Produktion an Corona-Impfstoffen zu erhöhen, indem die Impfpatente ausgesetzt oder gelockert würden. Das fordert unter anderem die Nothilfeorganisation "Ärzte ohne Grenzen". Mertens sagte, der Aufbau geeigneter Anlagen brauche ein Jahr. Das nütze angesichts der aktuellen Knappheit nichts. 

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3.2.2021, 17:05 Uhr - ECDC skeptisch bei FFP2-Masken

Die europäische Gesundheitsbehörde ECDC glaubt nicht, dass FFP2-Masken im Alltag einen großen Nutzen bringen. Die Behörde hat der Deutschen Presse-Agentur erklärt, der erwartete Mehrwert von FFP2-Atemschutzmasken sei sehr gering. Eine Abwägung der Kosten mit möglichen Schäden rechtfertige nicht, das Tragen von FFP2- anstelle von anderen Masken zu empfehlen.

3.2.2021, 16:31 Uhr - Australian Open: Quarantäne nach Corona-Fall

Im australischen Melbourne müssen 600 Teilnehmer, Offizielle und Mitarbeiter des Tennisturniers in Quarantäne. In einem Spielerhotel gab es einen Infektionsfall, alle Kontaktpersonen werden bis zu einem negativen Test isoliert. Die Vorbereitungsturniere für die Australian Open sind abgesagt, das Hauptturnier soll am Montag beginnen. Nach Angaben der Veranstalter ist der Start nicht in Gefahr.

3.2.2021, 15:50 Uhr - Vorerst keine Gratis-FFP2-Masken für Hartz-IV-Empfänger

Empfänger von Arbeitslosengeld II (umgangssprachlich: Hartz IV) bekommen vorerst keine kostenlosen FFP2-Masken. Die Krankenkassen haben die entsprechenden Berechtigungsscheine noch nicht verschickt - nach eigenen Angaben warten sie auf Unterlagen aus dem Gesundheitsministerium. Betroffen sind etwa fünf Millionen Menschen.

3.2.2021, 15:47 Uhr - Bundeswehr-Ärzteteam in Portugal eingetroffen

Ein Team der Bundeswehr hilft jetzt dem schwer von der Corona-Pandemie betroffenen Portugal. 26 Ärzte und Sanitäter sind am Nachmittag in Lissabon eingetroffen. Sie haben auch Beatmungs- und Infusionsgeräte für schwerkranke Corona-Patienten mitgebracht. Die acht Ärztinnen und Ärzte sowie das Sanitätspersonal sollen drei Wochen lang im privaten Hospital da Luz in Lissabon bei der Behandlung schwerkranker Covid-19-Patienten aushelfen. Dort gibt es zwar die nötige Infrastruktur, aber es fehlt an Personal. Der Einsatz kann bei Bedarf verlängert werden. Portugal hat derzeit eine der höchsten Infektionsraten der Welt.

3.2.2021, 15:31 Uhr - BW: Mühlheim Hotspot nach Wanderausflug

Mühlheim an der Donau (Kreis Tuttlingen) hat am Wochenende eine Inzidenz von über 900 gemeldet. Die hohe Infektionsrate geht wohl auf eine Wandergruppe zurück. 14 Männer und Frauen waren zu einem Wanderausflug aufgebrochen und haben sich anschließend noch in einer privaten Hütte im Donautal getroffen. Man habe sich dort nicht an die Corona-Regeln gehalten und sich angesteckt, so Bürgermeister Jörg Kaltenbach (CDU). Die Teilnehmer der Wandergruppe hätten dann weitere Menschen infiziert, unter anderem beim größten Arbeitgeber Mühlheims. Die Polizei Konstanz ermittelt wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. Es drohen harte Strafen.

Mühlheim

Kleiner Ort mit hohem Corona-Inzidenzwert Mühlheim nach Wanderausflug Corona-Hotspot: Bürgermeister fordert harte Strafen

Mühlheim an der Donau (Kreis Tuttlingen) hat am Wochenende einen Sieben-Tage-Inzidenz-Wert von über 900 gemeldet. Die hohe Infektionsrate geht wohl auf eine Wandergruppe zurück.  mehr...

3.2.2021, 15:25 Uhr - Landtagswahl in RP: Keine reine Briefwahl

Der rheinland-pfälzische Wahlleiter hat ausgeschlossen, dass bei der Landtagswahl im März in bestimmten Kommunen ausschließlich per Brief abgestimmt wird. Er wies damit entsprechende Anträge von 13 Kreiswahlleitungen ab. Es fehlten die Voraussetzungen für eine reine Briefwahl in den Kommunen, so der Landeswahlleiter. Eine solche Wahl könne nur angeordnet werden, wenn in dem betroffenen Gebiet das öffentliche Leben weitgehend zum Erliegen gekommen sei. Das sei im Moment nicht der Fall. Zwar gebe es aufgrund der Corona-Pandemie Kontaktbeschränkungen und Gebote zum Wahren von Abstand. Aber Einkaufen sei weiter möglich. Daher sei auch das Aufsuchen des Wahllokals nicht ausgeschlossen.

Rheinland-Pfalz

Nach Anträgen aus 13 rheinland-pfälzischen Kommunen Reine Briefwahl bei Landtagswahl derzeit ausgeschlossen

Eine ausschließliche Briefwahl in bestimmten Kommunen bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz ist derzeit ausgeschlossen. Das hat der Landeswahlleiter entschieden. Er reagierte damit auf entsprechende Anträge von 13 Kreiswahlleitungen.  mehr...

3.2.2021, 15:22 Uhr - BW will neue Corona-Teststrategie, RP plant Impfgipfel

Schulkinder und Lehrkräfte sollen in Baden-Württemberg einen kostenlosen Corona-Schnelltest kriegen, wenn sie Symptome haben. Das hat Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) gesagt. Dadurch könnten sich Betroffene dann selbst zu Hause testen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat inzwischen gesagt, dass es in der kommenden Woche eine neue Corona-Teststrategie geben soll.

Kita- und Grundschulöffnungen in Baden-Württemberg Kostenlose Corona-Schnelltests für Schulen und Kitas geplant - Kritik von Palmer

Lange wurden sie gefordert, jetzt sollen sie endlich kommen: Schnelltests für Kinder, Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher an Schulen und Kitas in Baden-Württemberg. Doch die Ankündigung sorgt erneut für Kritik.  mehr...

In Rheinland-Pfalz soll es nach dem bundesweiten Impfgipfel ebenfalls ein Spitzentreffen zu den weiteren Impfungen geben. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat gesagt, dass es bei den Gesprächen dann um einen Plan gehen soll, wie ab April noch mehr Menschen auf einmal geimpft werden können.

3.2.2021, 13:47 Uhr - Astrazeneca-Impfstoff hilft gegen Corona-Weiterverbreitung

Der Impfstoff von Astrazeneca kann wohl auch die Übertragung des Coronavirus drastisch einschränken. Darauf weisen Studien der Universität Oxford hin. Demnach schützt der Impfstoff nicht nur, wie bisher bekannt, vor Erkrankung, sondern er verhindert auch in zwei Dritteln der Fälle, dass das Virus weitergegeben wird. Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock sagte, die Ergebnisse zeigten, dass es mit Hilfe der Impfungen tatsächlich einen Weg aus der Pandemie gebe.

3.2.2021, 13:41 Uhr - Woher kommt das Virus? WHO untersucht Wuhan-Labor

Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben das Institut für Virologie in Wuhan besucht. In der Metropole in Zentralchina waren im Dezember 2019 erstmals Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus entdeckt worden. Die WHO versucht nun herauszufinden, ob das neuartige Coronavirus aus diesem Labor entwichen sein könnte. China bestreitet das und verweist auf Berichte, wonach es schon vor den Infektionen in Wuhan vor einem Jahr erste Corona-Erkrankungen gegeben hat. Das Virus-Labor in Wuhan ist eine führende Einrichtung von Chinas Akademie der Wissenschaften. Es forscht schon lange mit Coronaviren von Fledermäusen.

3.2.2021, 12:53 Uhr - Hausärzte in Mecklenburg-Vorpommern dürfen gegen Corona impfen

In Mecklenburg-Vorpommern dürfen ab sofort auch Hausärzte gegen Corona impfen. Zunächst einmal pro Woche sollen in insgesamt zehn Arztpraxen jeweils bis zu 24 Menschen geimpft werden. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sagte, damit wolle man insbesondere älteren Bewohnern ländlicher Regionen kurze Wege zum Impfen gewährleisten. Mecklenburg-Vorpommern hat mit knapp 3,6 Prozent schon jetzt die bundesweit höchste Impfquote.

3.2.2021, 12:35 Uhr - Eventim will Impfung als Voraussetzung für Ticketkauf

Der Ticketverkäufer CTS Eventim will, dass eine Corona-Impfung Zugangsvoraussetzung zu Veranstaltungen wird, wenn es für alle die Möglichkeit gibt, sich impfen zu lassen.

"Wenn es genug Impfstoff gibt und jeder sich impfen lassen kann, dann sollten privatwirtschaftliche Veranstalter auch die Möglichkeit haben, eine Impfung zur Zugangsvoraussetzung für Veranstaltungen zu machen", sagte Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg der "Wirtschaftswoche". CTS Eventim habe schon die technischen Voraussetzungen geschaffen. "Wir haben unsere Systeme so eingerichtet, dass sie auch Impfausweise lesen können."

Er verstehe, wenn Menschen wegen einer Impfung Bedenken hätten, sagte Schulenberg. "Aber wenn man sieht, wie nun weltweit ohne relevante Nebenwirkungen geimpft wird, dann ist zu hoffen, dass diese Skepsis auch bald schwinden wird", sagte er.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version haben wir geschrieben, dass CTS Eventim eine Möglichkeit fordere, nur Corona-Geimpften Karten für Veranstaltungen zu verkaufen. Diese Formulierung war ungenau.

Privilegien für Geimpfte hatte die Politik eigentlich ausgeschlossen, zumindest solange nicht klar ist, ob Geimpfte nicht trotzdem ansteckend sein können. Doch die sogenannte Vertragsfreiheit erlaubt es privaten Unternehmen selbst zu entscheiden, wem sie etwas verkaufen, sagt Christoph Kehlbach von der ARD-Rechtsredaktion. Allerdings, so Kehlbach, dürfen auch "private Unternehmen nicht diskriminieren, etwa wegen des Geschlechts oder der Herkunft. Im Gesetz steht aber aktuell kein Verbot, dass eine Ungleichbehandlung wegen des Impfstatus verbietet. Wenn man sich den Impfpass vorzeigen lässt, muss man aber natürlich an den Datenschutz denken."

3.2.2021, 10:59 Uhr - Tübinger Forscher wollen Coronaviren mit UV-Strahlen abtöten

Wissenschaftler der Uni Tübingen und der Hochschule Heilbronn wollen einen Weg finden, um Coronaviren mit UV-C-Strahlen unschädlich zu machen. Es geht vor allem um die Aerosole. Bereits nachgewiesen ist, dass die sehr energiereichen UV-C-Wellen Coronaviren unschädlich machen können - wenn diese auf festen Oberflächen sitzen. Virologen der Uni und Ingenieure der Hochschule Heilbronn tun sich nun zusammen, um herauszufinden, ob UV-C-Strahlen Coronaviren auch in der Luft zerstören können. Die Forscher bauen dazu in einem Tübinger Hochsicherheitslabor einen Aerosol-Prüfstand. Sie wollen mit dieser neuen Technologie persönliche Kontakte zum Beispiel in Krankenhäusern, Schulen oder Gaststätten sicherer machen.

3.2.2021, 9:02 Uhr - Curevac will mit Glaxo-Smith-Kline kooperieren

Das Tübinger Unternehmen Curevac will einen weiteren Corona-Impfstoff e:twickeln, der auch gegen neue Varianten des Virus hilft. Dabei will Curevac mit dem britischen Pharmakonzern Glaxo-Smith-Kline (GSK) zusammenarbeiten. Das Ziel sei es, den Wirkstoff im kommenden Jahr auf den Markt zubringen, teilten beide Unternehmen mit. GSK will Curevac außerdem dabei unterstützen, noch in diesem Jahr bis zu 100 Millionen Dosen des bereits bestehenden Impfstoffes herzustellen - dieser befindet sich gerade in der entscheidenden Testphase.

Tübingen

Kampf gegen Covid-19 Curevac arbeitet mit britischem Pharmakonzern an neuem Corona-Impfstoff

Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac will zusammen mit dem britischen Pharmakonzern Glaxo-Smith-Kline Covid-19-Impfstoffe der nächsten Generation entwickeln.  mehr...

3.2.2021, 8:25 Uhr - Patientenschützer fordern Strafen für Impf-Erschleichung

Menschen, die sich eine Corona-Impfung beschaffen, ohne dass sie an der Reihe sind, sollen bestraft werden. Das fordert die Deutsche Stiftung Patientenschutz. Vorstand Eugen Brysch sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, es sei unbefriedigend, dass das Erschleichen von Impfungen noch immer straflos ist. Er schlägt vor, dass Menschen, die ältere Verwandte pflegen, in die zweite Prioritätsgruppe aufgenommen werden. Ähnlich äußerte sich der Pflege-Bevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus. Der Impfstoff müsse sowohl pflegenden Angehörigen als auch pflegebedürftigen Menschen, die zu Hause leben zur Verfügung gestellt werden, sagte Westerfellhaus im Deutschlandfunk. Diese Menschen müssten in die höhere Priorisierung aufgenommen werden.

3.2.2021, 8:00 Uhr - Bundeswehr startet Hilfseinsatz in Portugal

Die Bundeswehr startet heute ihren Hilfseinsatz in Portugal. Das Land ist besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen. Ein 26 köpfiges Team aus Ärzten, Pflegefachkäften und Hygienikern soll am Vormittag von Niedersachsen aus nach Lissabon fliegen. Dort soll das Hilfsteam dann zunächst gezielt ein Krankenhaus entlasten. Später ist auch die Unterstützung weiterer Krankenhäuser denkbar. Die deutschen Soldatinnen und Soldaten sollen weitestgehend für Tätigkeiten eingesetzt werden, die sie auch in Deutschland ausüben. Sie sind mit eigener Schutzausrüstung unterwegs und bereits einmal geimpft.

3.2.2021, 7:32 Uhr - RKI meldet 975 weitere Todesfälle

Das Robert-Koch-Institut hat innerhalb eines Tages 975 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Außerdem meldeten die Gesundheitsämter 9.700 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Das sind 3.500 weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist auf knapp 83 gesunken. In Rheinland-Pfalz liegt sie bei knapp 74, in Baden-Württemberg bei 70.

3.2.2021, 7:27 Uhr - Studie: Kinderbonus wirksamer als Senkung der Mehrwertsteuer

Der Kinderbonus hat in der Corona-Krise offenbar mehr dazu beigetragen, die Konjunktur zu beleben, als die Mehrwertsteuersenkung. Das zeigt eine Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Im Verhältnis zum eingesetzten Steuergeld sei beim Kinderbonus viel mehr für den Konsum investiert worden als bei der Senkung der Mehrwertsteuer, so die Studie. Vor allem niedrige und mittlere Einkommen hätten von den zusätzlichen 300 Euro profitiert. Die geringere Mehrwertsteuer hätte dagegen vor allem Haushalte mit höheren Einkommen genützt.

3.2.2021, 6:52 Uhr - Kramp-Karrenbauer will mehr Soldaten abstellen

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) will weitere 5.000 Soldaten für die Corona-Hilfe mobilisieren. Das berichtet der "Spiegel". Die Truppe zur Unterstützung der zivilen Behörden werde damit auf 25.000 aufgestockt. Die bisher abgestellten 20.000 Soldaten seien mit der Hilfe in den Gesundheitsämtern ausgelastet. Die Bundeswehr rechne damit, dass in den kommenden Tagen weitere Kommunen um Hilfe bitten.

3.2.2021, 4:20 Uhr - Mexiko lässt russischen Corona-Impfstoff Sputnik V zu

Der russische Corona-Impfstoff Sputnik V ist in Mexiko zugelassen worden. Der stellvertretende Gesundheitsminister und Pandemie-Beauftragte Hugo López-Gatell sagte nach der Entscheidung am Dienstag, tags zuvor seien bereits 400.000 Dosen des Vakzins bestellt worden. Am Montag hatte eine unabhängige Studie Sputnik V auch eine hohe Wirksamkeit von 91 Prozent bescheinigt. Das ist ähnlich hoch wie die der Wirkstoffe von Pfizer und Moderna.

Mexiko ist besonders hart von der Pandemie heimgesucht worden. Bestätigt wurden bisher an die 160.000 Toten doch Schätzungen zufolge dürfte die Zahl knapp unter 200.000 liegen.

Russland strebt derzeit eine Registrierung des Impfstoffs in der EU an. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich am Abend in der ARD für dessen Einsatz aufgeschlossen gezeigt.

3.2.2021, 1:34 Uhr - Niederlande verlängern Lockdown bis zum 2. März

In den Niederlanden wird der Corona-Lockdown bis zum 2. März verlängert. Dies beschloss am Dienstag das Regierungskabinett, wie Ministerpräsident Mark Rutte mitteilte. Er begründete dies mit der Ausbreitung der zuerst in Großbritannien festgestellten Virus-Variante, die ansteckender ist als frühere Formen des Erregers.

Der Lockdown in den Niederlanden war bislang bis zum 9. Februar befristet. Die jetzt beschlossene Verlängerung ist allerdings mit Lockerungen in einzelnen Bereichen verknüpft. So dürfen nach Angaben Ruttes die Grundschulen am kommenden Montag wieder öffnen.

3.2.2021, 00:20 Uhr - Merkel und Macron: "Die Welt wird nach Corona eine andere sein"

Die Corona-Pandemie bietet nach Meinung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und anderen internationalen Spitzenpolitikern die Chance für eine Neuordnung der Weltpolitik. "Die Welt wird nach Corona eine andere sein", heißt es in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und andere europäische Blätter.

Die jetzige Krise biete auch Gelegenheit, "durch effiziente Zusammenarbeit, Solidarität und Koordination wieder einen Konsens über eine internationale Ordnung zu erzielen - eine Ordnung, die auf Multilateralismus und Rechtsstaatlichkeit beruht". Auch das Problem des Klimawandels könne nur global gelöst werden.

2.2.2021 - Macron verspricht Impfangebot bis Ende des Sommers

2.2.2021, 21:38 Uhr - Macron verspricht Impfangebot für alle Französinnen und Franzosen bis Ende des Sommers

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat allen französischen Bürgerinnen und Bürgern ein Impfangebot "bis Ende des Sommers" zugesagt. Bis Anfang März sollen zudem 80 Prozent aller Pflegeheim-Bewohner geimpft worden sein. Bisher wurden landesweit gut 1,5 Millionen Menschen mit einer ersten Dosis gegen das Coronavirus geimpft.

Spätestens Anfang März will Frankreich Impfstoff an vier Standorten im Land produzieren. Das sagte Macron dem Sender TF1 nach einer Videokonferenz mit internationalen Impfstoffherstellern. Europa habe die Lieferung von insgesamt 2,3 Milliarden Dosen "sichergestellt", sagte Macron. "Und wir hoffen, noch mehr zu schaffen."

2.2.2021, 19:21 Uhr - Merkel verteidigt Ergebnisse des Impfgipfels

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Ergebnisse des Impfgipfels gestern gegen Kritik verteidigt. Bund und Länder hatten mit Vertretern der Pharma-Firmen und der EU-Kommission über die Lage bei den Corona-Impfungen gesprochen. Oppositionspolitiker hatten danach kritisiert, der Gipfel habe kaum konkrete Ergebnisse gebracht.

ARD-Sendung "Farbe bekennen" Merkel verteidigt Ergebnisse des Impfgipfels

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Ergebnisse des Impfgipfels gegen Kritik verteidigt. Bund und Länder hatten mit Vertretern der Pharma-Firmen und der EU-Kommission über die Lage bei den Corona-Impfungen gesprochen. Oppositionspolitiker hatten danach kritisiert, der Gipfel habe kaum konkrete Ergebnisse gebracht.  mehr...

2.2.2021, 18:41 Uhr - Hunderte Verstöße gegen Corona-Einreiseregeln

Die Bundespolizei hat mehr als 900 Verstöße gegen die verschärften Corona-Einreiseregeln festgestellt - und zwar innerhalb von nur einer Woche. Konkret geht es um Flugzeugpassagiere, die aus Gebieten kamen mit besonders hohen Infektionszahlen oder aus Gebieten in denen eine neue Virusvariante kursiert. Fast 410 Passagiere konnten keine korrekte Einreiseanmeldung vorweisen, bei mehr als 520 fehlte der aktuelle negative Corona-Test. Für die Virusvariantengebiete gilt seit Samstag ein Beförderungsverbot. Nach Deutschland einreisen dürfen im Prinzip nur noch deutsche Staatsbürger oder Ausländer, die hier einen Wohnsitz haben.

2.2.2021, 18:05 Uhr - Berlin: Maskenpflicht im Auto

In Berlin muss künftig auch im Auto eine Schutzmaske getragen werden. Das hat der Berliner Senat beschlossen. Von der Maskenpflicht im Auto ausgenommen sind der Fahrer und Mitglieder des eigenen Haushaltes. Die neue Regel soll in den kommenden Tagen in Kraft treten. Der Regierende Bürgermeister, Michael Müller (SPD), sagte, die Corona-Infektionszahlen in Berlin seien zwar rückläufig, man wolle aber dranbleiben und nicht übermütig werden.

2.2.2021, 17:32 Uhr - Britischer Spendensammler Sir Tom Moore gestorben

Der 100 Jahre alte britische Rekord-Spendensammler Tom Moore ist nach einer Corona-Infektion gestorben. Das teilten seine Töchter mit. Der Veteran aus dem Zweiten Weltkrieg hatte im vergangenen Jahr mehr als 30 Millionen britische Pfund für den Nationalen Gesundheitsdienst gesammelt und damit weltweite Berühmtheit erlangt. Er war dafür 100 Runden mit seinem Rollator durch seinen Hinterhof marschiert und hatte dafür Spenden gesammelt. Von der Queen wurde er dafür zum Ritter geschlagen.

Queen schickt Kondolenzbrief Britischer Corona-Held: Sir Tom Moore nach Corona-Infektion gestorben

Der britische Corona-Held Sir Tom Moore ist im Alter von 100 Jahren nach einer Corona-Infektion gestorben. Mit seinem Rollator-Rundlauf hatte er in der Corona-Krise rund 36 Millionen Euro an Spenden gesammelt.  mehr...

2.2.2021, 15:03 Uhr - Bundesregierung will Sonderstatus verlängern

Die Bundesregierung will den Sonderstatus wegen einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite bis in den Juni verlängern. Das berichtet das "Handelsblatt", es beruft sich auf Unterlagen aus dem Gesundheitsministerium. Der Sonderstatus ist Voraussetzung für die Einschränkungen wegen der Corona-Krise. Nach dem Bericht soll der Bundestag demnächst über die Verlängerung abstimmen.

2.2.2021, 14:56 Uhr - Thüringen verlängert Lockdown

Die Thüringer Landesregierung hat die im Freistaat geltenden Lockdown-Regeln um fünf Tage verlängert. Das Kabinett habe bei einer Sitzung beschlossen, die derzeit geltende Corona-Verordnung bis zum 19. Februar in Kraft zu lassen, sagte eine Sprecher der Landesregierung in Erfurt. Eine Sprecherin des Thüringer Gesundheitsministeriums erklärte, dass damit alle derzeit geltenden Lockdown-Regeln bis mindestens zu diesem Tag in Kraft blieben. Bund und Länder wollen am 10. Februar über ihr weiteres Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Die Beschlüsse dieser Runde sollen in eine neue Landesverordnung fließen, die auch vom Landtag mitberaten wird.

2.2.2021, 14:55 Uhr - Pfizer erwartet Umsatzsprung

Der amerikanische Pharma-Konzern Pfizer erwartet durch den Corona-Impfstoff einen deutlichen Umsatzzuwachs. Das Unternehmen rechnet im laufenden Jahr mit etwa 60 Milliarden Euro, im vergangenen Jahr waren es gut 40 Milliarden. Nach dem neuen Geschäftsbericht soll etwa ein Viertel des Umsatzes durch den Impfstoff erlöst werden. Pfizer produziert den Impfstoff gemeinsam mit der Mainzer Firma Biontech.

2.2.2021, 14:39 Uhr - Impfstoff Sputnik V hat Wirksamkeit von 91,6 Prozent

Der Corona-Impfstoff Sputnik V hat nach Angaben russischer Forscher eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent. Die entsprechende Studie hat die renommierte Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlicht. Den Wissenschaftlern zufolge handelt es sich um Zwischen-Analysen der wichtigen Testphase III. Demnach hätte Sputnik nahezu die gleiche Wirksamkeit wie der Impfstoff von Biontech/Pfizer - und eine höhere Wirksamkeit als das Vakzin von Astrazeneca. Russland strebt eine Zulassung von Sputnik V in der EU an. In Russland wurde Sputnik V noch vor Abschluss der Testphase III zugelassen und mit den Impfungen begonnen. Dieses Vorgehen war international auf scharfe Kritik und Vorbehalte gestoßen.

Kampf gegen Corona Studie: Russischer Corona-Impfstoff Sputnik V zu 91,6 Prozent wirksam

Der russische Corona-Impfstoff Sputnik V ist zu 91,6 Prozent wirksam. Das berichtet die Fachzeitschrift „The Lancet“ und bezieht sich auf eine Studie russischer Forscher.  mehr...

2.2.2021, 14:20 Uhr - Tourismus-Verband legt Stufenplan für Neustart vor

Der Deutsche Tourismusverband (DTV) hat konkrete Vorschläge für einen Neustart des Reisegeschäfts in Deutschland vorgelegt. Der DTV schlägt ein Ampelsystem vor. In der Stufe Grün bei einer Sieben-Tage-Inzidenz bis maximal 35 soll Tourismus in allen Bereichen unter Beachtung der strengen Regeln möglich sein. Oberhalb von 35 sieht das Strategiepapier spezifische Auflagen verpflichtend vor (Stufe gelb). Bei einer Inzidenz von mehr als 50 (Stufe rot) sollen Reiseziele ihre touristischen Angebote schließen.

Je weiter die Impfung vorankomme, je mehr getestet werde und je besser die Kontaktnachverfolgung funktioniere, desto eher werde Tourismus wieder möglich, erläuterte Meyer. Die Inzidenzwerte der Ampel seien daher ständig zu überprüfen und anzupassen.

2.2.2021, 13:41 Uhr - BW will Vergabe von Impfterminen vereinfachen

Baden-Württemberg will die Vergabe von Impfterminen vereinfachen und setzt dafür auf ein neues System. Das hat Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) angekündigt. Wer einen Termin haben wolle, der müsse sich künftig nur noch registrieren. In einem zweiten Schritt werden die Interessenten zurückgerufen und bekommen einen Termin mitgeteilt. Diese Regelung soll nach den Worten von Lucha so lange gelten, wie es einen Mangel an Impfstoff gibt.

2.2.2021, 12:44 Uhr - Kleine Änderungen bei der Impfreihenfolge geplant

Nachdem Bayerns Ministerpäsident Markus Söder (CSU) im ARD-Morgenmagazin gefordert hatte, die Impfpriorisierung müsse angepasst werden, hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erklärt, dass die Grundreihenfolge bestehen bleibe. Es gebe auch in der ersten Priorisierungsgruppe Menschen unter 65. Hintergrund war, dass die Ständige Impfkommission empfiehlt, den Impfstoff von Astrazeneca nur an Menschen unter 65 zu verimpfen.

Trotz Spahns Äußerungen könnte es aber Änderungen geben. Darauf deutet ein Referentenentwurf des Gesundheitsministeriums für die Impfverordnung hin, der dem ARD Hauptstadtstudio vorliegt. So sollen nun etwa auch Diabetiker mit hohem Blutzuckerwert eine Impfung mit hoher Priorität erhalten können, ebenso wie zum Beispiel Menschen mit chronischen Leber- oder Nierenerkrankungen.

2.2.2021, 12:15 Uhr - Österreich verschärft Einreiseregeln

Aus Sorge vor der Verbreitung der Coronavirus-Mutationen verschärft Österreich die Einreiseregeln. Künftig müssten alle Einreisenden, für die keine Ausnahme gelte, beim Grenzübertritt einen negativen Coronatest vorlegen. Obendrein sei eine zehntägige Quarantäne einzuhalten, ein sich Freitesten nach fünf Tagen sei nicht mehr möglich, sagte Innenminister Karl Nehammer.

Pendler müssten sich wie andere Einreisende auch nun online registrieren und einmal in der Woche einen negativen Coronatest vorlegen. Seit Beginn der Grenzkontrollen im Dezember seien drei Millionen Menschen überprüft worden, 200.000 seien in Quarantäne geschickt worden.

2.2.2021, 12:00 Uhr - Britische Corona-Variante grassiert in Paris

Bis zu einem Fünftel der Infektionen im Großrum Paris sind nach Krankenhausangaben inzwischen auf die zuerst in Großbritannien aufgetauchte hochansteckende Variante des Coronavirus zurückzuführen. "Wir haben erste Ergebnisse der Pariser Region, und sie sind nicht gut", sagte Remi Salomon, einer der führenden Vertreter des Klinikverbunds AP-HP, dem Radiosender France Info. "Wir waren bei sechs bis sieben Prozent am 7. Januar. Letzte Woche haben wir 15 bis 20 Prozent erreicht." Striktere Einschränkungen seien notwendig, um die Pandemie einzudämmen.

2.2.2021, 10:30 Uhr - Viele Länder impfen keine Flüchtlinge

Die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer kritisiert, dass viele Länder Flüchtlinge nicht gegen Corona impfen. Ein Sprecher sagte, über ein Drittel der 114 Länder mit Impfplänen bezögen Menschen auf der Flucht nicht mit ein. In manchen Ländern würden sie sogar extra ausgenommen, zum Beispiel in Kolumbien.

Besonders herausfordernd sei, dass 85 Prozent der weltweit rund 80 Millionen Flüchtlinge in Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen lebten. Diese Länder hätten schon massive Probleme, genügend Impfstoff für ihre eigene Bevölkerung zu beschaffen. Die Staatengemeinschaft müsse helfen, fordert SOS-Kinderdörfer.

2.2.2021, 9:04 Uhr - "Lockdown" ist "Anglizismus des Jahres"

Das Wort "Lockdown" ist der "Anglizismus des Jahres 2020". Das hat eine Jury von Sprachwissenschaftlern der Freien Universität Berlin entschieden. Spätestens mit den Anti-Corona-Maßnahmen seit Oktober sei der Begriff ein fester Bestandteil der deutschen Sprache geworden, so die Begründung. Auf Platz zwei sind gleichberechtigt 5 Begriffe gelandet, die auch alle mit der Corona-Pandemie zu tun haben: Social Distancing, Superspreader, Homeoffice, Homeschooling und Shutdown.

2.2.2021, 8:58 Uhr - Lob und Kritik nach dem Impfgipfel

Am Impfgipfel von Bund, Ländern und Pharma-Konzernen gibt es Lob und Kritik. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz kritisiert die Ergebnisse als nicht ausreichend. Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch sprach in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe von einer Beruhigungspille für die Bevölkerung. Grünen-Chef Robert Habeck nannte im Morgenmagazin von ARD und ZDF den Ausgang des Treffens unbefriedigend (Audio). FDP-Chef Christian Lindner sprach von einem enttäuschenden Ergebnis. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) hat die Ergebnisse dagegen begrüßt. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte der Funke-Mediengruppe, es sei ein "positives Signal", dass bis Ende des Sommers allen Bürgern ein Impfangebot gemacht werden solle.

2.2.2021, 8:35 Uhr - Marburger Bund: Mehr Tempo bei Impstoff-Produktion nötig

Die erste Vorsitzende des Marburger Bundes, Susanne Johna, fordert nach dem gestrigen Impfgipfel von Bund und Ländern eine schnellere Impfstoff-Herstellung. Im SWR sagte sie: "Wir haben einen Wettlauf mit der Zeit, wegen der Ausbreitung der Virus-Mutationen. Deswegen müssen wir das Tempo erhöhen." Gleichzeitig warnte Johna aber auch vor möglichen Lockerungs-Forderungen. Jeder wolle ins normale Leben zurück. Dies geschehe aber nicht durch Lockerungen sondern durch eine weitere erhebliche Absenkung der Infektionszahlen. Man sehe am Beispiel Portugals was passiert, wenn sich das Virus wieder schnell in einem Land verbreite, das lange ganz gut dastand, so Johna.

2.2.2021, 6:44 Uhr - Handelsverband warnt vor längerem Lockdown

Der Handelsverband Deutschland warnt vor einer weiteren Verlängerung des Lockdowns ohne Öffnungsperspektive für den Einzelhandel. In einem Brief an Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) fordert Verbandschef Josef Sanktjohanser einen Wirtschaftsgipfel. Die Äußerungen des Ministers hätten zu Verunsicherung geführt. Altmaier hatte gesagt, dass der Lockdown wegen der Corona-Mutationen möglicherweise über den 14. Februar hinaus verlängert wird.

2.2.2021, 4:45 Uhr - Johnson will Schulen schnellstmöglich wieder öffnen

Der britische Premierminister Boris Johnson dringt einem Zeitungsbericht zufolge auf die Wiedereröffnung der Schulen. Johnson habe die Minister angewiesen, Vorbereitungen für die Rückkehr zum Präsenzunterreicht zu beschleunigen, da laut dem medizinischen Chef-Berater der Regierung, Chris Witty, der Höhepunkt der Coronavirus-Infektionen vergangene Woche überschritten worden sei, berichtet "The Telegraph".

2.2.2021, 2:58 Uhr - Trick gegen den Impf-Engpass: Moderna will Ampullen voller machen

Der US-Pharmahersteller Moderna will mit zusätzlichen Einheiten des Impfstoffs pro Fläschchen einen Engpass im Herstellungsprozess beheben. Statt mit bislang zehn könnten die Durchstechflaschen mit bis zu 15 Impf-Einheiten befüllt werden, um die Produktion zu steigern, teilt das Unternehmen mit.

Pro Tag könne nur eine bestimmte Anzahl Ampullen befüllt werden. Vor der Implementierung müsse die Aufsichtsbehörde FDA grünes Licht geben.

2.2.2021, 0:45 Uhr - Januar war Monat mit den bisher meisten Corona-Toten in den USA

Der Januar war der Monat mit den bisher meisten Corona-Toten in den USA. Mehr als 95.000 Menschen seien an oder mit dem Virus gestorben, teilte die US-Seuchenschutzbehörde CDC mit. Insgesamt sind bereits mehr als 440.000 Menschen gestorben.

Es gebe aber auch einige positive Signale: Die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern sank mit dem Monatswechsel erstmals seit zwei Monaten wieder unter 100.000. In allen 50 Staaten geht zudem die Zahl der Neuinfektionen nach unten. Fast 250.000 waren es landesweit pro Tag Mitte Januar, mittlerweile sind es um die 148.000.

1.2.2021 - Impfgipfel: Merkel hält an Impfzusage bis Ende des Sommers fest

1.2.2021, 22:45 Uhr - EMA prüft neues Antikörper-Medikament für Einsatz gegen Corona

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) treibt die Prüfung eines Antikörper-Mittels zur Behandlung und Vorbeugung gegen Covid-19 voran. Vorläufige Untersuchungsdaten deuteten auf eine Reduzierung von Viren im Blut hin. Das Prüfverfahren werde so lange fortgesetzt, bis es genug Daten gebe, damit das Unternehmen einen förmlichen Zulassungsantrag stellen könne.

In den USA hat die Regeneron-Therapie bereits eine Notzulassung. Die Bundesregierung kaufte einem Medienbericht zufolge unlängst ein Corona-Medikament auf Antikörper-Basis.

1.2.2021, 19:52 Uhr - Merkel hält an Impfzusage bis Ende des Sommers fest

Trotz der Lieferengpässe bei den Impfstoffen gegen das Coronavirus hält Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an der Zusage fest, bis zum Ende des Sommers jedem Bürger ein Impfangebot machen zu können. Die "Aussage, dass wir bis Ende des dritten Quartals jedem Bürger ein Impfangebot machen können", könne "aufrecht erhalten werden", sagte Merkel nach den Spitzenberatungen von Bund, Ländern und Pharmaindustrie.

Diese Zusage gelte selbst dann, wenn die beiden Pharmahersteller Johnson & Johnson sowie Curevac anders als erwartet keine Zulassung für die von ihnen entwickelten Impfstoffe bekommen, sagte Merkel. Um die Impfungen besser planen zu können, wollten Bund und Länder nun einen "nationalen Impfplan" aufstellen, kündigte sie an.

Wie genau dieser Impfplan zustande kommen und wie er aussehen soll, ist noch nicht klar. Merkel sagte, Ziel sei es, "mehr Sicherheit zu geben, wie das Einladungsmanagement für die Menschen erfolgen kann". 

Impfgipfel: Kanzlerin kündigt Notbremse an Merkel: „Die Devise lautet: impfen, impfen, impfen“

Hausarzteinsatz auf der Zielgeraden: Kanzlerin und Ministerpräsidenten haben beim Impfgipfel darüber beraten, wie es weitergehen soll beim Impfen. Das sind die Ergebnisse.  mehr...

1.2.2021, 19:38 Uhr - Österreich öffnet Geschäfte ab 8. Februar

In Österreich hat die Regierung eine Lockerung der Corona-Maßnahmen beschlossen. Ab nächstem Montag dürften Schulen, Geschäfte und Friseure wieder öffnen, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz. Auch Museen dürfen unter strengen Auflagen wieder aufmachen. Verschärft würden hingegen die Einreisebestimmungen, um ein Einschleppen von weiteren Virus-Mutationen aus anderen Ländern zu verhindern.

1.2.2021, 19:22 Uhr - Impfordnung wird nach ARD-Informationen geändert

Menschen mit Diabetes und bestimmten anderen Vorerkrankungen sollen sich früher als bislang geplant gegen Corona impfen lassen können. Nach ARD-Informationen soll die Impfreihenfolge überarbeitet und geändert werden. Das liegt auch an der Empfehlung der Ständigen Impfkommission, den dritten in der EU zugelassenen Impfstoff von Astrazeneca nicht bei über 64-Jährigen anzuwenden. Damit kommt er für die meisten Menschen aus den beiden höchsten Prioritätengruppen nicht infrage.

1.2.2021, 18:48 Uhr - Bund erwartet mehr Impfstoff-Lieferungen

Die Bundesregierung erwartet im zweiten Quartal deutlich mehr Impfstoff-Lieferungen als bisher. Das Gesundheitsministerium rechnet bis Ende März mit gut 18 Millionen Dosen - bis Ende Juni sollen es mehr als 90 Millionen sein. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) berät seit dem Nachmittag mit den Ländern und Vertretern der Pharma-Industrie über die Lage. Die Länder beklagen, dass die eingerichteten Impfzentren wegen fehlender Impfstoffe weitgehend leerstehen.

1.2.2021, 18:39 Uhr - Impfdatenbank für EU eingerichtet

Die EU hat eine Datenbank zur Erfassung der Corona-Impfungen in den EU-Staaten und vier weiteren Ländern eingerichtet. Auf der Website des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) ließen sich heute die ersten Daten zum Fortschritt der Impfprogramme in den 27 EU-Ländern sowie in Großbritannien, Island, Liechtenstein und Norwegen abrufen. Manche Länder hatten am Montag allerdings noch keine Daten gemeldet. Demnach wurden bisher 8,23 Millionen Menschen in den erfassten Staaten geimpft. Für den ECDC-Impftracker sollen die Staaten zwei Mal pro Woche ihren Impffortschritt melden.

1.2.2021, 18:30 Uhr - EU verteidigt Impfstoffbeschaffung

Die EU-Kommission sieht die EU bei der Versorgung mit Corona-Impfstoffen auf einem guten Weg - trotz Lieferschwierigkeiten der Hersteller. Das Ziel, bis zum Sommer 70 Prozent der Erwachsenen in der EU gegen Corona zu impfen, sei zu erreichen, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides beim deutschen Impfgipfel. Sie verteidigte die Strategie der EU bei der Beschaffung von Corona-Impfstoffen. Man habe gemeinsam mit den 27 Mitgliedstaaten gehandelt und die bestmöglichen Verträge mit den Herstellern geschlossen, sagte die Politikerin.

1.2.2021, 18:21 Uhr - Südafrika erhält erste Corona-Impfdosen

Südafrika hat die ersten Corona-Impfdosen erhalten. Präsident Cyril Ramaphosa nahm die Lieferung auf einem Flughafen in Johannesburg entgegen. Dabei handelt es sich um eine Million Impfdosen des schwedisch-britischen Herstellers Astrazeneca. Bislang haben nur wenige afrikanische Länder mit dem Impfen begonnen. Südafrika ist das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land des Kontinents. Bisher infizierten sich dort knapp 1,5 Millionen Menschen mit dem Virus. Mehr als 44.000 Menschen starben nach einer Infektion mit dem Coronavirus.

1.2.2021, 17:39 Uhr - Corona-Hilfe der Bundeswehr für Portugal startet am Mittwoch

Die Bundeswehr beginnt am Mittwoch damit, Hilfe in das schwer von der Corona-Pandemie betroffene Portugal zu schicken. Das hat das Verteidigungsministerium mitgeteilt und Einzelheiten zum Umfang der Hilfe genannt. Danach stellt die Bundeswehr dem EU-Partner 26 Sanitätskräfte, 150 Feldkrankenbetten und 50 Beatmungsgeräte zur Verfügung. Portugal hat seit Sonntag die Ein- und Ausreise ohne triftigen Grund untersagt. Ministerpräsident Antonio Costa bezeichnete die Pandemielage als "sehr schlimm".

1.2.2021, 17:17 Uhr - Bayer und Rentschler unterstützen Curevac

Noch ist der Corona-Impfstoff der Tübinger Firma Curevac in der dritten Testphase. Die Firma hofft auf eine Zulassung im zweiten Quartal. Gleichzeitig läuft aber schon die Produktion. Dabei hat sich Curevac jetzt Unterstützung geholt. Sowohl die Laupheimer Firma Rentschler als auch der Bayer-Konzern in Leverkusen sollen hunderte Millionen des Curevac-Impfstoffs produzieren.

Tübingen

Kooperation ausgeweitet Pharmakonzern Bayer will Curevac-Impfstoff produzieren

Das Tübinger Unternehmen Curevac will seine Impfstoff-Produktion mithilfe des Leverkusener Konzerns Bayer und dem Laupheimer Unternehmen Rentschler deutlich ausweiten. Politiker reagieren begeistert. Doch eine schnelle Hilfe gegen die Corona-Pandemie ist das nicht.  mehr...

1.2.2021, 17:05 Uhr - Europol warnt vor gefälschten Corona-Testergebnissen

Europol warnt vor Kriminellen, die gefälschte Bescheinigungen über negative Corona-Tests anbieten. Es seien bereits mehrere solcher Fälle aufgedeckt worden, teilte die europäische Polizeibehörde in Den Haag mit. In Großbritannien seien die Fälschungen für mehr als 100 Euro, in Spanien für 40 Euro verkauft worden. In vielen Staaten sind Einreisen nur mit einem negativen Corona-Testergebnis möglich.

1.2.2021, 16:15 Uhr - Einreisesperre: Keine Sonderregelung für Profi-Fußballer

Die deutschen Einreise-Regeln für Corona-Risikogebiete treffen auch die Champions League. Denn die vorerst bis zum 17. Februar gültige Verordnung sieht keine Ausnahmen für den Profifußball vor. In der Verordnung "gibt es derzeit keine Sonderregelung für Profi-Sportler", stellte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums auf Anfrage klar. Damit kann RB Leipzig sein für den 16. Februar geplantes Achtelfinal-Hinspiel gegen den FC Liverpool nach aktuellem Stand nicht im eigenen Stadion austragen. Die Europäische Fußball-Union hat sich bisher noch nicht zu der Problematik geäußert.

1.2.2021, 15:40 Uhr - Corona: Deutlich mehr Andrang bei Service-Nummer 116 117

Die Corona-Krise führt zu deutlich mehr Andrang bei der bundesweiten Service-Telefonnummer 116 117 der Kassenärzte. Vom 1. bis 20. Januar haben insgesamt 6,8 Millionen Menschen in Deutschland bei der Nummer angerufen. Dies geht aus einer Statistik der Bundesregierung hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. 70 Prozent der Anrufer oder rund 4,9 Millionen wurden demnach von der Bundes- auf die Landesebene weitergeleitet, wovon 1,7 Millionen oder 34 Prozent dort angenommen wurden.

1.2.2021, 15:33 Uhr - Bad Kreuznacher Landrätin: Politiker sollen keinen Impfstoff produzieren - aber klare Ansagen

Die Bad Kreuznacher Landrätin Bettina Dickes, glaubt nicht, dass der Impfgipfel mit einem Schlag alle Probleme lösen wird. "Es geht um das Thema der Kommunikation. Kein Politiker der Welt kann dafür sorgen, dass eine Firma mehr produziert, aber wenn mit dem heutigen Tag mehr Klarheit über Strukturen, über Zeitabläufe kommt, ich glaube das hilft schon ganz viel", so Dickes im SWR. Beim Impfgipfel will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder, mehreren Bundesministern, Impfstoffherstellern sowie Vertretern der EU-Kommission über das weitere Vorgehen bei der Corona-Impfkampagne beraten.

Corona-Impfgipfel Bad Kreuznacher Landrätin: Politiker sollen keinen Impfstoff produzieren - aber klare Ansagen

Der Impfgipfel weckt Hoffnung auf mehr Klarheit und Verlässlichkeit. Die Bad Kreuznacher Landrätin Bettina Dickes erzählt von der "Sehnsucht" der Menschen nach dem Impfstoff. Für viele sei er wie eine Art von Erlösung.  mehr...

1.2.2021, 14:16 Uhr - Für besseren Ablauf bei Corona-Impfungen: Impfgipfel läuft

Der Impfgipfel von Bund und Ländern ist gestartet. Bei einer Videokonferenz will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder, mehreren Bundesministern, Impfstoffherstellern sowie Vertretern der EU-Kommission über das weitere Vorgehen bei der Corona-Impfkampagne beraten.

Nach zu wenig Impfstoff und überlasteten Hotlines Spahn dämpft Erwartungen an Impfgipfel

Mehr Verlässlichkeit über Impfmengen, bessere Planbarkeit: Die Erwartungen an das Spitzentreffen zwischen Bund und Ländern sind hoch. Gesundheitsminister Spahn tritt im Vorfeld auf die Bremse.  mehr...

1.2.2021, 12:47 Uhr - Bayer hilft Tübinger Unternehmen Curevac bei Impfstoffproduktion

Der Pharmakonzern Bayer will in die Produktion von Covid-19-Impfstoffen einsteigen. Eine Prüfung habe ergeben, dass man in der Lage sei, den Impfstoff des Tübinger Unternehmens Curevac herzustellen. Das Präparat wird derzeit noch entwickelt. Bereits Anfang Januar hatten Bayer und Curevac eine Kooperation bekanntgegeben, die zunächst aber nur Zulassungsarbeiten und andere Dienstleistungen des Großkonzerns für das kleine schwäbische Unternehmen umfasste. Curevac-Chef Franz-Werner Haas sagte: "Zum Ende des Jahres werden wir mehrere hundert Millionen Dosen zur Verfügung haben." Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) begrüßte die Zusammenarbeit beider Unternehmen. "Wir werden Impfstoffe brauchen über den Sommer hinaus", sagte er.

1.2.2021, 12:20 Uhr - Räume für Quarantäne-Verweigerer in Heidelberg

In der alten Chirurgischen Klinik Heidelberg können von heute an bis zu fünf Menschen untergebracht werden, die ihre Corona-Quarantäne missachten. Hintergrund ist eine Vereinbarung zwischen dem Land Baden-Württemberg und dem Universitätsklinikum Heidelberg. Es geht um Corona-Quarantäne-Verweigerer, die zwangsweise nach dem Infektionsschutzgesetz untergebracht werden sollen. Es sind Menschen, die positiv auf Covid-19 getestet worden sind sowie Krankheits- und Ansteckungsverdächtige. Das Uniklinikum stellt die Räume zur Verfügung. Außerdem werde für angemessene Verpflegung gesorgt. Menschen, die dort unterbracht werden, würden täglich untersucht. Das Land stelle die Überwachung durch einen Sicherheitsdienst sicher, der auch für Aufnahme und Entlassung sorgen soll.

Heidelberg

Sicherheitsdienst im Einsatz Quarantäne-Verweigerer werden in Uniklinik Heidelberg untergebracht

Wenn Corona-Infizierte ihre Quarantäne missachten, können sie gezwungen werden ins Krankenhaus zu gehen. Das Uniklinikum Heidelberg nimmt seit Montag bis zu fünf solcher Quarantäne-Verweigerer auf.  mehr...

1.2.2021, 10:44 Uhr - Corona-Impfstoff gefälscht: 80 Festnahmen in China

In China hat die Polizei 80 Verdächtige festgenommen, die Corona-Impfstoff gefälscht haben sollen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua haben die Fälscher seit vergangenem September Kochsalzlösung abgefüllt und als Impfstoff verkauft. 3.000 Impfdosen habe die Polizei beschlagnahmt, heißt es. China hat einige Impfstoffe entwickelt. Die Regierung in Peking hat das Ziel bis Mitte Februar 50 Millionen Menschen zu impfen.

1.2.2021, 8:40 Uhr - RKI meldet 5.600 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) rund 5.600 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Das sind rund 900 weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bundesweit bei 91. Die Zahl der Menschen, die an oder mit Covid19 gestorben sind, hat sich laut RKI um 175 innerhalb eines Tages erhöht. Montags sind die Zahlen immer niedriger, da viele Gesundheitsämter am Wochenende keine Daten erheben oder ans RKI melden und weil weniger getestet wird.

1.2.2021, 7:30 Uhr - Biontech will mehr Impfdosen liefern

Der Mainzer Pharmahersteller Biontech will ab April mehr Corona-Impfstoff an die EU liefern als bisher zugesagt. Das hat ein Unternehmenssprecher am Morgen angekündigt. Konkret gehe es um bis zu 75 Millionen zusätzliche Impf-Einheiten.

Auch AstraZeneca hat inzwischen zugesagt, mehr Impfstoff zu liefern. Nach Angaben von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kommen neun Millionen Dosen dazu. Damit kommt AstraZeneca aber immer noch nur auf die Hälfte der ursprünglich geplanten gut 80 Millionen Dosen. Wegen der Lieferschwierigkeiten der Hersteller kommen die Corona-Impfungen in Europa derzeit nur langsam voran.

1.2.2021, 4:35 Uhr - Notaufnahmen verzeichnen ein Drittel weniger Notfall-Patienten

Die Notaufnahmen in Deutschland beobachten im derzeitigen Corona-Lockdown ein Drittel weniger Notfall-Patienten im Vergleich zu den Vorjahren. Eine Theorie sei, dass die Menschen Angst vor einer Ansteckung mit Covid-19 haben und nicht die Notaufnahme der Krankenhäuser in Anspruch nehmen, sagt der Notfallmediziner Felix Walcher von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) der Zeitung "Augsburger Allgemeinen" laut einem Vorab-Bericht.

"Gemäß dieser Theorie kommen die Patienten erst später, aber auch kränker in die Notaufnahmen", so Walcher. Eine andere Annahme sei, dass die Bevölkerung derzeit weniger aktiv ist und es deshalb sowohl weniger Unfälle gibt, aber auch andere akute Fälle, die möglicherweise durch besonderen Stress ausgelöst würden. Er betonte allerdings, dass dies nur Mutmaßungen seien. Das Phänomen der stark sinkenden Zahlen in den Notaufnahmen gebe es weltweit, erklärt der Mediziner.

1.2.2021, 3:23 Uhr – Politiker fordern: Feiertage an Wochenenden als Corona-Bonus "nachholen"

Politiker mehrerer Parteien machen sich dafür stark, dass Feiertage, die auf ein Wochenende fallen, in diesem Jahr als Corona-Bonus an Werktagen nachgeholt werden dürfen. Hintergrund ist nach einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung", dass 2021 ungewöhnlich viele Feiertage auf ein Wochenende fallen, darunter der Tag der Arbeit am 1. Mai, der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober sowie die Weihnachtsfeiertage.

SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese sagte dem Blatt, da dies so sei, "wäre es eine Anerkennung und ein einfacher Corona-Bonus, wenn der darauffolgende Montag dann frei wäre für die Beschäftigten". Der Bundesgeschäftsführer der Linken, Jörg Schindler, forderte, Arbeitgeber zum Ausgleich solcher Feiertage zu verpflichten und das Arbeitszeitgesetz entsprechend zu ändern.

1.2.2021, 2:40 Uhr - Altmaier schließt staatliche Eingriffe bei Impfstoffproduktion nicht aus

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat staatliche Eingriffe in die Impfstoffproduktion nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Bisher arbeiteten viele Pharmaunternehmen freiwillig zusammen, sagte Altmaier am Sonntagabend in der ARD-Talkshow "Anne Will". "Sollte es aber Fälle geben, wo ein Unternehmen aus Egoismus sagen würde, wir haben solche Anlagen, helfen aber nicht mit, dass das Nachbarunternehmen dort seinen Impfstoff produzieren kann - dann müssen wir natürlich auch über strengere Maßnahmen nachdenken."

Es müsse sichergestellt werden, dass so viel Impfstoff in so kurzer Zeit wie möglich produziert wird. Grünen-Chef Robert Habeck hatte zuvor eine "Notimpfstoffwirtschaft" gefordert, um mehr Impfstoff zu produzieren. Alle Pharmakonzerne seien "unverzüglich ihren Fähigkeiten entsprechend in die Produktion einzubeziehen", verlangte Habeck in den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

1.2.2021, 1:20 Uhr - Strobl: Hartnäckige Quarantänebrecher in geschlossenem Krankenhaus „absondern“

Der neue Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thomas Strobl, spricht sich für eine Zwangsisolierung von Personen aus, die wiederholt gegen Corona-Quarantäneauflagen verstoßen. "Hartnäckige Quarantänebrecher, bei denen alle anderen Mittel nicht zur Einsicht führen, müssen in einem geschlossenen Krankenhaus abgesondert werden", sagt Strobl den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

"Es geht ja nur um wenige Einzelfälle und um wenige Tage, in denen die Leute infektiös sind." Natürlich brauche es dafür einen richterlichen Beschluss. Die Maßnahme sei gerechtfertigt, da die Personen bewusst in Kauf nehmen, andere mit einer potenziell tödlichen Krankheit zu infizieren, so Strobl.

1.2.2021, 0:30 Uhr - SPD-Chef Walter-Borjans attackiert Impfstoffhersteller

Vor dem "Impfgipfel" an diesem Montag hat SPD-Chef Norbert Walter-Borjans die Hersteller von Corona-Impfstoffen scharf kritisiert: "Ich bin schockiert über den Mangel an Sensibilität und Verantwortungsbewusstsein bei einigen Herstellern. Es geht hier nicht um Schokolade, sondern um ein Produkt, an dem Existenzen und der Zusammenhalt der Gesellschaft hängen", sagte Walter-Borjans dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag).

Trotz aller Anerkennung für die rasche Entwicklung der Vakzine sind mehrere Hersteller von Covid-19-Impfstoffen zuletzt in die Kritik geraten. So sorgten etwa das Mainzer Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer für Ärger mit der kurzfristigen Ankündigung, wegen Werksumbauten vorübergehend weniger Impfstoff zu liefern - auch wenn dadurch eine größere Produktion möglich werden soll.

Der britisch-schwedische Hersteller Astrazeneca hatte vor gut einer Woche überraschend mitgeteilt, im ersten Quartal statt 80 Millionen nur 31 Millionen Dosen Impfstoff an die EU-Staaten zu liefern. Die Empörung war groß, am Sonntag sagte Astrazeneca dann zu, immerhin neun Millionen Dosen mehr zu liefern, also insgesamt 40 Millionen Dosen, wie EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen mitteilte.

31.1.2021 - Britischer Corona-Held infiziert

31.1.2021, 21:58 Uhr - 100 Jahre alter britischer Corona-Held infiziert

Der durch seine Spenden-Sammelaktion zum Corona-Helden aufgestiegene britische Weltkriegsveteran Tom Moore ist mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der 100-Jährige sei nach einer Lungenentzündung vor einer Woche positiv auf das Virus getestet worden, schrieb Moores Tochter Hannah auf Twitter. Nachdem er zunächst zu Hause behandelt worden sei, brauche er nun zusätzliche Unterstützung beim Atmen und sei nun im Krankenhaus.

Moore hatte sich ursprünglich vorgenommen, bis zu seinem 100. Geburtstag Ende April 2020 hundert Mal mit seinem Rollator seinen Garten abzuschreiten und sich dafür sponsern zu lassen. Er hoffte, auf diese Art 1000 Pfund zusammenzubekommen - doch die Aktion fand derart viel Zuspruch, dass Moore schließlich 33 Millionen Pfund (gut 36 Millionen Euro) für den nationalen Gesundheitsdienst NHS sammelte.
Der Senior wurde zu einer nationalen Berühmtheit. Das Militär ernannte ihn zum "Ehren-Oberst", im Juli wurde er von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen. 

31.1.2021, 19:50 Uhr - Astrazeneca liefert der EU doch mehr Impfstoff

Astrazeneca will im ersten Quartal des Jahres nun doch mehr Corona-Impfstoff an die EU liefern als angekündigt. Es kämen neun Millionen Dosen hinzu, teilte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit. Insgesamt seien es somit 40 Millionen Dosen. Das ist allerdings immer noch nur die Hälfte der ursprünglich angepeilten Menge von 80 Millionen Dosen.

Laut von der Leyen will Astrazeneca auch eine Woche früher mit der Lieferung beginnen. Das Unternehmen hatte vor gut einer Woche überraschend mitgeteilt, in den ersten drei Monaten des Jahres weit weniger Impfstoff liefern zu können als geplant. Die EU reagierte empört und setzte die Firma unter Druck.

31.1.2021, 17:30 Uhr - Wien: Demonstration gegen Corona-Maßnahmen trotz Verbot

In Wien haben rund 5.000 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung protestiert, obwohl dort ein Demonstrationsverbot gilt. Laut Polizei waren darunter auch Neonazis und Hooligans. Ein Großteil der Teilnehmer habe außerdem keine Masken getragen und auch nicht auf das Abstandsgebot geachtet, hieß es. Als die Menge in Richtung Parlament drängte, musste die Polizei eingreifen. Mehrere Demonstranten wurden festgenommen. Die Behörden hatten für das Wochenende nahezu alle Kundgebungen verboten, weil es in der Vergangenheit immer wieder zu massiven Verstößen gegen die Corona-Auflagen gekommen war.

31.1.2021, 17:05 Uhr - Von der Leyen verhandelt mit Pharma-Chefs

Die Chefin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, verhandelt mit den Chefs der Pharmariesen Pfizer/Biontech, Sanofi, Astrazeneca, Curevac und Moderna. Der Streit zwischen der EU und Astrazeneca über Lieferfristen und Liefermengen soll bei dem Gespräch keine Rolle spielen. Ziel ist vielmehr eine Zusammenarbeit der Pharmafirmen bei der Herstellung von Impfstoffen. Dabei soll wohl auch eine höhere finanzielle Beteiligung der EU-Länder besprochen werden. Von der Leyen will auch eine neue Behörde ins Gespräch bringen, die bei einer Pandemie grenzüberschreitend tätig wird.

31.1.2021, 15:20 Uhr - Schärfere Regeln für Frankreich-Reisende ab heute

Seit heute gelten für Frankreich-Reisende schärfere Regeln. Wer nach Frankreich fliegt oder fährt, muss einen negativen PCR-Test vorlegen. Ausgenommen davon sind diejenigen, die in Deutschland wohnen und in Frankreich arbeiten oder umgekehrt. Wer sich maximal 24 Stunden in Frankreich aufhält und sich im Umkreis von 30 Kilometern von seinem Wohnort bewegt, darf auch ohne Test einreisen. Die französische Polizei will an den Grenzen stichprobenartig kontrollieren.

Die französische Regierung hatte vorgestern angekündigt, die Corona-Regeln zu verschärfen - unter anderem ist der Reise-Verkehr mit Nicht-EU-Ländern nur noch mit triftigem Grund möglich. Große Einkaufszentren müssen schließen.

31.1.2021, 13:26 Uhr - Bundeswehr hilft Portugal

Die Bundeswehr will Portugal im Kampf gegen die Corona-Pandemie helfen. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte, es werde medizinisches Personal und Material nach Portugal geschickt. Genaue Angaben würden Anfang der Woche bekanntgegeben. Der "Spiegel" berichtete zuvor, 27 Ärzte und Sanitäter sollten nach Portugal geflogen werden. Zudem wolle Deutschland mit stationären und mobilen Beatmungsgeräten sowie Feldkrankenbetten aushelfen. Portugal ist derzeit besonders stark von der Corona-Pandemie und der Ausbreitung der britischen Virus-Mutation betroffen.

31.1.2021, 11:45 Uhr - Spahn offen für Impfstoff aus Russland und China

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kann sich vorstellen, auch Corona-Impfstoffe aus China und Russland in Deutschland einzusetzen. Entscheidend für einen Einsatz sei eine erfolgreiche Zulassung nach EU-Recht, sagte Spahn der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Wenn ein Impfstoff sicher und wirksam sei, könne er bei der Bewältigung der Pandemie helfen - egal, aus welchem Land. Russland hatte angekündigt, die EU im zweiten Quartal mit 100 Millionen Dosen des Impfstoffes Sputnik V versorgen zu können. Ein Zulassungsantrag sei schon bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA eingereicht worden.

31.1.2021, 10:00 Uhr - Altmaier: Lockdown trotz niedriger Inzidenz möglich

Der Lockdown könnte trotz weniger Corona-Neuinfektionen verlängert werden. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte der "Welt am Sonntag", die Corona-Maßnahmen könnten auch dann noch gelten, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz wieder unter 50 liegt. Die Zahl gibt an, wie viele Infektionen es innerhalb der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Laut Altmaier hängt die Länge des Lockdowns jetzt unter anderem davon ab, wie stark sich Mutationen des Corona-Virus verbreiten.

31.1.2021, 9:00 Uhr - RKI meldet 11.192 Neuinfektionen

In den vergangenen sieben Tagen haben sich in Deutschland pro 100.000 Einwohnern weniger Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sank die Sieben-Tage-Inzidenz auf 90,2. Außerdem meldete das RKI 11.192 Neuinfektionen und 399 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Ziel ist bisher, eine Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 zu erreichen.

31.1.2021, 7:13 Uhr - Altmaier will Verkauf staatlicher Beteiligungen prüfen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat angesichts der hohen Kosten für die Corona-Pandemie den Verkauf von Staatsanteilen an Unternehmen ins Gespräch gebracht. "Der Wert der staatlichen Beteiligungen ist in den letzten Jahren ordentlich gewachsen. Deshalb sollten wir prüfen, welche staatlichen Beteiligungen zurückgefahren werden können", sagte Altmaier der "Welt am Sonntag". Dieses Geld könne man für Zukunftsinvestitionen gut brauchen. Der Bund ist beispielsweise an der Deutschen Post, der Telekom und der Commerzbank beteiligt.

Aufgrund der Corona-Krise hat der Bund immense Schulden aufgenommen. Dafür wurde die im Grundgesetz festgeschriebene Schuldenbremse außer Kraft gesetzt. Steuererhöhungen zur Finanzierung der Corona-Kosten erteilte Altmaier erneut eine Absage.

31.1.2021, 6:00 Uhr - Bundespolizei-Chef kritisiert mangelhafte Kontrollen durch Fluggesellschaften

Der Chef der Bundespolizei, Dieter Romann, hat Flugunternehmen verantwortungsloses Verhalten vorgeworfen. Allein in den vergangenen sechs Tagen habe die Bundespolizei bei der Einreise im Luftverkehr rund 600 Verstöße festgestellt, sagte Romann der "Bild am Sonntag". Passagiere aus Mutationsgebieten hätten keine digitale Anmeldung oder keinen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen können. Die Airlines müssten das aber vor Abflug prüfen - ihnen drohten jetzt pro Verstoß und Passagier Bußgelder der Gesundheitsämter von bis zu 25.000 Euro. Seit gestern gibt es weitgehende Einreisesperren für Menschen aus Ländern, in denen besonders ansteckende Virusvarianten grassieren. Das sei auch eine Folge der mangelhaften Kontrollen, so Romann.

31.1.2021, 3:03 Uhr - Vor Impfgipfel: Druck auf Bundesregierung wächst  

Vor dem Impfgipfel am Montag wächst der Druck auf die Bundesregierung. Politiker aus den Ländern fordern mehr Planungssicherheit. Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) sagte, die Unsicherheit sei für die Länder zu groß - Impfstoff komme nur tröpfchenweise an. Sie forderte, dass sich der Bund um sichere Lieferpläne kümmert. Auch der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) fordert mehr Planbarkeit für die Corona-Impfungen. Er hoffe, dass bei dem Spitzentreffen Klartext gesprochen werde, sagte er. Am Impfgipfel nehmen Vertreter der Bundesregierung, die Länderchefs, Impfstoff-Hersteller und Vertreter der EU-Kommission teil.

31.1.2021, 0:57 Uhr - Giffey schlägt Corona-Ampel für Kitas vor

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat ein Ampel-Modell für eine zügige Öffnung der Kitas vorgeschlagen. Sei dort niemand infiziert und gebe es wenige Quarantäne-Fälle stehe die Ampel auf Grün und der Regelbetrieb sei möglich, so Giffey in der "Bild am Sonntag". Nach dem 14. Februar müsse es echte Öffnungsperspektiven bei Kitas und Schulen geben. Mit der Ampel könne man verantwortungsvoll und gezielt anhand des Infektionsgeschehens in einzelnen Einrichtungen reagieren, sagte die Ministerin.

Rückblick

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