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Die wichtigsten Entwicklungen zum Coronavirus vom 31. Januar bis zum 6. Februar können Sie hier nachlesen. Aktuelle Entwicklungen finden Sie hier.

31.1.2021, 21:58 Uhr - 100 Jahre alter britischer Corona-Held infiziert

Der durch seine Spenden-Sammelaktion zum Corona-Helden aufgestiegene britische Weltkriegsveteran Tom Moore ist mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der 100-Jährige sei nach einer Lungenentzündung vor einer Woche positiv auf das Virus getestet worden, schrieb Moores Tochter Hannah auf Twitter. Nachdem er zunächst zu Hause behandelt worden sei, brauche er nun zusätzliche Unterstützung beim Atmen und sei nun im Krankenhaus.

Moore hatte sich ursprünglich vorgenommen, bis zu seinem 100. Geburtstag Ende April 2020 hundert Mal mit seinem Rollator seinen Garten abzuschreiten und sich dafür sponsern zu lassen. Er hoffte, auf diese Art 1000 Pfund zusammenzubekommen - doch die Aktion fand derart viel Zuspruch, dass Moore schließlich 33 Millionen Pfund (gut 36 Millionen Euro) für den nationalen Gesundheitsdienst NHS sammelte.
Der Senior wurde zu einer nationalen Berühmtheit. Das Militär ernannte ihn zum "Ehren-Oberst", im Juli wurde er von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen. 

31.1.2021, 19:50 Uhr - Astrazeneca liefert der EU doch mehr Impfstoff

Astrazeneca will im ersten Quartal des Jahres nun doch mehr Corona-Impfstoff an die EU liefern als angekündigt. Es kämen neun Millionen Dosen hinzu, teilte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit. Insgesamt seien es somit 40 Millionen Dosen. Das ist allerdings immer noch nur die Hälfte der ursprünglich angepeilten Menge von 80 Millionen Dosen.

Laut von der Leyen will Astrazeneca auch eine Woche früher mit der Lieferung beginnen. Das Unternehmen hatte vor gut einer Woche überraschend mitgeteilt, in den ersten drei Monaten des Jahres weit weniger Impfstoff liefern zu können als geplant. Die EU reagierte empört und setzte die Firma unter Druck.

31.1.2021, 17:30 Uhr - Wien: Demonstration gegen Corona-Maßnahmen trotz Verbot

In Wien haben rund 5.000 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung protestiert, obwohl dort ein Demonstrationsverbot gilt. Laut Polizei waren darunter auch Neonazis und Hooligans. Ein Großteil der Teilnehmer habe außerdem keine Masken getragen und auch nicht auf das Abstandsgebot geachtet, hieß es. Als die Menge in Richtung Parlament drängte, musste die Polizei eingreifen. Mehrere Demonstranten wurden festgenommen. Die Behörden hatten für das Wochenende nahezu alle Kundgebungen verboten, weil es in der Vergangenheit immer wieder zu massiven Verstößen gegen die Corona-Auflagen gekommen war.

31.1.2021, 17:05 Uhr - Von der Leyen verhandelt mit Pharma-Chefs

Die Chefin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, verhandelt mit den Chefs der Pharmariesen Pfizer/Biontech, Sanofi, Astrazeneca, Curevac und Moderna. Der Streit zwischen der EU und Astrazeneca über Lieferfristen und Liefermengen soll bei dem Gespräch keine Rolle spielen. Ziel ist vielmehr eine Zusammenarbeit der Pharmafirmen bei der Herstellung von Impfstoffen. Dabei soll wohl auch eine höhere finanzielle Beteiligung der EU-Länder besprochen werden. Von der Leyen will auch eine neue Behörde ins Gespräch bringen, die bei einer Pandemie grenzüberschreitend tätig wird.

31.1.2021, 15:20 Uhr - Schärfere Regeln für Frankreich-Reisende ab heute

Seit heute gelten für Frankreich-Reisende schärfere Regeln. Wer nach Frankreich fliegt oder fährt, muss einen negativen PCR-Test vorlegen. Ausgenommen davon sind diejenigen, die in Deutschland wohnen und in Frankreich arbeiten oder umgekehrt. Wer sich maximal 24 Stunden in Frankreich aufhält und sich im Umkreis von 30 Kilometern von seinem Wohnort bewegt, darf auch ohne Test einreisen. Die französische Polizei will an den Grenzen stichprobenartig kontrollieren.

Die französische Regierung hatte vorgestern angekündigt, die Corona-Regeln zu verschärfen - unter anderem ist der Reise-Verkehr mit Nicht-EU-Ländern nur noch mit triftigem Grund möglich. Große Einkaufszentren müssen schließen.

31.1.2021, 13:26 Uhr - Bundeswehr hilft Portugal

Die Bundeswehr will Portugal im Kampf gegen die Corona-Pandemie helfen. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte, es werde medizinisches Personal und Material nach Portugal geschickt. Genaue Angaben würden Anfang der Woche bekanntgegeben. Der "Spiegel" berichtete zuvor, 27 Ärzte und Sanitäter sollten nach Portugal geflogen werden. Zudem wolle Deutschland mit stationären und mobilen Beatmungsgeräten sowie Feldkrankenbetten aushelfen. Portugal ist derzeit besonders stark von der Corona-Pandemie und der Ausbreitung der britischen Virus-Mutation betroffen.

31.1.2021, 11:45 Uhr - Spahn offen für Impfstoff aus Russland und China

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kann sich vorstellen, auch Corona-Impfstoffe aus China und Russland in Deutschland einzusetzen. Entscheidend für einen Einsatz sei eine erfolgreiche Zulassung nach EU-Recht, sagte Spahn der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Wenn ein Impfstoff sicher und wirksam sei, könne er bei der Bewältigung der Pandemie helfen - egal, aus welchem Land. Russland hatte angekündigt, die EU im zweiten Quartal mit 100 Millionen Dosen des Impfstoffes Sputnik V versorgen zu können. Ein Zulassungsantrag sei schon bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA eingereicht worden.

31.1.2021, 10:00 Uhr - Altmaier: Lockdown trotz niedriger Inzidenz möglich

Der Lockdown könnte trotz weniger Corona-Neuinfektionen verlängert werden. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte der "Welt am Sonntag", die Corona-Maßnahmen könnten auch dann noch gelten, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz wieder unter 50 liegt. Die Zahl gibt an, wie viele Infektionen es innerhalb der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Laut Altmaier hängt die Länge des Lockdowns jetzt unter anderem davon ab, wie stark sich Mutationen des Corona-Virus verbreiten.

31.1.2021, 9:00 Uhr - RKI meldet 11.192 Neuinfektionen

In den vergangenen sieben Tagen haben sich in Deutschland pro 100.000 Einwohnern weniger Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sank die Sieben-Tage-Inzidenz auf 90,2. Außerdem meldete das RKI 11.192 Neuinfektionen und 399 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Ziel ist bisher, eine Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 zu erreichen.

31.1.2021, 7:13 Uhr - Altmaier will Verkauf staatlicher Beteiligungen prüfen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat angesichts der hohen Kosten für die Corona-Pandemie den Verkauf von Staatsanteilen an Unternehmen ins Gespräch gebracht. "Der Wert der staatlichen Beteiligungen ist in den letzten Jahren ordentlich gewachsen. Deshalb sollten wir prüfen, welche staatlichen Beteiligungen zurückgefahren werden können", sagte Altmaier der "Welt am Sonntag". Dieses Geld könne man für Zukunftsinvestitionen gut brauchen. Der Bund ist beispielsweise an der Deutschen Post, der Telekom und der Commerzbank beteiligt.

Aufgrund der Corona-Krise hat der Bund immense Schulden aufgenommen. Dafür wurde die im Grundgesetz festgeschriebene Schuldenbremse außer Kraft gesetzt. Steuererhöhungen zur Finanzierung der Corona-Kosten erteilte Altmaier erneut eine Absage.

31.1.2021, 6:00 Uhr - Bundespolizei-Chef kritisiert mangelhafte Kontrollen durch Fluggesellschaften

Der Chef der Bundespolizei, Dieter Romann, hat Flugunternehmen verantwortungsloses Verhalten vorgeworfen. Allein in den vergangenen sechs Tagen habe die Bundespolizei bei der Einreise im Luftverkehr rund 600 Verstöße festgestellt, sagte Romann der "Bild am Sonntag". Passagiere aus Mutationsgebieten hätten keine digitale Anmeldung oder keinen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen können. Die Airlines müssten das aber vor Abflug prüfen - ihnen drohten jetzt pro Verstoß und Passagier Bußgelder der Gesundheitsämter von bis zu 25.000 Euro. Seit gestern gibt es weitgehende Einreisesperren für Menschen aus Ländern, in denen besonders ansteckende Virusvarianten grassieren. Das sei auch eine Folge der mangelhaften Kontrollen, so Romann.

31.1.2021, 3:03 Uhr - Vor Impfgipfel: Druck auf Bundesregierung wächst  

Vor dem Impfgipfel am Montag wächst der Druck auf die Bundesregierung. Politiker aus den Ländern fordern mehr Planungssicherheit. Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) sagte, die Unsicherheit sei für die Länder zu groß - Impfstoff komme nur tröpfchenweise an. Sie forderte, dass sich der Bund um sichere Lieferpläne kümmert. Auch der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) fordert mehr Planbarkeit für die Corona-Impfungen. Er hoffe, dass bei dem Spitzentreffen Klartext gesprochen werde, sagte er. Am Impfgipfel nehmen Vertreter der Bundesregierung, die Länderchefs, Impfstoff-Hersteller und Vertreter der EU-Kommission teil.

31.1.2021, 0:57 Uhr - Giffey schlägt Corona-Ampel für Kitas vor

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat ein Ampel-Modell für eine zügige Öffnung der Kitas vorgeschlagen. Sei dort niemand infiziert und gebe es wenige Quarantäne-Fälle stehe die Ampel auf Grün und der Regelbetrieb sei möglich, so Giffey in der "Bild am Sonntag". Nach dem 14. Februar müsse es echte Öffnungsperspektiven bei Kitas und Schulen geben. Mit der Ampel könne man verantwortungsvoll und gezielt anhand des Infektionsgeschehens in einzelnen Einrichtungen reagieren, sagte die Ministerin.

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