Updates, Zahlen und Informationen

1.2.2021 - Impfgipfel: Merkel hält an Impfzusage bis Ende des Sommers fest

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REDAKTEUR/IN

Die wichtigsten Entwicklungen zum Coronavirus vom 31. Januar bis zum 6. Februar können Sie hier nachlesen. Aktuelle Entwicklungen finden Sie hier.

1.2.2021, 22:45 Uhr - EMA prüft neues Antikörper-Medikament für Einsatz gegen Corona

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) treibt die Prüfung eines Antikörper-Mittels zur Behandlung und Vorbeugung gegen Covid-19 voran. Vorläufige Untersuchungsdaten deuteten auf eine Reduzierung von Viren im Blut hin. Das Prüfverfahren werde so lange fortgesetzt, bis es genug Daten gebe, damit das Unternehmen einen förmlichen Zulassungsantrag stellen könne.

In den USA hat die Regeneron-Therapie bereits eine Notzulassung. Die Bundesregierung kaufte einem Medienbericht zufolge unlängst ein Corona-Medikament auf Antikörper-Basis.

1.2.2021, 19:52 Uhr - Merkel hält an Impfzusage bis Ende des Sommers fest

Trotz der Lieferengpässe bei den Impfstoffen gegen das Coronavirus hält Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an der Zusage fest, bis zum Ende des Sommers jedem Bürger ein Impfangebot machen zu können. Die "Aussage, dass wir bis Ende des dritten Quartals jedem Bürger ein Impfangebot machen können", könne "aufrecht erhalten werden", sagte Merkel nach den Spitzenberatungen von Bund, Ländern und Pharmaindustrie.

Diese Zusage gelte selbst dann, wenn die beiden Pharmahersteller Johnson & Johnson sowie Curevac anders als erwartet keine Zulassung für die von ihnen entwickelten Impfstoffe bekommen, sagte Merkel. Um die Impfungen besser planen zu können, wollten Bund und Länder nun einen "nationalen Impfplan" aufstellen, kündigte sie an.

Wie genau dieser Impfplan zustande kommen und wie er aussehen soll, ist noch nicht klar. Merkel sagte, Ziel sei es, "mehr Sicherheit zu geben, wie das Einladungsmanagement für die Menschen erfolgen kann". 

Impfgipfel: Kanzlerin kündigt Notbremse an Merkel: „Die Devise lautet: impfen, impfen, impfen“

Hausarzteinsatz auf der Zielgeraden: Kanzlerin und Ministerpräsidenten haben beim Impfgipfel darüber beraten, wie es weitergehen soll beim Impfen. Das sind die Ergebnisse.  mehr...

1.2.2021, 19:38 Uhr - Österreich öffnet Geschäfte ab 8. Februar

In Österreich hat die Regierung eine Lockerung der Corona-Maßnahmen beschlossen. Ab nächstem Montag dürften Schulen, Geschäfte und Friseure wieder öffnen, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz. Auch Museen dürfen unter strengen Auflagen wieder aufmachen. Verschärft würden hingegen die Einreisebestimmungen, um ein Einschleppen von weiteren Virus-Mutationen aus anderen Ländern zu verhindern.

1.2.2021, 19:22 Uhr - Impfordnung wird nach ARD-Informationen geändert

Menschen mit Diabetes und bestimmten anderen Vorerkrankungen sollen sich früher als bislang geplant gegen Corona impfen lassen können. Nach ARD-Informationen soll die Impfreihenfolge überarbeitet und geändert werden. Das liegt auch an der Empfehlung der Ständigen Impfkommission, den dritten in der EU zugelassenen Impfstoff von Astrazeneca nicht bei über 64-Jährigen anzuwenden. Damit kommt er für die meisten Menschen aus den beiden höchsten Prioritätengruppen nicht infrage.

1.2.2021, 18:48 Uhr - Bund erwartet mehr Impfstoff-Lieferungen

Die Bundesregierung erwartet im zweiten Quartal deutlich mehr Impfstoff-Lieferungen als bisher. Das Gesundheitsministerium rechnet bis Ende März mit gut 18 Millionen Dosen - bis Ende Juni sollen es mehr als 90 Millionen sein. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) berät seit dem Nachmittag mit den Ländern und Vertretern der Pharma-Industrie über die Lage. Die Länder beklagen, dass die eingerichteten Impfzentren wegen fehlender Impfstoffe weitgehend leerstehen.

1.2.2021, 18:39 Uhr - Impfdatenbank für EU eingerichtet

Die EU hat eine Datenbank zur Erfassung der Corona-Impfungen in den EU-Staaten und vier weiteren Ländern eingerichtet. Auf der Website des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) ließen sich heute die ersten Daten zum Fortschritt der Impfprogramme in den 27 EU-Ländern sowie in Großbritannien, Island, Liechtenstein und Norwegen abrufen. Manche Länder hatten am Montag allerdings noch keine Daten gemeldet. Demnach wurden bisher 8,23 Millionen Menschen in den erfassten Staaten geimpft. Für den ECDC-Impftracker sollen die Staaten zwei Mal pro Woche ihren Impffortschritt melden.

1.2.2021, 18:30 Uhr - EU verteidigt Impfstoffbeschaffung

Die EU-Kommission sieht die EU bei der Versorgung mit Corona-Impfstoffen auf einem guten Weg - trotz Lieferschwierigkeiten der Hersteller. Das Ziel, bis zum Sommer 70 Prozent der Erwachsenen in der EU gegen Corona zu impfen, sei zu erreichen, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides beim deutschen Impfgipfel. Sie verteidigte die Strategie der EU bei der Beschaffung von Corona-Impfstoffen. Man habe gemeinsam mit den 27 Mitgliedstaaten gehandelt und die bestmöglichen Verträge mit den Herstellern geschlossen, sagte die Politikerin.

1.2.2021, 18:21 Uhr - Südafrika erhält erste Corona-Impfdosen

Südafrika hat die ersten Corona-Impfdosen erhalten. Präsident Cyril Ramaphosa nahm die Lieferung auf einem Flughafen in Johannesburg entgegen. Dabei handelt es sich um eine Million Impfdosen des schwedisch-britischen Herstellers Astrazeneca. Bislang haben nur wenige afrikanische Länder mit dem Impfen begonnen. Südafrika ist das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land des Kontinents. Bisher infizierten sich dort knapp 1,5 Millionen Menschen mit dem Virus. Mehr als 44.000 Menschen starben nach einer Infektion mit dem Coronavirus.

1.2.2021, 17:39 Uhr - Corona-Hilfe der Bundeswehr für Portugal startet am Mittwoch

Die Bundeswehr beginnt am Mittwoch damit, Hilfe in das schwer von der Corona-Pandemie betroffene Portugal zu schicken. Das hat das Verteidigungsministerium mitgeteilt und Einzelheiten zum Umfang der Hilfe genannt. Danach stellt die Bundeswehr dem EU-Partner 26 Sanitätskräfte, 150 Feldkrankenbetten und 50 Beatmungsgeräte zur Verfügung. Portugal hat seit Sonntag die Ein- und Ausreise ohne triftigen Grund untersagt. Ministerpräsident Antonio Costa bezeichnete die Pandemielage als "sehr schlimm".

1.2.2021, 17:17 Uhr - Bayer und Rentschler unterstützen Curevac

Noch ist der Corona-Impfstoff der Tübinger Firma Curevac in der dritten Testphase. Die Firma hofft auf eine Zulassung im zweiten Quartal. Gleichzeitig läuft aber schon die Produktion. Dabei hat sich Curevac jetzt Unterstützung geholt. Sowohl die Laupheimer Firma Rentschler als auch der Bayer-Konzern in Leverkusen sollen hunderte Millionen des Curevac-Impfstoffs produzieren.

Tübingen

Kooperation ausgeweitet Pharmakonzern Bayer will Curevac-Impfstoff produzieren

Das Tübinger Unternehmen Curevac will seine Impfstoff-Produktion mithilfe des Leverkusener Konzerns Bayer und dem Laupheimer Unternehmen Rentschler deutlich ausweiten. Politiker reagieren begeistert. Doch eine schnelle Hilfe gegen die Corona-Pandemie ist das nicht.  mehr...

1.2.2021, 17:05 Uhr - Europol warnt vor gefälschten Corona-Testergebnissen

Europol warnt vor Kriminellen, die gefälschte Bescheinigungen über negative Corona-Tests anbieten. Es seien bereits mehrere solcher Fälle aufgedeckt worden, teilte die europäische Polizeibehörde in Den Haag mit. In Großbritannien seien die Fälschungen für mehr als 100 Euro, in Spanien für 40 Euro verkauft worden. In vielen Staaten sind Einreisen nur mit einem negativen Corona-Testergebnis möglich.

1.2.2021, 16:15 Uhr - Einreisesperre: Keine Sonderregelung für Profi-Fußballer

Die deutschen Einreise-Regeln für Corona-Risikogebiete treffen auch die Champions League. Denn die vorerst bis zum 17. Februar gültige Verordnung sieht keine Ausnahmen für den Profifußball vor. In der Verordnung "gibt es derzeit keine Sonderregelung für Profi-Sportler", stellte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums auf Anfrage klar. Damit kann RB Leipzig sein für den 16. Februar geplantes Achtelfinal-Hinspiel gegen den FC Liverpool nach aktuellem Stand nicht im eigenen Stadion austragen. Die Europäische Fußball-Union hat sich bisher noch nicht zu der Problematik geäußert.

1.2.2021, 15:40 Uhr - Corona: Deutlich mehr Andrang bei Service-Nummer 116 117

Die Corona-Krise führt zu deutlich mehr Andrang bei der bundesweiten Service-Telefonnummer 116 117 der Kassenärzte. Vom 1. bis 20. Januar haben insgesamt 6,8 Millionen Menschen in Deutschland bei der Nummer angerufen. Dies geht aus einer Statistik der Bundesregierung hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. 70 Prozent der Anrufer oder rund 4,9 Millionen wurden demnach von der Bundes- auf die Landesebene weitergeleitet, wovon 1,7 Millionen oder 34 Prozent dort angenommen wurden.

1.2.2021, 15:33 Uhr - Bad Kreuznacher Landrätin: Politiker sollen keinen Impfstoff produzieren - aber klare Ansagen

Die Bad Kreuznacher Landrätin Bettina Dickes, glaubt nicht, dass der Impfgipfel mit einem Schlag alle Probleme lösen wird. "Es geht um das Thema der Kommunikation. Kein Politiker der Welt kann dafür sorgen, dass eine Firma mehr produziert, aber wenn mit dem heutigen Tag mehr Klarheit über Strukturen, über Zeitabläufe kommt, ich glaube das hilft schon ganz viel", so Dickes im SWR. Beim Impfgipfel will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder, mehreren Bundesministern, Impfstoffherstellern sowie Vertretern der EU-Kommission über das weitere Vorgehen bei der Corona-Impfkampagne beraten.

Corona-Impfgipfel Bad Kreuznacher Landrätin: Politiker sollen keinen Impfstoff produzieren - aber klare Ansagen

Der Impfgipfel weckt Hoffnung auf mehr Klarheit und Verlässlichkeit. Die Bad Kreuznacher Landrätin Bettina Dickes erzählt von der "Sehnsucht" der Menschen nach dem Impfstoff. Für viele sei er wie eine Art von Erlösung.  mehr...

1.2.2021, 14:16 Uhr - Für besseren Ablauf bei Corona-Impfungen: Impfgipfel läuft

Der Impfgipfel von Bund und Ländern ist gestartet. Bei einer Videokonferenz will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder, mehreren Bundesministern, Impfstoffherstellern sowie Vertretern der EU-Kommission über das weitere Vorgehen bei der Corona-Impfkampagne beraten.

Nach zu wenig Impfstoff und überlasteten Hotlines Spahn dämpft Erwartungen an Impfgipfel

Mehr Verlässlichkeit über Impfmengen, bessere Planbarkeit: Die Erwartungen an das Spitzentreffen zwischen Bund und Ländern sind hoch. Gesundheitsminister Spahn tritt im Vorfeld auf die Bremse.  mehr...

1.2.2021, 12:47 Uhr - Bayer hilft Tübinger Unternehmen Curevac bei Impfstoffproduktion

Der Pharmakonzern Bayer will in die Produktion von Covid-19-Impfstoffen einsteigen. Eine Prüfung habe ergeben, dass man in der Lage sei, den Impfstoff des Tübinger Unternehmens Curevac herzustellen. Das Präparat wird derzeit noch entwickelt. Bereits Anfang Januar hatten Bayer und Curevac eine Kooperation bekanntgegeben, die zunächst aber nur Zulassungsarbeiten und andere Dienstleistungen des Großkonzerns für das kleine schwäbische Unternehmen umfasste. Curevac-Chef Franz-Werner Haas sagte: "Zum Ende des Jahres werden wir mehrere hundert Millionen Dosen zur Verfügung haben." Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) begrüßte die Zusammenarbeit beider Unternehmen. "Wir werden Impfstoffe brauchen über den Sommer hinaus", sagte er.

1.2.2021, 12:20 Uhr - Räume für Quarantäne-Verweigerer in Heidelberg

In der alten Chirurgischen Klinik Heidelberg können von heute an bis zu fünf Menschen untergebracht werden, die ihre Corona-Quarantäne missachten. Hintergrund ist eine Vereinbarung zwischen dem Land Baden-Württemberg und dem Universitätsklinikum Heidelberg. Es geht um Corona-Quarantäne-Verweigerer, die zwangsweise nach dem Infektionsschutzgesetz untergebracht werden sollen. Es sind Menschen, die positiv auf Covid-19 getestet worden sind sowie Krankheits- und Ansteckungsverdächtige. Das Uniklinikum stellt die Räume zur Verfügung. Außerdem werde für angemessene Verpflegung gesorgt. Menschen, die dort unterbracht werden, würden täglich untersucht. Das Land stelle die Überwachung durch einen Sicherheitsdienst sicher, der auch für Aufnahme und Entlassung sorgen soll.

Heidelberg

Sicherheitsdienst im Einsatz Quarantäne-Verweigerer werden in Uniklinik Heidelberg untergebracht

Wenn Corona-Infizierte ihre Quarantäne missachten, können sie gezwungen werden ins Krankenhaus zu gehen. Das Uniklinikum Heidelberg nimmt seit Montag bis zu fünf solcher Quarantäne-Verweigerer auf.  mehr...

1.2.2021, 10:44 Uhr - Corona-Impfstoff gefälscht: 80 Festnahmen in China

In China hat die Polizei 80 Verdächtige festgenommen, die Corona-Impfstoff gefälscht haben sollen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua haben die Fälscher seit vergangenem September Kochsalzlösung abgefüllt und als Impfstoff verkauft. 3.000 Impfdosen habe die Polizei beschlagnahmt, heißt es. China hat einige Impfstoffe entwickelt. Die Regierung in Peking hat das Ziel bis Mitte Februar 50 Millionen Menschen zu impfen.

1.2.2021, 8:40 Uhr - RKI meldet 5.600 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) rund 5.600 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Das sind rund 900 weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bundesweit bei 91. Die Zahl der Menschen, die an oder mit Covid19 gestorben sind, hat sich laut RKI um 175 innerhalb eines Tages erhöht. Montags sind die Zahlen immer niedriger, da viele Gesundheitsämter am Wochenende keine Daten erheben oder ans RKI melden und weil weniger getestet wird.

1.2.2021, 7:30 Uhr - Biontech will mehr Impfdosen liefern

Der Mainzer Pharmahersteller Biontech will ab April mehr Corona-Impfstoff an die EU liefern als bisher zugesagt. Das hat ein Unternehmenssprecher am Morgen angekündigt. Konkret gehe es um bis zu 75 Millionen zusätzliche Impf-Einheiten.

Auch AstraZeneca hat inzwischen zugesagt, mehr Impfstoff zu liefern. Nach Angaben von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kommen neun Millionen Dosen dazu. Damit kommt AstraZeneca aber immer noch nur auf die Hälfte der ursprünglich geplanten gut 80 Millionen Dosen. Wegen der Lieferschwierigkeiten der Hersteller kommen die Corona-Impfungen in Europa derzeit nur langsam voran.

1.2.2021, 4:35 Uhr - Notaufnahmen verzeichnen ein Drittel weniger Notfall-Patienten

Die Notaufnahmen in Deutschland beobachten im derzeitigen Corona-Lockdown ein Drittel weniger Notfall-Patienten im Vergleich zu den Vorjahren. Eine Theorie sei, dass die Menschen Angst vor einer Ansteckung mit Covid-19 haben und nicht die Notaufnahme der Krankenhäuser in Anspruch nehmen, sagt der Notfallmediziner Felix Walcher von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) der Zeitung "Augsburger Allgemeinen" laut einem Vorab-Bericht.

"Gemäß dieser Theorie kommen die Patienten erst später, aber auch kränker in die Notaufnahmen", so Walcher. Eine andere Annahme sei, dass die Bevölkerung derzeit weniger aktiv ist und es deshalb sowohl weniger Unfälle gibt, aber auch andere akute Fälle, die möglicherweise durch besonderen Stress ausgelöst würden. Er betonte allerdings, dass dies nur Mutmaßungen seien. Das Phänomen der stark sinkenden Zahlen in den Notaufnahmen gebe es weltweit, erklärt der Mediziner.

1.2.2021, 3:23 Uhr – Politiker fordern: Feiertage an Wochenenden als Corona-Bonus "nachholen"

Politiker mehrerer Parteien machen sich dafür stark, dass Feiertage, die auf ein Wochenende fallen, in diesem Jahr als Corona-Bonus an Werktagen nachgeholt werden dürfen. Hintergrund ist nach einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung", dass 2021 ungewöhnlich viele Feiertage auf ein Wochenende fallen, darunter der Tag der Arbeit am 1. Mai, der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober sowie die Weihnachtsfeiertage.

SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese sagte dem Blatt, da dies so sei, "wäre es eine Anerkennung und ein einfacher Corona-Bonus, wenn der darauffolgende Montag dann frei wäre für die Beschäftigten". Der Bundesgeschäftsführer der Linken, Jörg Schindler, forderte, Arbeitgeber zum Ausgleich solcher Feiertage zu verpflichten und das Arbeitszeitgesetz entsprechend zu ändern.

1.2.2021, 2:40 Uhr - Altmaier schließt staatliche Eingriffe bei Impfstoffproduktion nicht aus

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat staatliche Eingriffe in die Impfstoffproduktion nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Bisher arbeiteten viele Pharmaunternehmen freiwillig zusammen, sagte Altmaier am Sonntagabend in der ARD-Talkshow "Anne Will". "Sollte es aber Fälle geben, wo ein Unternehmen aus Egoismus sagen würde, wir haben solche Anlagen, helfen aber nicht mit, dass das Nachbarunternehmen dort seinen Impfstoff produzieren kann - dann müssen wir natürlich auch über strengere Maßnahmen nachdenken."

Es müsse sichergestellt werden, dass so viel Impfstoff in so kurzer Zeit wie möglich produziert wird. Grünen-Chef Robert Habeck hatte zuvor eine "Notimpfstoffwirtschaft" gefordert, um mehr Impfstoff zu produzieren. Alle Pharmakonzerne seien "unverzüglich ihren Fähigkeiten entsprechend in die Produktion einzubeziehen", verlangte Habeck in den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

1.2.2021, 1:20 Uhr - Strobl: Hartnäckige Quarantänebrecher in geschlossenem Krankenhaus „absondern“

Der neue Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thomas Strobl, spricht sich für eine Zwangsisolierung von Personen aus, die wiederholt gegen Corona-Quarantäneauflagen verstoßen. "Hartnäckige Quarantänebrecher, bei denen alle anderen Mittel nicht zur Einsicht führen, müssen in einem geschlossenen Krankenhaus abgesondert werden", sagt Strobl den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

"Es geht ja nur um wenige Einzelfälle und um wenige Tage, in denen die Leute infektiös sind." Natürlich brauche es dafür einen richterlichen Beschluss. Die Maßnahme sei gerechtfertigt, da die Personen bewusst in Kauf nehmen, andere mit einer potenziell tödlichen Krankheit zu infizieren, so Strobl.

1.2.2021, 0:30 Uhr - SPD-Chef Walter-Borjans attackiert Impfstoffhersteller

Vor dem "Impfgipfel" an diesem Montag hat SPD-Chef Norbert Walter-Borjans die Hersteller von Corona-Impfstoffen scharf kritisiert: "Ich bin schockiert über den Mangel an Sensibilität und Verantwortungsbewusstsein bei einigen Herstellern. Es geht hier nicht um Schokolade, sondern um ein Produkt, an dem Existenzen und der Zusammenhalt der Gesellschaft hängen", sagte Walter-Borjans dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag).

Trotz aller Anerkennung für die rasche Entwicklung der Vakzine sind mehrere Hersteller von Covid-19-Impfstoffen zuletzt in die Kritik geraten. So sorgten etwa das Mainzer Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer für Ärger mit der kurzfristigen Ankündigung, wegen Werksumbauten vorübergehend weniger Impfstoff zu liefern - auch wenn dadurch eine größere Produktion möglich werden soll.

Der britisch-schwedische Hersteller Astrazeneca hatte vor gut einer Woche überraschend mitgeteilt, im ersten Quartal statt 80 Millionen nur 31 Millionen Dosen Impfstoff an die EU-Staaten zu liefern. Die Empörung war groß, am Sonntag sagte Astrazeneca dann zu, immerhin neun Millionen Dosen mehr zu liefern, also insgesamt 40 Millionen Dosen, wie EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen mitteilte.

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