Updates, Zahlen und Informationen

4.2.2021 - EU räumt Fehler bei Impfstoffbestellung ein

STAND
REDAKTEUR/IN

Die wichtigsten Entwicklungen zum Coronavirus vom 31. Januar bis zum 6. Februar können Sie hier nachlesen. Aktuelle Entwicklungen finden Sie hier.

4.2.2021, 20:55 Uhr - RP: Dreyer verteidigt Teststrategie in Heimen

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat die Landes-Vorschriften für Corona-Tests in Pflegeheimen gegen Kritik verteidigt. Dreyer sagte dem SWR, die entsprechende Verordnung stelle sicher, dass Mitarbeiter mindestens einmal die Woche getestet werden. Die Ministerpräsidentin sagte, dass es den Einrichtungen überlassen bliebe, auch mehr zu testen. Die Tests stünden zur Verfügung und seien auch nicht reglementiert. Dreyer wies den Vorwurf zurück, das Land habe zu wenige freiwillige Helfer von Bundeswehr und Hilfsorganisationen für die Tests in den Heimen angeworben. Die Landesregierung habe jede Einrichtung nach ihrem Bedarf an Helfern gefragt und dieser sei auch erfüllt worden, so Dreyer.

4.2.2021, 20:53 Uhr - Von der Leyen: Fehler bei Impfstoffbestellung

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat zugegeben, bei der Beschaffung von Corona-Impfstoffen Fehler gemacht zu haben. Der "Süddeutschen Zeitung" sagte sie, die EU habe unterschätzt, welche Komplikationen bei der Impfstoff-Herstellung auftreten können. Man habe zu zögerlich bestellt - die EU sei eben mehr Tanker als Schnellboot. Die EU hat für alle Mitgliedstaaten bei insgesamt sechs Herstellern bis zu 2,3 Milliarden Impfdosen geordert. Derzeit liefern die Unternehmen jedoch weniger als erhofft.

4.2.2021, 19:03 Uhr - Lufthansa will Hilfen schneller zurückzahlen

Die Lufthansa will einen Teil der staatlichen Corona-Hilfen schneller zurückzahlen als geplant. Das hat das Unternehmen mitgeteilt. Dazu habe sich der Konzern mit Hilfe einer Anleihe Geld am Kapitalmarkt besorgt - und zwar insgesamt 1,6 Milliarden Euro. Jetzt solle der Kredit bei der Förderbank KfW zurückgezahlt werden. Die Lufthansa könnte dann wieder frei über verpfändete Flugzeuge verfügen. Die Lufthansa hat in der Corona-Krise Milliarden-Hilfen vom Staat bekommen, der seitdem an dem Konzern beteiligt ist.

4.2.2021, 18:57 Uhr - Champions-League-Spiel gegen Leipzig: Einreiseverbot für Liverpool

Das Champions-League-Spiel Leipzig gegen Liverpool kann nicht wie geplant am 16. Februar stattfinden. Die Bundespolizei will Liverpool keine Sondergenehmigung zur Einreise geben. Das hat eine Sprecherin des Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur erklärt. Die Einreise aus England ist wegen des mutierten Coronavirus stark eingeschränkt.

4.2.2021, 18:38 Uhr - 20 Prozent der erwachsenen Briten geimpft und ein Drittel der Bevölkerung in Israel

In Großbritannien sind inzwischen 20 Prozent der Erwachsenen gegen Corona geimpft - die Impfbereitschaft sei weiter außerordentlich hoch, hat Gesundheitsminister Matt Hancock gesagt. Laut Statistikamt wollten sich 85 Prozent der erwachsenen Briten impfen lassen. In Israel ist nach Regierungsangaben inzwischen mehr als ein Drittel der Bevölkerung geimpft - in der Gruppe der über 60-Jährigen seien es schon 84 Prozent. Die israelische Regierung meldet positive Erfahrungen damit. In den vergangenen zwei Wochen sei in dieser Altersgruppe die Zahl der schwierigen Corona-Verläufe um ein Viertel zurückgegangen.

4.2.2021, 18:35 Uhr - Zwangsquarantäne für Covid-Patient in Wiesbaden

Die Stadt Wiesbaden hat einen Corona-Infizierten zwangsweise in einem ehemaligen Flüchtlingsheim untergebracht. Der junge Mann war vergangene Woche trotz seiner Infektion in Mainz in einem Supermarkt einkaufen. Nach SWR-Informationen ist der Mann unabhängig von seiner Corona-Infektion stark gesundheitlich beeinträchtigt, sowohl körperlich als auch psychisch. Nach seinem Ausflug nach Mainz sei der Mann nun in einer leerstehenden Asylbewerberunterkunft untergekommen und stehe dort bis Ende der Woche unter Quarantäne, so die Stadt Wiesbaden. Der 21-Jährige war in der vergangenen Woche aus einem Wiesbadener Krankenhaus verschwunden, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Mainzer Hauptbahnhof gefahren und dort in einem Supermarkt einkaufen gegangen.

Wiesbaden

Junger Wiesbadener unter Aufsicht Corona-Kranker nach Ausflug nach Mainz in Zwangsquarantäne

Die Stadt Wiesbaden hat einen Coronainfizierten zwangsweise in einem ehemaligen Flüchtlingsheim untergebracht. Der junge Mann war vergangene Woche trotz seiner Infektion in Mainz in einem Supermarkt einkaufen.  mehr...

4.2.2021, 18:03 Uhr - Keine Einigung beim Streit um Patentschutz für Corona-Impfstoffe

Die Patente von Pharmaherstellern auf Corona-Impfstoffe und Medikamente werden vorerst nicht gelockert. Beratungen der Welthandelsorganisation über den Vorschlag von Indien und Südafrika sind zu keinem Ergebnis gekommen. Die beiden Länder wollten durch die vorübergehende Aufhebung des Patentschutzes erreichen, dass mehr Corona-Impfstoffe produziert werden können. Mehrere Industriestaaten lehnen das aber ab, unter anderem die USA. Auch die Europäische Union ist gegen den Vorschlag. Der Grund dafür, dass so wenige Impfstoffe produziert werden, sei nicht der Patentschutz, sondern, dass es nicht genügend Hersteller gebe, so die EU. Ende Februar soll nochmals über das Thema diskutiert werden.

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4.2.2021, 18:00 Uhr - ARD-DeutschlandTrend: Mehrheit gegen Ausnahmen für Geimpfte

Gut zwei Drittel der Menschen in Deutschland sind dagegen, dass Corona-Beschränkungen für Geimpfte gelockert werden. Das hat der ARD-DeutschlandTrend ergeben. Hintergrund ist die Diskussion, ob Geimpfte zum Beispiel einfacher wieder reisen oder ins Restaurant gehen dürfen.

Gleichzeitig wächst die Impfbereitschaft in Deutschland: 76 Prozent der Deutschen wollen sich auf jeden Fall oder wahrscheinlich impfen lassen. Das Tempo der Impfungen in Deutschland bewerten aktuell 68 Prozent als zu langsam - vor einem Monat sagten das 52 Prozent.

Knapp 80 Prozent der Menschen in Deutschland befürchten, dass Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung beeinträchtigt werden, weil fast alle Schulen und Kitas geschlossen sind. Das sind 14 Prozent mehr als während des ersten Lockdowns im Mai 2020. Bei den Eltern mit schulpflichtigen Kindern äußern diesbezüglich 86 Prozent sehr große oder große Sorgen. Außerdem machen sich 73 Prozent der Deutschen Sorgen um die wirtschaftliche Situation im Land. Mittlerweile rückt die Frage der Finanzierung der Corona-Folgekosten stärker in den Fokus. Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung (71 Prozent) befürwortet die Erhebung von Steuern auf hohe Vermögen.

4.2.2021, 17:47 Uhr - Astrazeneca-Lieferung am Samstag in BW erwartet

Ab der kommenden Woche soll in Baden-Württemberg auch der Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca verimpft werden. Eine erste Lieferung mit 48.000 Dosen des Impfstoffs werde für Samstag erwartet, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. In den darauffolgenden Tagen solle der Impfstoff dann an den jeweiligen Orten verimpft werden. Der Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca ist neben den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna der dritte in der EU zugelassene Corona-Impfstoff. Anders als die anderen beiden Impfstoffe soll er laut Empfehlung der Ständigen Impfkommission vorerst nur Erwachsenen unter 65 Jahren gespritzt werden. Der Bund plant, die Impfverordnung entsprechend anzupassen.

4.2.2021, 17:39 Uhr - Corona-Ausbruch: Wanderung ist keine Straftat

Die 14 Teilnehmer einer Wandergruppe aus Mühlheim an der Donau (Kreis Tuttlingen) müssen wohl nicht mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Das sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Rottweil. Verstöße gegen die Corona-Verordnung seien Ordnungswidrigkeiten. Entgegen anders lautenden Berichten sei die Staatsanwaltschaft bei den Ermittlungen bislang auch gar nicht eingeschaltet gewesen. Die Wandergruppe hatte Mitte Januar für einen größeren Corona-Ausbruch gesorgt. Der Inzidenzwert in der rund 3.600 Einwohner zählenden Donau-Stadt war kurzzeitig auf fast 1.000 Infektionen binnen sieben Tagen (hochgerechnet auf 100.000 Einwohner) gestiegen. Der Wert sinkt bereits wieder.

Mühlheim an der Donau

Inzidenz in Mühlheim an der Donau zwischenzeitlich bei über 900 Coronavirus-Ausbruch nach Gruppenwanderung wohl ohne strafrechtliche Konsequenzen

Der Lockdown beeinträchtigt seit Mitte Dezember Millionen Menschen. Umso größer war die Wut, nachdem eine Wandergruppe einen Ort im Kreis Tuttlingen zu einem Hotspot hat werden lassen. Doch ernste Folgen drohen den Wanderern wohl nicht.  mehr...

4.2.2021, 17:21 Uhr - RP: CDU verlangt besseren Schutz von Heimbewohnern

Pflegebedürftige in rheinland-pfälzischen Heimen müssen besser gegen Corona-Infektionen geschützt werden. Das fordert der pflegepolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Michael Wäschenbach. Jedes dritte Corona-Todesopfer im Land ist in einem Pflegeheim gestorben. 815 Corona-Todesfälle in Pflegeheimen verzeichnet die Landesregierung seit Beginn der Pandemie. Das sind nach Berechnung des SWR 31 Prozent alle Covid-Todesfälle. Das Virus wird immer wieder in Heime getragen, etwa durch Personal oder Besucher. Mit Schnelltests, wie sie seit Anfang Dezember einsetzbar sind, könnten solche Infektionen schnell erkannt werden. Allerdings müssen Pflegeheimmitarbeiter in Rheinland-Pfalz nur einmal pro Woche getestet werden. Die CDU fordert tägliche Tests für die Mitarbeiter, Bewohner und Besucher.

Rheinland-Pfalz

Coronavirus in Rheinland-Pfalz Jeder dritte Corona-Tote war Heimbewohner

Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sind auch in Rheinland-Pfalz einer großen Gefahr ausgesetzt. SWR-Recherchen zufolge wohnten gut 30 Prozent der bisherigen Covid-19-Opfer in einer solchen Einrichtung.  mehr...

Zur Sache Rheinland-Pfalz! SWR Fernsehen RP

4.2.2021, 17:17 Uhr - RP: Stufenplan für Wiedereröffnung von Hotels und Gaststätten

Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Rheinland-Pfalz hat einen Plan vorgelegt, wie die Branche nach und nach wieder öffnen könnte. Die einzelnen Schritte richten sich nach den Inzidenzwerten. Er beginnt bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 75 mit der Öffnung von touristischen Unterkünften und der Außengastronomie. Ab einem Wert von 50 sollen Restaurants auch innen wieder Gäste empfangen dürfen. Zuletzt - ab einem Wert von 20 - könnten Bars und Clubs ohne Tanzflächen wiedereröffnen. Der Plan soll laut Dehoga-Präsident Gereon Haumann in Kürze der Landesregierung zugeschickt werden.

4.2.2021, 17:07 Uhr - Geteilte Meinungen zur Empfehlung des Ethikrats

Parteien und Verbände haben unterschiedlich auf die Empfehlungen des Ethikrats reagiert. Aus Sicht der FDP gibt es keinen Grund, die Freiheit einzuschränken, wenn von Geimpften keine Gefahr mehr ausgehe. Der Bundesverband der Deutschen Industrie sieht in dem Vorschlag einen "Türöffner" zu einem gesellschaftlichen Normalzustand. Dagegen ist der Hotel- und Gaststättenverband zurückhaltend: Erst sollten alle die Möglichkeit haben, sich impfen zu lassen. Der Ethikrat sieht derzeit keinen Grund, die Einschränkungen für Geimpfte zu lockern, weil nicht genügend Impfstoff vorhanden sei und seine Wirksamkeit noch nicht ausreichend erforscht ist. Trotzdem sollen Unternehmen grundsätzlich Leistungen nur für Geimpfte anbieten dürfen.

Deutschland

Rücknahme von Corona-Beschränkungen? Ethikrat: Keine Ausnahmen für Geimpfte

In die Diskussion über die Rücknahme von Corona-Beschränkungen für Geimpfte hat sich der Deutsche Ethikrat eingeschaltet: Derzeit sehe man keine Möglichkeiten für Ausnahmen für Menschen mit einem Impfnachweis. Auch für die Zukunft hat das Gremium eine Empfehlung.  mehr...

4.2.2021, 16:59 Uhr - BW: Freiwillige für Pflegeheime gesucht

Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) sucht Freiwillige, die die Pflegeeinrichtungen im Land bei der Durchführung von Antigen-Schnelltests unterstützen könnten. Jede und jeder könne helfen, Angehörigen den Kontakt zu ihren Liebsten zu ermöglichen, so der Minister. Momentan darf man Alten- und Pflegeheime nur mit einem negativen Antigen-Schnelltest betreten. Für die Durchführung der Tests fehlt es vielen Einrichtungen aber an Personal. Daher hofft das Gesundheitsministerium jetzt auf Helferinnen und Helfer. Pflegerische Berufserfahrung sei laut Lucha dabei nicht nötig. Auch Menschen ohne Vorkenntnisse könnten sich bei der Bundesagentur für Arbeit melden. Für die Freiwilligen sei ein Stundenlohn von 20 Euro vorgesehen.

4.2.2021, 16:56 Uhr - Ludwigshafen denkt über Bewegungseinschränkung nach

Die Stadt Ludwigshafen denkt darüber nach, den Bewegungsradius der Einwohner auf 15 Kilometer zu beschränken. Grund dafür ist ein Mann, der sich mit einer Corona-Mutation infiziert hat. Welche es ist, ist noch nicht klar und wird jetzt untersucht. Die bekannten Mutationen aus Großbritannien, Südafrika und Brasilien sind sehr ansteckend. Deshalb steht auch die Einrichtung, in der der Patient lebt, unter Quarantäne.

Ludwigshafen

Nach Corona-Mutation Doch keine 15-Kilometer-Regel in Ludwigshafen

Die Stadt Ludwigshafen hat ihre Pläne zur 15-Kilometer-Regel am Freitag zurückgezogen. Ursprünglich sollte die Verschärfung der Corona-Schutz-Maßnahmen ab Samstag früh gelten.  mehr...

4.2.2021, 16:45 Uhr - Grütters: Weitere Milliarde "wichtiges Zeichen für die Kultur"

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat die neuen Corona-Hilfen des Bundes als Zeichen der Wertschätzung und Ermutigung für Künstler bezeichnet. Die lange Zeit des Stillstands sei für viele Kulturakteure mittlerweile nicht nur ein wirtschaftliches Problem, sondern sie führe auch zu seelischen Nöten, sagte Grütters. Der Koalitionsausschuss hat gestern beschlossen, Kulturschaffende zusätzlich mit einer Milliarde Euro zu unterstützen. Das im Juli 2020 beschlossene Hilfspaket "Neustart Kultur" für die Kulturbranche umfasst damit insgesamt zwei Milliarden Euro.

Deutschland

Kinderbonus für Familien Große Koalition bringt weiteres Corona-Paket auf den Weg

Die Große Koalition hat sich auf ein weiteres Corona-Hilfspaket geeinigt. Es soll vor allem Haushalten mit geringem Einkommen, Gastronomie, Kultur und Unternehmen zugutekommen.  mehr...

4.2.2021, 15:29 Uhr - BW-Trend: Unzufriedenheit am Corona-Management in BW wächst

Die Baden-Württemberger sind nicht mehr so zufrieden mit dem Corona-Management der Landesregierung wie noch zu Beginn der Pandemie. Im April während des ersten Lockdowns haben noch 73 Prozent der Befragten das Krisenmanagement positiv bewertet. Mittlerweile liegt der Wert nur noch bei 45 Prozent. Die Kritik überwiegt mit 55 Prozent. Die rückläufige Unterstützung für das Corona-Krisenmanagement wirkt sich auch auf die Zufriedenheit mit der Regierungsarbeit insgesamt aus. Aktuell sind 61 Prozent der Befragten zufrieden mit den Leistungen der grün-schwarzen Landesregierung. Das sind sechs Prozentpunkte weniger als bei der Befragung im April. 38 Prozent sind unzufrieden.

Baden-Württemberg

BW-Trend Februar 2021 CDU deutlich hinter Grünen, Kretschmann büßt Beliebtheit ein

Sechs Wochen vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg ist der Abstand zwischen den Grünen und ihrem Koalitionspartner CDU noch größer geworden. Die Unzufriedenheit mit dem Corona-Management der Landesregierung nimmt zu.  mehr...

4.2.2021, 15:26 Uhr - Weidel entschuldigt sich bei Stadt Überlingen 

Nach einem Streit um ein angeblich vom Ordnungsamt der Stadt Überlingen (Bodenseekreis) bewusst provoziertes Bußgeld wegen angeblicher Corona-Verstöße hat sich Alice Weidel (AfD) beim Leiter des Ordnungsamts der Stadt telefonisch entschuldigt. Die Behörde bestätigte dies. Weidel hatte dem Ordnungsamt in einer Rede in Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis) vorgeworfen, Corona-Verstöße zu provozieren, um Bußgelder verhängen zu können. Schriftlich erklärte die AfD-Landesvorsitzende, sie sei kurz vor der Rede durch einen Überlinger Bürger über den vermeintlichen Vorfall informiert worden. "Fälschlicherweise habe ich diese Angelegenheit nicht verifiziert. Das bedaure ich sehr und ich entschuldige mich daher bei den Mitarbeitern des Ordnungsamtes", wird Weidel zitiert.

Überlingen

Stadtverwaltung hatte Vorwürfe zurückgewiesen Angebliches Corona-Bußgeld: Weidel entschuldigt sich bei Stadt Überlingen

Der Streit zwischen der Stadt Überlingen und der AfD-Landesvorsitzenden Alice Weidel scheint beigelegt. Die Politikerin hat erklärt, sie habe Angaben eines Bürgers fälschlicherweise nicht überprüft.  mehr...

4.2.2021, 15:06 Uhr - Heil: Corona-Hilfen sollen schnell kommen  

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat eine rasche Umsetzung der vom Koalitionsausschuss beschlossenen Corona-Hilfen für Bedürftige angekündigt. Bereits am kommenden Mittwoch wolle er voraussichtlich den Entwurf für ein drittes Sozialschutzpaket ins Kabinett einbringen, sagte Heil. Darin enthalten seien dann der geplante Corona-Zuschuss für Grundsicherungsempfänger in Höhe von 150 Euro sowie die Verlängerung des erleichterten Zugangs zur Grundsicherung bis Jahresende. Der Koalitionsausschuss hatte gestern unter anderem beschlossen, Familien ähnlich wie im vergangenen Jahr erneut einen Kinderbonus zu zahlen. Vorgesehen sind diesmal 150 Euro pro Kind - im vergangenen Jahr waren es 300 Euro.

4.2.2021, 14:40 Uhr - Landkreis Stendal impft heimlich über 300 Polizisten

Der Landkreis Stendal bei Magdeburg hat mehr als 300 Polizisten gegen Corona geimpft - entgegen den Vorgaben des Impfplans. Das hat Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) auf eine Nachfrage der Linken bestätigt. Sie zeigte sich verärgert und kündigte an, den Landkreis deshalb zu ermahnen. Stendal verteidigte sich mit der Begründung, dass es sich bei der Aktion um eine Übung gehandelt habe. Sie hätten den Fall geprobt, dass plötzlich viele Menschen auf einmal geimpft werden müssten. So ein Szenario könne man nicht am Schreibtisch planen, hieß es.

4.2.2021, 14:39 Uhr - BW: Dehoga gegen schrittweise Öffnung

Das baden-württembergische Gastgewerbe ist dagegen, Hotels, Gaststätten und Kneipen in den kommenden Wochen nur schrittweise zu öffnen. Stattdessen sollten alle Betriebe mit allen Bereichen öffnen dürfen, wenn die Corona-Regeln gelockert würden, sagte der Chef des Landesverbandes der Dehoga, Fritz Engelhardt, den Stuttgarter Zeitungen. Im Zweifel solle man lieber noch ein oder zwei Wochen mit Lockerungen warten, um dann guten Gewissens einen Neustart wagen zu können. Die meisten Betriebe im Gastgewerbe sind seit Anfang November geschlossen. Bund und Länder wollen am Mittwoch über ihr weiteres Vorgehen beraten.

4.2.2021, 14:36 Uhr - München erste große Großstadt mit Inzidenz unter 50

München ist als erste der fünf größten Städte Deutschlands unter den Corona-Inzidenzwert von 50 gefallen. Laut Robert-Koch-Institut liegt er aktuell bei 48. Insgesamt können inzwischen 70 Städte und Landkreise den Wert von 50 unterbieten. Dazu gehören unter anderem Freiburg und Mainz. Spitzenreiter ist die rheinland-pfälzische Stadt Zweibrücken mit einer Inzidenz von 11,7. Die Grenze von 50 gilt als die Schwelle, unter der Gesundheitsämter Infektionswege nachverfolgen können.

4.2.2021, 14:34 Uhr - EU-Gesundheitsbehörde skeptisch bei FFP2-Masken

Die EU-Gesundheitsbehörde in Stockholm hat den Zusatznutzen von FFP2-Masken im Vergleich zu normalen Alltagsmasken in Frage gestellt. Das ist überraschend, da Länder wie beispielsweise Deutschland die speziellen Atemschutzmasken mit hohem finanziellen Aufwand unter das Volk bringen.

4.2.2021, 14:23 Uhr - Merkel: Schulen und Kitas schnellstmöglich öffnen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will Schulen und Kitas so schnell wieder öffnen wie möglich. Das hat sie bei einem Dialog mit Eltern erklärt. Merkel sagte, Familien hätten im Moment eine Menge auszuhalten - die Bundesregierung arbeite daran, dass diese Zeit möglichst schnell vorbei geht - und Kinder dann wieder betreut werden könnten.

4.2.2021, 13:59 Uhr - Shell meldet Milliardenverlust

Der Mineralöl-Konzern Shell meldet für das vergangene Jahr einen Verlust von gut 18 Milliarden Euro. Grund ist vor allem die Corona-Pandemie: Durch die weltweiten Einschränkungen ist die Nachfrage nach Öl stark zurückgegangen. Im Vorjahr hatte Shell noch mehr als 10 Milliarden Euro Gewinn gemacht.

4.2.2021, 13:41 Uhr - Südafrika-Mutation breitet sich in Tirol aus

Im österreichischen Bundesland Tirol breitet sich die Südafrika-Mutante des Coronavirus aus, die Rede ist von mindestens 80 Fällen mit hoher Dunkelziffer. Die Regierung in Wien prüfe derzeit mit Experten alle Optionen, berichtete die Nachrichtenagentur APA. Es werde offenbar auch überlegt, ob Teile Tirols oder das ganze Bundesland unter Quarantäne gestellt werden. Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober hatte die Lage in Tirol zuvor als "ernst" bezeichnet.

4.2.2021, 12:22 Uhr - Britische Forscher kombinieren Corona-Impfstoffe

Britische Forscher wollen die Wirksamkeit von zwei unterschiedlichen Corona-Impfstoffen testen, wenn sie miteinander kombiniert werden. Nach Angaben des National Institute for Health Research geht es in der klinischen Studie zunächst um den Impfstoff der Hersteller Biontech und Pfizer und um den von Astrazeneca. Erste Ergebnisse werden bis Juni erwartet.

4.2.2021, 11:08 Uhr - Neue Corona-Hilfen könnten im Frühjahr fließen

Die neu beschlossenen Corona-Hilfen könnten nach SPD-Angaben im Frühjahr fließen. Parteichefin Saskia Esken sprach von März oder April. Sie sagte dem Sender Ntv, im vergangenen Jahr habe man das auch innerhalb weniger Wochen oder Monate allerspätestens umsetzen können. Der Koalitionsausschuss hatte am Abend unter anderem einen weiteren Kinderbonus beschlossen - pro Kind sollen Familien 150 Euro bekommen. Die gleiche Summe soll es einmalig auch für Hartz-IV-Empfänger geben. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) zeigte sich zufrieden und sprach von pragmatischen Lösungen. Damit helfe man den Menschen konkret und nehme ihnen soziale Sorgen. Kritik kam vom Paritätischen Wohlfahrtverband: 150 Euro für die Armen sei ein schlechter Witz.

Deutschland

Kinderbonus für Familien Große Koalition bringt weiteres Corona-Paket auf den Weg

Die Große Koalition hat sich auf ein weiteres Corona-Hilfspaket geeinigt. Es soll vor allem Haushalten mit geringem Einkommen, Gastronomie, Kultur und Unternehmen zugutekommen.  mehr...

4.2.2021, 10:52 Uhr - Ethikrat: Noch keine Ausnahmen für Geimpfte

Der Deutsche Ethikrat sieht derzeit noch keine Möglichkeit, Geimpfte von den Corona-Beschränkungen zu befreien. Erst müsse sichergestellt sein, dass Geimpfte nicht mehr ansteckend seien, heißt es in der Ad-Hoc-Empfehlung. Das sei noch nicht der Fall. Außerdem bestehe die Gefahr, dass mit Ausnahmen für Geimpfte die Akzeptanz für die Corona-Regeln sinke. Deshalb sollten sie für alle zum gleichen Zeitpunkt aufgehoben werden, so der Ethikrat. Das Gremium betonte aber gleichzeitig, dass tiefgreifende Einschränkungen nur solange gerechtfertigt seien, wie die Versorgung schwer erkrankter Covid-19-Patienten das Gesundheitssystem akut zu überlasten drohe. Wenn dieses Risiko erfolgreich gesenkt werden kann, müssten die Maßnahmen zurückgenommen werden.

Deutschland

Rücknahme von Corona-Beschränkungen? Ethikrat: Keine Ausnahmen für Geimpfte

In die Diskussion über die Rücknahme von Corona-Beschränkungen für Geimpfte hat sich der Deutsche Ethikrat eingeschaltet: Derzeit sehe man keine Möglichkeiten für Ausnahmen für Menschen mit einem Impfnachweis. Auch für die Zukunft hat das Gremium eine Empfehlung.  mehr...

4.2.2021, 8:40 Uhr - Zweibrücken mit niedrigstem Inzidenzwert in Deutschland

Die Stadt Zweibrücken hat bei den Corona-Neuinfektionen laut Robert-Koch-Institut deutschlandweit den niedrigsten Sieben-Tage-Inzidenzwert. Er liegt bei 11,7, damit befindet sich die Stadt unterhalb jeder Corona-Warnstufe. Nach Angaben des Gesundheitsamtes ist das für Zweibrücken der niedrigste Wert seit dem 15. Oktober vergangenen Jahres. Deutschlandweit lag die Zahl am Donnerstagmorgen bei 80,7. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

4.2.2021, 8:22 Uhr - Einzelhändler in BW schlagen regionale Öffnungen vor

Die Einzelhändler in Baden-Württemberg dringen vor dem Bund-Länder-Gipfel zu den Corona-Maßnahmen auf ein Ende genereller Ladenschließungen. "Der Handel braucht dringend eine Öffnungsperspektive. Ohne die geht es nicht", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg, Sabine Hagmann, der Deutschen Presse-Agentur. Die Schließung des Handels habe nicht zu niedrigeren Corona-Infektionszahlen geführt. Bund und Länder sollten daher am Mittwoch festlegen, nach welchen einheitlichen Maßstäben es regional zu Lockerungen kommen könne. Orientieren könne man sich an der Sieben-Tage-Inzidenz, am Alter der Neuinfizierten, an der Belastung des Gesundheitssystems oder am Impffortschritt. Ein Festhalten an pauschalen Maßnahmen über den 14. Februar hinaus wäre nicht nachvollziehbar, sagte Hagmann.

Perspektive aus dem Lockdown Einzelhändler in Baden-Württemberg fordern Öffnungen

Viele Einzelhändler kritisieren die verordneten Schließungen etlicher Geschäfte als Gießkannenprinzip. Der baden-württembergische Branchenverband macht für die Zeit ab Mitte Februar einen Alternativvorschlag.  mehr...

4.2.2021, 8:19 Uhr - Verband: Kinder und Jugendliche spielen zu viel am PC

Der Präsident des Verbandes der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, warnt vor den Folgen übermäßiger Mediennutzung. Viele Kinder und Jugendliche spielten in der Corona-Krise zu viel am PC, sagte er dem Evangelischen Pressedienst. Das führe zu Konzentrationsdefiziten, Schulleistungs- und Schlafstörungen oder sogar zu Depressionen. "Gaming Disorder wird ein Thema werden", so Fischbach. In einer gut funktionierenden Familienstruktur könnten Eltern vieles ausgleichen. Schwierig werde es bei Kindern, die ohnehin schon Probleme in ihren Strukturen hätten.

4.2.2021, 7:48 Uhr - Stiko-Chef für EU-Zulassungsprozess von Sputnik V

Der Vorsitzende der ständigen Impfkommission (Stiko) und Ulmer Virologe Thomas Mertens erwartet einen ordnungsgemäßen EU-Zulassungsprozess für den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V. Er wäre froh, wenn so das Impfstoff-Portfolio erweitert werden könne, sagte Mertens im SWR. Eine Verimpfung von Sputnik V - wie sie Russland bereits vor Abschluss aller Testreihen begonnen hat - oder eine Notzulassung, die Ungarn dem russischen Vakzin erteilt, lehnt Mertens allerdings strikt ab. Angesichts des weltweiten Impfstoff-Engpasses hält der Ulmer Virologe zudem wenig davon, weltweit die Patente zu lockern, um eine schnellere Produktion zu ermöglichen.

4.2.2021, 5:28 Uhr - RKI meldet 14.200 bestätigte Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) innerhalb eines Tages rund 14.200 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus gemeldet. Das sind gut 3.300 weniger als vor einer Woche. Innerhalb eines Tages sind außerdem 786 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 registriert worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bundesweit bei 80,7. In Baden-Württemberg ist sie auf 67 gesunken, in Rheinland-Pfalz auf 70.

4.2.2021, 4:44 Uhr - Spahn für Lockerung von Corona-Restriktionen noch im Winter

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat für eine Lockerung der Corona-Beschränkungen noch im Winter plädiert. "Wir können nicht den ganzen Winter in diesem harten Lockdown bleiben", sagte Spahn den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Das würden wir nicht gut aushalten als Gesellschaft." Bei den Lockerungen seien "auf jeden Fall zuerst Kitas und Schulen dran", betonte er.  Der derzeitige harte Corona-Lockdown ist vorerst bis zum 14. Februar befristet. Bei einer Konferenz am Mittwoch kommender Woche wollen Bund und Länder über das weitere Vorgehen entscheiden. Die Corona-Infektionszahlen in Deutschland gehen seit Wochen zurück.  

Rückblick

Corona-Krise: Updates, Zahlen und Informationen Corona-Blog vom 25. bis 30. Januar

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Corona-Krise: Updates, Zahlen und Informationen Corona-Blog vom 18. bis 24. Januar

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Corona-Krise: Updates, Zahlen und Informationen Corona-Blog vom 11. bis 17. Januar

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Baden-Württemberg

Das Coronavirus und die Folgen für das Land Live-Blog zum Coronavirus in BW: Übergangsregelung nach Ende "der epidemischen Lage" gefordert

Das Coronavirus beeinflusst den Alltag der Menschen im Land. Im Live-Blog fassen wir die neuesten Entwicklungen rund um die Pandemie und die Beschränkungen zusammen.  mehr...

Rheinland-Pfalz

Aktuelle Lage im Land Corona-Live-Blog in RLP: Corona-Ausbrüche in Seniorenzentren in Mainz

In Rheinland-Pfalz gilt seit dem 12. September, eine neue Corona-Verordnung. Die Inzidenz ist nicht mehr allein ausschlaggebend für Einschränkungen im Alltag. Wichtig ist auch, wie viele Covid-Patienten im Krankenhaus sind, und wie hoch die Impfquote ist. Die aktuelle Entwicklung hier im Blog.  mehr...

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