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REDAKTEUR/IN

Alle wichtigen Entwicklungen zum Coronavirus vom 25. bis 30. Januar können Sie hier nachlesen. Die aktuellen Entwicklungen finden Sie hier.

26.1.2021, 22:03 Uhr - Astrazeneca wehrt sich gegen Kritik

Der Pharmakonzern Astrazeneca macht für seine Lieferengpässe den langsamen Vertragsabschluss mit der EU verantwortlich. Konzernchef Pascal Soriot sagte der "Welt", der Vertrag mit Großbritannien sei drei Monate vor dem mit der EU geschlossen worden. Das habe dem Unternehmen mehr Zeit verschafft, Anlaufschwierigkeiten auf der Insel zu beheben. Soriot sagte weiter, Astrazeneca habe sich nicht vertraglich verpflichtet, eine bestimmte Menge an Impfdosen nach Europa zu liefern. Der Grund: Die EU habe zum gleichen Zeitpunkt beliefert werden wollen wie Großbritannien - obwohl sie später bestellt habe.

26.1.2021, 19:57 Uhr - Kommen bald neue Reisebschränkungen

Die Menschen in Deutschland müssen sich wegen Corona möglicherweise auf neue Reisebeschränkungen einstellen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte in einer Online-Sitzung der Unions-Bundestagsfraktion, man sei noch nicht am Ziel. Sorgen machten vor allem die Mutationsformen. Merkel hat sich für Reisebeschränkungen in entsprechende Hotspots ausgesprochen und für Vorkehrungen an den deutschen Außengrenzen. Für Warenverkehr und Pendler müssten die Grenzen allerdings offenbleiben, sagte Merkel. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat parallel eine weitere Einschränkung des Flugverkehrs ins Gespräch gebracht.

26.1.2021, 18:24 Uhr - Merkel räumt Fehler bei Pandemie-Bekämpfung ein

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht beim Kampf gegen die Corona-Pandemie in Deutschland Fehler. Beim Online-Treffen des Weltwirtschaftsforums sagte sie, es gebe Mängel bei der Digitalisierung etwa an Schulen. Außerdem seien die Gesundheitsämter nicht ausreichend vernetzt. Die Schnelligkeit des Handelns gegen die Ausbreitung des Erregers lasse zu wünschen übrig. Man müsse aus der Krise lernen. Allerdings betonte sie auch die Stärken der föderalen Struktur. So konnte laut Merkel "verantwortliches Handeln überall im Lande" erfolgen. Sie lobte die Unterstützung der Menschen im Land: "Das ist unser stärkster Schatz". Man habe auf den "Gemeinsinn" bauen können - den "Einsatz von Bürgerinnen und Bürgern".

26.1.2021, 18:03 Uhr - Großbritannien meldet mehr als 100.000 Corona-Tote

Als erstes Land in Europa hat Großbritannien die Zahl von 100.000 Corona-Toten überschritten. Beim Gesundheitsministerium in London sind seit heute 100.162 Menschen registriert, die an oder in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind. Besonders stark verbreitet sich dort derzeit die mutierte Variante des Virus.

26.1.2021, 16:17 Uhr - Gericht kippt 15-Kilometer-Regel in Bayern

Die sogenannte 15-Kilometer-Regel fällt für die Menschen in Bayern erst einmal weg. Der Verwaltungsgerichtshof hat sie gekippt, weil die Festlegung nach Ansicht der Richter nicht deutlich genug formuliert ist. Ob die Regel generell juristisch in Ordnung ist, wurde noch nicht entschieden. Die 15-Kilometer-Regel ist Anfang Januar von Bund und Ländern beschlossen worden. Sie soll den Bewegungsradius von Menschen in Corona-Hotspots mit hohen Inzidenz-Zahlen einschränken.

26.1.2021, 15:40 Uhr - Merkel mahnt faire Verteilung von Impfstoffen an

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dazu aufgerufen, Corona-Impfstoffe international gerecht zu verteilen. Das gelte gerade auch in Zeiten der Knappheit, sagte Merkel beim Online-Treffen des Weltwirtschaftsforums. Sie betonte ihre Unterstützung für die Covax-Initiative, um auch ärmere Länder mit Impfdosen zu versorgen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ermahnte bei dem Treffen die Impfstoff-Hersteller, ihre vertraglichen Pflichten zu erfüllen. Die EU habe Milliarden in die Entwicklung und in den Aufbau von Produktionskapazitäten investiert - jetzt müssten die Firmen liefern. Der Hersteller Astrazeneca hatte angekündigt, der EU erstmal deutlich weniger Impfdosen zu liefern als vorgesehen.

26.1.2021, 13:49 Uhr - Post-Chef: 500 Großunternehmen könnten Angestellte selbst impfen

Post-Chef Frank Appel meint, dass die 500 umsatzstärksten Unternehmen der Welt ihre Beschäftigten selbst impfen könnten. Damit würden sie den Kampf gegen das Coronavirus einen entscheidenden Schritt voranbringen. "Wenn es ausreichend Impfstoff gibt, wären wir froh, wenn wir all unsere Beschäftigten selbst impfen könnten", sagt Appel in einer virtuellen Diskussionsrunde des Davoser Weltwirtschaftsforums. Derzeit wolle der Bonner Konzern aber keine Impfstoffe für seine mehr als 500.000 Beschäftigten kaufen, sondern dies den Regierungen überlassen. Wenn einzelne Staaten aber sagten, multinationale Unternehmen sollten das Impfen übernehmen, könnten Großkonzerne das tun.

26.1.2021, 10:39 Uhr - Finanzen der Kliniken: Krankenhausgesellschaft fordert Geld vom Staat

Etlichen Kliniken in Deutschland geht in der Corona-Pandemie das Geld aus. Grund sei, dass planbare Operationen zugunsten Intensivbehandlungen der Covid-19-Patienten verschoben würden, sagt die Deutsche Krankenhausgesellschaft. Sie fordert daher umfassendere Hilfen vom Staat. Der designierte Hauptgeschäftsführer der Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, kritisierte im SWR, dass Bund und Länder unterschiedliche Ziele für die Kliniken in Deutschland verfolgten.

26.1.2021, 10:09 Uhr - Bildungsministerin befürwortet zusätzliche Bildungsangebote in den Ferien

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) unterstützt den Vorschlag der Kultusministerkonferenz für zusätzlichen Unterricht in den Ferien. Die Politikerin hat gesagt, so könne viel versäumter Unterrichtsstoff nachgeholt werden. Die zusätzlichen Angebote sollen sich vor allem an Schülerinnen und Schüler richten, die unter schwierigen sozialen und finanziellen Bedingungen aufwachsen. Dafür will Karliczek finanzielle Hilfen bereitstellen.

26.1.2021, 8:50 Uhr - Astrazeneca: Impfstoff wirkt auch bei Älteren

Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca weist Medienberichte zurück, wonach sein Corona-Impfstoff bei Menschen über 65 Jahren weniger wirksam sei. Eine Unternehmenssprecherin erklärte, die Angaben seien falsch.

Die ersten veröffentlichten Daten über die Wirkung des Impfstoffs beruhten tatsächlich ausschließlich auf einer Studie bei jüngeren Menschen zwischen 18 und 55 Jahren. Trotzdem erwarte man, dass der Corona-Impfstoff bei allen Altersgruppen gleich wirksam sei.

Astrazeneca steht in der EU bereits in der Kritik, weil das Unternehmen weniger Impfstoff als geplant an die Europäische Union liefern will. Als Grund nannte die Firma Probleme in einer Produktionsstätte.

Deutschland

In der EU EMA empfiehlt Astrazeneca-Zulassung für alle über 18 Jahre

Die EMA hat die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca in der EU empfohlen. Inzwischen hat auch die EU-Kommission den Einsatz des Mittels genehmigt.  mehr...

26.1.2021, 6:55 Uhr - Wieder mehr als 900 Tote

Die Gesundheitsämter der Bundesländer haben 903 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Das hat das Robert Koch-Institut am Morgen mitgeteilt. Außerdem wurden innerhalb eines Tages 6.408 weitere Menschen positiv auf das Virus getestet. Das sind fast 5.000 weniger als vor einer Woche.

Die Zahl der innerhalb von sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner ging auf knapp 108 zurück. Gestern lag sie bei 111.

26.1.2021, 5:45 Uhr - Infektionszahlen in Großbritannien sinken

Die Behörden in Großbritannien haben zum Wochenstart so wenige Neuansteckungen mit dem Coronavirus verzeichnet wie zuletzt Mitte Dezember. Das Absinken wird als Beleg für die Wirksamkeit von Lockdowns für das Senken von Übertragungsraten gewertet. Nach Angaben der Regierung wurden 22.195 Neuansteckungen innerhalb eines Tages verzeichnet. Am Vortag waren es noch 30.004 gewesen.

26.1.2021, 4:24 Uhr - Zentrum für migrationspolitische Entwicklung: Corona beschleunigt Migration

Das Internationale Zentrum für migrationspolitische Entwicklung ICMPD geht davon aus, dass wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr mehr Menschen versuchen werden, nach Europa zu kommen. "Die gute Gesundheitsversorgung in Europa ist ein Anziehungspunkt für illegale Immigranten", sagte ICMPD-Chef Michael Spindelegger dem "Handelsblatt".

"In der EU wird man gratis geimpft. Das ist sehr attraktiv für Flüchtlinge aus Afrika, Lateinamerika und Asien. Deshalb erwarten wir eine Zunahme der illegalen Immigration", so der frühere österreichische Vizekanzler und Außenminister weiter. Laut dem ICMPD entstehen auch neue Fluchtrouten beispielsweise vom Libanon nach Zypern oder von Mauretanien auf die Kanarischen Inseln. Dort sei die Zahl der Migranten um 900 Prozent gestiegen.

26.1.2021, 3:37 Uhr - Großbritannien will internationale Plattform zur Erkennung von Mutationen schaffen

Großbritannien will eine internationale Plattform zur Erkennung von Virus-Mutationen schaffen. Diese Plattform solle andere Länder bei der genetischen Untersuchung positiver Corona-Proben unterstützen, hat Gesundheitsminister Matt Hancock gesagt. So könne man das Virus besser verstehen und bekämpfen.

Britische Experten könnten sowohl aus der Ferne beraten und unterstützen als auch Material bereitstellen - außerdem sollen auch Proben zur Sequenzierung eingeschickt werden können. Ab wann die Plattform starten soll und wie Staaten sie konkret in Anspruch nehmen können, ist noch offen.

26.1.2021, 3:18 Uhr - CDU-Wirtschaftsrat gegen Hartz-IV-Erhöhung

Der Wirtschaftsrat der CDU ist gegen eine von Gewerkschaften und Verbänden geforderte Erhöhung der Hartz-IV-Sätze. Die Corona-Pandemie werde hier als Begründung genutzt, um alle möglichen Forderungen durchzusetzen, sagte Generalsekretär Wolfgang Steiger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Der Zugang zu Hartz IV wurde in der Corona-Krise ohnehin bereits erleichtert und großzügiger gestaltet", so Steiger.

Ein Bündnis von 36 Gewerkschaften und Verbänden hatte zuvor gefordert, wegen der Corona-Pandemie die Regelsätze von Hartz-IV von 446 Euro für Alleinstehende auf mindestens 600 Euro zu erhöhen. Sonst könnten arme Menschen die in der Pandemie gestiegenen Lebenshaltungskosten nicht bezahlen.

26.1.2021, 1:40 Uhr - Erneute Ausschreitungen in den Niederlanden

In den Niederlanden ist es am Abend erneut zu Ausschreitungen bei Protesten gegen die Corona-Maßnahmen gekommen. Hunderte gewaltbereite Jugendliche hatten nach Polizeiinformationen in mehreren Städten randaliert und Sicherheitskräfte angegriffen.

Sie hatten sich demnach kurz vor Beginn der Ausgangssperre in den Stadtzentren getroffen und waren dann plündernd durch die Straßen gezogen. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein. Mehr als 150 Menschen seien festgenommen worden, hieß es.

26.1.2021, 0:28 Uhr - Wirkt Astrazeneca-Impfstoff bei Älteren weniger?

In der Europäischen Union sind Zweifel an der Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca aufgekommen - und zwar bei Menschen über 65 Jahren. Das berichtet das ARD-Studio Brüssel. Im Raum steht demnach die Frage, ob der Impfstoff in der EU am Freitag nur für jüngere Menschen zugelassen wird. Das Vakzin sei vor allem an 18- bis 55-Jährigen erprobt worden.

Das britisch-schwedische Unternehmen wolle nun mit einer neuen Studie die Wirksamkeit des Impfstoffs auch bei älteren Menschen belegen. Berichte über eine reduzierte Wirksamkeit bei Senioren wies Astrazeneca zurück.

Rückblick

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