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Alle wichtigen Entwicklungen zum Coronavirus vom 25. bis 30. Januar können Sie hier nachlesen. Die aktuellen Entwicklungen finden Sie hier.

27.1.2021, 23:09 Uhr - Keine Einigung zwischen EU und Astrazeneca

Die Europäischen Union und der Pharmakonzern Astrazeneca haben bei Gesprächen den Streit wegen verzögerter Impfstoff-Lieferungen nicht beilegen können. Man habe keinen Durchbruch erzielt, teilte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Abend auf Twitter mit.

Constructive tone in our exchange with @AstraZeneca CEO Pascal Soriot, in our Vaccine Steering Board, on deliveries of their vaccine following approval. The EU remains united & firm ➡️ Contractual obligations must be met, vaccines must be delivered to EU citizens.

Sie forderte erneut einen Plan für die rasche Auslieferung der Impfstoff-Dosen, die die EU für das erste Jahresviertel reserviert habe. Der Konzern will der EU vorerst weniger Impfdosen liefern als vorgesehen. Als Grund gibt er Probleme in der Lieferkette an. Die EU will das nicht gelten lassen. Dadurch könnten die Impfkampagnen in allen Mitgliedsländern weiter in Verzug geraten.

27.1.2021, 20:04 Uhr - Leicht veränderte Symptome bei britischer Virus-Variante

Einer Studie der britischen Statistikbehörde ONS (Office for National Statistics) zufolge sind die Symptome bei der zuerst in Großbritannien entdeckten Coronavirus-Variante leicht anders als bei der bislang vorherrschenden. Husten, Müdigkeit, Gliederschmerzen und Halsschmerzen treten demnach etwas häufiger auf. Der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns hingegen etwas seltener. Keinen Unterschied gibt es demnach bei der Häufigkeit von Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit, Durchfall oder Erbrechen. Befragt wurden 6.000 zufällig ermittelte Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

27.1.2021, 19:21 Uhr - Norwegen schließt Grenzen - Sorge wegen Mutationen

In Norwegen kündigt Ministerpräsidentin Erna Solberg die Schließung der Grenzen für alle Besucher an. "Praktisch bedeutet das, dass die Grenze für jeden, der nicht in Norwegen lebt, geschlossen wird", sagte Solberg. Dabei handele es sich um die strengsten Einreisebeschränkungen seit März des vergangenen Jahres. Ausnahmen gebe es nur für wenige Gruppen, etwa Krankenhaus-Bedienstete. Nach dem vermehrten Auftreten hochansteckender Mutationen wurde am Samstag über die Hauptstadtregion ein Lockdown verhängt.

27.1.2021, 18:05 Uhr - Italien setzt auf eigenen Impstoff

Angesichts der schleppenden Versorgung mit Impfstoffen investiert die italienische Regierung 81 Millionen Euro in die Produktion eines eigenen Vakzins. Rom werde sich an dem Biotechnologie-Unternehmen Reithera beteiligen, das derzeit an einem Impfstoff gegen das Coronavirus forscht, sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza.

Die mit der Anti-Corona-Strategie beauftragte Behörde Invitalia hatte bereits gestern mitgeteilt, dass der Staat sich mit 30 Prozent an dem Unternehmen beteiligen werde. Reithera soll nach Angaben von Invitalia mit Subventionen und Krediten unterstützt werden. Das von dem in Rom ansässigen Unternehmen produzierte Vakzin befindet sich in der Testphase.

Italien gehört zu den am schwersten von der Pandemie betroffenen Staaten in Europa. Die Impfkampagne kommt wegen mangelnder Lieferung von Impfdosen allerdings nur schleppend voran.

27.1.2021, 17:50 Uhr - EU weitet Einreisestopp auf Japan aus

Die Liste jener Staaten, aus denen Menschen problemlos in die EU einreisen können, wird immer kürzer. Wegen deutlich gestiegener Infektionszahlen soll auch für Japan keine Ausnahme der zu Beginn der Pandemie eingeführten Einreisebeschränkungen mehr gelten. Darauf einigten sich die EU-Botschafter der 27 Mitgliedsstaaten in Brüssel. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Diplomatenkreisen. Die Entscheidung muss bis morgen noch offiziell von den Hauptstädten bestätigt werden.

Somit bleiben nur sechs Länder weltweit, aus denen Bürger normal in die EU einreisen dürfen: Australien, Neuseeland, Ruanda, Singapur, Südkorea und Thailand. Für alle anderen Staaten gelten drastische Einschränkungen. Darauf hatten sich alle EU-Staaten außer Irland sowie die Nicht-EU-Staaten Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island bereits zu Beginn der Corona-Pandemie im März verständigt. Demnach sind alle nicht zwingend notwendigen Reisen in die EU zunächst verboten.

Rechtlich bindend ist der Einreisestopp allerdings nicht. Zudem gelten Ausnahmen etwa für EU-Bürger und ihre Familien.

27.1.2021, 15:50 Uhr - Bundesregierung senkt Wachstumsprognose

Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr gesenkt - von 4,4 auf 3,0 Prozent. Der Aufschwung nach dem Corona-Jahr 2020 gehe weiter, wenn auch mit weniger Dynamik als im vergangenen Herbst erhofft, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

Der aktuellen Wachstumsprognose liegt die Annahme zugrunde, dass die Gesamtlage sich im zweiten Quartal normalisieren wird - das heißt, dass die Impfungen Wirkung zeigen und Einschränkungen gelockert werden können.

27.1.2021, 14:30 Uhr - BW-Regierung verschiebt Schul-Entscheidung

Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat die Entscheidung über die Öffnung von Grundschulen und Kitas verschoben. Das hat die Landesregierung auf Twitter mitgeteilt. Der Grund: in einer Kindertagesstätte in Freiburg sei eine Coronavirus-Variante aufgetreten. Zwei Fälle seien bestätigt. 21 weitere Infektionen würden jetzt untersucht. Wie es weitergehe, darüber werde man zeitnah informieren, hieß es.

Pressekonferenz kurzfristig abgesagt Virus-Mutation in Kita aufgetaucht: Entscheidung über Kita- und Grundschulöffnung vertagt

Baden-Württemberg hat die Entscheidung über die Öffnung von Kitas und Grundschulen vertagt. Als Grund nannte ein Sprecher mehrere Fälle einer Coronavirus-Mutation in einer Kita. Die geplante Pressekonferenz war kurzfristig abgesagt worden.  mehr...

27.1.2021, 13:00 Uhr - Astrazenca dementiert Absage

Das britisch-schwedische Pharmaunternehmen Astrazeneca widerspricht der Darstellung, das der britische Konzern ein für heute Abend geplantes Treffen mit der EU zu Fragen der Impfstofflieferung abgesagt hat. Ein Treffen mit der EU werde später am Tag stattfinden, sagte ein Sprecher.

27.1.2021, 12:15 Uhr - Astrazeneca sagt EU-Gespräche ab

Im Streit über knappen Corona-Impfstoff ist ein für heute Abend geplantes Krisentreffen der Europäischen Union mit dem Hersteller Astrazeneca geplatzt. Astrazeneca habe abgesagt, hieß es aus EU-Kreisen in Brüssel.

Hintergrund ist der Streit mit dem britisch-schwedischen Hersteller über Lieferkürzungen. Statt erwarteter 80 Millionen Impfdosen im ersten Quartal sollen nach EU-Angaben nur 31 Millionen ankommen. Den angegebenen Grund - Probleme in der Lieferkette - will die EU nicht gelten lassen.

Eine Ampulle des Corona-Impfstoffs der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/PA Wire)
Weiter Ärger um den Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca. picture alliance/dpa/PA Wire

27.1.2021, 11:50 Uhr - Wenig Interesse an Bundeswehr-Hilfe

Die Bundesregierung will Landkreise und Kommunen bei Amtshilfe in der Corona-Pandemie von zusätzlichen Kosten befreien. Beim Einsatz von Bundeswehr-Soldaten und anderen Bundesbehörden sollen auch sogenannte Auslagen wie Dienstreisen oder Übernachtungskosten nicht in Rechnung gestellt werden. Das Bundeskabinett hat über einen entsprechen Vorschlag von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) beraten.

Die Ministerin hat die Kommunen aufgerufen, öfter Bundeswehrsoldaten für Corona-Schnell-Tests in Alten- und Pflegeheimen anzufordern. Sie sagte im Morgenmagazin von ARD und ZDF, mit jeder Infektion, die nicht in ein Altenheim getragen werde, rette man Leben. Die Bundeswehr kann nach Angaben der Ministerin nicht von sich aus in den Einsatz im Inland gehen. Die Städte und Gemeinden müssen die Amtshilfe anfordern.

27.1.2021, 11:20 Uhr - Neue Hilfen für die Kultur

Für die Kulturszene soll es neue Corona-Hilfen geben. Das hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) angekündigt. Die Hilfen sollen dafür sorgen, dass möglichst bald nach Ende der Krise wieder Veranstaltungen stattfinden können. Es soll eine Förderung für kleinere Events mit wenig Publikum geben - sowie finanzielle Absicherung für größere, wenn diese pandemie-bedingt ausfallen müssen. Welcher Betrag für das neue Programm eingeplant werden soll, ist noch unklar.

27.1.2021, 10:30 Uhr - Grünen warnen vor Alleingang bei Reisebeschränkungen

Die Grünen im Bundestag warnen in der Diskussion über Reisebeschränkungen vor deutschen Alleingängen. Die europapolitische Sprecherin der Grünen, Franziska Brantner, hat im ARD-Interview gesagt, weitere Einschränkungen oder gar Flugverbote aus anderen EU-Mitgliedstaaten müsse Deutschland unbedingt mit den anderen EU-Ländern absprechen und koordinieren. Es brauche einen gemeinsamen europäischen Ansatz.

Nach Medienberichten denkt Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) darüber nach, den Flugverkehr fast komplett zurückzufahren - aus Angst, dass die Coronavirus-Mutationen aus dem Ausland in noch größerer Zahl eingeschleppt werden könnten.

27.1.2021, 9:11 Uhr - Bundesärztekammer: Schneller mehr impfen

Die Bundesärztekammer fordert von der Bundesregierung, die Lieferschwierigkeiten bei Corona-Impfstoffen zu beheben. Die besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen und die Beschäftigten in Kliniken und Pflegeeinrichtungen müssten geimpft werden, bevor sich die hochansteckende Virusvariante aus Großbritannien weiter in Deutschland ausbreite - da zähle jeder Tag, sagte Präsident Klaus Reinhardt der "Rheinischen Post". Der britisch-schwedische Hersteller Astrazeneca hatte vor kurzem Engpässe bei der Impfstoff-Lieferung für die EU bekannt gegeben.

27.1.2021, 7:23 Uhr - RKI vermeldet 982 neue Corona-Todesfälle

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 982 weitere Corona-Todesfälle binnen eines Tages. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen liegt bei 13.200. Gegenüber vergangenen Mittwoch ist das ein leichter Rückgang. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 101. Auch dieser Wert geht zurück - gestern lag er noch bei 107,6. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche. Ziel der Bundesregierung ist es, diesen Wert auf unter 50 zu drücken.

27.1.2021, 6:48 Uhr - Recht auf Homeoffice tritt in Kraft

Beschäftigte haben von heute an ein Recht darauf, von zu Hause aus zu arbeiten. In der Corona-Arbeitsschutzverordnung von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) steht, der Arbeitgeber habe das seinen Beschäftigten anzubieten. Es sei denn, zwingende betriebliche Gründe würden dagegensprechen. Das Arbeitsministerium spricht von einer Pflicht für die Arbeitgeber. Außerdem werden die Regeln für den Infektionsschutz am Arbeitsplatz verschärft. Die Verordnung ist befristet und gilt vorerst bis zum 15. März.

Homeoffice Was tun, wenn der Arbeitgeber streikt?

Ab heute müssen Arbeitgeber Homeoffice ermöglichen, wenn betriebliche Belange nicht dagegensprechen. Aber was passiert, wenn die Chefin Homeoffice verweigert?  mehr...

27.1.2021, 4:47 Uhr - Merkel erwägt schärfere Reisebeschränkungen

Die Menschen in Deutschland müssen sich wegen Corona möglicherweise auf neue Reisebeschränkungen einstellen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nannte als Beispiel Gebiete, in denen die Mutationen des Virus gehäuft auftreten. Dorthin solle man nicht reisen, sagte sie nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios. Laut der "Bild"-Zeitung sollen die Kanzlerin und Innenminister Horst Seehofer (CSU) auch weitere Einschränkungen des Flugverkehrs ins Gespräch gebracht haben. Eine Reduzierung des Flugverkehrs auf nahezu Null sei vorstellbar, hieß es.

27.1.2021, 3:39 Uhr - Bundesärztekammer: Schneller mehr impfen

Die Bundesärztekammer fordert von der Bundesregierung, die Lieferschwierigkeiten bei Corona-Impfstoffen zu beheben. Die besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen und die Beschäftigten in Kliniken und Pflegeeinrichtungen müssten geimpft werden, bevor sich die hochansteckende Virusvariante aus Großbritannien weiter in Deutschland ausbreite, sagte Präsident Klaus Reinhardt der "Rheinischen Post". Ausreichend Personal und Infrastruktur seien vorhanden. Die mehr als 440 Impfzentren in Deutschland könnten längst im Vollbetrieb laufen, wenn genügend Impfdosen zur Verfügung stünden.

27.1.2021, 1:23 Uhr - Forderung nach mehr Hilfen für Hartz-IV-Familien

Die Gewerkschaften fordern mehr Corona-Hilfen für Menschen mit geringem Einkommen. Jobcenter müssten einspringen, wenn Schülern Laptops fürs Home-Schooling fehlten, sagte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das müsse möglich sein, auch ohne dass belastete Familien dafür vor Gericht ziehen müssten. Auch Bezieher von Wohngeld und Kindergeldzuschlag benötigten in der Pandemie eine Extra-Hilfe. Piel forderte außerdem für Menschen in Hartz-IV eine Soforthilfe von 100 Euro. Damit schließt sich der DGB den neuesten Forderungen mehrere Sozialverbände an.

27.1.2021, 0:18 Uhr - Biontech arbeitet an verbessertem Impfstoff

Der US-Pharmakonzern Pfizer und das Mainzer Unternehmen Biontech arbeiten an einer verbesserten Version ihres Impfstoffs. Damit sollten die Menschen auch vor Mutationen des Coronavirus geschützt werden, hieß es in einer Mail an die Nachrichtenagentur Reuters. Man leiste bereits Vorarbeit, um schnell auf solche veränderten Varianten des Virus reagieren zu können, falls der Impfstoff gegen sie nicht wie vorgesehen wirke.

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