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REDAKTEUR/IN

Alle wichtigen Entwicklungen zum Coronavirus vom 18. bis 24. Januar können Sie hier nachlesen. Die aktuellen Entwicklungen finden Sie hier.

24.1.2021, 21:45 Uhr - Droht Frankreich ein dritter Lockdown?

Frankreich steht möglicherweise unmittelbar vor dem dritten Lockdown. Ein Regierungsberater sagte, die neuen Virus-Varianten hätten die Lage dramatisch verändert. Die Impfstoffe zeigten eine geringere Wirksamkeit gegen die aus Südafrika eingeschleppte Variante des Virus. Er forderte deshalb einen weiteren Lockdown spätestens im Februar. Ansonsten würde sich das Land ab Mitte März in einer sehr schwierigen Situation wiederfinden. Am Mittwoch berät die Regierung über weitere Maßnahmen.

24.1.2021, 20:58 Uhr - 13 Corona Tote in Schwäbisch-Gmünd

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Altenheim in Schwäbisch Gmünd sind bisher 13 Menschen gestorben. Das hat eine Sprecherin des Landratsamtes Ostalbkreis mitgeteilt. Die Infektionswelle begann Ende Dezember. Seitdem hätten sich92 Bewohner und 41 Mitarbeiter infiziert. Das Landesgesundheitsamt prüft, ob eine mutierte Coronavirus-Variante hinter dem Ausbruch steckt. Die Ergebnisse dazu werden Mitte der Woche erwartet.

Schwäbisch Gmünd

Seniorenzentrum Wetzgauer Berg Corona-Ausbruch: Keine weiteren Todesfälle in Gmünder Pflegeheim

Im Schwäbisch Gmünder Seniorenzentrum Wetzgauer Berg hat es seit dem Wochenende keine weiteren Todesfälle gegeben. Das teilte das Landratsamt des Ostalbkreises am Montag mit.  mehr...

24.1.2021, 20:22 Uhr - Uni-Kliniken sollen neue Medikamente zuerst verwenden

Uni-Kliniken sollen als eine die zwei vom Bund gekauften neuen Corona-Antikörper-Medikamente einsetzen. Das sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der "Bild am Sonntag". Mit den Medikamenten werden Risiko-Patienten mit milden Symptomen behandelt. Für Intensivpatienten ist das Medikament nicht geeignet. Eine Sprecherin des Universitätsklinikums Eppendorf in Hamburg warnte, das Mittel sei nur ein weiterer Baustein in der Bekämpfung der Pandemie. Kein Experte erwarte, dass es den Schalter umlege. Beide Medikamente haben eine Notfallzulassung in den USA. In der EU sind sie noch nicht zugelassen. Deutschland hat 200.000 Dosen davon gekauft.

24.1.2021, 18:26 Uhr - Israel sperrt internationalen Flughafen

Israel plant wegen hoher Corona-Infektionszahlen den internationalen Flugverkehr drastisch einzuschränken. Ministerpräsident Netanjahu sagte, ab Montagabend werde der Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv hermetisch abgeriegelt. Da praktisch alle Ein- und Ausreisen über Tel Aviv abgewickelt werden, schottet sich Israel damit von der Außenwelt ab. Die Sperrung gilt vorerst bis nächsten Sonntag. Ausnahmen gibt es für Frachtflüge und medizinische Notfälle. Ziel sei es, das Einschleppen weiterer Corona-Mutationen nach Israel zu verhindern.

24.1.2021, 15:47 Uhr - Spahn will offenbar Corona-Schnelltests für zuhause

Die Menschen in Deutschland sollen nach einem Medienbericht Corona-Schnelltests künftig selbst zuhause machen können. Um dies zu ermöglichen, wolle Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine entsprechende Verordnung ändern, berichtet die "Rheinische Post". Im Moment dürfen die Schnelltests nur von medizinischem Fachpersonal durchgeführt werden. Künftig sollen dem Bericht zufolge aber auch Apotheken die Tests verkaufen dürfen. Der Apothekerverband Nordrhein lobt Spahns Pläne. Der Test werde voraussichtlich als Spuck- oder Gurgeltest kommen. Einige Fachleute warnen allerdings vor den Spucktests, weil sie nicht so leicht anzuwenden seien.

Deutschland

Antigen-Schnelltests für Laien Corona-Schnelltest für zuhause - unklar, wie schnell er kommt

Corona-Schnelltests für zuhause wären praktisch. Das Bundesgesundheitsministerium möchte solche Tests zulassen - aber das wird wohl noch etwas dauern.  mehr...

24.1.2021, 15:39 Uhr - Lehrerverband: Kultusminister haben versagt

Der Deutsche Lehrerverband wirft den Kultusministern vor, in der Corona-Krise versagt zu haben. Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger sagte der Katholischen-Nachrichten-Agentur, er sei eigentlich ein Befürworter der Bildungshoheit der Länder. Es habe sich aber gezeigt, dass die bestehenden Strukturen nicht dazu taugen, schnell und übergreifend zu gemeinsamen Lösungen zu kommen. Nach Ansicht Meidingers ließen sich die Abläufe in der Kultusministerkonferenz beschleunigen, würde das bei allen Beschlüssen notwendige Einstimmigkeitsprinzip wegfallen. Grundsätzlich plädierte Meidinger für einen Bildungsstaatsvertrag. Eine solche Vereinbarung könne beispielsweise Regeln für den Digitalunterricht formulieren.

24.1.2021, 15:39 Uhr - Corona-Ausbruch bei Airbus

Beim Flugzeugbauer Airbus in Hamburg hat es einen Corona-Ausbruch gegeben. 21 Mitarbeiter seien positiv getestet worden, sagte ein Behördensprecher der Nachrichtenagentur dpa. 500 Mitarbeiter müssten in Quarantäne. Die Ursache der Fälle werde noch untersucht, teilte Airbus mit. Es sei auch noch nicht klar, ob es sich um eine ansteckendere Mutation des Virus handele. Airbus ist mit 12.000 Mitarbeitern der größte industrielle Arbeitgeber Hamburgs.

24.1.2021, 15:03 Uhr - Krawalle bei Ausgangssperre in den Niederlanden

Die erste nächtliche corona-bedingte Ausgangssperre hat in den Niederlanden hat zu Protesten und Krawallen geführt. In einer Kleinstadt nördlich von Amsterdam haben laut Polizei Demonstranten Steine und Feuerwerkskörper auf Beamte geworfen und Polizeiautos demoliert. Jugendliche hätten ein Corona-Testzentrum angezündet. Auch im Süden des Landes gab es Zusammenstöße, Beamten wollten eine illegale Party mit etwa 100 Besuchern beenden. Landesweit hat die Polizei mehr als 3.600 Geldstrafen verhängt und 25 Menschen festgenommen. Gestern Abend ist in den Niederlanden erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie eine Ausgangssperre in Kraft getreten.

24.1.2021, 13:31 Uhr - Antikörper-Therapie soll schwere Verläufe verhindern

Das Bundesgesundheitsministerium hat erste Details zur in Aussicht gestellten Covid-19 Behandlung mit Antikörpern bekannt gegeben. Sie solle erwachsenen Patienten mit milden oder moderaten Symptomen und gleichzeitig einem Risiko für schwere Verläufe zu Gute kommen. Das Ministerium hat der ARD bestätigt, 200.000 Dosen entsprechender Medikamente gekauft zu haben. Die Kosten dafür sollen bei 400 Millionen Euro liegen. Der Bund stellt die Medikamente in den kommenden Wochen spezialisierten Krankenhäusern kostenlos zur Verfügung.

Die Medikamente sind bislang nicht von der Europäischen Arzneimittelagentur zugelassen. Das Gesundheitsministerium geht aber davon aus, dass bestimmte Patienten damit vor einem schweren Krankheitsverlauf geschützt werden könnten. Wie gut die Medikamente wirken, ist bisher wissenschaftlich noch nicht abschließend geprüft.

24.1.2021, 12:40 Uhr - EU will Herstellern bei Impfstofflieferungen Druck machen

Angesichts verzögerter Impfstofflieferungen will die EU den Herstellern Beine machen. "Wir wollen dafür sorgen, dass die Pharmaunternehmen die Verträge respektieren, die sie unterzeichnet haben", sagte EU-Ratspräsident Charles Michel dem Radiosender Europe 1. Dafür würden die Staaten die ihnen zur Verfügung stehenden rechtlichen Mittel nutzen. Zu konkreten Konsequenzen äußerte er sich nicht. Lieferengpässe der Hersteller Pfizer und AstraZeneca hatten zuletzt für Verärgerung gesorgt.

Im Fall Pfizer habe die EU erfolgreich Druck gemacht, sagte Michel: "Wir haben mit der Faust auf den Tisch gehauen, und schließlich wurden aus angekündigten Verzögerungen von mehreren Wochen verlangsamte Lieferungen." Am Freitag hatte auch der Hersteller AstraZeneca angekündigt, zeitweise weniger Impfstoff liefern zu können als ursprünglich geplant. Nach Angaben aus der EU-Kommission soll sich morgen der Lenkungsausschuss zur EU-Impfstrategie mit den Verzögerungen beschäftigen.

24.1.2021, 12:30 Uhr - Israel impft Jugendliche

Als eines der ersten Länder hat Israel damit begonnen, Jugendliche gegen das Coronavirus zu impfen. Nach Angaben der Regierung sollen die 16- bis 18-jährigen Schüler so an den Abschlussprüfungen teilnehmen können, die für die Aufnahme an den Universitäten wichtig sind. Die Eltern müssen der Impfung aber zustimmen. In Israel hat mehr als ein Viertel der Neun-Millionen-Bevölkerung laut Gesundheitsministerium schon mindestens eine Dosis des Impfserums von Pfizer verabreicht bekommen.

24.1.2021, 11:50 Uhr - Bundesregierung befürchtet Angriffe auf Impfzentren

Die Bundesregierung warnt vor Spionage und Sabotage während der Corona-Impfkampagne. Es habe bereits mehrere mutmaßliche Ausforschungsversuche gegeben, heißt es in einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Grünen, aus der die Funke-Mediengruppe zitieren. Die Gefahr von Cyberangriffen müsse als hoch eingestuft werden. Als mögliche Ziele fremder Nachrichtendienste gelten demnach die Impfstoff-Forschung, -produktion und -zulassung.

24.1.2021, 10:49 Uhr - Homeoffice in vielen Ämtern nicht möglich

In Deutschland können viele Beschäftigte in Ämtern nach einem Medienbericht nicht auf Homeoffice umsteigen. Eine Umfrage der "Welt am Sonntag" unter 14 Städten und 16 Bundesbehörden ergab, dass weniger als die Hälfte der Innendienst-Mitarbeiter von zuhause aus arbeitet. Besonders schlecht schnitten demnach die Stadtverwaltungen Kiel, Frankfurt am Main, Rostock und Leipzig ab. Gründe für die geringe Home Office-Quote: Es gebe nicht genügend Laptops und viele Akten seien nicht digitalisiert.

24.1.2021, 10:10 Uhr - Frankreich verschärft Einreiseregeln

Frankreich hat wegen der Coronavirus-Mutationen seine Einreiseregeln verschärft. Ein negativer Corona-Test ist jetzt Pflicht für Reisende aus EU-Staaten und weiteren Ländern wie der Schweiz. Ausgenommen sind Grenzpendler und Waren-Spediteure.

24.1.2021, 8:05 Uhr - Ärzte bitten um Geduld bei Impfbuchungen

Die Kassenärzte bitten Impfberechtigte um Geduld bei den Terminvergaben für Corona-Impfungen. Jeder, der sich impfen lassen möchte, wird auch geimpft werden, sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen. Momentan sei der Impfstoff noch knapp, die Situation werde sich aber in nächster Zeit entspannen. Bei der bundesweiten Service-Telefonnummer der Kassenärzte gehen an Spitzentagen mehr als eine Million Anrufe ein.

24.1.2021, 6:43 Uhr - Strengere Kontrollen für Einreisende aus Hochrisikogebieten

Seit Mitternacht gelten in Deutschland für Einreisen aus Hochrisikogebieten wie Tschechien, Spanien oder den USA strenge Regeln. Ein negativer PCR-Test für mehr als 20 Länder ist Pflicht. An Flughäfen verstärkt die Bundespolizei deshalb ihre Corona-Einreisekontrollen. An den Grenzen zu anderen EU-Staaten, an denen es keine Grenzkontrollen gibt, sollen Einreisende stichprobenartig überprüft werden.

24.1.2021, 6:15 Uhr - RKI meldet 12.257 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut innerhalb von 24 Stunden 12.257 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Außerdem wurden 349 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI bekannt gab. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI bei 111,1.

24.1.2021, 4:23 Uhr - Virus-Variante könnte zu erneuten Infektionen führen

Die in Südafrika entdeckte Variante des Coronavirus könnte sich womöglich stärker ausbreiten als die in Deutschland bisher hauptsächlich verbreitete Sars-CoV-2-Variante. Zudem könnten Antikörper-Therapien und Impfstoffe deutlich an Wirksamkeit gegen diesen Erregertyp einbüßen. Von diesen Ergebnissen berichten Wissenschaftler in zwei Fachartikeln, die vor der Veröffentlichung noch nicht durch unabhängige Fachkollegen begutachtet wurden. Die Forscher schreiben weiter, dass die Mutationen auch dazu führen könnten, dass sich Covid-19-Genesene mit der neuen Variante ein zweites Mal anstecken.

Die Coronavirus-Variante wurde in Südafrika zuerst entdeckt und ist mittlerweile in zahlreichen Ländern, auch in Deutschland, nachgewiesen. Sie zeichnet sich unter anderem durch mehrere Mutationen aus, die das sogenannte Spike-Protein des Virus verändern. Dieses Eiweiß nutzt das Virus, um sich an die Körperzellen anzuheften und schließlich in sie einzudringen.

24.1.2021, 2:38 Uhr - Regierung kauft neues Antikörper-Mittel

Die Bundesregierung hat für Deutschland ein neues Corona-Medikament auf Antikörper-Basis gekauft. "Ab nächster Woche werden die monoklonalen Antikörper in Deutschland als erstem Land in der EU eingesetzt. Zunächst in Uni-Kliniken", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der "Bild am Sonntag". Der Bund habe 200.000 Dosen für 400 Millionen Euro eingekauft, so Spahn. Mit dieser Form der Antikörper wurde laut dem Medienbericht der frühere US-Präsident Donald Trump nach seiner Corona-Infektion behandelt. "Sie wirken wie eine passive Impfung. Die Gabe dieser Antikörper kann Risikopatienten in der Frühphase helfen, dass ein schwerer Verlauft verhindert wird", sagte Spahn.

Der damalige US-Präsident Trump war Anfang Oktober mit dem Antikörper-Cocktail REGN-COV2 der US-Firma Regeneron behandelt worden. Der Wirkstoff von REGN-COV2 ist eine Kombination aus zwei speziell entwickelten Antikörpern, die sich an das sogenannte Spike-Protein des Coronavirus binden und so dessen Struktur deformieren können. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass das Coronavirus menschliche Zellen angreifen kann. Die Kombination aus zwei verschiedenen Antikörpern soll laut dem Hersteller verhindern, dass der Erregervirus Sars-COV2 mutiert.

24.1.2021, 2:04 Uhr - Bundesregierung: Sorge vor Störaktionen bei Impfkampagne

Die Bundesregierung befürchtet massive Störaktionen während der Corona-Impfkampagne. Es seien bereits "mehrere mutmaßliche Ausforschungsversuche bezüglich deutscher Impfstoffhersteller bekannt geworden", zitierten die Zeitungen der Funke Mediengruppe aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Grünen. Die Gefahr von Cyberangriffen müsse "als hoch eingestuft" werden. Als potenzielle Ziele für Spionage und Sabotage durch fremde Nachrichtendienste werden Einrichtungen zur Impfstoffforschung, -produktion oder -zulassung genannt.

Die Regierung warnt dem Bericht zufolge auch vor Aktionen von Verschwörungsideologen. So habe der frühere TV-Koch Attila Hildmann auf seinem Telegram-Kanal geschrieben, "dass die Spritzen in den Impfzentren den Bomben des Bombenhagels von Dresden gleichen". Versammlungen seien sinnlos, behauptete Hildmann, Kritiker müssten stattdessen gezielt "gegen das Unrecht" vorgehen. Die Grünen-Innenpolitikerin Irene Mihalic sagte, man habe beim Angriff auf das Kapitol in Washington gesehen, "wie schnell absurde Verschwörungserzählungen in Gewalt umschlagen" könnten. Sie kritisierte, dass die Bundesregierung die Bedrohungsszenarien für Impfzentren nicht direkt dem Rechtsextremismus zuordne. Die Antwort auf die Anfrage zeige, "dass die Gefahr des Rechtsextremismus immer noch nicht konstant auf dem Schirm ist".

24.1.2021, 1:24 Uhr - Spahn warnt vor Schuldzuweisungen in Pandemie

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat vor Schuldzuweisungen bei der Aufarbeitung der Corona-Pandemie gewarnt. "Wir sollten aufpassen, dass 2021 nicht das Jahr der Schuldzuweisung wird", sagte er der "Bild am Sonntag". "Über Fehler und Versäumnisse reden ist wichtig. Aber ohne dass es unerbittlich wird. Ohne dass es nur noch darum geht, Schuld auf andere abzuladen." Für die hohen Infektionsraten und Todeszahlen in der zweiten Welle der Pandemie seien Politik und Bürger gemeinsam verantwortlich. "Wir hatten alle zusammen das trügerische Gefühl, dass wir das Virus gut im Griff hätten. Die Wucht, mit der Corona zurückkommen könnte, ahnten wir, wollten es aber in großer Mehrheit so nicht wahrhaben", sagte Spahn.

Eine Aufhebung von Einschränkungen für Geimpfte lehnte Spahn ab: "Wir haben ein Jahr lang solidarisch diese Pandemie durchgestanden. Jetzt können wir uns die Monate, bis jeder geimpft werden kann, auch noch alle an die Regeln halten." Es gehe in dieser Frage um Solidarität, erklärte der Minister.

23.1.2021 - EU verärgert über Lieferengpässe bei Impfstoff-Herstellern

23.1.2021, 22:14 Uhr - Italien droht Impfstoff-Herstellern mit Klagen

Der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte hat Klagen gegen jeden Pharmahersteller angekündigt, der Corona-Impfstoffe nicht pünktlich liefert. Nach dem Duo aus Biontech und Pfizer hatte auch AstraZeneca mitgeteilt, dass zunächst weniger Dosen übergeben würden als angekündigt.

Conte bezeichnete die von dem britischen Pharmakonzern bekannt gegebenen Verspätungen als besorgniserregend und sagte, wenn sie zuträfen, werde die erste Lieferung an Italien 3,4 Millionen statt einer vereinbarten Zahl von acht Millionen Dosen umfassen. Italien werde alle rechtlichen Schritte unternehmen, "wie wir es bereits mit Pfizer-Biontech tun", kündigte Conte an. "Die Verlangsamung bei Belieferungen stellt ernste Vertragsverstöße dar, die für Italien und andere europäische Länder enorme Schäden verursachen, mit direkten Auswirkungen auf die Leben und Gesundheit der Bürger."

23.1.2021, 21:39 Uhr - Ab morgen: Schärfere Corona-Kontrollen am Frankfurter Flughafen

Am größten deutschen Flughafen Frankfurt intensiviert die Bundespolizei ab Sonntag die Kontrollen bei Flügen aus Hochrisikogebieten. Kontrolliert werden sollen vor allem die Einreiseanmeldungen und der Nachweis über einen aktuellen, negativen Corona-Test. Auch am Flughafen München mobilisiert die Bundespolizei nach Informationen des "Spiegels" deutlich mehr Beamte, um alle landenden Passagiere überprüfen zu können. Die Überprüfungen finden nach Angaben der Bundespolizei in Frankfurt noch vor der eigentlichen Grenzkontrolle statt - und zwar direkt an den Flugzeugen.

Am Sonntag sollen davon voraussichtlich 17 Flüge aus fünf Ländern betroffen sein. Alle Maßnahmen werden demnach in enger Abstimmung mit den Gesundheitsämtern, der Landespolizei Hessen sowie dem Flughafenbetreiber und den betreffenden Airlines vorgenommen. Sogenannte Hochinzidenzgebiete sind Länder mit deutlich höheren Infektionszahlen als Deutschland. Darunter fallen neben anderen Ländern auch Spanien, Portugal, die USA, Tschechien, Slowenien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Montenegro, Kosovo, Nordmazedonien und Ägypten.

Mainz

Flüge aus Spanien, Portugal, Kosovo, Serbien Schärfere Kontrollen am Frankfurter Flughafen

Trotz des Corona-Lockdowns geht der Flug- und Reisebetrieb weiter. Die Bundespolizei intensiviert nun ab Sonntag die Kontrollen am Frankfurter Flughafen bei Flügen aus Corona-Hochrisikogebieten. Dabei stehen Flüge aus Spanien im Fokus.  mehr...

23.1.2021, 18:00 Uhr - Kritik an Forderungen nach baldigem Lockdown-Ende

Die Regierungschefs von Niedersachsen, Sachsen, Rheinland-Pfalz und Thüringen sprechen sich der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" zufolge gegen Lockerungen der Corona-Beschränkungen aus. "Da wir aber die wahren Ausmaße der hiesigen Mutationen nicht kennen, können wir jetzt nicht das Risiko eingehen und vorzeitig auch nur punktuelle Lockerungen ausprobieren", sagt Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) der Zeitung. Ähnlich äußerten sich Michael Kretschmer (CDU) aus Sachsen, Malu Dreyer (SPD) aus Rheinland-Pfalz und Bodo Ramelow (Linkspartei) aus Thüringen.

23.1.2021, 17:31 Uhr - Berliner Klinik wegen britischer Coronavirus-Variante geschlossen

In Berlin hat das Gesundheitsamt ein Klinikum geschlossen, nachdem dort bei mindestens 14 Mitarbeitern und Patienten die britische Coronavirus-Variante festgestellt wurde. Ob es weitere Fälle gibt, wird derzeit getestet. Beschäftigte und Patienten stehen unter Quarantäne, die Klinik ist ab sofort für die Aufnahme neuer Patienten, für ambulante Diagnostik und für ambulante Eingriffe gesperrt. Notfälle werden an andere Krankenhäuser weitergeleitet.

Der zuständige Amtsarzt sagte, man wolle damit den Ausbruch möglichst auf das Klinikum begrenzen, um so die Ausbreitung in Berlin aufhalten zu können. Unklar sei, welche Bedeutung dieser Ausbruch für die Stadt insgesamt habe.

23.1.2021, 16:55 Uhr - Spahn: Im Februar kommen drei Millionen AstraZeneca-Impfdosen

Nachdem der Pharmakonzern AstraZeneca der EU eine drastische Kürzung seiner Corona-Impfstoff-Lieferungen angekündigt hat, erwartet die Bundesregierung im Februar drei Millionen Dosen des Präparats. "Wenn der Impfstoff von AstraZeneca Ende Januar zugelassen wird, rechnen wir für Deutschland bereits im Februar mit mindestens drei Millionen Impfdosen", sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der "Bild am Sonntag".

Das sei weniger als erwartet. Aufgrund von Produktionsproblemen liefert AstraZeneca den EU-Ländern im ersten Quartal mit 31 Millionen Impfdosen rund 60 Prozent weniger als geplant.

Europäische Union

Deutlich kleinere Lieferung angekündigt EU verärgert über Impfstoff-Engpass bei AstraZeneca

Der britisch-schwedische Hersteller AstraZeneca hat angekündigt, im ersten Quartal sechzig Prozent weniger Impfstoff als vereinbart an die EU zu liefern. Das sorgt für Empörung bei den Verantwortlichen.  mehr...

23.1.2021, 13:39 Uhr - Britische Experten wundern sich über Johnsons Aussagen

In Großbritannien wird darüber diskutiert, wie gefährlich die neue Virus-Variante ist. Premier Boris Johnson hatte erklärt Abend, es gebe Hinweise, dass die nachgewiesene Variante gefährlicher sei als bisher angenommen. Zudem führe sie zu einer höheren Sterblichkeit. Gesundheitsexperten zeigten sich erstaunt und warnten vor voreiligen Schlussfolgerungen. Es sei noch nicht vollständig klar, ob die Virus-Mutation gefährlicher sei, sagte die medizinische Direktorin der britischen Gesundheitsbehörde. Derzeit liefen mehrere Untersuchungen, erst dann könne man Ergebnisse auswerten. Auch die Weltgesundheitsorganisation reagierte zurückhaltend auf Johnsons Aussagen. Noch gebe es keine Belege dafür.

23.1.2021, 11:26 Uhr - Corona-Beschränkungen in RP auch ohne 200er-Inzidenz

Die Kommunen in Rheinland-Pfalz sollen lokale, schärfere Corona-Beschränkungen künftig nicht erst ab einer Inzidenz von 200 erlassen. Bisher waren zusätzliche Einschränkungen wie eine nächtliche Ausgangssperre ab dieser Marke verhängt worden. In der neuen Corona-Verordnung wird die Marke nicht mehr genannt - stattdessen wird das Ziel formuliert, eine Sieben-Tage-Inzidenz von 50 Fällen zu erreichen. Dafür sollen die Kommunen, die eine hohe Zahl von Neuinfektionen aufweisen, Maßnahmen mit dem rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium abstimmen. Was genau eine hohe Zahl von Neuinfektionen bedeutet ist in der Verordnung nicht festgelegt.

23.1.2021, 10:42 Uhr - Belgien verbietet nicht notwendige Reisen

Belgien verbietet ab Mittwoch alle "nicht wesentlichen Auslandsreisen". Damit soll eine schnelle Ausbreitung der deutlich ansteckenderen Mutationen des Coronavirus verhindert werden. Das Verbot gilt zunächst bis zum 1. März. Das hat Belgiens Regierungschef Alexander de Croo bekannt gegeben. Ausgenommen von dem Verbot seien Berufspendler und Reisen aus familiären oder gesundheitlichen Gründen. Auch der Warenverkehr soll weiterlaufen. Belgien hatte ein Reiseverbot schon vor beim digitalen Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs ins Spiel gebracht. Ein generelles Reiseverbot wurde dabei aber nicht beschlossen.


23.1.2021, 7:49 Uhr - WHO: Noch keine Belege für höhere Sterblichkeit bei Virusmutation

Die Weltgesundheitsorganisation WHO reagiert zurückhaltend auf Hinweise aus Großbritannien, wonach die dort entdeckte Virus-Variante möglicherweise tödlicher ist. Die WHO habe bisher keine Belege dafür. Die höhere Anzahl von Infektionen durch die Variante führe aber zu mehr Erkrankten. Dadurch stiegen automatisch auch die Todeszahlen. Nach Angaben der WHO wurde die Variante mittlerweile in rund 60 Ländern nachgewiesen, auch in Deutschland. Experten zu Folge ist die Mutation ansteckender als das ursprüngliche Virus.

23.1.2021, 5:53 Uhr - EU verärgert über Lieferengpass bei AstraZeneca

Die EU-Kommission kritisiert, dass der Pharmakonzern AstraZeneca erstmal weniger Corona-Impfstoff an die EU liefern wird als geplant. Die Kommission und die Mitgliedsstaaten seien unzufrieden, teilte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides mit. Man habe auf einen genauen Lieferplan bestanden. Der solle es den Mitgliedstaaten ermöglichen, ihre Impfprogramme zu planen. Die EU-Kommission fordert mehr Zuverlässigkeit bei den Lieferungen und dass die Dosen schneller verteilt werden. Der Impfstoff des britisch-schwedischen Unternehmens wird in Großbritannien schon genutzt. Für kommende Woche wird auch eine Zulassung in der EU erwartet.

Europäische Union

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Der britisch-schwedische Hersteller AstraZeneca hat angekündigt, im ersten Quartal sechzig Prozent weniger Impfstoff als vereinbart an die EU zu liefern. Das sorgt für Empörung bei den Verantwortlichen.  mehr...

23.1.2021, 5:32 Uhr - Zahl der Neuinfektionen in Deutschland sinkt weiter

Die Gesundheitsämter der Bundesländer haben mehr als 16.400 nachgewiesene Neuinfektionen mit dem Corona-Virus innerhalb eines Tages gemeldet. Das sind mehr als 2.000 weniger als vor einer Woche. Dazu kommen 879 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus. Diese Zahlen hat das Robert Koch-Institut am Morgen bekannt gegeben. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner liegt bei über 112.

23.1.2021, 3:26 Uhr - Jugendarbeitslosigkeit in der EU steigt massiv

In der EU ist die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen dreimal so stark angestiegen wie die allgemeine Arbeitslosigkeit. Das hat EU-Sozialkommissar Nicolas Schmit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe gesagt. Die Jugend zahle den Preis für diese Krise, was Jobs anbelangt. Um eine neue verlorene Generation zu vermeiden, müsse der Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit oberste Priorität für alle Mitgliedsstaaten haben. Er warnt außerdem davor, nach der Krise bei der Sozialpolitik zu sparen. Besser wäre eine Steuer für die Gewinner der Krise.

23.1.2021, 1:03 Uhr - Portugal: Krankenwagen-Schlangen vor Kliniken

Wegen des starken Anstiegs von Corona-Fällen spitzt sich die Lage in Portugal zu. Berichten zu Folge stehen Rettungswagen mit Infizierten vor den Notaufnahmen von mehreren Krankenhäusern Schlange. Bei manchen Hospitälern haben Krankenwagenfahrer über stundenlanges Warten geklagt. Das Land mit 10,3 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern vermeldete gestern fast 14.000 offizielle neue Fälle. Die Corona- und Intensivstationen sind den Angaben nach durchschnittlich zu rund 90 Prozent ausgelastet. Portugal hat laut der John-Hopkins-Universität die weltweit höchste Zahl an Neuinfizierten pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen. Die portugiesische Regierung gab der ansteckenderen, zuerst in England aufgetauchten neuen Corona-Variante die Schuld.

23.1.2021, 00:19 Uhr - Spahn zu Impfstoff: "Größere Lieferung im Februar"

Trotz der Lieferschwierigkeiten des Impfstoffherstellers Astrazeneca ist Gesundheitsminister Jens Spahn zuversichtlich, dass schon bald viele Menschen mit diesem Vakzin geimpft werden können. Er erwarte die Zulassung des Impfstoffs in einer Woche, und es werde "dann auch im Februar Lieferungen geben von Astrazeneca - und zwar in einer Größenordnung, da bin ich weiterhin zuversichtlich, die schon im Februar einen Unterschied machen wird im Vergleich zu, wenn wir Astrazeneca nicht hätten", sagte der CDU-Politiker in den ARD-Tagesthemen. Neue Erkenntnisse aus Großbritannien, wonach die Virus-Mutation nicht nur ansteckender, sondern auch tödlicher sein könnte, werde man "auswerten und schauen, welche Schlüsse wir daraus ziehen".

22.1.2021 Auch AstraZeneca liefert weniger Impfstoff

22.1.2021, 21:16 Uhr - Auch Astrazeneca liefert weniger Impfstoff

Der Unmut über die Lieferengpässe großer Impfstoffhersteller nimmt zu. Nach dem US-Konzern Pfizer kündigte auch das britisch-schwedische Unternehmen Astrazeneca an, zunächst weniger Corona-Impfstoff an die EU-Staaten ausliefern zu können als geplant. Pfizer und der Partner Biontech aus Mainz hatten die Lieferschwierigkeiten mit dem Umbau eines Produktionswerkes in Belgien begründet. Astrazeneca nannte nun geringere Erträge an einem Produktionsstandort "innerhalb unserer europäischen Lieferkette" als Ursache. Weil wegen der verzögerten Bereitstellung des Pfizer-Vakzins derzeit viele Impfzentren in ganz Europa stillstehen, kündigte die EU-Kommission an, sich einzuschalten. "Wir werden das Unternehmen um eine Klärung bitten", sagte ein Kommissionssprecher.

22.1.2021, 20:40 Uhr - Nächtliche Ausgangssperre in den Niederlanden

Wegen anhaltend hoher Infektionszahlen gilt in den Niederlanden ab Samstag erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder eine nächtliche Ausgangssperre. Wer gegen das zwischen 21.00 Uhr und 04.30 Uhr geltende Ausgangsverbot verstößt, muss mit einer Geldbuße in Höhe von 95 Euro rechnen. Nach Regierungsangaben bleibt das Verbot zunächst bis 9. Februar in Kraft.

22.1.2021, 19:50 Uhr - Britische Virus-Variante womöglich tödlicher

Die zuerst in Großbritannien entdeckte Variante des Coronavirus ist möglicherweise tödlicher als die bislang vorherrschende. Darauf gebe es "einige Hinweise" sagte der britische Premierminister Boris Johnson. Die hohe Belastung der Krankenhäuser im Land sei zu einem erheblichen Teil auf die neue Virusvariante zurückzuführen, so der konservative Politiker.

Die Mutation war Ende vergangenen Jahres in der südostenglischen Grafschaft Kent aufgetaucht und hatte sich mit rasender Geschwindigkeit in London und Teilen des Landes ausgebreitet.

22.1.2021, 19:15 Uhr - Kanzleramtschef kritisiert Länder

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hat den Länderchefs mangelnde Konsequenz im Kampf gegen die Pandemie vorgeworfen. Dass manche von ihnen entgegen gemeinsamer Beschlüsse Präsenzunterricht erlauben wollen, hält er für gefährlich.

22.1.2021, 17:45 Uhr - Mehr als 20 Länder sind Hochrisikogebiete

Die Bundesregierung stuft wegen Corona erstmals mehr als 20 Länder als Hochrisikogebiete ein. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts gelten für diese Länder ab Sonntag leicht verschärfte Einreiseregeln. Dazu zählen demnach unter anderem das Nachbarland Tschechien, die Urlaubsländer Portugal, Spanien und Ägypten sowie die USA.

22.1.2021, 16:10 Uhr – Gedenken an Corona-Tote: #lichtfenster wird zum Twitter-Trend

Die Aktion von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum Gedenken der Opfer in der Corona-Panademie wird gut angenommen. Der Hashtag #lichtfenster schaffte es am Nachmittag unter die Top fünf der deutschen Twitter-Trends. Steinmeier hat alle Bürger dazu aufgerufen, abends eine Kerze in ihre Fenster zu stellen und auch ein Bild davon mit dem Hashtag #lichtfenster in den sozialen Medien zu teilen.

Auch die beiden christlichen Kirchen unterstützen die Aktion. Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hofft auf die Beteiligung vieler Menschen in Deutschland. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Heinrich Bedford-Strohm, sagte: "Bis es zu einer öffentlichen Trauerfeier kommt, ist es wichtig, nicht die Menschen aus dem Bewusstsein zu verlieren, die im Stillen sterben."

#Bischof Bätzing unterstützt die Aktion #lichtfenster von #Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Bürger sind eingeladen, ab diesem Freitagabend eine Kerze in Gedenken an die Verstorbenen u. Angehörigen der #Corona-Pandemie zu entzünden. https://t.co/TGOoAoSZLA https://t.co/LIFdEjruBt

22.1.2021, 15:30 Uhr - Brasilianische Virusvariante in Deutschland nachgewiesen

In Deutschland ist erstmals die Coronavirus-Variante aus Brasilien nachgewiesen worden. Sie sei bei einem Mann aus Hessen festgestellt worden, der gestern aus Brasilien zurückgekehrt sei, sagte Hessens Sozialminister Kai Klose. Auch diese Variante gilt als ansteckender als das ursprüngliche Virus. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts ähnelt die in Brasilien nachgewiesene Mutation der aus Südafrika.

22.1.2021, 15:20 Uhr - Strengere Maskenpflicht beim Fliegen ab Februar

Ab Februar gilt auch an deutschen Flughäfen und in Flugzeugen eine strengere Maskenpflicht. Künftig müssten medizinische Masken oder solche mit FFP2-Norm getragen werden, teilte der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft mit. Von der Tragepflicht befreit werden können Reisende weiterhin nur mit negativem Corona-Test und einem ärztlichen Attest.

22.1.2021, 14:35 Uhr - Kein Feiertags-Ausbruch zu bemerken

Die Sorge vor Weihnachten und Silvester war groß: Könnten die Feiertage zu deutlich mehr Corona-Patienten auf den Intensivstationen führen? Mittlerweile ist klar: Die Befürchtungen haben sich nicht bewahrheitet.

22.1.2021, 12:39 Uhr - Heil möchte Corona-Zuschuss für Hartz IV-Empfänger

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will erreichen, dass Empfänger von Grundsicherung zügig einen Zuschuss für coronabedingte Zusatzbelastungen bekommen. Im Interview mit der "Rheinischen Post" sprach er von zusätzlichen Ausgaben durch Hygiene-Artikel. Das treffe besonders beispielsweise Kinder, Alleinerziehende und Langzeitarbeitslose.

Außerdem arbeite das Sozialministerium an Konzepten, wie Empfänger von Grundsicherung wie Hartz IV besser an FFP2- und OP-Masken gelangen könnten. Heil sagte, Bund und Länder sollten ihnen Bezugsscheine für Apotheken ausstellen, wie es bereits für ältere und vorerkrankte Menschen gemacht wird.

22.1.2021, 11:42 Uhr - Spahn und Experten informieren über Corona-Lage

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnt mit Blick auf die neue Coronavirus-Variante vor einer zu schnellen Rückkehr zum Alltag. Die Bundesregierung wolle sich nicht vorwerfen lassen, zu früh Lockerungen zugelassen zu haben, sagte Spahn. Auch der Virologe Christian Drosten warnte vor der Variante. In Deutschland habe sie sich bis jetzt zwar noch nicht flächendeckend verbreitet - es gebe aber erste Ausbrüche, so Drosten.

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, sprach in Bezug auf die rückläufigen Infektionszahlen von einem leicht positiven Trend. Gleichzeitig verwies er auf die vielen Infektionsausbrüche in Pflegeheimen. Diese Heime bräuchten mehr personelle Unterstützung, sage Wieler.

Deutschland

Spahn und Experten zur Corona-Lage Zwischen Hoffen, Warnen und Durchhalteparolen

Gemeinsam mit Experten aus der Wissenschaft informiert Gesundheitsminister Spahn in Berlin über die aktuelle Corona-Lage. Die Zahlen gingen zwar in die richtige Richtung. Doch auf eine schnelle Normalisierung des öffentlichen Lebens machte Spahn wenig Hoffnung.  mehr...

22.1.2021, 9:46 Uhr - Steinmeier plant Gedenkfeier für Corona-Tote

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier plant eine zentrale Gedenkfeier für die Toten der Corona-Pandemie. Damit solle ein Zeichen gesetzt werden, dass man als Gesellschaft gemeinsam trauere und die Toten und das Leid der Hinterbliebenen nicht vergesse, hieß es aus dem Bundespräsidialamt. Viel zu viele Menschen müssten um Angehörige trauern und viel zu viele kämpften auf den Intensivstationen und in den Pflegeheimen um ihr Überleben.

Die Feier soll nach Ostern in Berlin stattfinden. In Deutschland sind seit Beginn der Pandemie vor rund einem Jahr mehr als 50.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Bereits ab heute ruft Steinmeier alle Bürgerinnen und Bürger auf, abends eine Kerze in ihre Fenster zu stellen - als Zeichen der Anteilnahme und Solidarität mit allen Angehörigen.

22.1.2021, 7:20 Uhr - Mehr als 50.000 Corona-Tote in Deutschland

In Deutschland sind seit Beginn der Corona-Pandemie im März vergangenen Jahres mehr als 50.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Das hat das Robert-Koch-Institut am Morgen mitgeteilt. Innerhalb eines Tages wurden dem Institut 859 weitere Todesfälle gemeldet.

Die Gesundheitsämter der Bundesländer meldeten außerdem gut 17.860 weitere positive Corona-Testergebnisse. Das sind rund 4.500 weniger als vor einer Woche.Zurückgegangen ist auch die Zahl der innerhalb einer Woche gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Sie liegt jetzt bei gut 115. Um Infektionsketten nachverfolgen zu können, will die Bundesregierung den Wert auf mindestens 50 drücken.

22.1.2021, 3:23 Uhr - USA-Reisende müssen in Quarantäne

Wer in die USA reisen will, muss künftig in Quarantäne, vor dem Abflug wird von den Reisenden ein Corona-Test verlangt. Das hat Präsident Joe Biden im Rahmen seiner Corona-Strategie angekündigt. Wie lange die Quarantäne dauern soll, sagte Biden nicht. Der neue Präsident hat den Chef-Virologen Anthony Fauci gebeten, sich wieder um die regelmäßigen Briefings zur Corona-Lage zu kümmern. Fauci sagte, die neue Regierung wolle ihr Vorgehen in der Krise auf Wissenschaft und Beweise stützen.

22.1.2021, 1:11 Uhr - Frankreich verlangt PCR-Tests von Einreisenden

Frankreich verlangt ab Sonntag die Vorlage eines negativen Corona-PCR-Tests von Einreisenden. Das hat Präsident Emmanuel Macron in der Nacht angekündigt. Der Test müsse innerhalb von 72 Stunden vor der Abreise gemacht worden sein, hieß es. Die Verpflichtung zu dem PCR-Test gilt den Angaben zufolge für alle Reisen nach Frankreich, nicht "essenziell" sind.

Ausnahmen gelten unter anderem für Berufspendler oder Fahrer von Transporten. Reisende aus EU-Staaten mussten schon bislang für die Einreise nach Frankreich einen negativen Test auf das Coronavirus vorweisen. Dabei musste es sich jedoch nicht zwingend um einen PCR-Test handeln. Bei diesen Tests wird ein Abstrich im Labor untersucht. Für Reisende aus Nicht-EU-Staaten verlangt Frankreich bereits seit dem vergangenen Wochenende einen negativen PCR-Test.

22.1.2021, 00:16 Uhr - EU-Gipfel: Notfalls wieder Grenzen schließen

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wollen die 27 EU-Staaten nicht notwendige Reisen weiter einschränken. Für Waren und Pendler sollen die europäischen Grenzen aber weiter offen sein, hieß es von EU-Ratschef Charles Michel nach einem Videogipfel der Staats- und Regierungschefs. Die EU-Kommission soll bis Montag einen Vorschlag erarbeiten, wie nicht-notwendige Reisen in der EU unterbunden werden können.

Außerdem soll die Impfkampagne besser in Schwung kommen. Ziel sei es, dass bis zum Sommer 70 Prozent der Erwachsenen in der EU gegen das Virus immunisiert sind. Außerdem soll es zwar einen EU-Impfpass geben, aber vorerst keine Vorteile für Geimpfte - etwa beim Reisen

21.1.2021 Saarland: Nur jede dritte Infektion entdeckt

21.1.2021, 23:36 Uhr - Saarland: Nur jede dritte Infektion entdeckt

In der ersten Welle der Pandemie ist im Saarland nur jede dritte Infektion mit dem Coronavirus entdeckt worden. Das ist das Ergebnis der bundesweit ersten repräsentativen Antikörperstudie. Wissenschaftler der Uniklinik Homburg hatten das Blut von knapp 3.000 Menschen auf Antikörper gegen Sars-CoV-2 untersucht. Demnach lag die Infektionsrate im Saarland bei rund einem Prozent. Bisher war man von 0,37 Prozent ausgegangen. Die Studie ging auf eine Initiative des Saar-Gesundheitsministeriums und des Instituts für Virologie am UKS in Homburg zurück. Ziel der flächendeckende Coronavirus-Antikörper-Prävalenz-Studie war, repräsentative Ergebnisse auf Landesebene, aber auch eine Einschätzung für die bundesweite Situation zu liefern.

21.1.2021, 20:47 Uhr - In Garmisch gefundene Virus-Variante ist nicht neu

Die Virus-Variante, die bei einem Corona-Ausbruch im Klinikum Garmisch-Partenkirchen gefunden wurde, ist entgegen erster Vermutungen doch nicht neu. Das habe eine Untersuchung der Berliner Charite ergeben, wie das Klinikum mitteilte. Zum ersten Mal war diese Variante des Coronavirus Ende März in 102 Proben von Patienten nachgewiesen worden.

21.1.2021, 20:40 Uhr - Niederlande beschließen Ausgangssperre

Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wird in den Niederlanden ab Samstag eine nächtliche Ausgangssperre gelten. Die Zahl der Neuinfektionen geht zwar seit drei Wochen zurück. Mit der Maßnahme will die Regierung jedoch gegen die Ausbreitung der neuen Virus-Varianten vorgehen. Sie soll zunächst bis zum 9. Februar gelten.

21.1.2021, 19:53 Uhr - Engpass an Impfstoffen soll bald überwunden sein

Der Lieferengpass der Impfstoffhersteller Biontech und Pfizer ist nach Angaben der EU-Kommission bald überwunden. Nächste Woche kämen wieder 100 Prozent der zugesagten Menge, sagte ein Kommissionssprecher. Auch der Lieferrückstand werde schnell aufgeholt. In Deutschland stehen einige Impfzentren still, weil Impfstoff fehlt. Biontech und Pfizer stocken aktuell die Kapazität eines Werks in Belgien auf. Der Engpass ist die Folge davon.

21.1.2021, 19:32 Uhr - Merkel gegen Grenzschließungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schließt erneute Kontrollen an den deutschen Grenzen nicht aus, wenn Nachbarländer nicht energisch genug gegen die Corona-Pandemie vorgehen. Bei Frankreich, Belgien und den Niederlanden erwartet Merkel in dieser Hinsicht keine Probleme. Redebedarf gebe es aber noch mit Tschechien und der Schweiz, sagte die Kanzlerin im Vorfeld des Corona-Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs. Flächendeckende Grenzschließungen will Merkel vermeiden. Auch Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hat sich bereits gegen erneute Grenzschließungen ausgesprochen. Beim Video-Gipfel heute Abend geht es auch um den Umgang mit der aktuellen Virus-Mutation und um eine wirksamere Impfstrategie. Zudem soll über einen Corona-Impfpass beraten werden.

21.1.2021, 19:00 Uhr - Virus-Mutationen mehrfach in Deutschland nachgewiesen

Gesundheitsämter aus mehreren Bundesländern haben dem Robert-Koch-Institut Infektionen mit Coronavirus-Mutationen gemeldet. Die aus Großbritannien bekannte Variante ist demnach 28 mal in sieben Bundesländern nachgewiesen worden. Die südafrikanische Mutation tauchte bislang 17 mal auf - in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Hamburg und Sachsen.

21.1.2021, 17:23 Uhr - Portugal schließt Kitas, Schulen und Unis

Portugal will ab morgen wegen dramatisch gestiegener Corona-Neuinfektionen alle Schulen, Universitäten und Kindertagesstätten schließen. Das hat Regierungspräsident António Costa verkündet. In den vergangenen 24 Stunden wurde in dem Land mit rund 10 Millionen Einwohnern ein neuer Höchstwert von 14.647 Neuinfektionen gemeldet. 13 Prozent davon machten allein Infektionen mit der zuerst in Großbritannien nachgewiesenen Virus-Mutation aus. Nachdem Portugal zunächst relativ gut durch die Corona-Krise gekommen war, verzeichnet das Land inzwischen mit die höchsten Neuinfektionen. Nach jüngsten Zahlen der EU-Agentur ECDC steckten sich zuletzt binnen 14 Tagen 1215 Menschen je 100 000 Einwohner mit dem Virus an. Nur zwei der 30 erfassten Länder stehen noch schlechter da: Irland mit rund 1444 sowie Tschechien mit 1362. In Deutschland liegt dieser Wert bei knapp über 319.

21.1.2021, 16:45 Uhr - Feuer in weltweit größter Impfstofffabrik

Beim weltgrößten Impfstoffhersteller in Indien ist ein Feuer ausgebrochen. Die Ursache ist noch unklar. Ein indischer Fernsehsender berichtet, dass die Produktion von Corona-Impfstoffen wahrscheinlich nicht beeinträchtigt sei. In dem Werk in der Stadt Pune wird unter anderem der schwedisch-britische Impfstoff von AstraZeneca hergestellt.

21.1.2021, 15:27 Uhr - Kultusministerkonferenz: Prüfungen und Schulabschlüsse wie geplant

Abitur- und andere Abschlussprüfungen sollen trotz der Corona-Pandemie wie geplant stattfinden. Darauf hat sich die Kultusministerkonferenz geeinigt. Mündliche Prüfungen könnten im Notfall per Videokonferenz stattfinden. Zudem einigten sich die Kultusminister der Länder darauf, dass Schulabschlüsse aus diesem Schuljahr genauso behandelt und anerkannt werden sollen wie Abschlüsse aus anderen Jahren. Außerdem könnten Schülerinnen und Schüler dieses Schuljahr wiederholen, ohne dass dies als Sitzenbleiben gewertet würde.

21.1.2021, 13:00 Uhr - EU: Diskussion über Reiseeinschränkungen

Angesichts neuer Varianten des Coronavirus diskutieren EU-Politiker über mögliche Reiseeinschränkungen. Belgiens Regierungschef Alexander De Croo schlug in einem Interview vor, touristische und andere nicht notwendige Reisen vorübergehend zu verbieten. Andernfalls könnten Reiserückkehrer das Virus in ihrem Koffer mitbringen. De Croo betonte aber, die Grenzen müssten geöffnet bleiben - Warenverkehr und Pendler müssten sie weiter überqueren können. Auch Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn sprach sich gegen pauschale Grenzschließungen aus. Das sei 2020 falsch gewesen und das wäre auch jetzt falsch, sagte er im Deutschlandfunk. Am Abend schalten sich die EU-Staats- und Regierungschef in einer Videokonferenz zusammen. Thema soll auch ein einheitlicher Impfpass sein.

21.1.2021, 12:05 Uhr - USA wollen Covax-Impfinitiative beitreten

Die neue US-Regierung will den internationalen Kampf gegen die Corona-Pandemie unterstützen und der Impf-Initiative Covax beitreten. Der medizinische Chefberater Anthony Fauci kündigte an, Präsident Joe Biden werde noch heute eine Absichtserklärung unterschreiben. Covax soll gewährleisten, dass Impfstoffe weltweit fair verteilt werden. Biden hatte zuvor den Austritt der USA aus der Weltgesundheitsorganisation gestoppt und weitere Entscheidungen seines Vorgängers Donald Trump rückgängig gemacht.

21.1.2021, 11:30 Uhr - RP: Impfungen werden fortgeführt

Die Lieferengpässe beim Corona-Impfstoff bereiten vielen älteren Menschen in Rheinland-Pfalz Sorgen. Jetzt hat das Gesundheitsministerium zumindest eine Teil-Entwarnung gegeben.

Rheinland-Pfalz

EU trotz Coronaimpfstoff-Engpässen optimistisch Ministerium: Erstimpfungen in Heimen gehen weiter

Die Lieferengpässe beim Corona-Impfstoff bereiten vielen älteren Rheinland-Pfälzern Sorgen. Jetzt hat das Gesundheitsministerium zumindest eine Teil-Entwarnung gegeben. Und auch von der EU-Kommission gibt es positive Signale.  mehr...

21.1.2021, 11:21 Uhr - Merkel: Maßnahmen, um weitere Corona-Welle abzuwehren

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auf der Bundespressekonferenz eindringlich vor den Gefahren durch mutierende Coronaviren gewarnt. Es gelte eine "noch schlimmere dritte Welle" zu verhindern.

Berlin

Kanzlerin auf der Bundespressekonferenz Merkel: "Schlimmere dritte Welle" verhindern

Bundeskanzlerin Merkel hat auf der Bundespressekonferenz eindringlich vor den Gefahren durch mutierende Coronaviren gewarnt. Es gelte eine "noch schlimmere dritte Welle" zu verhindern.  mehr...

21.1.2021, 9:10 Uhr - Spahn für mehr Corona-Tests an den Grenzen

Nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) müssen die Corona-Tests an den Grenzen zu den deutschen Nachbarländern ausgeweitet werden. Im SWR Tagesgespräch verwies er etwa auf eine schwierige Situation in der Grenzregion zwischen Bayern und Tschechien. Dort gebe es jeden Tag tausende Grenzpendler und die Corona-Zahlen seien auf beiden Seiten vergleichsweise hoch. Da müsse künftig sichergestellt werden, dass entweder auf der tschechischen oder auf der deutschen Seite mehrmals pro Woche Corona-Tests gemacht würden.

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Am Abend beraten die EU-Staats- und Regierungschef noch einmal über ein gemeinsames europäisches Vorgehen gegen die Pandemie, beispielsweise bei den Corona-Impfungen. Dabei will auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für eine enge Abstimmung zwischen den EU-Mitgliedsländern werben.

21.1.2021, 8:30 Uhr - USA: Mehr Corona-Tote als im Weltkrieg gefallene Soldaten

Die Zahl der Corona-Toten in den USA ist inzwischen höher als jene der während des Zweiten Weltkriegs im Kampf gefallenen oder auf andere Weise gestorbenen US-Soldaten. Die Johns-Hopkins-Universität verzeichnete bis zum späten Mittwochabend rund 406.000 Todesfälle in Zusammenhang mit Coronavirus-Infektionen seit Beginn der Pandemie. Nach Angaben des US-Veteranenministeriums waren im Zweiten Weltkrieg insgesamt 405.399 Soldaten der US-Streitkräfte gestorben.

21.2.2021, 8:05 Uhr - Lehrerverband will freiwilliges Wiederholen für lernschwache Schüler ermöglichen

Der Deutsche Lehrerverband ist dafür, dass lernschwache Kinder und Jugendliche das laufende Schuljahr wegen Corona freiwillig wiederholen können - und zwar ohne, dass das als Sitzenbleiben gewertet wird. Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger sagte dem "Tagesspiegel", spätestens bei den Abschlussprüfungen oder im Abitur würden diese Jugendlichen sonst scheitern. In einem Wiederholungsjahr könnten sie gezielt gefördert werden und Lernstoff nachholen.

Das freiwillige Wiederholen eines Schuljahres ist auch heute schon möglich. In manchen Bundesländern gilt das aber als Sitzenbleiben. Das bedeutet, dass Jugendliche unter Umständen die Schule verlassen müssen, wenn sie eine Klasse freiwillig wiederholen, am Ende des Schuljahres aber trotzdem nicht versetzt werden.

21.1.2021, 7:25 Uhr - Mehr als 20.000 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter der Bundesländer melden knapp 20.400 weitere positive Corona-Tests innerhalb eines Tages. Das sind fast 5.000 weniger als vor einer Woche. Dazu kommen 1.013 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus. Insgesamt sind damit schon 49.783 Menschen an und mit Covid-19 gestorben. Diese Zahlen hat das Robert-Koch-Institut bekannt gegeben.

Die bundesweite Zahl der Corona-Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner wird mit 119 angegeben und ist damit nach wie vor zu hoch. Die Zielmarke der Bundesregierung liegt bei 50. In Baden-Württemberg meldet der Landkreis Tübingen, in Rheinland-Pfalz mit Bitburg-Prüm, Trier und Kusel drei Kreise einen Wert unter 50.

21.1.2021, 6:45 Uhr - Mann nach zweiter Erkrankung gestorben

Es ist wahrscheinlich das erste Mal in Deutschland und auch weltweit sind entsprechende Fälle kaum bekannt: Ein 73-Jähriger aus dem Kreis Freudenstadt ist jetzt an einer Covid-19-Erkrankung gestorben - es war seine zweite.

Freudenstadt

73-Jähriger war nicht mit britischer Virus-Mutation infiziert Erster bekannter Fall in Deutschland: Patient aus BW stirbt nach zweiter Corona-Infektion

Es ist wahrscheinlich das erste Mal in Deutschland und auch weltweit sind entsprechende Fälle kaum bekannt: Ein 73-Jähriger aus dem Kreis Freudenstadt ist jetzt an einer Covid-19-Erkrankung gestorben - es war seine zweite.  mehr...

21.1.2021, 6:00 Uhr - Mehr Alkohol und Tabak in RP

Gesundheitsexperten verzeichnen einen wachsenden Alkohol- und Tabakkonsum in der Corona-Krise. Zeitgleich müssen Beratungsangebote für Süchtige in Rheinland-Pfalz reduziert werden.

Rheinland-Pfalz

Schwierige Beratungsangebote für Süchtige Höherer Alkohol- und Tabakkonsum in der Corona-Krise

Gesundheitsexperten verzeichnen einen wachsenden Alkohol- und Tabakkonsum in der Corona-Krise. Zeitgleich müssen Beratungsangebote für Süchtige in Rheinland-Pfalz reduziert werden.  mehr...

Zur Sache Rheinland-Pfalz! SWR Fernsehen RP

21.1.2021, 3:50 Uhr - DGB fordert Sanktionen bei Homeoffice-Verstoß

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert Sanktionen gegen Firmen, die die Pflicht zum Homeoffice nicht einhalten. Nur dann sei der Kampf gegen die Corona-Pandemie auch glaubwürdig, sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er beklagte zugleich, dass es nicht genug Personal gebe, um die Einhaltung der Homeoffice-Regel zu überprüfen. Der Mangel an Kontrolle sei schon jahrelang ein Problem.

Hoffmann verwies auf Verstöße gegen die Mindestlohnregelung. Das Bundeskabinett hat gestern eine Verordnung verabschiedet, welche die Arbeitgeber dazu verpflichtet, den Beschäftigten Homeoffice zu ermöglichen, sofern keine zwingenden betrieblichen Gründe dagegen sprechen. Ein verbindliches Recht auf Homeoffice gibt es aber nicht.

21.1.2021, 2:59 Uhr - Hausärzteverband warnt vor Masken-Wucherpreisen

Der deutsche Hausärzteverband hat vor hohen Preisen für OP- und FFP2-Masken im Onlinehandel gewarnt. Der Vorsitzende Ulrich Weigelt forderte Festpreise. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte er, Wucher müsse verhindert werden. Weigelt erinnerte an den ersten Lockdown im vergangenen Frühjahr. Damals wurden Desinfektionsmittel zu überhöhten Preisen verkauft. "Sinnvoll wäre, sicherzustellen, dass die Masken zu fairen Preisen verkauft werden", sagte Weigelt.

Bund und Länder hatten sich am Dienstag darauf verständigt, dass in Bussen, Bahnen und Geschäften künftig Masken getragen werden müssen, die besser schützen als Alltagsmasken aus Stoff. Das können OP-Masken sein, FFP2-Masken oder auch KN95-Masken, die einen vergleichbaren Standard haben. 

21.1.2021, 1:27 Uhr - Karliczek will Angebote für benachteiligte Schüler

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) fordert zusätzliche Angebote für benachteiligte Schüler in der Corona-Krise. "Ich habe den Ländern angeboten, dass wir solche Programme in den Ferien wieder auflegen können", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Die Ministerin verwies darauf, dass einige Bundesländer schon nach dem vergangenen Schuljahr Empfehlungen in den Zeugnissen gegeben hätten, an sogenannten Summer Schools teilzunehmen. Dabei habe der Bund im Bereich der Betreuung das eine oder andere Land unterstützt, sagte Karliczek. Ihr gehe es darum, "dass eben ein gutes Angebot in den Ferien gemacht werden kann".

20.1.2021 - Kritik an Homeoffice-Beschlüssen

20.1.2021, 19:50 Uhr - Kritik an neuen Beschlüssen zu Homeoffice in BW

Arbeitgeber müssen laut neuem Corona-Beschluss ihren Beschäftigten Homeoffice ermöglichen. Eine Maßnahme, die in Baden-Württemberg schon jetzt auf Widerstand stößt:

Baden-Württemberg

Reaktion auf neue Corona-Regel Mehr Homeoffice: Unverständnis nach neuem Beschluss

Arbeitgeber müssen laut neuem Corona-Beschluss ihren Beschäftigten Homeoffice ermöglichen. Eine Maßnahme, die in Baden-Württemberg schon jetzt auf Widerstand stößt.  mehr...

20.1.2021, 19:40 Uhr - Corona-Entwicklung in BW und RP positiv

Die Corona-Einschränkungen der letzten Wochen scheinen zu wirken. In Baden-Württemberg ist der 7-Tages-Inzidenzwert zum ersten Mal seit Ende Oktober unter 100 gesunken - er liegt bei 98. In Rheinland-Pfalz haben die Gesundheitsämter einen Wert von 101 ermittelt. Kurz vor Weihnachten waren es in Baden-Württemberg noch mehr als doppelt so viele Fälle.

Baden-Württemberg

Aktuelle Infektionslage in Baden-Württemberg Erstmals seit Oktober: Landesweiter Inzidenz-Wert unter 100

Noch immer melden die Behörden täglich zum Teil mehrere tausend Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg. Ein kleiner Meilenstein wurde am Mittwoch dennoch erreicht.  mehr...

20.1.2021, 18:55 Uhr - Umfrage: Fast die Hälfte der Bürger finden Corona-Maßnahmen "angemessen"

Einer Umfrage zufolge finden 49 Prozent der Bundesbürger die am Dienstag beschlossenen Corona-Maßnahmen "alles in allem angemessen". Dagegen gehen 25 Prozent die Schritte zu weit und 24 Prozent noch nicht weit genug, wie eine Forsa-Befragung im Auftrag von RTL und ntv ergibt. Von den gut 1.000 Befragten erwarten demnach 70 Prozent, dass der Lockdown noch einmal verlängert oder sogar verschärft wird.

23 Prozent hingegen rechnen damit, dass nach dem 14. Februar damit begonnen wird, die Beschränkungen schrittweise zu lockern. Der Anteil jener, die großes Vertrauen ins Krisenmanagement der Politik haben, ist im Vergleich zu Anfang April von 47 auf 26 Prozent gesunken.

20.1.2021, 17:35 Uhr - Wie gut FFP2-Masken im Verhältnis zu OP-Masken sind

Seit gestern steht fest: Wer einkaufen geht oder Bus fährt, für den reichen die bisherigen Stoffmasken bald nicht mehr aus. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln müssen wir jetzt alle Masken tragen, Schals oder Tücher sind tabu und auch die selbstgenähten Masken sind dort nicht mehr erlaubt. Der künftige Mindeststandard ist eine medizinische Gesichtsmaske – eine FFP2-Maske und auch die relativ dünnen hellblauen OP-Masken. Wie gut oder schlecht sind diese OP-Masken im Vergleich zu den FFP2-Masken? Stefan Troendle aus der SWR Wissenschaftsredaktion:

Corona-Pandemie Diesen Nutzen haben FFP2-Masken

In Bayern sind FFP2-Masken bereits beim Einkaufen und im Nahverkehr Pflicht. Bald vielleicht auch in anderen Bundesländern? Macht eine solche Maßnahme auch Sinn?  mehr...

20.1.2021, 16:35 Uhr - Kontaktbeschränkungen im Saarland teilweise aufgehoben

Die Landesregierung im Saarland muss Teile ihrer Kontaktbeschränkungen nachbessern. Das Oberverwaltungsgericht in Saarbrücken hat einen Widerspruch ausgemacht und derzeit geltende Beschränkungen außer Kraft gesetzt. Bis das Land den Widerspruch ausgeräumt hat, dürfen sich Familien im Saarland vorläufig wieder mit mehr als zwei Haushalten und mehr als fünf Menschen treffen. Geklagt hatte eine Frau, die wegen der Regelung nicht zusammen mit ihrem Mann ihre Kinder und Enkel hätte treffen dürfen.

20.1.2021, 13:50 Uhr - Ärzte rechnen mit längerem Lockdown

Mehrerer Ärzteorganisationen rechnen damit, dass die strengeren Corona-Regeln über Mitte Februar hinaus gelten. Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, sagte im SWR, man müsse die Menschen daran gewöhnen, dass das jetzt eine Lebensform für den Rest dieses Winter sei, mit der man leben müsse. Andernfalls schlage dieses Virus mit großer Macht zurück.

Auch die Intensiv- und Notfallmediziner gehen davon aus, dass die gestern beschlossene Verlängerung bis Mitte Februar nicht ausreicht. Der Vorsitzende des Verbands, Gernot Marx, rechnet damit, dass die Zahl der Covid19-Intensivpatienten frühestens Ende Februar unter 3.000 sinkt. Im "Redaktionsnetzwerk Deutschland" nannte er es eine Illusion zu glauben, dass Mitte Februar die Innenstädte und Restaurants wieder öffnen könnten.

20.1.2021, 13:00 Uhr - Homeoffice-Verordnung soll ab 27. Januar gelten

Die neue Verordnung für eine Ausweitung des Homeoffice wird nach Angaben von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) voraussichtlich am Mittwoch nächster Woche in Kraft treten. Dies teilte er nach der Kabinettssitzung mit: "Wenn keine zwingenden betrieblichen Gründe dagegen sprechen, müssen Arbeitgeber ihren Beschäftigten Homeoffice anbieten", sagt Heil. Viele Unternehmen machten das bereits vorbildlich, aber es sei "durchaus viel Luft nach oben". Ziel sei es, Kontakte zu reduzieren und mögliche Infektionen zu vermeiden.

20.1.2021, 11:04 Uhr - Bundesregierung erhöht Corona-Hilfen für Soloselbstständige

Die Bundesregierung erhöht die Corona-Hilfen für Soloselbstständige wie etwa Künstler. "Wir satteln bei den Hilfen für Soloselbstständige noch mal deutlich drauf, das liegt mir sehr am Herzen", sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Die Neustarthilfe werde von 25 Prozent auf nun 50 Prozent des Vergleichsumsatzes erhöht, zugleich werde die maximale Förderhöhe deutlich angehoben. "Wichtig ist mir auch, dass wir die Neustarthilfe für weitere Empfänger öffnen", so Scholz weiter. Die maximale Höhe der Betriebskostenpauschale beträgt künftig 7.500 Euro, bisher waren 5.000 Euro vorgesehen. Neu ist, dass auch sogenannte unständig Beschäftigte die Neustarthilfe beantragen können - damit soll etwa Schauspielern geholfen werden.

20.1.2021, 10:00 Uhr - Festspielhaus Baden-Baden hofft auf Osterfestspiele

Das Festspielhaus Baden-Baden geht trotz der verschärften Corona-Maßnahmen davon aus, dass es den Spielbetrieb an Ostern wieder aufnehmen kann. Intendant Benedikt Stampa erklärte, sein Haus setze auf die geplanten Osterfestspiele mit den Berliner Philharmonikern. Er erwarte von der Politik, dass Theater und Konzertsäle wieder geöffnet würden, sobald dies bei Gastronomie und Einzelhandel der Fall sei. Die Hygienekonzepte im Kulturbereich seien erprobt und wirksam, so Stampa. Derzeit sind für die meisten der bisher geplanten Veranstaltungen im Festspielhaus Baden-Baden keine Tickets buchbar.

20.1.2021, 9:30 Uhr - Viel Kritik an Corona-Beschlüssen

Die verschärften Corona-Regeln stoßen auf ein geteiltes Echo. Selbst die, die sie mit beschlossen haben, interpretieren sie teils unterschiedlich. Aus der Wirtschaft und Opposition kommt viel Kritik.

20.1.2021, 8:00 Uhr - BW will Schulen früher wieder öffnen

Wenn es die Infektionslage zulässt, will Baden-Württemberg von den gestern beschlossenen Corona-Schutzmaßnahmen abweichen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) kündigte an, dass Grundschulen und Kitas dann schon vom 1. Februar an schrittweise wieder öffnen könnten. Bund und Länder hatten gestern vereinbart, die Corona-Auflagen bis zum 14. Februar zu verlängern, also auch die meisten Schulen und Kitas bis dahin geschlossen zu halten.

Nach Bund-Länder-Konferenz Längerer Lockdown, mehr Homeoffice: Das sagt Kretschmann zu den neuen Corona-Regeln

Bund und Länder haben sich auf eine Verlängerung der Corona-Beschränkungen bis zum 14. Februar geeinigt. Weitere Maßnahmen kommen hinzu. Ministerpräsident Kretschmann warb um Verständnis.  mehr...

20.1.2021, 7:25 Uhr - Montgomery fordert Plan über Ostern hinaus

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Montgomery, fordert die Politik auf, einen Plan für den Umgang mit der Corona-Pandemie über Ostern hinaus zu entwickeln. Im SWR sagte Montgomery, wichtig sei es, die Gefahr von Infektionen auch nach den derzeitigen Lockdown-Maßnahmen zu senken.

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20.1.2021, 7:05 Uhr - RKI meldet fast 16.000 Neuinfektionen

In Deutschland sind innerhalb von 24 Stunden gut 15.970 weitere Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Außerdem wurden 1.148 neue Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus registriert. Diese Zahlen haben die Gesundheitsämter der Bundesländer dem Robert Koch-Institut gemeldet.

Damit seien die Fallzahlen in den meisten Bundesländern nun leicht gesunken, hieß es. Die Zahl der innerhalb einer Woche gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag nach Angaben des Instituts bei knapp 124. Ziel bleibt es, den Wert auf 50 zu drücken.

20.1.2021, 6:00 Uhr - Dreyer will sich heute zu den Corona-Beschlüssen äußern

Nach den Beratungen von Bund und Ländern hat die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer von schwierigen Verhandlungen gesprochen. Fast elf Stunden lang wurde diskutiert, Knackpunkt war vor allem die Öffnung von Schulen und Kitas. Dreyer will sich heute Nachmittag zu den Ergebnissen äußern.

Berlin

Das sind die neuen Corona-Regeln Lockdown bis 7. März, Friseure dürfen ab 1. März öffnen

Schon vor dem Start der Bund-Länder-Beratungen gab es Zoff unter den Teilnehmern: Die Regierung wollte den Lockdown bis 14. März verlängern – dabei wollten viele Bundesländer nicht mitziehen.  mehr...

20.1.2021, 4:12 Uhr - Kinder- und Jugendärzte kritisieren Schulschließungen

Kinder- und Jugendärzte kritisieren die Beschlüsse von Bund und Ländern, die Schulen und Kitas bis Mitte Februar geschlossen zu lassen. In der "Neuen Osnabrücker Zeitung" warnte der Generalsekretär der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin, Hans-Iko Huppertz, vor den Folgen. Eine ganze Schüler-Generation werde benachteiligt.

"Das derzeit entstehende Bildungsdefizit bei Schülern wird dazu führen, dass sie im späteren Leben ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen und dauerhaft ein signifikant niedrigeres Einkommensniveau erreichen werden, als es möglich gewesen wäre", sagte Huppertz. Außerdem führe die Schulschließung zu mehr Fettleibigkeit, Spielsucht, Ängsten und Aufmerksamkeitsstörungen.

20.1.2021, 0:42 Uhr - Scholz: Corona-Hilfen werden verbessert

Die Bundesregierung will die Corona-Hilfen für Firmen und Selbstständige nachbessern. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sagte, die Hilfen würden umfangreicher und zielgenauer. Der Höchstbetrag werde aufgestockt und der Zugang zur Unterstützung erleichtert. Die Regierung reagiert damit auf Kritik von Wirtschaftsverbänden. Diese monieren eine schleppende Umsetzung der Hilfen und zu viel Bürokratie.

19.1.2021 - Bund und Länder einig

19.1.2021, 21:45 Uhr - Bund und Länder-Beratungen beendet

Bund und Länder haben die Corona-Auflagen bis 14. Februar verlängert, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Das hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach den Beratungen in Berlin mitgeteilt. Schulen und Kitas bleiben demnach geschlossen. Das Arbeiten im Homeoffice soll deutlich ausgeweitet werden. Außerdem werden einige Maßnahmen verschärft. So müssen künftig alle Menschen in Geschäften und im Nahverkehr medizinische Masken tragen.

19.1.2021, 21:02 Uhr - Bericht: WHO hat schleppend auf Corona-Pandemie reagiert

Die anfänglichen Maßnahmen Chinas und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gegen die Corona-Pandemie sind zu schleppend angelaufen. Zu diesem Urteil kommt eine unabhängige Untersuchungskommission. So hätte die Regierung in Peking vor einem Jahr stärkere Maßnahmen umsetzen können, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen. In dem Bericht heißt es auch, die Pandemie habe offengelegt, wie unterfinanziert die Weltgesundheitsorganisation ist.

19.1.2021, 18:12 Uhr - EU-Kommission hat ehrgeizige Impfquote zum Ziel

Die EU-Kommission hat den Mitgliedsstaaten ehrgeizige Ziele für ihre Corona-Impfkampagnen gesetzt. Bis März sollten mindestens 80 Prozent des Pflegepersonals und der Über-80-Jährigen geimpft sein, sagte der Vizepräsident der EU-Kommission Margaritis Schinas in Brüssel. Bis Ende des Sommers sollten 70 Prozent aller Erwachsenen den Impfschutz erhalten. Die Kommission hält diese Ziele für erreichbar.

Die EU arbeite mit den Herstellern zusammen, um die Produktion zu erhöhen. Außerdem könnte schon Ende Januar das Mittel von AstraZeneca für den europäischen Markt genehmigt werden. Bisher haben die Impfstoffe von Biontech und Pfizer sowie des US-Herstellers Moderna eine Zulassung in der EU. Die EU-Kommission will bei der Videoschalte am Donnerstag mit den EU-Staatschefs auch über einen gemeinsamen Impfpass und mögliche Befreiungen von Einschränkungen für Geimpfte.

19.1.2021, 17:09 Uhr - IWF: Jedes neunte Unternehmen wäre ohne Staatshilfen pleite

Ohne Corona-Staatshilfe und ohne die Aussetzung der Insolvenzpflicht wäre in Deutschland jedes neunte Unternehmen pleite gegangen. Davon geht der Internationale Währungsfonds (IWF) aus. Betroffen wären vor allem kleine Firmen. In der Hotel- und Gaststättenbranche hätten sogar rund 30 Prozent ihre Schulden nicht mehr bedienen können, weil ihnen die Einnahmen wegbrachen. Sanierungsexperten mahnen, dass die Maßnahmen auch Unternehmen schützten, die ohne die Corona-Krise ebenfalls keine Überlebenschance hätten.

19.1.2021, 15:28 Uhr - Bund und Länder einig über Verlängerung der Corona-Beschränkungen

Die Corona-Schutzmaßnahmen werden nach Medienberichten bis zum 14. Februar verlängert. Darauf hätten sich Bund und Länder endgültig geeinigt, heißt es. In Bussen und Bahnen würden außerdem medizinische Masken Pflicht. Einfache Stoffmasken reichten dort künftig nicht mehr aus. Die Schulen sollen erst am 15. Februar wieder öffnen. Bestätigt sind die Neuerungen noch nicht, da die Beratungen der Länderchefs- und chefinnen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) noch andauern.

19.1.2021, 13:25 Uhr - RP streicht Termine für Erstimpfung

In Rheinland-Pfalz müssen wegen der gekürzten Impfstofflieferungen von Biontech/Pfizer bereits vereinbarte Termine für Corona-Erstimpfungen verschoben werden. Das hat das Gesundheitsministerium in Mainz bekannt gegeben. Allen Betroffenen werde per Brief oder Mail ein neuer Termin mitgeteilt. Die Termine für Zweitimpfungen in Rheinland-Pfalz sollen jedoch eingehalten werden. Rheinland-Pfalz bekommt den Angaben zufolge bis Mitte Februar etwa 30.000 Impfdosen weniger als zugesagt.

19.1.2021, 12:53 Uhr - Bund braucht fast 90 Milliarden Euro weniger Kredite als geplant

Der Bund hat für die Bewältigung der Corona-Krise im vergangenen Jahr deutlich weniger Schulden gebraucht als erwartet worden war. Nach dem vorläufigen Haushaltsabschluss wurden Kredite in Höhe von 130,5 Milliarden Euro aufgenommen, wie es aus Regierungskreisen hieß. Das sind fast 90 Milliarden Euro weniger als angenommen. Der Bundestag hatte ursprünglich 217,8 Milliarden Euro Schulden genehmigt und dafür wegen der besonderen Situation zweimal die Schuldenbremse außer Kraft gesetzt.

Dass diese Summe bei weitem nicht ausgeschöpft wurde, dürfte auch daran liegen, dass ein Großteil der für November und Dezember gedachten Wirtschaftshilfen erst jetzt an die Unternehmen ausgezahlt wird. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat deshalb bereits das Kreditvolumen für das laufende Jahr angepasst und auf rund 180 Milliarden erhöht. Für beide Krisenjahre zusammen werde man rund 300 Milliarden Euro benötigen, hatte er angekündigt.

19.1.2021, 11:36 Uhr - EU will überschüssige Impfdosen an ärmere Länder geben

Die EU plant, überschüssige Impfstoff-Dosen an ärmere Staaten abzugeben, zum Beispiel an Länder in Afrika. Ein entsprechender europäischer Mechanismus werde geprüft, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Die EU, in der rund 450 Millionen Menschen leben, hat sich fast 2,3 Milliarden Dosen von Impfstoffen und Impfstoffkandidaten von sechs Herstellern gesichert.

19.1.2021. 10:46 Uhr - EU-Kommissarin: Mehr als 400.000 Corona-Tote in EU

Seitdem die Corona-Pandemie die EU erreicht hat, seien in den Mitgliedstaaten mehr als 400.000 Menschen im Zusammenhang mit einer Ansteckung gestorben. Das sagte die EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Und sie betonte, dass die Pandemie angesichts der sich ausbreitenden Mutationen noch lange nicht überstanden sei. Allerdings seien die Impfstoffe ein "machtvolles Instrument" gegen das Virus. Hier sicherte sie mehr Transparenz über die Lieferverträge zu, die die EU mit Unternehmen geschlossen hat, die Wirkstoffe für die Impfung entwickelt haben.

19.1.2021, 9:59 Uhr - Bundesregierung für Lockdown bis Mitte Februar

Die Bundesregierung will sich in den heutigen Beratungen über die Corona-Maßnahmen für eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 15. Februar einsetzen. Das geht aus der Beschlussvorlage des Bundes hervor, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt. Auch die Nachrichtenagentur AFP berichtete, dass der Lockdown bis zum 15. Februar verlängert werden solle. Sie beruft sich ebenfalls auf die Beschlussvorlage. Ebenso sollten die Regelungen für das Homeoffice verschärft werden. Laut AFP plant das Bundeswirtschaftsministerium eine Verordnung, die Arbeitgeber verpflichtet, überall dort, "wo es möglich ist, den Beschäftigten das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen müssen".

Medizinische Masken sind im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen weiterhin zu tragen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters genügen aber auch in Zukunft OP-Masken. Eine Pflicht für FFP2-Masken sei nicht vorgesehen. Schulen sollen demnach weiterhin geschlossen bleiben. Eine Arbeitsgruppe werde Konzepte für mögliche Lockerungen erstellen, wenn ein Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche erreicht wird.

19.1.2021, 9:22 Uhr - Altmaier: Weitere Milliarden für Corona-Hilfen

Die Bundesregierung will bei den Corona-Hilfen offenbar nochmals nachlegen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sprach im Fernsehsender RTL von einem Milliarden-Betrag in zweistelliger Höhe in den kommenden Wochen. Auch die Nachrichtenagentur dpa berichtete unter Berufung auf nicht genannte Quellen, dass sich das Bundeswirtschafts- und das Bundesfinanzministerium auf weitere Finanzhilfen für Firmen und Selbstständige geeinigt hätten.

.@peteraltmaier im @RTLde #Frühstart vor #MPK: Die Infektionszahlen sind zu hoch, deshalb müssen wir bei #Lockdown-Maßnahmen noch eine Schippe drauf legen. Wegen der Einschränkungen legen wir auch bei den #Coronahilfen in den nächsten Wochen einen zweistelligen Mrd.-Betrag nach. https://t.co/OHfwi7Dqot

19.1.2021, 8:39 Uhr - Israels Corona-Beauftragter meldet Höchststand an neuen Fällen

Nach Angaben des israelischen Corona-Beauftragten verzeichneten die Gesundheitsbehörden des Landes binnen eines Tages mehr als 10.000 Neuinfektionen - so viele wie noch nie seit dem Ausbruch der Pandemie. In Israel gilt derzeit ein strikter Lockdown mit massiven Ausgangsbeschränkungen. Gleichzeitig läuft die landesweite Impfkampagne gegen die Pandemie. Gestern seien etwa 186.000 Menschen geimpft worden, twitterte Staatschef Benjamin Netanyahu. Damit hätten bislang rund 2,2 Millionen Menschen in Israel den Impfstoff erhalten.

19.1.2021, 7:35 Uhr - Impfstart in Rio de Janeiro

Im brasilianischen Rio de Janeiro haben die Corona-Impfungen direkt unter der weltberühmten Christusstatue hoch über der Stadt begonnen. Lokale Medien berichteten, dass eine 80-jährige Bewohnerin eines Altenheims und eine 59 Jahre alte Krankenschwester die ersten Impfungen erhielten. Verabreicht wurde der chinesische Impfstoff CoronaVac, der in Brasilien erst am Sonntag eine Notzulassung erhalten hatte.

19.1.2021, 6:52 - RKI meldet mehr als 11.000 Neuinfektionen

In den vergangenen 24 Stunden wurden dem Robert-Koch-Institut (RKI) 11.369 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 989 an. Die Zahlen enthalten laut RKI aber Nachmeldungen aus mehreren Bundesländern, aus denen gestern nicht alle Daten übermittelt worden seien, darunter Bayern und Rheinland-Pfalz.

Vor genau einer Woche hatte das RKI 12.802 Neuinfektionen und 891 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

19.1.2021, 6:45 Uhr - Ab heute Terminvergabe für Kreisimpfzentren in BW

Ab heute 8 Uhr können sich Berechtigte auch bei den 50 Kreisimpfzentren in Baden-Württemberg zur Corona-Impfung anmelden. Termine gibt es entweder über die zentrale Telefonnummer 116 117 oder im Internet unter impfterminservice.de. Zum Start ab Freitag wird es zunächst aber nur sehr wenige Termine geben, weil die Kreise zu Beginn je nur 1.000 Impfdosen bekommen. Nur das Kreisimpfzentrum in Singen hat aufgrund eines technischen Fehlers bereits am vergangenen Freitag (15. Januar) mit dem Impfen begonnen. Ursprünglich sollten zu diesem Termin alle Kreisimpfzentren starten, was mangels Impfstoff jedoch verschoben wurde.

Impfzentren starten am Freitag Wenig Euphorie: Mangel an Impfstoff und -terminen in Baden-Württemberg

Seit 8 Uhr vergeben auch Kreisimpfzentren im Land Termine für Corona-Impfungen. Anmeldeberechtigt sind Menschen über 80 und Pflegekräfte. Doch bei der Terminvergabe hakte es.  mehr...

19.1.2021, 4:56 Uhr - ÖPNV wird möglicherweise ausgeweitet

Wegen der Corona-Pandemie wird der Öffentliche Personennahverkehr möglicherweise ausgeweitet - vor allem in Ballungsräumen. Das berichtet die Tageszeitung "Die Welt". Sie beruft sich auf die Chefin des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg, Susanne Henckel. Demnach seien die Unternehmen dabei, zusätzliche Fahrten zu prüfen, um das Passagieraufkommen besser zu verteilen. Seit Längerem wird kritisiert, dass die Abstandsregeln in Bussen und Bahnen wegen der vielen Fahrgäste nicht eingehalten werden können.

19.1.2021, 2:06 Uhr - Trump hebt Einreisesperre auf, Biden widerspricht

US-Präsident Donald Trump hat die Corona-Einreisesperre für Menschen aus dem Schengen-Raum, Großbritannien, Irland und Brasilien zum 26. Januar aufgehoben. Das hat das Weiße Haus in Washington mitgeteilt. Als Voraussetzung für die Einreise gilt ein negativer Corona-Test. Trump übergibt am Mittwoch die Amtsgeschäfte an seinen Nachfolger Joe Biden. Dieser ließ umgehend erklären, dass er der Aufhebung der Einreisesperre nicht zustimmt. Die Sicherheitsmaßnahmen bei internationalen Reisen müssten wegen der Corona-Lage vielmehr noch verstärkt werden.

19.1.2021, 0:30 Uhr - Neuverschuldung geringer als erwartet

Die Neuverschuldung des Bundes für das vergangene Jahr fällt geringer aus als erwartet. Das berichtet das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" und beruft sich auf das Bundesfinanzministerium. Demnach wird jetzt statt der kalkulierten knapp 218 Milliarden Euro von einem Minus unter 150 Milliarden Euro ausgegangen. Ein Grund seien nicht ausgeschöpfte Corona-Hilfsprogramme für Unternehmen. Ein weiterer Grund sind Verzögerungen bei Hilfszahlungen für die seit November geltenden Einschränkungen. Für 2021 wird deshalb mit deutlich höheren Belastungen gerechnet. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) will die neuen Zahlen am Dienstag offiziell vorstellen.

18.1.2021 - Drosten: Kein Grund zur Sorge wegen Mutation in Garmisch

18.1.2021, 23:50 Uhr - Bundesarbeitsminister Heil fordert mehr Homeoffice

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) drängt auf eine Ausweitung des Homeoffice. Im ZDF-"heute journal" sagte Heil: "Ich weiß, dass Homeoffice nicht überall möglich ist, und deshalb geht es darum, das jetzt möglich zu machen, wo es betrieblich möglich ist." Um dies zu erreichen, sei "ein Stück mehr Verbindlichkeit" nötig, betonte Heil. Man wolle einen Shutdown der gesamten Volkswirtschaft vermeiden. Deshalb müssten Unternehmen und öffentliche Arbeitgeber einen stärkeren Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten, indem sie Homeoffice ermöglichen. IG-Metall-Chef Jörg Hofmann bewertet die Pläne skeptisch. Manche kleinere und mittlere Betriebe könnten dies weder technisch noch organisatorisch umsetzen, sagte er der Zeitung "Die Welt".

18.1.2021, 19:19 Uhr - Drosten: Kein Grund zur Sorge wegen Mutation in Garmisch

Der Charité-Virologe Christian Drosten warnt vor Panik wegen einer in Garmisch-Partenkirchen entdeckten möglichen neuen Virus-Variante. Er hat getwittert, man habe keine Hinweise auf eine besondere Mutation, er rechne da im Moment mit keinen Überraschungen. Die Charité untersucht gerade Proben aus Garmisch-Partenkirchen. Dort hatten sich 35 Patienten und Mitarbeiter in einer Klinik mit dieser Variante angesteckt.

18.1.2021, 18:37 Uhr - Sängerknaben helfen Corona-Suchhunden

Die Wiener Sängerknaben helfen beim Training von Corona-Suchhunden des österreichischen Militärs. Dazu wurden bei den rund 130 jungen Sängern zuerst PCR-Tests durchgeführt, im Anschluss atmeten sie zehn Minuten lang in eine Maske. Mit den Masken wollen die Hundetrainer des Militärs ihren Spürhunden beibringen, eine Corona-Infektion zu erschnüffeln. Auch bei der deutschen Bundeswehr werden zur Zeit Hunde auf das Erkennen von Corona-Infektionen trainiert.

18.1.2021, 18:01 Uhr - WHO kritisiert ungleiche Verteilung von Impfstoff

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die ungleiche Verteilung von Corona-Impfstoffen in der Welt scharf verurteilt. WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus sprach von einem katastrophalen moralischen Versagen, auf das die Welt zusteuere. Die Menschen in den armen Ländern müssten das mit ihrem Leben bezahlen. Laut Tedros sind in den wohlhabenden Staaten inzwischen 39 Millionen Dosen Impfstoff gespritzt worden, in den armen Ländern gerade einmal 25. "Nicht 25 Millionen, nicht 25.000, nur 25", betonte der WHO-Chef. Das sei nicht hinnehmbar. Um welches Land es sich dabei konkret handelt, sagte er nicht.

18.1.2021, 17:37 Uhr - Bundesrat billigt mehr Kinderkrankengeld-Tage

Der Bundesrat hat die Ausweitung finanzieller Hilfen für Eltern während der Corona-Pandemie gebilligt. Die Länderkammer stimmte in einer Sondersitzung für eine Verdoppelung der Kinderkrankengeld-Tage. In der vergangenen Woche hatte bereits der Bundestag die Änderung beschlossen. Für Paare erhöht sich der Anspruch damit von 10 auf 20 Tage, für Alleinerziehende von 20 auf 40 Tage. Eltern erhalten das Kinderkrankengeld während der Corona-Pandemie auch dann, wenn das Kind wegen geschlossener Schulen und Kitas zu Hause betreut werden muss. Der Anspruch soll rückwirkend zum 5. Januar gelten.

18.1.2021, 17:18 Uhr - Bayern verschiebt alle Schulabschlussprüfungen

Wegen der Corona-Pandemie werden in Bayern nach den Abiprüfungen auch die Abschlussprüfungen an allen anderen Schularten verschoben. Das hat das bayerische Kultusministerium mitgeteilt. Demnach startet das Abitur jetzt am 12. Mai statt Ende April. Auch an den den Real- und Mittelschulen gehen die Prüfungen erst zwei Wochen später los als geplant - und zwar am 6. Juli.

18.1.2021, 17:02 Uhr - SPD-geführte Bundesländer und Bayern für Verlängerung

Die Ministerpräsidenten der SPD-geführten Bundesländer und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) werden sich morgen in der Bund-Länder-Schalte für eine Verlängerung des Lockdowns einsetzen. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) teilte mit, dabei gehe es vorerst um eine Verlängerung um zwei Wochen. Das sei keine leichte Entscheidung gewesen, aber es sei wichtig, dass die Zahlen "weiter runterkommen" - so Dreyer. Die Verlängerung müsse auf jeden Fall an Wirtschaftshilfen gekoppelt werden. CSU-Chef Söder sagte dem "Münchner Merkur": Bis Mitte Februar sei auch klar, wie sich die in Großbritannien aufgetretene Variante des Coronavirus in Deutschland entwickle.

Rheinland-Pfalz

Dreyer plädiert für mehr Homeoffice SPD-Länder wollen Corona-Maßnahmen verlängern

Bei den Bund-Länder-Beratungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wollen die SPD-Länderchefs eine Verlängerung der Einschränkungen bis 14. Februar vorschlagen. Das teilte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Dreyer am Montag mit.  mehr...

18.1.2021, 16:24 Uhr - Ursprung von Mutation in Garmisch noch unklar

Nach einem Corona-Ausbruch im Klinikum Garmisch-Partenkirchen ist dort eine neue Variante des Virus festgestellt worden. Woher sie komme, sei aber noch nicht bekannt, so der stellvertretende Ärztliche Direktor. Demnach handelt es sich weder um die britische, südafrikanische noch die brasilianische Variante. Es werde auch erst noch erforscht, ob sich diese Mutation weiter ausbreiten könne. Die Variante ist insgesamt bei 35 Patienten und Mitarbeitern des Klinikums festgestellt worden. Wie es zu den Ausbrüchen kommen konnte, ist noch nicht klar. Nach Ansicht des Klinikums ist die Lage aber unter Kontrolle.

18.1.2021, 15:51 Uhr - Verbraucherzentralen schalten neue Corona-Website

Die Verbraucherzentralen wollen mit einer neuen Internetseite gegen Falschinformationen über das Coronavirus vorgehen. Dafür haben die Zentralen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen die Website www.faktencheck-gesundheitswerbung.de gestartet. Das Angebot ist Teil eines vom Bundesverbraucherschutzministerium geförderten Projekts und soll dazu beitragen, Verbraucher in die Lage zu versetzen, windige Gesundheitsinformationen frühzeitig zu erkennen. Gerade in der Corona-Pandemie kursierten jede Menge Falschinformationen und unseriöse Angebote im Internet.

18.1.2021, 15:31 Uhr - Verbände gegen Homeoffice-Pflicht

Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände in Baden-Württemberg sind gegen eine Homeoffice-Pflicht für eine bessere Kontaktvermeidung in der Corona-Krise. Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes im Südwesten, Martin Kunzmann, sagte, eine solche Regelung wäre auch für viele Beschäftigte problematisch. Mobiles Arbeiten bedeute nicht automatisch, dass das auch unter guten Bedingungen passiere. Die Landesvereinigung der Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz sieht das ähnlich. Eine Homeoffice-Pflicht lasse die Bemühungen der Betriebe und die Faktenlage außer Acht, dass Ansteckungen vor allem im privaten Bereich passierten, hieß es. Die Produktion in den Unternehmen müsse weiterlaufen.

Weitere Verschärfungen ab Dienstag möglich Corona: Gewerkschaften und Arbeitgeber lehnen Homeoffice-Pflicht ab

Was kann man noch tun, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen? Politiker denken an eine Homeoffice-Pflicht. Davon halten Arbeitgeber und Gewerkschafter gar nichts.  mehr...

18.1.2021, 15:29 Uhr - Umsatzeinbruch im Gastgewerbe

Wegen der Corona-Beschränkungen haben Hoteliers und Restaurantbetreiber im vergangenen Jahr mehr als ein Drittel ihres Umsatzes verloren. Nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes liegt der Rückgang im Gastgewerbe real bei 38 Prozent. Die Hauptgeschäftsführerin des Branchenverbands Dehoga, Ingrid Hartges, sagte, die Lage sei katastrophal. Wenn nicht die versprochenen Hilfen schnell, unbürokratisch und in vollem Umfang bei den Unternehmen ankämen, käme es bestimmt zu Insolvenzen und Betriebsaufgaben.

18.1.2021, 13:34 Uhr - Louvre: 72 Prozent weniger Besucher im vergangenen Jahr

Der Pariser Louvre hat wegen der Corona-Krise im vergangenen Jahr 72 Prozent weniger Besucher verzeichnet und damit einen Verlust von rund 90 Millionen Euro eingefahren. Aufgrund der Reisebeschränkungen seien die meisten Besucher aus Frankreich gekommen, erklärte das Museum. Normalerweise kommen drei Viertel der Gäste aus dem nicht europäischen Ausland, vor allem aus China und den USA. Die meisten Menschen kamen demnach zur Leonardo-da-Vinci-Ausstellung, die bis zum 24. Februar zu sehen war. Insgesamt war der Louvre im vergangenen Jahr rund sechs Monate geschlossen.

18.1.2021, 13:29 Uhr - Zwei Luxushotels in Schweizer Nobelskiort unter Quarantäne

Im schweizerischen St. Moritz stehen zwei Luxushotels unter Quarantäne. Dort waren rund ein Dutzend Fälle einer hochansteckende Variante des Coronavirus aufgetreten. Die etwa 95 Gäste und 300 Angestellten dürfen die Hotels daher vorerst nicht verlassen. Das Gesundheitsamt hat Coronatests angeordnet.

18.1.2021, 13:18 Uhr - Großbritannien lädt Über-70-Jährige zur Impfung ein

In Großbritannien werden jetzt auch die Menschen über 70 Jahre zur Corona-Impfung eingeladen. Mehr als die Hälfte der über 80-Jährigen, die zuerst dran waren, habe bereits die erste Dosis erhalten, heißt es aus der Regierung. Bis Mitte Februar sollen 15 Millionen Menschen aus Risikogruppen und Personal von Pflegeheimen und Krankenhäusern geimpft werden. Bislang wurden 3,8 Millionen Briten geimpft. Trotz eines Lockdowns liegen die Corona-Fallzahlen in Großbritannien weiter auf hohem Niveau. Vor allem in London sind die Krankenhäuser überfüllt.

18.1.2021, 12:44 Uhr - Mehr FFP2-Masken für Risikogruppen

Zum Schutz vor dem Coronavirus sollen mehr Menschen aus Risikogruppen vom Bund finanzierte FFP2-Masken bekommen als zunächst vorgesehen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigte in Berlin an, 34,1 Millionen statt 27 Millionen Bürger bekämen Gutscheine für zwölf FFP2-Masken zugesandt. Dadurch sollen sich vor allem über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Krankheiten vor einer Ansteckung schützen.

Corona-Pandemie Diesen Nutzen haben FFP2-Masken

In Bayern sind FFP2-Masken bereits beim Einkaufen und im Nahverkehr Pflicht. Bald vielleicht auch in anderen Bundesländern? Macht eine solche Maßnahme auch Sinn?  mehr...

18.1.2021, 12:39 Uhr - Eisenmann gegen Lockdown-Verschärfung

Kurz vor dem Treffen von Bund und Ländern warnt Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) vor weiteren Verschärfungen des Lockdowns. "Die Frage ist für mich tatsächlich: Wo will man weiter verschärfen?", sagte sie in einem Talk-Format der "Bild". Sie halte es zwar für richtig, über eine Verlängerung des Lockdowns nachzudenken. Aber zu einer möglichen Verschärfung sagte sie: "Man muss den Maßnahmen ja auch die Chance geben zu wirken." Sie halte es für schwierig, jetzt schon davon zu sprechen, wie es Ostern oder gar bis Pfingsten ist. Es brauche verlässliche Zahlen, so die Spitzenkandidatin der CDU für die Landtagswahl am 14. März.

18.1.2021, 12:09 Uhr - Spahn will Virustyp genauer bestimmen lassen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will positive Corona-Tests genauer untersuchen lassen. Dadurch sollen Virusmutationen und ihre Verbreitung besser nachvollzogen werden können. Die Labore sollen die Ergebnisse der sogenannten Sequenzierungen an das Robert-Koch-Institut melden. Eine entsprechende Verordnung tritt ab heute in Kraft.

18.1.2021, 11:15 Uhr - RKI: Gemeldete Zahlen wohl unvollständig

Die heute vom Robert-Koch-Institut gemeldeten Corona-Infektionszahlen der vergangenen 24 Stunden sind möglicherweise unvollständig. Eine RKI-Sprecherin teilte mit, aus einigen Bundesländern, darunter Rheinland-Pfalz, seien auffallend wenige Meldungen eingegangen. Es werde jetzt geprüft, woran das liegen könnte. Für ein Problem in der Meldekette spricht, dass Rheinland-Pfalz zum Beispiel nur zwei neue Fälle angegeben hat. Im Schnitt hatten die Gesundheitsämter dort zuletzt mehrere hundert Neuinfektionen pro Tag übermittelt. Am Dienstag könnte es also Nachmeldungen geben. Für ganz Deutschland hat das Robert-Koch-Institut an diesem Montagmorgen gut 7.100 neue Corona-Fälle gelistet - gut 5.000 weniger als vor einer Woche.

18.1.2021, 10:34 Uhr - Offenbar neue Virus-Variante in Bayern entdeckt

Im bayerischen Garmisch-Partenkirchen wurde offenbar eine neue Variante des Coronavirus entdeckt. Das berichtet der Bayerische Rundfunk unter Berufung auf die Zeitung "Münchner Merkur". Die Variante ist demnach in einem Krankenhaus in der Stadt aufgetreten. Labormitarbeiter hätten mit Hilfe eines speziellen Laborgeräts Unregelmäßigkeiten bei drei Corona-Abstrichen festgestellt. Die Proben wurden danach an der Berliner Charité untersucht. Eine tiefergehende Analyse habe bestätigt, dass es sich um eine neue Variante des Coronavirus handelt. Das Expertenteam um den Virologen Christan Drosten wird die Virusvariante genauer untersuchen, um zu klären, was diese Veränderung bewirkt. Ende Januar wird mit Ergebnissen gerechnet.

18.1.2021, 9:03 Uhr - Habeck fordert Recht auf Homeoffice

Grünen-Chef Robert Habeck hat einen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice im Kampf gegen die Corona-Pandemie gefordert. Das sei ein sehr leicht durchzusetzendes Instrument, sagte Habeck im ARD-Morgenmagazin. 40 Prozent der Menschen in Deutschland könnten von zuhause aus arbeiten, aber nur 14 Prozent täten dies aktuell, so Habeck. Als weiteres Instrument sei auch der Einsatz von FFP2-Masken möglichst überall im öffentlichen Leben nötig. Die sehr teuren Masken sollten subventioniert oder kostenlos abgegeben werden. Morgen wollen die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Corona-Regeln beraten.

18.1.2021, 9:03 Uhr - 73 Prozent weniger Fluggäste in Frankfurt

Der größte deutsche Flughafen in Frankfurt hat 2020 wegen Corona wie erwartet deutlich weniger Passagiere gezählt als im Vorjahr. Nämlich knapp 19 Millionen - ein Minus von rund 73 Prozent, wie der Betreiber Fraport mitteilte. Das sei die niedrigste Passagierzahl seit 1984. Bei den Frachtflügen war das Minus mit gut acht Prozent deutlich geringer - unter anderem wegen vieler Lieferungen wichtiger medizinischer Güter.

18.1.2021, 8:30 Uhr - Haseloff: Corona-Maßnahmen an bestimmten Stellen verschärfen

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hält trotz der zuletzt etwas gesunkenen Corona-Zahlen eine Verschärfung der Maßnahmen für nötig. Die jetzige Tendenz sei durchaus positiv, "aber sie muss nachhaltig gestaltet werden", sagt Haseloff im Deutschlandfunk.

Zumal infektiösere Virus-Mutationen eine Gefahr darstellten. Es sei ganz klar, dass an bestimmten Stellen weiter verschärft werden müsse, um das, was andere Länder erlebt hätten, in Deutschland vermeiden zu können. Vor allem müssten die beschlossenen Maßnahmen erst einmal konsequent umgesetzt werden. Ein Herunterfahren der Wirtschaft lehnte er ab. Schließlich sei die Wirtschaft die Basis dafür, dass die Maßnahmen bezahlbar blieben.

18.1., 2021, 8:16 Uhr - Spahn: Erste Erfolge bei Corona-Zahlen, aber keine Entwarnung

Nach Meinung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) deuten die aktuellen Corona-Infektionszahlen auf eine erste Entspannung hin. Man habe erste Erfolge, die Intensivstationen seien um zehn bis 15 Prozent leerer geworden, sagte Spahn im ARD-Morgenmagazin. Entwarnung könne jedoch noch nicht gegeben werden. Ein Risiko seien Corona-Mutationen, die sehr wahrscheinlich zu einer höheren Ansteckungsrate führten. Spahn rief die Bürger auf, harte Maßnahmen mitzutragen.

18.1.2021, 7:30 Uhr - Brinkhaus zu Corona-Verschärfungen im SWR Tagesgespräch

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus rechnet damit, dass bei den morgigen Bund-Länder-Beratungen über weitere Kontaktbeschränkungen diskutiert wird. Es könne aber auch darum gehen, wie man es schaffe, dass mehr Menschen von zu Hause aus arbeiteten, sagte Brinkhaus im SWR 2-Tagesgespräch.

Die Forderung der FDP nach einer Sondersitzung des Bundestags zu den Corona-Maßnahmen wies der CDU-Politiker zurück. Dies sei eine PR-Aktion der Liberalen. Der Bundestag sei eingebunden und habe jederzeit die Möglichkeit, alles wieder zurückzuholen was von den Regierungen beschlossen werde, so Brinkhaus.

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18.1.2021, 6:30 Uhr - Medienberichte: Ausgangssperren in ganz Deutschland geplant

Das Kanzleramt plant nach Informationen des Wirtschaftsmagazins "Business Insider" in ganz Deutschland offenbar nächtliche Ausgangssperren wie zum Beispiel in Baden-Württemberg einzuführen. In Regierungskreisen heiße es, die Bundesländer hätten grundsätzlich ihre Zustimmung signalisiert. Außerdem werde überlegt, eine FFP-2-Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr einzuführen. Unternehmen sollen gegebenenfalls verpflichtet werden, Home-Office anzubieten. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten wollen Dienstag über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten.

18.1.2021, 6:25 Uhr - Stadtklinik Frankenthal beschließt Aufnahmestopp

Nach einer Häufung von Corona-Infektionen hat die Stadtklinik Frankenthal einen freiwilligen Aufnahmestopp beschlossen. Nach Angaben der Frankenthaler Stadtverwaltung müssen insgesamt 1.000 Personen zwei Mal getestet werden. Die chirurgische Abteilung der Stadtklinik sei von dem Corona-Ausbruch betroffen, teilte die Stadt mit. Die Infektionen seien aufgefallen, als ein Patient vor seiner Verlegung getestet wurde. Der Aufnahmestopp soll bis zum 26. Januar dauern. Erste Tests hätten ergeben, dass vier Ärzte sowie zwei Mitarbeiter Corona-positiv sind, dazu kämen zwei Verdachtsfälle. Drei infizierte Patienten seien auf die Covid-Station verlegt worden.

Frankenthal

Mehrere Corona-Infektionen Aufnahmestopp in Frankenthaler Stadtklinik

Nach einer Häufung von Corona-Infektionen hat die Stadtklinik Frankenthal einen freiwilligen Aufnahmestopp beschlossen. Nach Angaben der Frankenthaler Stadtverwaltung müssen insgesamt 1.000 Personen zwei Mal getestet werden.  mehr...

Anstöße SWR1 Rheinland-Pfalz

18.1.2021, 6:05 Uhr - Bundesrat entscheidet über Kinderkrankengeld

Der Bundesrat entscheidet heute in einer Sondersitzung über die zusätzlichen Kinderkrankentage für gesetzlich versicherte Eltern. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass die Tage wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr verdoppelt werden - von zehn auf 20 Tage, für Alleinerziehende auf 40 Tage. Der Anspruch soll nicht nur bei Krankheit des Kindes gelten, sondern auch wenn Kitas, Schulen oder Betreuungseinrichtungen wegen der Pandemie geschlossen sind. Der Bundestag hat dem Gesetz schon zugestimmt.

18.1.2021, 5:47 Uhr - RKI: Mehr als 7.000 Neuinfektionen

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 7.141 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Weitere 214 Menschen sind laut RKI durch oder im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Die erfassten Zahlen sind an Montagen allerdings meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

18.1.2021, 5:30 Uhr - Australien wird wohl Grenzen für Touristen nicht öffnen

Australien wird in diesem Jahr voraussichtlich keine Touristen ins Land lassen. Der medizinische Chefberater der Regierung, Brendan Murphy, hat in einem Fernseh-Interview gesagt, freie Reisen seien 2021 nicht zu erwarten - auch wenn bald die Impfkampagne beginne. "Selbst wenn wir einen großen Teil der Bevölkerung geimpft haben, wissen wir nicht, ob das die Übertragung des Virus verhindern wird", sagte er. Australien hat seine Grenzen im März vergangenen Jahres geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Das Land hat sich Dosen der Vakzine von Biontech und Pfizer sowie AstraZeneca gesichert, die Impfkampagne wird voraussichtlich Ende Februar starten.

18.1.2021, 3:49 Uhr - Brasilien startet mit Impfungen

Die Nationale Behörde für Gesundheitsüberwachung in Brasilien hat zwei Corona-Impfstoffen eine Notfallzulassung erteilt: Zum einen dem vom britischen Pharmaunternehmen AstraZeneca und zum anderen dem vom chinesischen Konzern Sinovac. Kurz darauf erhielt eine Krankenschwester die erste Impfung. Brasilien ist nach den USA das am härtesten von der Corona-Pandemie betroffene Land. Bislang haben sich dort etwa 8,5 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Fast 210.000 Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hatte sich häufig verächtlich über die Impfstoffe geäußert.

18.1.2021, 2:24 Uhr - BKK-Verbandschef fordert schnelle Schulöffnung

Der Chef des Verbandes der Betriebskrankenkassen (BKK), Frank Knieps, hat vor der Gefahr länger geschlossener Schulen gewarnt und gleichzeitig eine schnelle Öffnung gefordert. Er sagte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", der Staat könne es nicht hinnehmen, dass es vom Geldbeutel oder dem Improvisationstalent der Eltern abhänge, ob die Kinder Zugang zu Bildung bekämen. In bildungsfernen Haushalten gebe es Kinder ohne Computer und ohne Unterstützung beim Lernen. Das Risiko, dass Kinder beim Infektionsgeschehen eine größere Rolle spielten als bisher vermutet, müsse man eingehen. Das grundsätzliche Ziel, Kontakte zu reduzieren, stellte Knieps aber nicht in Frage.

18.1.2021, 1:20 Uhr - Scholz gegen Bevorzugung von Corona-Geimpften

Auch Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat den Vorstoß seines Kabinetts- und Parteikollegen Heiko Maas für mehr Freiheiten von Corona-Geimpften zurückgewiesen. Scholz sagte der "Bild-Zeitung", er halte diese Diskussion für nicht praktisch. Die Bevölkerung solle da eher ein Gefühl von Solidarität haben. Maas hatte sich dafür ausgesprochen, dass Geimpfte früher als die anderen wieder Restaurants oder Kinos besuchen sollen können. Auch das SPD-geführte Justizministerium und das CDU-geführte Gesundheitsministerium lehnten den Vorstoß von Maas ab.

18.1.2021, 0:12 Uhr - Slowakei verschärft Ausgangsbeschränkungen

Die Slowakei verschärft im Kampf gegen die Corona-Pandemie ihre Ausgangsbeschränkungen. Ministerpräsident Igor Matovic teilte mit, ab Montag würden Corona-Massentests im ganzen Land durchgeführt. Außerdem werde auch der Weg zur Arbeit nur mit einem negativen Corona-Test erlaubt sein. In der Slowakei gilt ein grundsätzliches Verbot, die eigene Wohnung zu verlassen. Der Weg zur Arbeit galt allerdings als wichtige Ausnahme. Die Slowakei hatte im vergangenen Oktober mit Massentests fast aller über zehn Jahre alten Einwohner für internationales Aufsehen gesorgt.

Rückblick

Corona-Krise: Updates, Zahlen und Informationen Corona-Blog vom 11. bis 17. Januar

Alle wichtigen Entwicklungen zum Coronavirus vom 11. bis 17. Januar können Sie hier nachlesen.   mehr...

Corona-Krise: Updates, Zahlen und Informationen Corona-Blog vom 4. bis 10. Januar

Alle wichtigen Entwicklungen zum Coronavirus vom 4. bis 10. Januar lesen Sie hier.  mehr...

Corona-Krise: Updates, Zahlen und Informationen Corona-Blog vom 28. Dezember bis 3. Januar

Alle wichtigen Entwicklungen zum Coronavirus vom 28. Dezember bis 3. Januar können Sie hier in unserem Live-Blog nachlesen.  mehr...

Baden-Württemberg

Das Coronavirus und die Folgen für das Land Live-Blog zum Coronavirus in BW: Große Mehrheit der Kreise weiter über 100er-Schwelle

Das Coronavirus bestimmt den Alltag der Menschen im Land. Im Live-Blog fassen wir die neuesten Entwicklungen rund um die Pandemie und die Beschränkungen zusammen.  mehr...

Rheinland-Pfalz

Aktuelle Lage im Land Corona-Live-Blog in RP: EU wird Vertrag mit Astrazeneca nicht verlängern

Die Sieben-Tage-Inzidenz geht in Rheinland-Pfalz langsam zurück, doch das Coronavirus ist weiter das bestimmende Thema im Land. Die aktuelle Entwicklung hier im Blog.  mehr...

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