STAND

Alle wichtigen Entwicklungen zum Coronavirus in der Zeit vom 23. bis 29. November können Sie hier nachlesen. Die aktuellen Informationen finden Sie im Live-Blog.

29.11.2020, 19:15 Uhr - Berlin wieder unter selbstgesetztem Warnwert für Intensivbetten

Die Berliner Corona-Ampel für Intensivbetten zeigt wieder Gelb. Nach den aktualisierten Werten sind nun 24,2 Prozent der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt. Die Ampel war mit einem für Samstag nachgelieferten Wert von 25,3 Prozent erstmals auf die höchste Warnstufe gesprungen. Bei den Fallzahlen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner zeigt das Ampelsystem schon länger Rot an.

Bei anhaltend zu hohen Zahlen können sich einzelne Krankenhäuser aus dem allgemeinen Notruf ausklinken. Notfälle werden dann nicht mehr in ihre Notaufnahmen und Intensivstationen gebracht, sondern auf Krankenhäuser mit freien Kapazitäten verteilt.

29.11.2020, 18:47 Uhr - Brinkhaus: Länder an Corona-Kosten stärker beteiligen

Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus besteht trotz Kritik einiger Landesregierungen darauf, dass sich die Bundesländer künftig an den Entschädigungen für Corona-Auflagen für Firmen beteiligen. "Das kann nicht so bleiben, das muss neu zugeschnitten werden", sagt der CDU-Politiker in der ARD. Er sehe, dass die Länder auch einen Beitrag leisteten. "Aber das ist aus der Balance geraten."

29.11.2020, 16:06 Uhr - Eisenmann will Hotelübernachtungen für Familienbesuche in BW ermöglichen

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) will über die Weihnachtstage Hotelübernachtungen für Familienbesuche auch in Baden-Württemberg ermöglichen. Viele Familien verfügten nicht über ein Gästezimmer, sagte Eisenmann der "Heilbronner Stimme". Die Landesregierung solle dringend erörtern, ob Hotelübernachtungen aus familiärem Anlass vom 23. bis 27. Dezember zugelassen werden könnten. Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Berlin, Schleswig-Holstein und Niedersachsen kündigten bereits an, Hotelübernachtungen für Familienbesuche über Weihnachten zulassen zu wollen. Die Länder stellen sich gegen eine Empfehlung des Bundeskanzleramts.

29.11.2020, 14:22 Uhr - Einzelhandel bangt um Weihnachtsgeschäft

Viele Einzelhändler blicken zum Beginn der Adventszeit sorgenvoll auf das Weihnachtsgeschäft. Nach einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) rechnet mehr als die Hälfte der Befragten für Dezember mit deutlich weniger Kunden und sinkenden Umsätzen. 38 Prozent aller Einzelhandelsunternehmen und sogar 45 Prozent der Innenstadthändler sehen ihre Existenz durch die Corona-Krise bedroht. "Die Aussichten für das Weihnachtsgeschäft sind in diesem Corona-Jahr vor allem für viele innerstädtische Händler und dort insbesondere die Modehäuser beunruhigend schlecht", erklärte der HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. "Am Ende könnten ganze Stadtzentren verloren gehen."

Allerdings sind nicht alle Branchen betroffen - das Geschäft mit Haushaltswaren, Heimwerkerbedarf, Einrichtungsgegenständen und Lebensmitteln läuft dem Verband zufolge derzeit für viele Händler zufriedenstellend, teilweise auch sehr gut. Auch der Online-Handel profitiert demnach und wird seine Umsätze in November und Dezember im Vergleich zum Vorjahr wohl um ein Drittel steigern können. "Die Menschen kaufen auch in der Corona-Krise viele Weihnachtsgeschenke, sie kaufen sie aber öfter online als sonst", erklärte Genth.

29.11.2020, 13:55 Uhr - Stiftung Patientenschutz warnt vor zu hohen Erwartungen an Impfungen

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat vor zu hohen Erwartungen mit Blick auf mögliche Impfungen gegen das Coronavirus gewarnt. Es sei gefährlich, den Eindruck zu erwecken, "dass Impfungen vor dem Virus umfassend schützen", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Nachrichtenagentur epd. "Den Corona-Ironman wird es auch dann nicht geben." Die Seren würden helfen, die Erkrankung Covid-19 zu mildern. Ob Impfungen die Infektion verhindern können, sei jedoch unsicher. Auch geimpfte Pflegekräfte und Ärzte könnten das Virus weitergeben, erklärte Brysch weiter.

29.11.2020, 13:59 Uhr - Söder: Es wird zu wenig über Corona-Tote geredet

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich empört darüber geäußert, dass in Deutschland zu wenig über Corona-Tote gesprochen werde. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe in den Beratungen mit den Ministerpräsidenten gesagt, dass Corona in diesem Jahr die dritthäufigste Todesursache in Deutschland werden dürfte, sagte der CSU-Politiker bei einem Treffen der Jungen Union. In Bayern verzeichne man sechsmal so viele Corona- wie Verkehrstote.

29.11.2020, 13:29 Uhr - "Querdenken"-Bewegung ist kein Fall für den Verfassungsschutz

Die sogenannte Querdenken-Bewegung mit ihren Protesten gegen die Corona-Maßnahmen ist vorerst kein Fall für den Verfassungsschutz. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das Bundesamt und die 16 Landesämter für Verfassungsschutz hätten sich dazu vergangene Woche abgesprochen.

Im Moment reicht es demnach noch nicht für eine Einstufung der Bewegung zum Beobachtungsobjekt. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte den Zeitungen jedoch, sollte es bei "Querdenken" oder anderen Gruppierungen in Zukunft tatsächliche Anhaltspunkte für extremistische Bestrebungen geben, werde der Verfassungsschutz die Beobachtung unverzüglich aufnehmen.

29.11. 2020, 13:09 Uhr - Karliczek: Noch viel Aufklärungsbedarf bei Corona-Impfungen

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) sieht in der Bevölkerung beim Thema Corona-Impfungen noch viel Aufklärungsbedarf. "Dazu gehört, immer wieder zu verdeutlichen, dass die Zulassungsbehörden keinerlei Abstriche an den Standards machen, die für die Zulassung eines Impfstoffes gelten", sagte Karliczek der Nachrichtenagentur dpa. Sie versicherte: "Die zugelassenen Impfstoffe werden daher wirksam und vor allem sicher sein."

Es sei erfreulich, dass sich rund die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger impfen lassen wollten. "Es wäre allerdings schön, wenn die Bereitschaft noch etwas steigen würde." Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist eine Durchimpfungsrate von 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung nötig, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen. Karliczek bekräftigte aber, dass es keinen Impfzwang geben werde.

Die Bevölkerung müsse von den Vorteilen einer Corona-Impfung überzeugt werden. "Je höher die Impfquote im Laufe der Zeit, desto eher ist es möglich, die vielen Einschränkungen aufzuheben und zu unserem normalen Leben zurückzukehren", sagte die Ministerin weiter. Die Impfung habe nicht nur einen Vorteil für jede Person selbst, die Impfung sei auch ein Dienst an der Gemeinschaft.

29.11.2020, 11:45 Uhr - BW: 400.000 Euro Soforthilfe für Obachlose

Das Land Baden-Württemberg stellt weitere 400.000 Euro Soforthilfe für Obdachlose bereit. Mit dem Geld sollen Kommunen, Stadt- und Landkreise unterstützt werden, um mehr Räume für Notübernachtungen zur Verfügung zu stellen, teilte Sozialminister Manfred Lucha (Bündnis 90/Grüne) mit.

Die Corona-Krise treffe Menschen ohne festen Wohnsitz besonders in der kalten Jahreszeit hart. In Notunterkünften müssten die Räume meist mit mehreren Menschen geteilt werden. Die Abstands- und Hygieneregeln könnten so nicht immer eingehalten werden.

29.11.2020, 10:58 Uhr - Lambrecht für weitere Entschädigungszahlungen für die Wirtschaft

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) fordert Entschädigungszahlungen für die Wirtschaft bis zum Ende der Corona-Beschränkungen. Der "Welt am Sonntag" sagte die SPD-Politikerin, dass sie das für rechtlich geboten halte. Die finanziellen Möglichkeiten des Bundes seien aber nicht grenzenlos. Lambrecht rief die Länder dazu auf, sich stärker zu beteiligen.

Aus mehreren Bundesländern gibt es bereits Kritik an einer ähnlichen Forderung des Unionsfraktionsvorsitzenden Ralph Brinkhaus (CDU). Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) etwa sagte der Funke Mediengruppe, die Länder zahlten schon die ganze Zeit sehr viel.

29.11.2020, 08:58 Uhr - Steinmeier spricht Bürgern Mut zu 

Angesichts der Corona-Krise hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Menschen in Deutschland zu Beginn der Adventszeit Mut zugesprochen. Die Pandemie werde uns nicht die Zukunft nehmen, schrieb Steinmeier in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag".

Zunächst sei zwar weiter Verzicht gefragt, aber Deutschland könne voller Zuversicht sein. Die Fortschritte der medizinischen Forschung machten Hoffnung. Der Bundespräsident lobte zudem das Verhalten der Bevölkerung: eine überwältigende Mehrheit zeige Rücksicht und Solidarität. Und auch wenn die Adventswochen in diesem Jahr stiller seien, könne man sich - trotz Abstand - nahe sein, etwa mit Telefonaten oder Briefen.

29.11.2020, 6:02 Uhr - 14.611 Neuinfektionen in Deutschland gemeldet

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) am Wochenende vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. Innerhalb eines Tages wurden 14.611 neue Fälle übermittelt, wie das RKI bekanntgab. Der bisherige Höchststand war am Freitag vor einer Woche (20.11.) mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl bei 15.741 gelegen. 

Sonntags und montags sind die Zahlen vergleichsweise gering, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden zudem 158 neue Todesfälle.

29.11.2020, 1:30 Uhr - Wirtschaftsforschungsinstitut: Bund zahlt zu viel Corona-Hilfen aus

Der Bund zahlt nach einer Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zehn Milliarden Euro an Corona-Hilfen zu viel aus. Der Berechnung zufolge verdienten die betroffenen Betriebe - vor allem aus der Gastronomie und dem Veranstaltungsgewerbe - dank der Entschädigung des Staates in vielen Fällen mehr Geld, als wenn sie geöffnet hätten, berichtet die "Welt am Sonntag". In den betroffenen Branchen seien im Durchschnitt die Hälfte der Kosten variabel und fielen nicht an, wenn die Betriebe geschlossen seien. Dennoch zahlt der Bund den Unternehmen 75 Prozent des Umsatzes aus dem Vergleichsmonat des vergangenen Jahres.

28.11.2020, 23:36 Uhr - Auch Hotels in Meck-Pomm dürfen an Weihnachten öffnen

Auch Hotels in Mecklenburg-Vorpommern dürfen in der Weihnachtszeit Übernachtungen für Familienbesuche anbieten. Das hat die Landesregierung in Schwerin entschieden. Konkret sind vom 23. Dezember bis 1. Januar maximal drei Übernachtungen für Gäste erlaubt, die ihre Familie besuchen. Mecklenburg-Vorpommern stellt sich damit gegen eine Empfehlung des Bundeskanzleramts - und schließt sich der Linie von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hessen und Berlin an. In anderen Bundesländern laufen noch Beratungen.

28.11.2020, 19:35 Uhr - Großbritannien will Biontech-Impfstoff nächste Woche zulassen

Der Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und des US-Konzerns Pfizer soll in Großbritannien offenbar schon nächste Woche zugelassen werden. Nur wenige Stunden später solle auch die Auslieferung des Mittels beginnen, berichtet die britische Zeitung "Financial Times". In der EU ist nach Einschätzung von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine Zulassung in der zweiten Dezemberhälfte möglich. Auch in den USA haben die Unternehmen eine Notfallzulassung ihres Impfstoffs beantragt.

28.11.2020, 17:50 Uhr - Gastronomen demonstrieren in Mainz

In Mainz beginnt am Abend eine Demonstration von Betroffenen, die finanziell unter den Corona-Auflagen leiden. Unter anderem wollen Gastronomen, Kulturschaffende und Veranstaltungstechniker nach den verlängerten Beschränkungen auf ihre Situation aufmerksam machen. Ein Sprecher sagte, es gehe nicht darum, die Corona-Regelungen generell zu kritisieren. Nach Angaben der Stadt Mainz sind, unter Einhaltung der Corona-Regeln, 40 Teilnehmer erlaubt.

28.11.2020, 15:11 Uhr - Bätzing fordert frühzeitige Impfung für Seelsorger

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, fordert eine frühzeitige Impfung für Seelsorger. Geschützt werden müssten diejenigen, "die wir jetzt am meisten brauchen", sagte der Limburger Bischof den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dazu gehörten neben Beschäftigten in der Pflege, Erziehung und den Schulen auch Seelsorger, "die Dienst an den Menschen in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen tun", sagte Bätzing.

Alle, die dort wirkten, um den Menschen nah zu sein, "sollten in einem frühen Stadium zu denen gehören, die die Impfung bekommen". Dass im ersten Lockdown Menschen zum Teil ohne Begleitung hätten sterben müssen, sei "etwas Schreckliches", so Bätzing.

Gedenktag für Corona-Opfer angeregt Bätzing fordert frühzeitige Impfung für Seelsorger

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Bätzing, fordert eine frühzeitige Impfung für Seelsorger. Geschützt werden müssten diejenigen, "die wir jetzt am meisten brauchen", sagte der Limburger Bischof.  mehr...

SWR Aktuell Rheinland-Pfalz SWR Fernsehen RP

28.11.2020, 14:43 Uhr – Scholz: Lebenswerte Zukunft kommt nicht von allein

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat bei den Jusos dafür geworben, mit ihm zusammen für einen Politikwechsel und eine lebenswerte Zukunft zu kämpfen. „Wir müssen dafür Sorge tragen, dass unser Land sich weiterentwickelt“, sagte der Vizekanzler beim Bundeskongress der Jungsozialisten. Das gemeinsame politische Ziel müsse ein Deutschland sein, das sozial sei und das zusammenhalte. Eine bessere Zukunft komme nur, wenn man sich dafür einsetze. Es gehe darum, dass all das, was Deutschland in der Corona-Krise stark mache – eine leistungsfähige Volkswirtschaft und ein schützendes Gemeinwesen - nach der Krise nicht ab-, sondern ausgebaut werde, betonte Scholz. Es gehe auch darum, dass sich niemand in der Gesellschaft als etwas Besseres empfinde.

28.11.2020, 14:33 Uhr – Protest-Aktion gegen weggeworfene Einwegmasken in Mannheim

In Mannheim hängen Hunderte Mund-Nasen-Bedeckungen am Rhein-Ufer. Damit wollen Aktivisten auf Umweltverschmutzung aufmerksam machen – und auf die Gefahren, die von benutzten Masken ausgehen.

Protest-Aktion in Mannheim So machen Umweltschützer auf Gefahr durch weggeworfene Masken aufmerksam

In Mannheim hängen Hunderte Mund-Nasen-Bedeckungen am Rhein-Ufer. Damit wollen Aktivisten auf Umweltverschmutzung aufmerksam machen – und auf die Gefahren, die von benutzten Masken ausgehen.  mehr...

28.11.2020, 14:25 Uhr - Vorbereitungen für Corona-Impfungen laufen - Bundeswehr soll helfen

In Deutschland laufen die Vorbereitungen für die anstehenden Corona-Impfungen auf Hochtouren. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Bundeswehr. Bereits jetzt helfen Soldaten bei der Kontaktnachverfolgung. Allein in Baden-Württemberg unterstützen 570 Soldaten die Gesundheitsämter in fast allen Landkreisen. Auch in Rheinland-Pfalz hilft die Bundeswehr in über 50 Landkreisen.

Sollte der Impfstoff zur Verfügung stehen und die Impfkampagne beginnen, brauchen die Gesundheitsämter ihr medizinisches Personal für die Massenimpfungen. Damit die anderen Aufgaben nicht vernachlässigt werden, erklärte sich die Bundeswehr bereit, mit noch mehr Soldaten auszuhelfen.

28.11.2020, 13:35 Uhr - Großbritannien: 1.300 positive Corona-Tests falsch

In Großbritannien haben über 1.300 Menschen fälschlicherweise ein positives Corona-Testergebnisse bekommen. Es habe bei den Tests ein Problem mit den Chemikalien gegeben, hat die britische Gesundheitsbehörde gesagt. Die Betroffenen müssten sich jetzt nochmal testen lassen. Schon im Oktober hatte es in Großbritannien eine Panne gegeben. Tausende positive Fälle waren erstmal nicht in der Statistik aufgetaucht, weil sie nicht korrekt in eine Excel-Tabelle übertragen worden waren.

28.11.2020, 12:00 Uhr - Altmaier: Verlängerung der Corona-Beschränkungen bis Frühjahr möglich

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) schließt strenge Corona-Beschränkungen in den ersten Monaten im kommenden Jahr nicht aus. Der CDU-Politiker sagte der "Welt", wir hätten drei bis vier lange Wintermonate vor uns, deshalb könne man noch keine Entwarnung geben.

28.11.2020, 8:30 Uhr - Spahn bekräftigt: Impfstoff kommt Mitte Dezember

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet weiter Mitte Dezember mit der Zulassung des ersten Anti-Corona-Impfstoffes in Deutschland. Die Entwicklung von Biontech sei sicher und wirksam, sagte er dem Bayerischen Rundfunk. Deutschland habe sich dennoch insgesamt über 300 Millionen Impfstoffdosen von unterschiedlichen Herstellern gesichert. Bundesweit sind Zentren für Massenimpfungen geplant.

28.11.2020, 7:50 Uhr - RKI meldet 21.695 Neuinfektionen

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 21.695 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden übermittelt. Am vergangenen Samstag hatte die Zahl bei 22.964 gelegen. Der Höchststand war am Freitag vor einer Woche (20.11.) mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Die Gesundheitsämter meldeten binnen eines Tages zudem 379 neue Todesfälle.

28.11.2020, 1:46 Uhr - Frankreich meldet Corona-Erfolge

Frankreich meldet Erfolge im Kampf gegen das Coronavirus. Die Zahl der Neuinfektionen ist auf rund 12.500 gesunken - das sind 10.000 weniger als vor einer Woche. Auch die Lage in den Krankenhäusern entspannt sich.

Von heute an gelten in Frankreich wieder weniger strikte Corona-Regeln. Auch nichtlebensnotwendige Läden dürfen ihre Türen dann wieder öffnen - allerdings nur unter Auflagen. So müssen pro Kunde acht Quadratmeter Verkaufsfläche zur Verfügung stehen. Für Sport und Spazieren im Freien wird künftig mehr Zeit eingeräumt. Statt bisher einer Stunde pro Tag sind nunmehr drei erlaubt, der Radius erweitert sich von einem auf 20 Kilometer um den Wohnort herum. Auch außerschulische Aktivitäten dürfen draußen wieder stattfinden. 

28.11.2020, 0:42 Uhr - Bundesregierung zahlt Novemberhilfen aus

Die Bundesregierung hat die ersten sogenannten Novemberhilfen ausgezahlt. Das hat Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) bekanntgegeben. Unternehmen, die wegen der Corona-Beschränkungen keine Umsätze haben, können die Hilfen beantragen. Sie sollen auch im Dezember gezahlt werden.

28.11.2020, 0:33 Uhr - Belgien lockert Corona-Maßnahmen

Belgien lockert nach vier Wochen seine Corona-Beschränkungen. Die Infektionszahlen in dem Land sind deutlich zurückgegangen - die Menschen bekommen wieder etwas mehr Bewegungsfreiheit. Viele Einrichtungen müssen aber weiter geschlossen bleiben.

27.11.2020: 15 Milliarden Euro Dezemberhilfen

27.11.2020, 19:05 Uhr - Regierungssprecher Seibert: "Falls möglich, vor Weihnachten Schutzwoche einlegen"

Die Bundesregierung mahnt im Hinblick auf Weihnachten zu Umsicht und Vorsicht. Jeder sollte sich bewusst sein, dass es kein normales Weihnachtsfest, sondern ein Weihnachten in der Pandemie sei, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. "Grundsätzlich muss allen klar sein, dass es um Kontaktreduzierung geht. Das ist eines unser stärksten Instrumente im Kampf gegen die weitere Ausbreitung der Pandemie."

Er empfiehlt, vor Weihnachten eine "Schutzwoche" einzulegen, sofern möglich. Das sei auch der Grund, wieso die Schulferien bereits am 19. Dezember beginnen sollen. "Also eine Woche vor dem Weihnachtsfest, in der jeder seine Kontakte extrem reduziert, womöglich auch zu Hause bleibt, bevor es dann zum Beispiel zur Begegnung von Großeltern mit Enkeln kommt", so Seibert.

27.11.2020, 19:00 Uhr - Gericht bestätigt Verbot einer "Querdenker"-Demo in Heinsberg

Das Verwaltungsgericht Aachen hat das Verbot einer für Sonntag geplanten "Querdenker"-Demonstration in Heinsberg bestätigt. Das vom Ordnungsamt der Stadt Heinsberg ausgesprochene Verbot der geplanten Kundgebung und der anschließenden Demonstration sei zulässig, weil es bei der Versammlung zu "erheblichen Infektionsgefahren" kommen könnte, teilte die 6. Kammer des Gerichts in einem Eilverfahren mit. (AZ: 6 L 886/20) Zu den Protesten in Heinsberg wurden von dem Veranstalter rund 350 Teilnehmer angemeldet.

Die Stadt hatte die Versammlung untersagt, weil bei dem geplanten Demonstrationszug die Einhaltung der nach der Corona-Schutzverordnung geltenden Mindestabstände nicht gewährleistet werden könne. Gegen den Beschluss kann der Antragsteller Beschwerde einlegen, über die das Oberverwaltungsgericht für das Land NRW in Münster entscheidet.

Der Landkreis Heinsberg hatte zu Jahresbeginn Schlagzeilen gemacht, weil sich dort viele Menschen offenbar während einer Karnevalsfeier mit dem Virus angesteckt hatten. Er war im Frühjahr zu einem der ersten deutschen Corona-Hotspots geworden.

27.11.2020, 16:00 Uhr - Regierung rechnet mit rund 15 Milliarden Euro Dezemberhilfen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) geht auch im Dezember von mindestens 15 Milliarden Euro Hilfe für Unternehmen aus, die von den Corona-Beschränkungen betroffen sind. Das könne auch noch mehr werden. Eine "Welle von Unternehmenspleiten" wäre aber viel schwieriger, als nun viel Geld auszugeben, argumentierte 'Scholz. Schon in diesem Monat rechnet der Bund mit Finanzhilfen von bis zu 15 Milliarden Euro - diese können seit zwei Tagen beantragt werden. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sprach von einer hohen Nachfrage. Mit den Hilfen im Dezember sollen wie im November auch Umsatzausfälle von Firmen und Selbstständigen zu einem großen Teil ausgeglichen werden. Details bespreche man nun mit der EU-Kommission, sagte Scholz.

27.11.2020, 15:47 Uhr - Lauterbach: Lockdown-Ausnahmen wären ein Rückschlag

Der Epidemiologe und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kritisiert die von einigen Bundesländern angekündigten Lockdown-Ausnahmen insbesondere beim Beherbergungsverbot. "Ich bin überrascht über die Ausnahmen; wenn sie kommen, wäre das ein Rückschlag für die Pandemie-Bewältigung", sagte er im SWR.

Wenn man so weitermache, werde es über Monate hinweg keine wirklichen Lockerungen geben können, fügte Lauterbach hinzu. Trotz der zu erwartenden Lockdown-Ausnahmen zeigte sich der SPD-Gesundheitsexperte generell zufrieden mit der Corona-Politik von Bund und Ländern. Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern habe man angemessen und früh genug reagiert - auch auf die zweite Welle.

27.11.2020, 15:07 Uhr - BW: Viele Atemschutzmasken mangelhaft

Atemschutzmasken, die in Baden-Württemberg auf den Markt gekommen sind, haben zum Teil erhebliche Mängel. Das hat das baden-württembergische Umweltministerium nach einer Untersuchung der Marktüberwachung Tübingen im Frühjahr mitgeteilt. Die Behörde hat 1.300 Masken untersucht, 380 waren mangelhaft. Die Masken filterten die Luft nicht ausreichend oder konnten nicht dicht genug an das Gesicht angelegt werden. Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) kündigte an, deshalb die Kontrollen in den nächsten Monaten zu verschärfen.

27.11.2020, 13:30 Uhr - BW: Liftbetreiber befürchten "Chaos im Schwarzwald"

Angesichts der anstehenden Skisaison ist eine Diskussion über Wintersport in der Corona-Krise entbrannt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will wegen der Corona-Krise die Skigebiete in Europa geschlossen halten - stößt aber auf Widerstand. So warnen etwa Liftbetreiber im Schwarzwald unter anderem vor großen Einbußen im Tourismus.

Streit über Startzeitpunkt Corona-Skisaison: Liftbetreiber fürchten "Chaos im Schwarzwald"

Bundeskanzlerin Angela Merkel will wegen der Corona-Krise die Skigebiete in Europa geschlossen halten - stößt aber auf Widerstand. So warnen Liftbetreiber im Schwarzwald vor großen Einbußen im Tourismus.  mehr...

27.11.2020, 13:03 Uhr - Österreich besteht auf Skifahren an Weihnachten

Österreich besteht weiterhin darauf, trotz Corona im ganzen Land im Dezember in die Skisaison zu starten. Österreich werde ab Anfang Dezember mit Massentests versuchen, Infizierte schnell ausfindig zu machen und dann das Öffentliche Leben wieder behutsam hochfahren, sagte die österreichische Tourismus-Ministerin Elisabeth Köstinger im SWR. Das Risiko, sich beim Skifahren anzustecken, sei relativ gering. Anders als Österreich sind Italien, Deutschland und Frankreich dafür, erst am 10. Januar in die Skisaison zu starten.

Diskussion um Wintersport in Coronazeiten

Wenn es nach Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) geht, dann soll es in dieser Saison keinen Skitourismus in den Bergen geben. Doch die Alpenländer wehren sich.  mehr...

27.11.2020, 10:55 Uhr - Hotelübernachtungen für Besuche an Weihnachten in vielen Bundesländern möglich

Immer mehr Bundesländer wollen Hotelübernachtungen für Weihnachtsbesuche erlauben. In Schleswig-Holstein könnten Verwandte vom 23. bis 27. Dezember maximal zwei Nächte im Hotel übernachten - das gab Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) bekannt. Niedersachsen will es sowohl für Verwandte als auch für enge Freunde ermöglichen, sich in Hotels einquartieren zu können. Eine Regierungssprecherin sagte, Weihnachtsbesuche seien kein Tourismus. Auch Berlin, Hessen und Nordrhein-Westfalen räumen Hotelübernachtungsmöglichkeiten bei Familienbesuchen ein.

27.11.2020, 10:32 Uhr - Impfstoffe: Pharmaexperten warnen vor Euphorie

Pharmaexperten warnen vor Euphorie im Zusammenhang mit der Entwicklung von Corona-Impfstoffen. Die Erwartungen müssten realistisch bleiben, sagte der internationale Pharmaverband IFPMA. Viele Menschen dächten, die Entwicklung eines Impfstoffs sei der kritische Entwicklungsschritt, tatsächlich sei aber vor allem die Herstellung eine Herausforderung. Rund 70 Prozent der Zeit im Herstellungsprozess seien für Qualitätskontrollen nötig. Manche Impfstoffe hätten 450 Qualitätskontrollen, so der Pharmaverband.

27.11.2020, 10:04 Uhr - Sternsinger in Neustadt (Weinstraße) gehen nicht von Tür zu Tür

Die ökumenische Sternsinger-Aktion in Neustadt an der Weinstraße Anfang Januar fällt aus. Das Organisationsteam sagte, es könne nicht die Verantwortung für die Kinder und Jugendlichen tragen. Wegen der Corona-Pandemie werden die Sternsinger in Neustadt-Hambach und auf der Hambacher Höhe demnach nicht von Tür zu Tür gehen, um Spenden für Kinder in der Ukraine zu sammeln. Stattdessen werden Helfer einen Segensbrief und einen Spendenaufruf einwerfen. Der Präsident des Hilfswerks Sternsinger hatte gestern erklärt, dass die Aktion auch in diesem Januar unter Beachtung der Corona-Hygiene-Regeln stattfinden solle.

27.11.2020, 9:11 Uhr - Deutsche Händler haben mehr Feuerwerk importiert

Vor den Diskussionen um ein Feuerwerksverbot haben deutsche Händler mehr Böller und Raketen importiert als im vergangenen Jahr - insgesamt fast 31.000 Tonnen. Das sind drei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Geschäft könnte aber schlechter laufen als damals. Die Bundesregierung schränkt das Silvesterfeuerwerk in diesem Jahr ein. Das Böllern und Abschießen von Raketen wird auf belebten Straßen und Plätzen untersagt.

27.11.2020, 8:38 Uhr - Weniger Firmengründungen dieses Jahr

In der Coronakrise sind in Deutschland weniger neue Firmen gegründet worden als vergangenes Jahr. Das Statistische Bundesamt spricht im Zeitraum von Januar bis September von 6,4 Prozent weniger Gründungen als im Vorjahreszeitraum. Schuld daran sei auch die wirtschaftliche Unsicherheit gewesen.

27.11.2020, 6:24 Uhr - 180 Milliarden Euro Neuverschuldung im kommenden Jahr geplant

Die große Koalition will im kommenden Jahr fast 180 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen. Das haben die abschließenden Beratungen des Haushaltsausschusses am frühen Morgen in Berlin ergeben. Neu eingeplant sind unter anderem Kosten für Impfstoffe gegen das Coronavirus und weitere Milliardenhilfen für die von den Beschränkungen betroffene Wirtschaft. 2021 sollen außerdem viele Haushalte entlastet werden: Die meisten Bürger müssen keinen Solidaritätszuschlag mehr zahlen und sollen Familien pro Kind und Monat 15 Euro mehr Kindergeld bekommen. Der Bundestag will den Haushaltsentwurf in der übernächsten Woche verabschieden.

27.11.2020, 6:05 Uhr - Neuer Arbeitgeberpräsident fordert Reformen statt höhere Steuern

Der neue Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger fordert von der Bundesregierung, bei der Bewältigung der Corona-Krise auf Steuererhöhungen zu verzichten. Nötig seien vielmehr Reformen, sagte Dulger der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Diese sorgten für wirtschaftliche Dynamik und brächten höhere Steuereinnahmen, ohne dass dafür Steuersätze steigen müssten. Dulger war gestern zum neuen Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände gewählt worden.

27.11.2020, 5:34 Uhr - RKI meldet mehr als eine Million nachgewiesene Infektionen in Deutschland

In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Institutes inzwischen mehr als eine Million Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Gesundheitsämter meldeten innerhalb von 24 Stunden 22.806 neue Ansteckungsfälle. Im Zusammenhang mit dem Virus sind 426 weitere Menschen gestorben. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) appellierte in der ARD noch einmal an die Eigenverantwortung der Bürger im Kampf gegen die Pandemie. Sie sollten sich und ihre Mitmenschen schützen und gemeinsam versuchen, das Virus in den Griff zu bekommen. Es gehe weniger um Verbote oder Beschränkungen.

27.11.2020, 4:48 Uhr - Reservierungen bei der Bahn nur noch eingeschränkt möglich


Die Bahn schränkt ab heute die Sitzplatzreservierungen im Fernverkehr ein. Pro Zug können nur noch maximal 60 Prozent der Sitzplätze reserviert werden. Damit will die Bahn erreichen, dass in den Fernzügen die Corona-Abstandsregeln möglichst eingehalten werden. Im Großraumwagen können Kunden nur noch einen Sitzplatz pro Doppelsitz reservieren - und zwar den Fensterplatz. Der Platz daneben bleibt für eine Reservierung gesperrt. In den Bereichen mit Tischen können nur noch zwei schräg gegenüberliegende Sitze gebucht werden, in Abteilen nur noch zwei statt sechs Plätze. Für Paare oder Familien gibt es Extra-Bereiche. Dort können dann auch nebeneinander liegende Plätze gebucht werden.

27.11.2020, 2:41 Uhr - Nach Testfehler: Firma lässt Impfstoff überprüfen

Der Pharmakonzern AstraZeneca will seinen möglichen Impfstoff gegen das Coronavirus noch einmal überprüfen lassen. Das hat Firmenchef Pascal Soriot nach Berichten in Aussicht gestellt. Die Firma hatte bei ihren Tests durch einen Fehler ein besseres Ergebnis erzielt. Es müsse bestätigt werden, dass eine niedrigere Dosis offenbar zu einem besseren Ergebnis führe, so der Konzernchef. "Daher brauchen wir eine weitere Studie." Den bisherigen Ergebnissen zufolge ist eine halbe Dosis wirksamer als eine volle. Experten kritisieren außerdem, dass die Studie einfach weitergeführt wurde, obwohl es offensichtlich Fehler gab.

27.11.2020, 1:57 Uhr - Viele Verstöße gegen Maskenpflicht in Zügen und Bahnhöfen

In den Zügen und auf Bahnhöfen wird offenbar massenhaft gegen die Maskenpflicht verstoßen. Innerhalb von zwei Monaten hat die Bundespolizei 145.000 Menschen ermahnt, schreiben die Funke-Zeitungen. In den allermeisten Fällen hätten die Menschen darauf reagiert, knapp 2.500 Mal musste ein Bußgeld gezahlt werden.

27.11.2020, 0:28 Uhr - Viele wollen Besuche an Weihnachten einschränken

Fast die Hälfte der Deutschen will Familientreffen und Besuche an Weihnachten wegen Corona stark oder sehr stark einschränken. Das geht aus dem neusten ARD-Deutschlandtrend hervor. Gut ein weiteres Viertel der Menschen hat vor, die Kontakte an Weihnachten immer noch etwas zu reduzieren. Ein Viertel der Befragten kündigte an, sich bei Familientreffen gar nicht einschränken zu wollen. Bund und Länder hatten am Mittwoch beschlossen, private Zusammenkünfte auf zwei Haushalte und insgesamt fünf Personen zu begrenzen. Vom 23. Dezember bis spätestens zum 1. Januar sollen sich dagegen bis zu zehn Personen treffen dürfen. Das Enddatum dieser Ausnahme bestimmt jedes Bundesland einzeln.

26.11.2020 - Kliniken bereiten sich auf mehr Corona-Patienten vor

26.11.2020, 20:33 Uhr - Kliniken bereiten sich auf mehr Corona-Patienten vor

Immer mehr Krankenhäuser in Deutschland bereiten sich auf eine steigende Zahl an Corona-Patienten vor. Die München Klinik verschiebt nun nicht dringliche OPs. Das rät Klinikchef Axel Fischer auch anderen Krankenhäusern. Die Lage sei ernster als während der ersten Welle, sagte er. Auch einige Krankenhäuser in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben bereits Maßnahmen getroffen - etwa im Kreis Freudenstadt, in Tübingen und Ludwigshafen.

26.11.2020, 19:40 Uhr - Bereits 17.000 Anträge auf Novemberhilfe gestellt

Nur einen Tag nach Freischaltung der Internetplattform für die Novemberhilfen sind bereits rund 17.000 Anträge gestellt worden. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums sind im System zusätzlich fast 50.000 Anträge angelegt, die noch nicht abgesendet wurden. Mit der Novemberhilfe unterstützt der Bund unter anderem Unternehmen, Vereine und Selbstständige, die wegen der Corona-Beschränkungen Umsatzausfälle haben.

26.11.2020, 18:34 Uhr - Dehoga RP: Corona-Beschlüsse sind "fataler Fehler"

Das rheinland-pfälzische Gastgewerbe hat die Corona-Beschlüsse scharf kritisiert. Der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes, Gereon Haumann, warf der Politik vor, es versäumt zu haben, "klare Vorstellungen für ein Wiederhochfahren der Wirtschaft und damit klare Vorgaben für die Wiedereröffnung unserer Betriebe zu formulieren." Er halte dies für einen "fatalen, desaströsen Fehler der Politik." Klar sei lediglich, dass die Betriebe des Gastgewerbes weiter bis zum 20. Dezember geschlossen bleiben müssten. "Unbeantwortet ist allerdings die Frage, wie es nach diesem Stichtag für unsere Branche weitergehen soll", sagte Haumann. Diese Frage könne nicht erst Mitte Dezember beantwortet werden.

Regierungschefin verweist auf Corona-Zahlen Dreyer erwartet Gaststättenöffnung erst im Januar

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Dreyer (SPD) geht nicht davon aus, dass Gaststätten und Hotels noch in diesem Jahr wieder öffnen können. Dafür seien die Infektionszahlen zu hoch, sagte Dreyer im SWR.  mehr...

SWR Aktuell Rheinland-Pfalz SWR Fernsehen RP

26.11.2020, 16:53 Uhr - Einzelhandel kritisiert Corona-Beschlüsse

Einzelhändler fürchten wegen der geplanten strengeren Corona-Schutzmaßnahmen weitere Umsatzeinbußen. Bund und Länder haben gestern beschlossen, dass ab Dezember in Kaufhäusern, größeren Geschäften und Supermärkten weniger Kunden gleichzeitig einkaufen dürfen als bisher. Damit soll in der Vorweihnachtszeit Gedränge verhindert werden. Der deutsche Handelsverband erklärte, vor allem die Geschäfte in den Innenstädten müssten damit rechnen, dass dann die Kunden wegblieben. Stattdessen werde künftig mehr im Internet eingekauft. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) schlug mehr verkaufsoffene Sonntage vor, um die Umsatzrückgänge im Einzelhandel auszugleichen. Dazu bekam er Kritik aus der eigenen Partei: Auch Verkäuferinnen und Verkäufer wollten sonntags freihaben, erklärte der baden-württembergische CDU-Vorsitzende und Landesinnenminister Thomas Strobl.

26.11.2020, 16:32 Uhr - Bayern erlässt Quarantänepflicht für Wintersportler

In Bayern gilt künftig eine Quarantänepflicht für Wintersportler und andere Tagestouristen, die in ein Corona-Risikogebiet im Ausland wie Österreich reisen. Touristische Ausflüge seien vermeidbare Risikoquellen, teilte die bayerische Staatsregierung nach einer Kabinettssitzung mit. Bisher durften Tagestouristen bis zu 24 Stunden ins Ausland reisen, ohne danach in Quarantäne zu müssen. Bayerns Ministerpräsident Söder dringt seit Tagen darauf, den Skitourismus in der kommenden Zeit zu unterbinden. Bundeskanzlerin Merkel hat sich dafür ausgesprochen, alle Skigebiete in Europa zu schließen. Österreich will allerdings den Skibetrieb aufrechterhalten, die Schweiz nach Angaben des Tourismusverbands ebenfalls.

26.11.2020, 15:28 Uhr - Bahn ändert ihr Reservierungssystem

Nach dem Bund-Länder-Beschluss ändert die Bahn ab morgen ihr Reservierungssystem. Wie der Konzern mitteilt, ist im Großraumwagen pro Doppelsitz nur noch der Sitzplatz am Fenster reservierbar, der Gangsitzplatz bleibt für eine Reservierung gesperrt. Bei Sitzgruppen mit Tisch können nur noch die diagonal gegenüberliegenden Sitzplätze gebucht werden. In geschlossenen Abteilen sind nur noch zwei Plätze reservierbar. Für Paare und Familien werden gesonderte Bereiche geschaffen, wo man auch nebeneinander sitzen kann.

Weniger Sitzplätze verfügbar Deutsche Bahn ändert Reservierungssystem wegen Corona

Nur noch eine Person pro Doppelsitz - das soll Bahnreisenden mehr Schutz vor dem Coronavirus bieten. Für Paare und Familien soll es gesonderte Bereiche geben.  mehr...

26.11.2020, 15:06 Uhr - Diskussion um Skisaison

Die Liftbetreiber in Deutschland lehnen eine Schließung aller Skigebiete ab. Ein Wintersportverbot wäre für die betroffenen Regionen katastrophal und unverständlich, teilte der Verband Deutscher Seilbahnen mit. Das würde viele Betreiber an ihre Grenzen bringen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich wegen der Corona-Pandemie dafür ausgesprochen, dass alle Skigebiete in Europa schließen.

Italien befürwortet das. Österreich will den Skibetrieb aufrecht erhalten und nur Après-Ski untersagen. Frankreichs Regierungschef Jean Castex hat angekündigt, dass französische Skigebiete in den Weihnachtsferien zwar öffnen dürfen, die Skilifte aber geschlossen bleiben. Für die Schweiz ist eine Schließung der Skigebiete in diesem Winter kein Thema. "In der Schweiz sind Bundesrat, Behörden und die Tourismusbranche überzeugt, dass die Wintersaison sicher stattfinden kann", sagte Markus Berger, Sprecher von Schweiz Tourismus, der Deutschen Presse-Agentur.

26.11.2020, 13:38 Uhr - Sternsinger sollen trotz Corona unterwegs sein

Die Sternsinger sollen rund um den Dreikönigstag trotz Corona-Pandemie unterwegs sein. Das hat das "Sternsinger"-Hilfswerk angekündigt. Allerdings könnten die Jugendlichen in den katholischen Diözesen diesmal nicht in die Wohnungen gehen, sondern blieben davor auf Abstand. Die Übergabe von Süßigkeiten und Spenden sei "kontaktlos" möglich. Bei der inzwischen 63. Sternsingeraktion soll vor allem Geld für Kinder in der Ukraine gesammelt werden.

26.11.2020, 11:44 Uhr - Sachsen erwägt Alkoholverbot in der Öffentlichkeit

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat für Regionen mit besonders hohen Corona-Infektionszahlen weitere Einschränkungen angekündigt. Diese sollen ab kommender Woche gelten, sagte er am Donnerstag im Mitteldeutschen Rundfunk. Unter anderem dürfen sich dann weniger Menschen treffen. In der Öffentlichkeit soll das Trinken von Alkohol untersagt werden können. Angesicht der "Glühweinzeit" sei ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit naheliegend, da es dann immer wieder zu größeren Ansammlungen von Personen kommen könnte.

26.11.2020, 10:23 Uhr - Merkel wirbt für Schließung aller Skigebiete in Europa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich mit Blick auf anstehende Winterurlaube dafür ausgesprochen, dass alle Skigebiete in Europa schließen. "Es naht die Skisaison", sagte sie im Bundestag. Touristische Reisen sollten nicht stattfinden, jeder nicht notwendige Kontakt sollte vermieden werden. "Wir werden uns in Europa um eine Abstimmung bemühen, ob wir alle Skigebiete schließen könnten. Es sieht leider nicht so aus, wenn man die österreichischen Verlautbarungen hört, dass uns das so einfach gelingen könnte, aber wir werden es noch einmal versuchen."

26.11.2020, 8:42 Uhr - RKI meldet mehr als 22.000 Neuinfektionen

Die Gesundheits-Ämter in Deutschland haben innerhalb von 24 Stunden 22.268 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts gut 300 Infektionen weniger als am Donnerstag vor einer Woche. Laut RKI starben außerdem weitere 389 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus.  Am Mittwoch war mit 410 Todesfällen ein neuer Höchstwert erreicht worden.

26.11.2020, 7:00 Uhr - Altmaier will mehr verkaufsoffene Sonntage

Wegen teils starken Umsatzeinbrüchen im Einzelhandel spricht sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) für mehr verkaufsoffene Sonntage im kommenden Jahr aus. Er würde sich wünschen, dass die Umsatzausfälle so wieder reingeholt werden könnten, sagte er der „Bild“-Zeitung. Den Einzelhandel zu erhalten sei eine nationale Aufgabe.

26.11.2020, 4:15 Uhr - Mehr als 2.400 Corona-Tote an einem Tag in den USA

In den USA sind innerhalb von 24 Stunden mehr als 2.400 Menschen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestorben. Das sei der größte Anstieg seit sechs Monaten, teilt die Johns-Hopkins-Universität mit. Schon am Vortag hatte die Totenzahl kurz vor dem wichtigen Familienfeiertag Thanksgiving über 2.000 gelegen. Insgesamt haben sich fast 13 Millionen US-Bürger nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert. Mehr als 262.000 Menschen starben. Wegen der Thanksgiving-Feierlichkeiten befürchten die Behörden weiterhin steigende Fallzahlen.

25.11.2020 - Weniger Kontakte erlaubt - Ausnahme Ende Dezember

25.11.2020, 23:38 Uhr - Frühere Ferien und strengere Maskenpflicht

In fast ganz Deutschland sollen die Weihnachtsferien am 19. Dezember beginnen. Das haben die Beratungen von Bund und Ländern ergeben. In mehreren Bundesländern werden die Ferien damit vorgezogen. Bremen und Thüringen behalten sich vor, eine eigene Regelung zu treffen. Bei Corona-Fällen an Schulen soll zudem künftig einheitlich vorgegangen werden. Gibt es einen Corona-Fall, soll die ganze Klasse fünf Tage in Quarantäne geschickt werden. Danach soll ein Schnelltest folgen. Wer negativ getestet wurde, kann zurück in die Schule. Außerdem wurde eine Maskenpflicht im Unterricht ab der 7. Klasse vereinbart. Gelten soll sie ab "deutlich mehr" als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

25.11.2020, 22:15 Uhr - Weniger Kontakte erlaubt - Ausnahme Ende Dezember

Die Corona-Einschränkungen werden zunächst bis zum 20. Dezember verlängert. Es dürfen sich nur noch maximal fünf Personen aus zwei Hausständen treffen. Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Zwischen dem 23. Dezember und 1. Januar dürfen sich bis zu zehn Personen "im engsten Familien- oder Freundeskreis" treffen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bat nach dem Treffen mit Bund und Ländern darum, dennoch auf nicht notwendige Kontakte zu verzichten und stellte eine weitere Verlängerung des Teil-Shutdowns in Aussicht. In Geschäften über 800 Quadratmetern wird die Zahl der Kunden auf eine Person pro 20 Quadratmeter reduziert.

Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz Diese Corona-Regeln gelten rund um Silvester

Was ist an Silvester im Südwesten erlaubt und was nicht? Und wie lange gelten die aktuellen Corona-Regeln noch? Hier erfährst du mehr!  mehr...

25.11.2020, 18:48 Uhr - Wieder strengere Besucherregeln im Bundestag

Morgen gelten im Bundestag wieder schärfere Einlassregeln für Gäste von Abgeordneten. Normalerweise dürfen sie bis zu sechs Personen einladen, die keine persönlichen Daten angeben müssen. Diese sog. Sechs-Personen-Regel war zuletzt vor einer Woche außer Kraft gesetzt worden, als das Infektionsschutzgesetz verabschiedet wurde. Morgen gibt die Kanzlerin eine Regierungserklärung zu den Corona-Beschlüssen ab. Damit es nicht wieder zu Störaktionen kommt, müssen Gäste dann wieder ihre Personalien hinterlassen.

25.11.2020, 17:23 Uhr - Novemberhilfen können ab sofort beantragt werden

Selbstständige und Unternehmen können ab sofort Anträge für die Novemberhilfen der Bundesregierung stellen. Das teilte das Finanzministerium auf Twitter mit.

#Novemberhilfe kann ab sofort auf https://t.co/duTvHTJLTs beantragt werden. #Soloselbstständige unter bestimmten Voraussetzungen per Direktantrag, Unternehmen durch prüfende Dritte. Weitere Details auch in den FAQ auf https://t.co/vMTX6ePD4W. #Coronahilfe #Servicetweet

25.11.2020, 16:33 Uhr - RKI veröffentlicht neue Version der Corona-Warn-App

Es gibt ein Update zur offiziellen Corona-Warn-App des Bundes: Wer in einem WLAN eingeloggt ist, kann seine Risiko mehrmals täglich abrufen. Bisher wurde sie automatisiert einmal alle 24h aufgespielt. Wer positiv getestet wurde, das Ergebnis aber nicht sofort teilen will, bekommt zwei Erinnerungen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) steht das Update für Apple und Android-Smartphones ab sofort zum Download bereit.

25.11.2020, 16:00 Uhr - Orchestervereinigung fordert Perspektive für Musikleben

Die Deutsche Orchestervereinigung hat von der Politik eine Perspektive für die Zukunft gefordert. Konzert- und Opernhäuser müssten jetzt eine verbindliche Zusage bekommen, wann sie wieder spielen könnten, sagte der Geschäftsführer der Vereinigung, Gerald Mertens. Große Betriebe benötigten einen Vorlauf von mehreren Wochen, um wieder für das Publikum öffnen zu können. Als Beispiel nannte Mertens die Schweiz - dort sei schon jetzt klar, dass die Veranstaltungshäuser ab 11. Januar - wenn auch eingeschränkt - wieder öffnen könnten.

25.11.2020, 15:56 Uhr - Bundesländer gegen Bund-Vorschlag zu Corona-Auflagen für Bahn

Die Bundesländer sehen die vom Bund vorgeschlagenen Corona-Auflagen für die Deutsche Bahn kritisch. In dem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Entwurf für die abschließende Beratung mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sind die Passagen wieder gestrichen, die der Deutschen Bahn vorschreiben, im Winter nur die Fensterplätze zu reservieren, um den Abstand zwischen Passagieren zu garantieren. Hintergrund ist die Sorge, dass dann ähnliche Forderungen auch für den öffentlichen Nahverkehr erhoben werden.

25.11.2020, 13:35 Uhr - Kliniken: Corona-Beschränkungen bis ins neue Jahr nötig

Angesichts weiter hoher Infektionszahlen halten die Kliniken Corona-Beschränkungen bis ins neue Jahr hinein für nötig. "Die Kapazitäten der Krankenhäuser dürfen nicht ausgereizt werden", so Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft. "Die Situation bleibt angespannt, aber noch beherrschbar." Die Politik dürfe keine falschen Hoffnungen wecken.

"Es ist nicht realistisch, der Bevölkerung zu vermitteln, dass wir im Januar und Februar eine signifikant andere Situation haben werden."

Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft

Ein geringes Infektionsgeschehen wie in den Sommermonaten sei im Winter unrealistisch. "Beschränkungen werden bis ins Jahr 2021 notwendig sein, erst eine Impfung wird für spürbare Entspannung sorgen", sagte Gaß. Der bisherige Teil-Lockdown habe zwar das rasante Wachstum der Infektionszahlen gebrochen, sie seien aber weiter auf hohem Niveau. Auch eine punktuelle Ausweitung von Beschränkungen sei nötig, um das Infektionsgeschehen einzubremsen.

25.11.2020, 13:08 Uhr - Berliner Fashion Week soll laut Senat stattfinden

Die Berliner Fashion Week soll trotz der Corona-Pandemie Anfang nächsten Jahres stattfinden. Vom 18. bis 22. Januar stünden die bekannten Formate auf dem Programm, übergreifendes Thema werde nachhaltige Mode sein, teilte die Senatsverwaltung für Wirtschaft mit. Wie viele Menschen bei Veranstaltungen vor Ort dabei sein könnten, hänge von der Entwicklung der Pandemie ab. Im Sommer solle es außerdem eine Berliner Modewoche geben.

25.11.2020, 12:56 Uhr - Studie: Corona breitet sich durch Mutationen nicht schneller aus

Einer Studie des University College London zufolge beschleunigen Mutationen des Coronavirus die weltweite Ausbreitung nicht. In der Studie wurde ein Datensatz von Virus-Genomen von 46.723 Covid-19-Infizierten aus insgesamt 99 Ländern genutzt. Forscher stellten bei der Untersuchung mehr als 12.700 Mutationen oder Veränderungen im neuartigen Coronavirus Sars-Cov-2 fest. "Glücklicherweise haben wir festgestellt, dass keine dieser Mutationen die Ausbreitung von Covid-19 beschleunigt", sagt Lucy van Dorp, Professorin am Institut für Genetik des University College London. "Wir müssen wachsam bleiben und weiter neue Mutationen überwachen, insbesondere wenn Impfstoffe eingeführt werden."

25.11.2020, 12:03 Uhr - Wohl bald FFP2-Masken für 27 Millionen Menschen

Die geplante Abgabe von günstigen FFP-2-Schutzmasken an Menschen aus Corona-Risikogruppen in diesem Winter wird konkreter. Der Gemeinsame Bundesausschuss des Gesundheitswesens mit Vertretern von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen hat eine Eingrenzung der Risiko-Gruppen erstellt. Insgesamt dürften es 27,35 Millionen Menschen sein – das geht aus einer Stellungnahme hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Dazu zählen 23,7 Millionen Menschen ab 60 Jahre, außerdem weitere Menschen mit Vorerkrankungen, Risikoschwangerschaften oder Übergewicht.

25.11.2020, 10:30 Uhr - Preise für Wohnimmobilien steigen wie lange nicht mehr

Trotz der Corona-Krise sind die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland im vergangenen Quartal so stark gestiegen wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Von Juli bis September lagen sie im Schnitt um 7,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt mit. Experten glauben, dass die Preise noch weiter steigen werden. An vielen Orten sei nicht genügend gebaut worden, weshalb Wohnungen dort knapp und teuer seien, so eine Einschätzung des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln.

25.11.2020, 9:35 Uhr - Söder für schärfere Regeln in Corona-Hotspots

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich vor den Bund-Länder-Beratungen für strengere Kontaktbeschränkungen auch an Silvester ausgesprochen - anders als von den meisten Ländern angestrebt. Im ARD-Morgenmagazin sagte Söder, die Infektionswelle senke sich nicht ab. Deshalb sei er für eine Verschärfung der Corona-Regeln in Hotspot-Regionen. Söder sprach sich auch für eine Maskenpflicht von Lehrern und Schülern aus. Um die Dichte in den Klassenzimmern zu entzerren, solle ein Wechselunterricht eingeführt werden. Die Corona-Maßnahmen an den Schulen sind einer der Punkte, bei denen sich Bund und Länder noch nicht einig sind.

25.11.2020, 9:06 Uhr - Macron kündigt Corona-Lockerungen an

In Frankreich entspannt sich die Corona-Lage. Der Gipfel der zweiten Welle sei überschritten, sagte Präsident Emmanuel Macron. Ab diesem Wochenende sollen die ersten Restriktionen aufgehoben werden. Bis Weihnachten sollen Geschäfte, Theater und Kinos wieder öffnen. "Die Menschen werden in der Lage sein, Weihnachten mit ihrer Familie zu feiern", sagte Macron. Restaurants, Cafes und Bars sollen aber bis zum 20. Januar geschlossen blieben, um zu verhindern, dass es zu einer dritten Welle in der Pandemie komme.

Ab Ende Dezember oder Anfang Januar solle zudem mit den Impfungen begonnen werden, kündigte Macron weiter an. Frankreich stütze sich dabei auf mehrere Impfstoffe. Eine Pflicht gebe es nicht.

25.11.2020, 7:40 Uhr - Viele Bereiche des Kulturlebens in ihrer Existenz bedroht

Der Deutsche Kulturrat fordert eine vollständige Kompensation der Einnahmeeinbußen von Kulturschaffenden. Kulturratspräsidentin Susanne Keuchel sagte im SWR2-Tagesgespräch, viele Bereiche seien durch die Pandemie in ihrer Existenz bedroht. Vor allem Soloselbstständige hätten bisher von den Corona-Hilfen kaum profitieren können, sie könnten keine Betriebskosten geltend machen und ihr Verdienstausfall sei durch die Überbrückungshilfen nicht abgedeckt. Es sei absehbar, dass wohl auch im Dezember und im Januar noch keine Bühne und kein Museum öffnen werde. Bei allem Verständnis für die Corona-Maßnahmen - die Kultur brauche dringend eine langfristige Perspektive.

25.11.2020, 7:02 Uhr - Neuer Höchststand bei Corona-Todesfällen

In Deutschland gibt es einen neuen Höchststand bei den Corona-Todesfällen. Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut 410 Todesfälle innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Damit stieg die Gesamtzahl der Fälle auf 14.771. Der höchste Stand bisher war Ende April mit 315 Toten binnen eines Tages erreicht worden. Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen liegt bei 18.633. Das sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts gut 1.000 Fälle mehr als vor einer Woche. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert liegt demnach bei 0,97 Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch knapp 100 weitere Menschen anstecken.

25.11.2020, 6:10 Uhr - Bahn macht Rekordverlust

Die zweite Corona-Welle verschärft die wirtschaftlichen Probleme der Bahn. Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" steuert sie auf einen Rekordverlust von 5,6 Milliarden Euro zu. Das soll aus Unterlagen für die Aufsichtsratssitzung im Dezember hervorgehen. Schon zur Jahresmitte hatte die Bahn ein Minus von 3,7 Milliarden Euro verzeichnet. Bis 2024 rechnet das Unternehmen mit Einbußen zwischen elf und 13,5 Milliarden Euro. Um die Verluste auszugleichen, hat die Bundesregierung im Juni eine Erhöhung des Eigenkapitals um fünf Milliarden Euro zugesagt.

25.11.2020, 4:47 Uhr - AOK Bundesverband fordert mehr Bundesmitttel für gesetzliche Kassen

Der AOK-Bundesverband fordert vom Bund kurzfristig deutlich aufgestockte Zuschüsse für die gesetzlichen Krankenkassen. Die bereits ausgemachte Summe von rund fünf Milliarden Euro reiche bei weitem nicht aus, um die Sozialbeiträge unter 40 Prozent zu halten, sagte der Vorstandsvorsitzende Litsch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das Finanzloch habe aber nur zum Teil mit der Corona-Pandemie zu tun. Vor wenigen Tagen hatte bereits die Techniker Krankenkasse gewarnt, dass die Beiträge drastisch steigen könnten.

24.11.2020 - Teilweise längere Ferien geplant, um Kontakte zu reduzieren

24.11.2020, 19:26 Uhr - Verwirrung um Start der Weihnachtsferien

Die Bundesregierung will die Weihnachtsferien nun doch auf den 19. Dezember vorziehen. Das geht aus einem Papier mit Vorschlägen des Bundes hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zunächst war vom 16. Dezember die Rede gewesen.

Weitere Verschärfungen geplant

Demnach will der Bund auch schärfere Auflagen für den Einzelhandel. In Geschäften solle sichergestellt werden, dass sich nicht mehr als ein Kunde pro 25 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhält - bislang liegt dieser Wert bei zehn Quadratmetern. Geplant ist demzufolge außerdem, strenger zu kontrollieren, ob Corona-Regeln eingehalten werden. Über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten am Mittwochnachmittag die Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Merkel verteidigt Einschränkungen Bund und Länder einigen sich auf etwas schärfere Corona-Auflagen

Nach langen Beratungen haben sich Bund und Länder auf eine Verlängerung und teilweise Verschärfung der geltenden Corona-Einschränkungen geeinigt. Kanzlerin Merkel verteidigte die Maßnahmen.  mehr...

24.11.2020, 17:12 Uhr - Virologe Stürmer im SWR: Lockdown-Pause über Weihnachten ist gefährlich

Der Frankfurter Virologe Martin Stürmer hält eine Pause des Corona-Lockdowns über die Weihnachtsfeiertage für gefährlich. Dies gebe dem Virus eine gute Möglichkeit sich weiter auszubreiten.

"Wir könnten natürlich Glück haben, dass die Infektionszahlen in den nächsten drei Wochen sinken, dann wäre die Situation nicht ganz so dramatisch, aber das jetzt schon so zu beschließen, als wenn es Fakt wäre, ist ein großes Risiko gerade für Hochrisikopersonengruppen wie unsere Großeltern".

Virologe Martin Stürmer im SWR

Stürmer rät deshalb dazu, Weihnachten nur im engsten Kreis zu feiern: "Wenn man schon auf die Bremse tritt und den Lockdown verlängert, dann tritt man die Bremse durch bis die Feiertage vorbei sind," so Stürmer.

24.11.2020, 16:34 Uhr - Merkel fordert Nachbesserungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Beschluss-Entwurf der Bundesländer zu den Corona-Maßnahmen begrüßt, fordert aber noch einige Nachschärfungen. Es gebe noch "ein paar Punkte, die wir mit den Ländern fester fassen können", sagte Merkel nach Angaben von Teilnehmern in der Sitzung der Unionsfraktion, ohne nähere Einzelheiten zu nennen. "Es liegt noch ein Stück Arbeit vor uns." 

24.11.2020, 16:03 Uhr - Teilweise längere Ferien geplant, um Kontakte zu reduzieren

24.11.2020, 15:17 Uhr - Bund plant offenbar "Dezemberhilfen" von 17 Milliarden Euro 

Der Bund plant nach dpa-Informationen im Dezember mit Finanzhilfen von rund 17 Milliarden Euro für betroffene Unternehmen - falls die Corona-Beschränkungen im Dezember verlängert werden. Bei einer Verlängerung blieben Restaurants und Hotels, Theater, Museen und Freizeiteinrichtungen, die seit November dicht sind, weiter geschlossen. Der Bund hatte den Unternehmen Unterstützung zugesagt.

Für die Hilfen im November plant die Bundesregierung bisher rund 14 bis 15 Milliarden Euro ein. Damit sollen Umsatzausfälle erstattet werden.

24.11.2020, 13:24 Uhr - Vertrag mit Impfstoffhersteller Moderna steht

Die EU-Kommission hat einen Vertrag mit dem Impfstoff-Hersteller Moderna ausgehandelt. Nach Angaben von Kommissionschefin Ursula von der Leyen sollen bis zu 160 Millionen Dosen des Impfstoffs geliefert werden. Man wolle den Vertrag morgen besiegeln. Moderna hatte in der vergangenen Woche erklärt, sein Impfstoff habe in der letzten klinischen Testphase eine Wirksamkeit von fast 95 Prozent der Fälle gezeigt.

24.11.2020, 13:10 Uhr - Positivrate bei Corona-Tests ist auf Rekordhoch

Fast jeder zehnte Corona-Test in Deutschland fällt aktuell positiv aus. Das hat der Laborverband ALM mitgeteilt. Die Zahl ist im Vergleich zur Vorwoche bei etwa gleich vielen Tests nochmal gestiegen - und zwar auf 9,6 Prozent. Der Anstieg habe sich aber verlangsamt. Außerdem wurden die Test-Kapazitäten ausgebaut. Es können jede Woche rund 1,7 Millionen sogenannte PCR-Tests durchgeführt werden.

24.11.2020, 13:06 Uhr- Planungen für Impfzentren im Südwesten fertig

Baden-Württemberg soll bis zu neun zentrale Corona-Impfzentren bekommen. Die Landesregierung hat dafür ein Konzept beschlossen. Fertig sein soll alles bis zum 15. Dezember. Dann muss laut Sozialministerium nur noch auf den Impfstoff gewartet werden. Zusätzlich sind mobile Impf-Teams für Pflegebedürftige geplant. Im Januar soll dann auch jeder Stadt- und Landkreis in Baden-Württemberg ein eigenes Impfzentrum bekommen.

Zentrale Impfzentren ab Mitte Dezember BW-Landesregierung beschließt Corona-Impfstrategie

Bis zu neun zentrale Impfzentren, rund 50 Kreisimpfzentren und etliche mobile Teams. Das wird Baden-Württemberg rund 60 Millionen Euro kosten. Das Landeskabinett hat das Konzept gebilligt.  mehr...

Rheinland-Pfalz plant 36 Impfzentren, das erste in Trier soll ebenfalls bis Mitte Dezember einsatzbereit sein.

24.11.2020, 12:48 Uhr - Bund will für nächstes Jahr 130 Millionen Schnelltests sichern

Das Bundesgesundheitsministerium will im nächsten Jahr rund 130 Millionen Antigen-Schnelltests beschaffen, davon 60 Millionen Tests im ersten Quartal. Nach dpa-Informationen sollen sie künftig deutlich häufiger eingesetzt werden, vor allem in Kliniken und in der Pflege. Das soll helfen, Bewohner, Personal und Besucher besser zu schützen. Für die letzten Monate dieses Jahres seien bereits größere Kontingente bei den Herstellern gesichert worden. Bei Antigen-Schnelltests müssen Proben zum Auswerten nicht ins Labor gebracht werden. Sie gelten aber als nicht so genau wie sonst genutzte PCR-Tests.

24.11.2020, 12:30 Uhr - Keine Impfpflicht bei Lufthansaflügen

Anders als die australische Fluggesellschaft Quantas plant die Lufthansa im Moment keine Impfpflicht für ihre Passagiere. Das hat ein Unternehmenssprecher mitgeteilt.

24.11.2020, 12:11 Uhr - Gericht lässt keine Befreiung vom Präsenzunterricht zu

Schülerinnen und Schüler haben nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz keinen Anspruch auf eine Befreiung vom Präsenzunterricht wegen der Corona-Pandemie. Aus Sich der Richter verletze der Präsenzunterricht nicht die Pflicht des Staates zum Schutz der körperlichen Unversehrtheit. Ein gewisses Infektionssrisiko gehöre derzeit für alle zum allgemeinen Lebensrisiko. Geklagt hatte ein Gymnasiast aus Kaiserslautern. Er sei an Asthma erkrankt und sein Vater gehöre wegen seines hohen Alters zu einer Risikogruppe.

24.11.2020, 7:34 Uhr - Italien will Skiurlaube einschränken

Die italienische Regierung will Skiurlaube wegen der Corona-Pandemie einschränken. Dafür setzt sie auf Unterstützung aus Deutschland und Frankeich, weil von dort jährlich die meisten Urlauber kommen. Das hat Ministerpräsident Giuseppe Conte am Abend in einem Fernsehinterview angekündigt. Er arbeite derzeit daran, mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ein gemeinsames europäisches Protokoll für die Winterferien zu erarbeiten.

24.11.2020, 7:00 Uhr - Bayern zieht Start der Weihnachtsferien vor

Bayern zieht wegen der Corona-Pandemie den Start der Weihnachtsferien vor. Letzter Schultag vor Weihnachten ist Freitag, der 18. Dezember, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dem Bayerischen Rundfunk. Damit fallen zwei Schultage weg. Söder sagte, durch die fast einwöchige Karenzzeit zwischen Schulunterricht und Weihnachten werde das Infektionsrisiko "erheblich gesenkt".

24.11.2020, 6:16 Uhr - WHO warnt vor schnellen Lockerungen über Weihnachten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor Lockerungen von Corona-Restriktionen über Weihnachten, wenn Behörden das Infektionsgeschehen nicht voll unter Kontrolle haben. "Wenn sich Menschen untereinander anstecken und wenn ein Land nicht die nötige Infrastruktur hat, um Fälle zu verfolgen und Kontakte zu isolieren und in Quarantäne zu schicken, dann wird eine Lockerung zu stärkeren Ansteckungen führen", sagte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan. Regierungen müssten sich im Klaren sein, dass sie nur Risiken abwägen könnten. Eine wissenschaftliche Formel, welche Lockerungen vertretbar oder wie viele Feiertage ohne größere Auflagen sicher seien, gebe es nicht. "Es gibt nur ein höheres und niedrigeres Risiko, dass die Situation sich bessert oder verschlimmert", sagte er.

24.11.2020, 6:04 Uhr - 13.554 neue Corona-Fälle in Deutschland

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) erneut vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. Binnen 24 Stunden wurden 13.554 neue Fälle übermittelt, wie das RKI bekannt gab. Am vergangenen Dienstag hatte die Zahl bei 14.419 gelegen. Am Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden.

Zu Beginn der Woche sind die Zahlen regelmäßig vergleichsweise niedrig, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird. Im Oktober und Anfang November war die Zahl der gemeldeten Corona-Neuansteckungen in Deutschland rasant gestiegen. Nun hat sich der Wert seit etwa zwei Wochen auf hohem Niveau eingependelt.Der nach Inkrafttreten des Teil-Lockdowns erhoffte Rückgang ist bislang nicht klar zu erkennen. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 942.687 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 249 auf insgesamt 14.361. Das RKI schätzt, dass rund 636.700 Menschen inzwischen genesen sind.

24.11.2020, 5:25 Uhr - Städtetag fordert Corona-Stufenpläne in Schulen

Der Deutsche Städtetag hat sich bei einem wachsenden Infektionsgeschehen für Stufenpläne in Schulen in allen Ländern ausgesprochen. "Für die Städte ist wichtig, dass vor allem im eigenen Bundesland Klarheit herrscht, wann Präsenzunterricht reduziert werden muss", sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung. Es mache in vielen Städten Sorge, dass die Infektionen und notwendige Quarantäne-Anordnungen in den Schulen zunehmen. "Die Städte wollen guten Unterricht für junge Menschen auch während der Pandemie", so Jung. "Wir wollen die Schulen so lange es geht offenhalten. Aber wir brauchen auch praxistaugliche Handlungsszenarien, damit Schulen auf hohe Infektionszahlen angemessen reagieren können." Ein kluger Wechsel zwischen Unterricht in den Schulen und in digitaler Form sei bei besonders bei hohen Infektionszahlen zumindest für ältere Schülerinnen und Schüler kaum zu vermeiden, sagte er.

In einigen Ländern gibt es einen solchen Stufenplan bereits, so kann es in Niedersachsen bei steigenden Infektionszahlen zu Einschränkungen im Präsenzbetrieb kommen. Der Unterricht findet dann in geteilten Klassen abwechselnd in der Schule und als Homeschooling statt. Bund und Länder beraten am Mittwoch über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise.

23.11.2020 - Dehoga gegen Gaststättenöffnung nur für Weihnachten

23.11.2020, 19:09 Uhr - Dehoga gegen Gaststättenöffnung nur für Weihnachten

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga ist gegen kurzfristige Öffnungen von Restaurants und Hotels über Weihnachten. Eine Sprecherin sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, solche Betriebe müssten aufwändig gereinigt und dekoriert werden, dazu müssten Einkäufe und Personal geplant werden. Der Dehoga fordert deshalb, Gaststätten mindestens bis Mitte Januar öffnen zu lassen.

23.11.2020, 18:55 Uhr - WHO fordert weitere 4,3 Milliarden Dollar für Impfkampagne

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) benötigt weitere 4,3 Milliarden Dollar für ihre weltweite Impfkampagne. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus begründet das mit dem Risiko der Armen und besonders Gefährdeten, im weltweiten Rennen um einen Corona-Impfstoff unter die Räder zu kommen. Bislang haben die Geberländer fünf Milliarden Dollar zugesagt, davon will Deutschland 600 Millionen Dollar bereitstellen.

23.11.2020, 15:16 Uhr - Nachbesserungen für Studierende gefordert

Studentenvertretungen aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und drei weiteren Bundesländern fordern, die Überbrückungshilfe nachzubessern. Dass Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) das Programm über den Monat November hinaus bis Ende März 2021 verlängern wolle, begrüße man. Allerdings seien die Zuschüsse an Studierende in Höhe von 500 Euro im Monat zu niedrig und realitätsfern. Die durchschnittlichen monatlichen Ausgaben von Studierenden lägen bei 819 Euro.

23.11.2020, 15:04 Uhr - EU-Gesundheitsbehörde: Maßnahmen in Deutschland reichen womöglich nicht

Deutschland muss womöglich mehr gegen die Ausbreitung des Coronavirus tun, um die Infektionszahlen bis Weihnachten zu verringern. Das sagt die EU-Gesundheitsbehörde ECDC. Die derzeitigen Maßnahmen reichten voraussichtlich nicht aus. Auch eine Lockerung zu Weihnachten sei riskant, sagt die Behörde. Dann müssten Anfang Januar wieder mehr Menschen ins Krankenhaus. Strengere Regeln wie während der ersten Corona-Welle im Frühjahr könnten nach Berechnungen des ECDC die Infektionszahlen hingegen stärker drücken.

23.11.2020, 14:44 Uhr - Rheinland-Pfalz finanziert zusätzliche Schulbusse bis Ostern

Die rheinland-pfälzische Landesregierung verlängert ihr Schulbus-Programm in der Corona-Pandemie bis zu den Osterferien. Kreise und kreisfreie Städte könnten so wegen der Infektionsgefahr mehr Busse einsetzen, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung des Verkehrs- und des Bildungsministeriums. Man übernehme 90 Prozent der Kosten. Derzeit würden rund 180 Busse gefördert, bis zu 250 seien möglich. Dabei können die Kommunen auch auf Busse einer eigens eingerichteten Busbörse zurückgreifen.

Infektionsgefahr in vollen Schulbussen Rheinland-Pfalz verlängert Schulbus-Förderung

Die Landesregierung verlängert das Schulbusprogramm noch einmal bis zu den Osterferien. Damit werden die Kommunen unterstützt, in der Corona-Pandemie mehr Busse einzusetzen.  mehr...

23.11.2020, 13:13 Uhr - Bund der Steuerzahler warnt vor hemmungsloser Verschuldung

Der Bund der Steuerzahler warnt vor einer hemmungslosen Verschuldung während der Corona-Pandemie. Statt coronabedingter Maßnahmen würden Wohlfühlprogramme und politische Wünsche finanziert, sagte der Präsident der Organisation, Reiner Holznagel im SWR. Die Politik müsse dafür sorgen, dass das Geld zielgenauer ausgegeben werde. Im Jahr 2022 müsse es wieder gelingen, die Schuldenbremse einzuhalten - dies sei eine Gerechtigkeitsfrage zwischen den Generationen, so Holznagel.

Corona-HIlfen versus Schuldenbremse Bund der Steuerzahler fordert Rückkehr zur Rotstift-Politik

Der Bund der Steuerzahler warnt vor einer hemmungslosen Verschuldung während der Corona-Pandemie. Statt Wohlfühlprogramme zu finanzieren, müsse der Rotstift wieder angesetzt werden, so die Forderung.  mehr...

23.11.2020, 12:29 Uhr - Spahn rechnet mit erster Impfstoffzulassung im Dezember

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist zuversichtlich, dass noch in diesem Jahr die ersten Menschen in Deutschland gegen Corona geimpft werden können. Das hat Spahn bei seinem Besuch des Pharmakonzern IDT Biologika in Sachsen-Anhalt gesagt.

23.11.2020, 10:39 Uhr - Mehr als 20.000 Strafverfahren mit Bezug zur Pandemie

Die Arbeit der deutschen Staatsanwaltschaften hat seit Beginn der Corona-Pandemie zugenommen. Das hat ein Vertreter des Deutschen Richterbundes der Zeitung "Die Welt" gesagt. Demnach gingen in Zusammenhang mit der Pandemie mehr als 20.000 Fälle bei den Staatsanwaltschaften ein. Die Verwaltungsgerichte bearbeiteten mehr als 6.000 Fälle, die mit Corona zusammenhingen. Viele Verfahren drehten sich um zu Unrecht gezahlte Corona-Beihilfen, gefälschte Corona-Medikamente oder minderwertige Masken, die als hochwertig verkauft würden.

23.11.2020, 8:30 Uhr - Impfstoff von AstraZeneca zu 70 Prozent effektiv

Inzwischen hat ein weiteres Unternehmen positive Zahlen zu einem Corona-Impfstoff vorgelegt. Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca teilte mit, der von ihm und der britischen Universität Oxford entwickelte Impfstoff sei zu 70 Prozent wirksam. Das belegten die Zwischenergebnisse klinischer Studien. Die Mitbewerber Pfizer und Biontech sowie Moderna hatten bei ihren Impfstoffen eine Wirksamkeit von mehr als 90 Prozent gemeldet.

23.11.2020, 5:26 Uhr - 10.864 Fälle: Corona-Neuinfektionen auf Vorwochenniveau

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. So seien binnen 24 Stunden 10.864 neue Fälle übermittelt worden, wie das RKI bekanntgab. Am Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Am vergangenen Montag hatte die Zahl bei 10.824 gelegen.

Im Oktober und Anfang November war die Zahl der gemeldeten Corona-Neuansteckungen in Deutschland rasant gestiegen. Nun hat sich der Wert seit etwa zwei Wochen auf hohem Niveau eingependelt. Der nach Inkrafttreten des Teil-Lockdowns erhoffte Rückgang ist bislang nicht klar zu erkennen.

23.11.2020, 1:27 Uhr - Großbritannien lockert zu Weihnachten Quarantänebestimmungen

Die britische Regierung will einem Medienbericht zufolge rechtzeitig zum Weihnachtsfest die allgemeinen Quarantänebeschränkungen lockern. Reiserückkehrer aus Hochrisikoländern müssten anstatt den bislang 14 Tagen nur fünf Tage in Selbstisolation und ein negatives Testergebnis vorweisen, berichtet die Zeitung "Telegraph". Die Regelung trete voraussichtlich am 15. oder 16. Dezember in Kraft.

23.11.2020, 1:07 Uhr - Karliczek für Wechselunterricht in höheren Klassen

Vor der Bund-Länder-Schalte zur Eindämmung der Corona-Pandemie spricht sich Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) für eine teilweise Rückkehr zum Homeschooling aus. "Wechselunterricht sollte insbesondere in den höheren Klassen ins Auge gefasst werden, wenn in der jeweiligen Region die Infektionsbelastung sehr hoch ist", sagt die CDU-Politikerin den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Dabei sollten Schülerinnen und Schüler, die generell eine höhere Betreuung benötigten, vorwiegend in der Schule unterrichtet werden.

23.11.2020, 0:59 Uhr - Lauterbach - Reisebusse sollen Schulverkehr entlasten

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert vor den Beratungen von Bund und Ländern in dieser Woche umfangreiche Maßnahmen an Schulen zur Verringerung der Corona-Infektionszahlen. Neben eine Aufteilung in Präsenz- und Digitalunterricht müsse auch die Ansteckungsgefahr auf dem Schulweg vermindert werden, sagt Lauterbach der "Rheinischen Post". "Es ist paradox, dass überfüllte Schulbusse und Straßenbahnen die Infektionszahlen anheizen und gleichzeitig viele Reisebusunternehmen um ihre Existenz fürchten. Sie sollten jetzt sofort einspringen und mit Reisebussen den öffentlichen Nahverkehr zu den Schulen und zurück entlasten", so Lauterbach.

23.11.2020, 0:00 Uhr - Spahn rechnet mit ersten Corona-Impfungen noch im Dezember

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht davon aus, dass noch in diesem Jahr die ersten Bundesbürger in Impfzentren gegen das Corona-Virus immunisiert werden können. "Es gibt Anlass zum Optimismus, dass es noch in diesem Jahr eine Zulassung für einen Impfstoff in Europa geben wird. Und dann können wir mit den Impfungen sofort loslegen", sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er habe die Länder gebeten, dass die Impfzentren bereits Mitte Dezember einsatzbereit seien, sagte der Minister. Dies scheine zu klappen.

Spahn zeigte sich zudem optimistisch, dass es nicht bis Ende 2021 dauern werde, bis alle Bevölkerungsgruppen durchgeimpft seien. Er kündigte den Aufbau einer Online-Plattform an, die Auskunft gibt über die erreichten Impfquoten, differenziert nach Alter und Regionen.

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