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Alle wichtigen Entwicklungen zum Coronavirus in der Zeit vom 26. bis 31. Oktober können Sie hier nachlesen. Die aktuellen Informationen finden Sie im Live-Blog.

28.10.2020, 23:30 Uhr - Erneute Reisewarnung für die Türkei

Deutschland setzt die Reisewarnung für die ganze Türkei wegen der Corona-Pandemie wieder in Kraft. Das hat das Auswärtige Amt mitgeteilt. Demnach gilt die Ausnahmeregelung für die Touristenregionen Aydin, Izmir, Mugla und Antalya nur noch bis zum 8. November. Das Bundeskabinett hatte die Reisewarnung Anfang August auf Drängen der türkischen Regierung aufgehoben. Voraussetzung dafür war ein spezielles Tourismus- und Hygienekonzept.

28.10.2020, 20:45 Uhr — Ausgansbeschränkungen in Frankreich ab Freitag

Auch Frankreich fährt das öffentliche Leben herunter. Ab Freitag gibt es dort wieder Ausgangsbeschränkungen. Das hat Präsident Emmanuel Macron in einer Fernsehansprache mitgeteilt — Beschäftigte sollen möglichst von zu Hause aus arbeiten. Bars und Restaurants müssen schließen. Offen bleiben dagegen die Schulen. Universitäten sollen auf Online-Betrieb umstellen.

28.10.2020, 19:12 Uhr - Weitere Corona-Nothilfe für Unternehmen

Betriebe, die im November schließen müssen, sollen neue staatliche Nothilfen bekommen. Das wurde bei der Bund-Länder-Schalte beschlossen. Kleinere Betriebe sollen bis zu 75 Prozent des Umsatzes vom November vergangenen Jahres erhalten, größere bis zu 70 Prozent. Das neue Finanzhilfe-Programm hat einen Umfang von bis zu zehn Milliarden Euro.

28.10.2020, 16:07 Uhr - Strenge Kontaktbeschränkungen ab 2. November

Bund und Länder haben strengere Corona-Regeln beschlossen. Die Maßnahmen sollen wohl bereits vom 2. November an und nicht wie ursprünglich in der Beschlussvorlage des Bundes vorgesehen vom 4. November an in Kraft treten. Das berichet die Deutsche Presse-Agentur. Treffen sind demnach auf maximal zehn Personen limitiert, Freizeiteinrichtungen werden geschlossen, Schulen und Kitas sollen offen bleiben.

Die Corona-Regeln im Überblick:

Kontaktbeschränkungen ab 2. November Corona-Regeln werden strenger: Die neuen Beschränkungen im Überblick

Ab Montag gelten wieder strengere Corona-Regeln: Treffen sind auf maximal zehn Personen limitiert, Freizeiteinrichtungen werden geschlossen, Schulen und Kitas sollen offen bleiben. Die Regeln im Überblick.  mehr...

28.10.2020, 15:32 Uhr - Corona-Reisewarnung für die ganze Türkei

Die Bundesregierung setzt die Reisewarnung für die ganze Türkei wegen der Corona-Pandemie zum 9. November wieder in Kraft. Die bisher bestehende Ausnahmeregelung für die Touristenregionen Aydin, Izmir, Mugla und Antalya am Mittelmeer würden nur noch bis zum 8. November gelten, teilte das Auswärtige Amt am Mittwoch in seinen Reisehinweisen für die Türkei im Internet mit.

28.10.2020, 14:48 Uhr - Bundeskabinett stellt sich hinter Merkel-Konzept

Das Bundeskabinett unterstützt mögliche drastische Kontaktbeschränkungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus - und zwar einstimmig und einhellig, wie Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) mitteilte. Der Gesundheitsschutz habe höchste Priorität. Heil warnte außerdem: Auch für die Wirtschaft würde es Folgen haben, wenn die Politik jetzt nicht reagiere. Dann wären später möglicherweise noch größere Einschränkungen nötig, so Heil.

28.10.2020, 14:40 Uhr - AfD-Sprecherin Weidel: Kein Lockdown, aber Alltagsmasken für Kranke "durchaus sinnvoll"

Die stellvertretende AfD-Bundessprecherin Alice Weidel hält nichts von neuen Ausgangsbeschränkungen, um die Zahl der Covid-19-Neuinfektionen zu verringern. "Ein erneuter Lockdown muss zwingend verhindert werden", sagte Weidel im SWR. Das „gesamte Hotel- und Gaststättengewerbe“ stehe vor der Insolvenz. Ein zweiter Lockdown würde „diesem Gewerbe den Todesstoß geben“.

Weidel räumte ein, dass es eine "dringende Aufgabe sei", die Covid-19 Fallzahlen einzudämmen, "aber das natürlich auch nicht um jeden Preis". "Wir müssen einfach lernen, nicht durch Verbote, sondern mit Geboten mit dieser Krankheit umzugehen", sagte die AfD-Sprecherin, denn Corona werde es auch in den nächsten Jahren noch geben. Deshalb würde sie sich wünschen, dass man mehr auf Eigenverantwortung baue und beispielsweise Abstandsgebote einhalte. Auch Alltagsmasken seien "durchaus sinnvoll" für Menschen, die Corona-Symptome zeigten.

28.10.2020, 14.00 Uhr - Länderchefs: Bundestag soll möglichen Lockdown beschließen

Vor den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten kommt aus den Reihen der Länderchefs die Forderung nach einem Bundestagsbeschluss für einen möglichen neuen Lockdown. Laut der Nachrichtenagentur AFP könne ein Rückhalt durch das Parlament beispielsweise in Form einer fraktionsübergreifenden Entschließung erfolgen.

Die Vorschlag des Bundes für die Beratungen mit den Ländern sieht vor, dass "Gastronomiebetriebe sowie Bars, Klubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen" im November geschlossen werden sollen.

Die Vorlage sieht zudem vor, touristische Übernachtungen im Inland zu verbieten und Freizeiteinrichtungen wie Theater, Kinos, und Fitnessstudios für vier Wochen zu schließen. Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sollen die Bürger ihre privaten Kontakte auf ein "absolut nötiges Minimum" reduzieren.

28.10.2020, 13:46 Uhr - Lauterbach widerspricht: Er will keine Kontrollen in Privatwohnungen

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat Meldungen widersprochen, denen zufolge er Corona-Kontrollen in Privatwohnungen gefordert habe. Lauterbach erklärte, er lehne es ab, dass Polizei oder Ordnungskräfte Wohnungen kontrollierten. Die Privatwohnung bleibe voll geschützt. Der Rheinischen Post hatte der SPD-Politiker in Hinblick auf Verstöße gegen Corona-Auflagen gesagt, Behörden müssten einschreiten können, wenn private Feiern in Wohnungen und Häusern die öffentliche Gesundheit und damit die Sicherheit gefährdeten.

28.10.2020, 12:47 Uhr - Kein Verdienstausfall mehr nach Reisen in Risikogebiete

Wer ohne Notwendigkeit in ein Corona-Risikogebiet reist und nach der Rückkehr in Quarantäne muss, soll dafür künftig keinen Verdienstausfall mehr bekommen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat die Bundesregierung gebilligt. Bisher steht jedem, der wegen einer angeordneten Quarantäne nicht zur Arbeit kann, eine Entschädigung zu. Außerdem hat das Kabinett beschlossen, dass künftig auch veterinärmedizinische Labore Corona-Tests auswerten dürfen.

28.10.2020, 12:07 Uhr - DFG-Präsidentin: Ohne Kontaktbeschränkungen bis zu 20.000 Corona-Todesopfer

Eine drastische Einschränkung der Kontakte kann nach Einschätzung der Präsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Katja Becker, in der Corona-Pandemie viele Tausend Leben retten. Becker erklärte im SWR, wenn die Infektionen weiter stiegen wie bisher, müsste Deutschland bis Ende November mit fast 100.000 Neuinfektionen rechnen.

"Dann sehen wir uns auch einer Zahl von fast 20.000 Todesopfern gegenüber", mahnte sie. Wenn hingegen die Kontakte, die bisher ohne Vorsichtsmaßnahmen stattfinden, halbiert würden, dann gebe es den Modellrechnungen zufolge 14.000 Todesopfer.

Becker sagte: "Angenommen, wir vierteln die Kontakte, dann sind wir bei etwa 12.000 Todesopfern." Das wären dann 8.000 Tote weniger als gänzlich ohne Kontaktbeschränkungen. In einer gemeinsamen Erklärung haben die DFG und fünf andere Wissenschaftsorganisationen am Dienstag vorgeschlagen, die Kontakte auf ein Viertel zu reduzieren.

28.10.2020, 10:05 Uhr - Deutscher Kulturrat fordert weitere finanzielle Hilfen

Im Fall weiterer Corona-Einschränkungen fordert der Deutsche Kulturrat weitere finanzielle Unterstützung für die Branche. Geschäftsführer Olaf Zimmermann erklärte, erneute Schließungen im Kulturbereich könnten nur funktionieren, wenn die dadurch entstehenden Einnahmeausfälle kompensiert würden. Das gelte für öffentliche und private Einrichtungen sowie für die betroffenen Künstler.

28.10.2020, 8:34 Uhr - RKI meldet 14.964 Neuinfektionen mit Corona

In Deutschland sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts binnen 24 Stunden 14.964 neue Corona-Fälle verzeichnet worden. Das ist ein Höchstwert seit Beginn der Pandemie.

28.10.2020, 7:50 Uhr - Spahn: Maßnahmen müssen sein - Hilfspaket ebenso

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die geplanten Einschränkungen im öffentlichen Leben wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen verteidigt. "Wenn wir warten, bis die Intensivstationen voll sind, ist es zu spät", sagte er im SWR. Spahn sagte, er sei zuversichtlich, dass es nach dem Bund-Länder-Treffen heute eine klare Linie gebe

Zugleich zeigte der Gesundheitsminister Verständnis für Reiseveranstalter, die Gastronomie und die Veranstalter von Kunst und Kultur gezeigt. Es sei eine sehr harte Entscheidung, im November in all diesen Bereichen zu schließen. Deswegen müsse parallel ein großzügiges und zielgerichtetes Hilfspaket kommen, um auch dort Perspektiven zu geben.

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28.10.2020, 7:00 Uhr - Kritik an möglichen strengeren Corona-Regeln

Schon vor dem Treffen zwischen Bund und Ländern heute Mittag gibt es deutliche Kritik an den geplanten Einschränkungen. FDP-Chef Christian Lindner schreibt auf Twitter, er halte es für unnötig und verfassungswidrig, die komplette Gastronomie stillzulegen. Auch der Deutsche Hotel und Gaststättenverband warnt vor weiteren Einschränkungen: Vielen Betrieben drohe dann das Aus. Der Entwurf des Beschlusspapiers für das Bund-Länder-Treffen liegt dem SWR vor. Darin ist von weitreichenden Beschränkungen die Rede.

28.10.2020, 4:31 Uhr - Sonderregelung für Kurzarbeit soll verlängert werden

Die Bundesregierung plant, die Sonderregelungen für die Kurzarbeit zu verlängern - und zwar bis Ende kommenden Jahres. Darüber soll heute im Bundestag beraten werden. Wer lange in Kurzarbeit ist und Kinder hat, könnte damit weiter bis zu 87 Prozent seines ausgefallenen Nettolohns erhalten.

28.10.2020, 2:13 Uhr - Lauterbach für Kontrollen der Maßnahmen auch in Privatwohnungen

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach spricht sich für Kontrollen von Coronavirus-Auflagen auch in Privatwohnungen aus. Lauterbach sagte der "Rheinischen Post", man befinde sich in einer nationalen Notlage. Die Unverletzbarkeit der Wohnung dürfe kein Argument für ausbleibende Kontrollen sein, wenn private Feiern in Wohnungen die öffentliche Gesundheit gefährdeten. Laut Grundgesetz seien zur Bekämpfung einer Seuchengefahr Eingriffe in die Unverletzlichkeit der Wohnung möglich. SPD-Lauterbach plädierte zuletzt für einen "Wellenbrecher-Shutdown" und schlug eine zweiwöchige bundesweite Schließung von Restaurants, Bars, Kneipen, Kulturstätten, Fitnessstudios und Vereinen bei Offenhaltung von Schulen, Kitas und "essenziellen Geschäften" vor.

28.10.2020, 1:21 Uhr - Entwurf des Beschlusspapiers für Merkel-Länderchef-Treffen deutet strenge Beschränkungen an

Heute steht ein Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen der Länder an. In der Beschlussvorlage, die dem SWR vorliegt: weitreichende Beschränkungen, die denen im Frühjahr gleichen.

Kontaktbeschränkungen ab 2. November Corona-Regeln werden strenger: Die neuen Beschränkungen im Überblick

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28.10.2020, 1:03 Uhr - Regionale Fußball-Verbände setzen den Amateur-Spielbetrieb aus

Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen setzen mehrere regionale Fußball-Verbände den Amateur-Spielbetrieb aus. Der Verband Rheinland (FVR) teilte am Abend mit, dass bis auf weiteres keine Partien mehr im Herren-, Frauen- und Jugendbereich stattfinden. Als Grund nannte der Verband "die zunehmenden Verschärfungen der Hygieneauflagen". Insbesondere die "Einschränkungen bei der Nutzung von Duschen und Umkleiden" machten es "zunehmend schwierig, in Anbetracht der anbrechenden Winterzeit eine verantwortungsvolle Durchführung des Spielbetriebs zu gewährleisten". Dem Verband gehören Vereine im nördlichen Rheinland-Pfalz an. In Bremen und Schleswig-Holstein wird der Amateurfußball vollständig eingestellt. Alle Spiele fallen vorerst bis Mitte November aus.

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