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Alle wichtigen Entwicklungen zum Coronavirus in der Zeit vom 26. bis 31. Oktober können Sie hier nachlesen. Die aktuellen Informationen finden Sie im Live-Blog.

30.10.2020, 22:54 Uhr - WHO warnt vor Langzeitfolgen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor den Langzeitfolgen von Corona-Infektionen. Viele Patienten meldeten noch monatelange Probleme mit Erschöpfung, Atemproblemen oder Gedächtnis-Schwierigkeiten. Das betreffe sowohl Menschen, die in Krankenhäusern behandelt werden mussten, als auch Menschen, die zu Hause bleiben konnten. Die Symptome könnten sich auch im Lauf der Zeit verändern oder überschneiden. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hält deshalb nichts vom Konzept der Herden-Immunität.

30.10.2020, 22:36 Uhr - Neue Risikogebiete ausgewiesen

Die Corona-Infektionszahlen steigen in ganz Europa weiter schnell - die Bundesregierung hat deshalb neue Risikogebiete ausgewiesen. Bis auf eine Ausnahme sind in allen europäischen Ländern Risikogebiete ausgewiesen. Acht weitere Länder gelten jetzt komplett als Risikogebiete - darunter Kroatien, Ungarn und Bulgarien. Insgesamt stuft das Auswärtige Amt 17 Länder vollständig als Risikogebiete ein, 8 teilweise. Wer in diese Gegenden reist, muss sich danach auf eine Quarantäne einstellen. Nur Lettland steht nicht auf der Liste.

30.10.2020, 21:46 Uhr - Scholz will Helge Schneiders Vorschlag umsetzen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) setzt offenbar einen Vorschlag von Musiker und Künstler Helge Schneider zu Corona-Hilfen um. Am Mittwoch hatte Scholz angekündigt, dass Solo-Selbstständige für den Teil-Lockdown im kommenden Monat drei Viertel ihres Umsatzes vom November 2019 bekommen sollen. Schneider hat daraufhin in einem offenen Brief vorgeschlagen, stattdessen einen Jahres-Durchschnittswert als Berechnungsgrundlage zu verwenden. Er selber hätte im vergangenen November beispielsweise nichts verdient. Das Finanzministerium hat auf Twitter geantwortet: "So machen wir's".

30.10.2020, 21:10 Uhr - RP: Neue Corona-Verordnung veröffentlicht

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat am Abend die neue Corona-Bekämpfungsverordnung veröffentlicht. Sie gilt ab Montag und schränkt das öffentliche Leben stark ein, um Kontakte von Menschen zu reduzieren. In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch Menschen aus demselben Haushalt treffen oder maximal zehn Personen aus zwei Haushalten. Vieles wird - wie bereits bekannt - geschlossen, unter anderem Gaststätten, Kinos, Theater und Museen. Der Einzelhandel darf öffnen, Training und Wettkämpfe im Amateursport sind verboten. Tennis darf gespielt werden, aber kein Doppel. Ähnlich detailliert sind die Vorschriften etwa bei Fußpflege - medizinisch erlaubt, kosmetisch verboten. Die Einschränkungen gelten zunächst bis zum 30. November.

30.10.2020, 19:30 Uhr - In Belgien müssen Geschäfte schließen

In Belgien müssen wegen der rasant steigenden Infektionszahlen die meisten Geschäfte schließen. Das hat die Regierung in Brüssel nach einer Krisensitzung bekannt gegeben. Supermärkte bleiben demnach geöffnet. Gemessen an der Einwohnerzahl zählt Belgien nach Angaben der EU-Gesundheitsagentur derzeit die meisten Corona-Infektionen in der Europäischen Union.

Die nächtlichen Ausgangssperren in Belgien bleiben bestehen. Kneipen, Restaurants und Cafés, Kultur- und Sportstätten sind ohnehin bereits geschlossen. Die Kontaktbeschränkungen werden weiter verschärft. Künftig dürfen Belgier demnach nur einen Besucher pro Woche zu Hause empfangen, bei Alleinstehenden sind es zwei. Bislang waren es - mit Maske - vier. Die Schulferien werden bis zum 15. November verlängert.

30.10.2020, 17:09 Uhr - Viele Eilanträge gegen Corona-Beschränkungen

An vielen Verwaltungsgerichten in Deutschland gehen Eilanträge gegen die neuen Corona-Beschränkungen ein - vor allem von Gastronomen, die Schließungen und frühere Sperrstunden verhindern wollen. Am Berliner Verwaltungsgericht richten sich seit heute vier Klagen gegen die staatlich verordnete Schließung von Restaurants, Bars und Kneipen. Weitere 19 seien angekündigt, teilte das Gericht mit.

In Stuttgart hat das Verwaltungsgericht heute entschieden, dass die 23 Uhr-Sperrstunde für Gaststätten rechtens ist. Geklagt hatten acht Gastronomen, überwiegend aus Stuttgart, und ein Spielhallenbetreiber aus Esslingen. Auch in Bayern scheiterten Hoteliers und Gastwirte vor dem Verwaltungsgerichtshof.

Im Saarland und in Niedersachsen dagegen haben die Oberverwaltungsgerichte die frühere Sperrstunde gekippt.

30.10.2020, 15:00 Uhr - EU-Staaten wollen WHO stärken

Die EU-Staaten wollen sich gemeinsam für eine Reform und Stärkung der Weltgesundheitsorganisation WHO einsetzen. Das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach einer Video-Konferenz der EU-Gesundheitsminister mitgeteilt.

Der Bundesgesundheitsminister will Anfang kommender Woche aus der Quarantäne wegen seiner Corona-Infektion zurückkehren. "Es geht mir - toi, toi, toi - ganz gut. Die Symptome sind zurückgegangen"", sagte er nach der Konferenz, die er noch von zu Hause leitete. "Ich bin ab Montag dann auch wieder im Ministerium vor Ort."

Der 40-Jährige war als erster Bundesminister positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie am 21. Oktober mitgeteilt worden war. Laut Ministerium hatten sich bei ihm Erkältungssymptome entwickelt.

30.10.2020, 13:40 Uhr - Nothilfe für Studenten erneuert

Das Bundesbildungsministerium will die Ende September ausgelaufene Nothilfe für Studenten für die Zeit des Teil-Lockdowns im November wieder auflegen. Das Ministerium beabsichtige, so eine Sprecherin, die Wiedereinsetzung der Überbrückungshilfe für den Monat vorzunehmen. Das Instrument habe sich bewährt.

30.10.2020, 13:00 Uhr - Studien beweisen Wirkung der Schutzmasken

Die Frage, ob Masken Schutz vor dem Coronavirus bieten, wird heiß diskutiert. Zwei Forschungsteams haben nun bewiesen, auf welche Arten Masken ihre Träger schützen können.

Corona-Pandemie Wirksamkeit von Alltagsmasken mehrfach bewiesen

Die Frage, ob Masken effektiv Schutz vor dem Coronavirus bieten, wird heiß diskutiert. Zwei Forschungsteams haben nun bewiesen, auf welche Arten Masken ihre Träger schützen können.  mehr...

30.10.2020, 11:35 Uhr - Tübinger Intendant: Kritik an Corona-Regeln darf nicht die falschen Kräfte stärken

Die pauschale Kritik vieler Künstler an den Corona-Schutzmaßnahmen hält der Intendant des Tübinger "Zimmertheaters", Dieter Ripberger, für falsch. Im SWR sagte er, auch er sei frustriert, dass sein Theater jetzt wieder schließen müsse. Er warnt aber: "Durch die Art und Weise, wie wir diese Entscheidung kritisieren, könnten wir auch Gefahr laufen, den falschen Kräften Wasser auf die Mühlen zu schaufeln."

Die Schließung auch der Kulturbetriebe hält Ripberger für gerechtfertigt, weil sich die Lage geändert habe. Wenn bei 75 Prozent der Neuinfektionen die Quelle nicht mehr nachvollziehbar sei, "können wir nicht mehr mit vollem Selbstbewusstsein und ganz breiter Brust sagen: 'Bei uns findet es nicht statt.'"

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30.10.2020, 11:05 Uhr - Altmaier sieht Wirtschaft am Scheideweg

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) rechnet für das gesamte laufende Jahr mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um fünfeinhalb Prozent. Das Vorkrisenniveau wird seiner Ansicht nach frühestens zum Jahreswechsel 2021/2022 wieder erreicht.

Deutschland stehe derzeit jedoch an einem Scheideweg, sagte Altmaier in Berlin. Nur wenn es gelinge, die Zahl der Neuinfektionen wieder zu verringern, könne sich die Wirtschaft erholen. Nur dann könnten Schäden für Unternehmen und Beschäftigte verhindert werden.

30.10.2020, 10:31 Uhr - Österreich und Italien wieder Risikogebiet

Die Bundesregierung hat Österreich bis auf zwei kleine Exklaven und fast ganz Italien wegen dramatisch steigender Infektionszahlen ab diesem Sonntag zu Corona-Risikogebieten erklärt. Mit Kroatien, Slowenien, Ungarn, Bulgarien und Zypern werden zudem fünf EU-Länder komplett auf die Risikoliste gesetzt, wie das Robert Koch-Institut auf seiner Internetseite mitteilte.

30.10.2020, 10:10 Uhr - Wirtschaft im dritten Quartal stark gewachsen

Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im dritten Quartal nach dem historischen Einbruch in der Corona-Krise wieder deutlich gewachsen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Juli bis September um 8,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Im Vergleich zum vierten Quartal 2019, dem Quartal vor der globalen Corona-Krise, lag das BIP demnach aber um 4,2 Prozent niedriger.

30.10.2020, 9:30 Uhr - Scholz: November-Hilfen reichen - Ökonomen bezweifeln das

Bundesfinanzminister Olaf Scholz geht davon aus, dass die zusätzlich zur Verfügung gestellten zehn Milliarden Euro Corona-Hilfen für den November-Teil-Shutdown ausreichen. Im SWR Tagesgespräch sagte der SPD-Politiker, „Ja, und wenn es elf Milliarden würden, würden wir das auch noch schaffen“. 

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Führende Ökonomen halten die staatlichen Nothilfen für Gastronomen und andere von Schließung betroffene Branchen dagegen längerfristig für nicht ausreichend. 

30.10.2020, 8:02 Uhr - Erstmals mehr als 90.000 Corona-Neuinfektionen in den USA

In den USA ist ein Rekordwert bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 91.295 neue Ansteckungsfälle erfasst. Damit wurde zum ersten Mal die Schwelle von 90.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages überschritten. Insgesamt haben sich damit seit Pandemiebeginn mehr als 8,9 Millionen Menschen in den USA mit dem Coronavirus infiziert.

30.10.2020, 7:37 Uhr - Flixbus und Flixtrain stellen Betrieb wegen Corona vorübergehend ein

Der Fernbusanbieter Flixbus stellt wegen der Corona-Pandemie sein Geschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz ab November vorübergehend ein. Auch Flixtrain werde ab dem 3. November nicht mehr fahren, teilte das Unternehmen mit. Damit reagiere das Unternehmen auf den Beschluss des jüngsten Bund-Länder-Gipfels zu den neuen Corona-Maßnahmen. Geplant sei - wenn möglich - das Angebot zu Weihnachten wieder hochzufahren. Schon im Frühjahr hatte das Unternehmen angesichts der Corona-Beschränkungen vorübergehend keine Fahrten mehr angeboten.

30.10.2020, 6:53 Uhr - Robert-Koch-Institut meldet 18.681 Coronavirus-Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut meldete heute erstmals mehr als 18.000 Neuinfektionen an einem Tag. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI 18.681 nachgewiesene Ansteckungsfälle binnen 24 Stunden. Am Donnerstag waren es noch 16.774.

30.10.2020, 5:00 Uhr - EU will Lehren aus erster Corona-Welle ziehen und besser zusammenarbeiten

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wollen die 27 EU-Staaten enger zusammenarbeiten. "Wir sitzen alle im selben Boot", sagte Ratspräsident Charles Michel nach einer Videoschalte der Staats- und Regierungschefs. So sollen laut EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen die Grenzen nicht erneut geschlossen werden. Außerdem werde eine gemeinsame Test- und Quarantänestrategie erarbeitet und die verschiedenen Corona-Warn- Apps sollen besser vernetzt werden.

30.10.2020, 4:26 Uhr - Bundesarbeitsminister Heil: Erleichterten Zugang zu Hartz IV verlängern

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will, dass der Zugang zu Harzt IV noch bis Ende des kommenden Jahres erleichtert bleibt. Das hat er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe gesagt. Die Maßnahme wurde wegen der Corona-Krise Anfang September eingeführt und ist bisher bis Ende 2020 befristet. Das werde aber nicht reichen, so der Minister. Unter anderem wird jetzt bei einem Antrag auf Hartz IV das Vermögen der Betroffenen nur eingeschränkt von den Jobcentern überprüft.

30.10.2020, 3:58 Uhr - Bundespolizisten sollen Masken verweigert haben

Die Bundespolizei in Köln prüft Vorwürfe, zwei ihrer Beamten seien Maskenverweigerer. Das berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger". Einer soll sich geweigert haben, als Teilnehmer einer Kundgebung einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Gegen ihn sei ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden, er sei schon seit längerem suspendiert. Der zweite Beamte soll über den Messenger-Dienst Telegram Tipps zum Vorgehen bei Polizeieinsätzen gegeben haben. Er habe sich zudem geweigert, im Dienst eine Maske zu tragen.

30.10.2020, 3:23 Uhr - SPD: Gutverdiener an Corona-Kosten beteiligen

Der SPD-Finanzpolitiker Lothar Binding fordert, dass Gutverdiener stärker an den Kosten in Folge der Corona-Krise beteiligt werden. "Die Menschen, die gut durch die Krise gekommen sind, sollten dem Staat nach der Krise helfen, wieder auf die Beine zu kommen", sagte er der "Bild"-Zeitung. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hält dagegen "Steuererhöhungen für Gift". Er werde sich an solchen Diskussion nicht beteiligen, sagte er dem Blatt.

30.10.2020, 1:37 Uhr - Lockdown für weitere zwei Millionen Menschen in England

Wegen rapide steigender Corona-Neuinfektionen müssen sich weitere zwei Millionen Menschen in England auf Beschränkungen des öffentlichen Lebens einstellen. Betroffen sei die Region West Yorkshire, für die ab Montag die höchste Stufe in einem dreistufigen Warnsystem der Regierung gelte, teilten Behördenvertreter mit. Danach müssen die meisten Pubs und einige Geschäfte schließen, die Menschen dürfen sich in ihren Wohnungen nicht mit Mitgliedern anderer Haushalte treffen.

Die Gegend mit den Großstädten Leeds und Bradford kommt dann zu weiten Teilen Nordenglands hinzu, in denen bereits Beschränkungen gelten. Die britische Regierung von Premierminister Boris Johnson will einen landesweiten Lockdown vermeiden und setzt auf regionale Maßnahmen, um Ausbrüche einzudämmen.

30.10.2020, 1:28 Uhr - Apple schließt Läden in Frankreich

Der iPhone-Hersteller Apple schließt wegen der Pandemie vorübergehend die meisten seiner Läden in Frankreich. 17 von 20 Geschäften sollen ab heute geschlossen bleiben, steht auf der Homepage des US-Konzerns. Die 15 Apple-Stores in Deutschland sollen demnach geöffnet bleiben. Das Unternehmen war zunächst nicht für eine Reaktion zu erreichen. In Frankreich beginnt heute ein einmonatiger Lockdown, in Deutschland folgt ein teilweiser Lockdown ab Montag.

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