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REDAKTEUR/IN

Italien hat die höchste Totenzahl seit dem Zweiten Weltkrieg. England: Bei Ausreisen ohne triftigen Grund hohe Geldstrafen. Tschechien bittet Deutschland um Hilfe bei Covid-19-Patienten. Alle wichtigen Entwicklungen zum Coronavirus lesen Sie hier in unserem Live-Blog.

6.3.2021, 0:15 Uhr - Pfizer-Deutschlandchef wirbt für Konkurrenz-Impfstoff von Astrazeneca

Der Vorsitzende der Geschäftsführung von Pfizer Deutschland, Peter Albiez, bricht eine Lanze für den von AstraZeneca entwickelten Konkurrenzimpfstoff. Im Live-Programm von "Bild" sagte Albiez auf eine entsprechende Frage: "Den würd' ich nehmen, den Impfstoff, ja." Man sollte nicht vergessen, dass jeder Impfstoff, der da sei, geprüft sei "von der EMA, also sicher und verträglich".

Grundsätzlich hält Albiez in Deutschland "eine größere Dynamik" der Impf-Kampagne für nötig. "Da müssen wir in großen Schritten denken, in großen Dimensionen." Er forderte, mit Blick auf die kommenden Monate "alles" zu mobilisieren.

6.3.2021, 0:01 Uhr - Experten erwarten 3.000 Corona-Tote pro Tag in Brasilien

Eine von der Regierung eingesetzte Expertengruppe hält laut Insidern 3.000 Corona-Tote pro Tag in Brasilien für möglich. Sollten keine ernsthaften Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in dem südamerikanischen Land ergriffen werden, sei dieses Szenario möglich, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen.

In den vergangenen 14 Tagen starben durchschnittlich täglich rund 1.250 Menschen an oder mit dem Virus. Krankenhäuser stehen vor dem Kollaps. Brasilien ist weltweit eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder.

5.3.2021, 23:11 Uhr - Weltweit fast 116 Millionen Infizierte und über 2,7 Millionen Tote

Weltweit haben sich über 115,92 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. An oder mit dem Virus gestorben sind mehr als 2,70 Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Am stärksten betroffen sind die USA mit über 28,93 Millionen Infektionen und 521.403 Toten.

5.3.2021, 21:07 Uhr - Bundesregierung bietet Tschechien Hilfe an

Die Bundesregierung hat Tschechien angeboten, Corona-Patienten von dort in Deutschland zu behandeln. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sagte, die Gespräche dazu liefen schon. Man sei froh, wenn man die schwierige Situation, die es in der Tschechischen Republik gibt, damit etwas mildern könne. Schon in der ersten Welle der Pandemie hatte Deutschland Corona-Patienten aus Nachbarländern wie Frankreich, den Niederlanden und Italien aufgenommen.

5.3.2021, 20:51 Uhr - Verschärfte Wochenend-Ausgangssperren in Frankreich

Ab Samstag treten in weiteren französischen Corona-Hotspots Ausgangsbeschränkungen in Kraft. Betroffen sind nun auch rund 1,5 Millionen Bürger im nordfranzösischen Département Pas-de-Calais mit der Hafenstadt Calais. Sie dürfen ihre Häuser am Wochenende nur noch aus triftigem Grund verlassen, etwa zum Einkaufen oder Joggen. Auch sehr große Geschäfte müssen schließen. In der Region am Ärmelkanal breitet sich die britische Coronavirus-Variante rapide aus. Im benachbarten Dünkirchen und an Teilen der Côte d'Azur gelten bereits Ausgangssperren an Wochenenden. Zudem gilt landesweit eine nächtliche Sperrstunde ab 18 Uhr.

5.3.2021, 19:43 Uhr - England: Bei Ausreisen ohne triftigen Grund hohe Geldstrafen

Reisende, die England ohne triftigen Grund verlassen wollen, riskieren hohe Geldstrafen. Passagiere müssen ab kommenden Montag in einem Formular den Grund ihrer Ausreise angeben und dieses mit sich führen, wie das britische Verkehrsministerium mitteilte. Die akzeptieren Gründe für Auslandsreisen sind unter den aktuellen Corona-Beschränkungen nur wenige - dazu gehören Arbeit, Bildung oder Beerdigungen.

Die Beschränkungen gelten für Briten und Ausländer, die sich derzeit in England aufhalten. Die Geldstrafen wegen des Bruchs der Lockdown-Regeln reichen von 200 bis zu 6400 Pfund (umgerechnet mehr als 7400 Euro). Bis Ende März gilt in England noch die strikte "Stay at Home"-Regel: Bürger sollen ihr Zuhause nur zum Einkaufen, Sport und aus wenigen anderen Gründen verlassen.

5.3.2021, 19:12 Uhr - Italien: Höchste Totenzahl seit dem Zweiten Weltkrieg

Italien hat im Pandemie-Jahr 2020 nach offiziellen Angaben die höchste Totenzahl seit dem Zweiten Weltkrieg verzeichnet. Insgesamt habe es im Vorjahr 746.146 Sterbefälle gegeben - und damit über 15 Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019, teilte das Statistikamt Istat in Rom mit.

Nachdem die erste große Corona-Welle das 60-Millionen-Einwohner-Land Ende Februar 2020 getroffen hatte, ermittelten die Fachleute auch die sogenannte Übersterblichkeit für die Monate März bis Dezember. In dieser Phase starben den Angaben zufolge gut 20 Prozent mehr Menschen als im Schnitt der Jahre 2015 bis 2019. Das waren mehr als 108.000 Tote. Wobei dieser Wert nicht bedeutet, dass dies die Zahl zusätzlicher direkter Covid-19-Opfer war. Experten hatten schon früher darauf hingewiesen, dass es auch vermehrt Tote unter anderem wegen der Überlastung des Krankenhaussystems gegeben haben könnte.

5.3.2021, 17:52 Uhr - Söder im Landtag in der Kritik

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat für die neue Öffnungsstrategie aus dem Corona-Lockdown im Landtag heftige Kritik einstecken müssen - und zwar von verschiedenen Seiten. Die Grünen warfen ihm eine gefährliche "Kehrtwende", zu umfassende Lockerungen ohne ausreichende Schutzkonzepte und eine Kapitulation vor dem Virus und dem Druck verschiedener Interessen vor. Die FDP kritisierte den "Kurswechsel" dagegen als zu zaghaft, die SPD nannte das Regelwerk zu kompliziert und forderte Perspektiven auch für die Jugendarbeit. Die AfD verlangte das Ende des Lockdowns.

5.3.2021, 16:29 Uhr - Maas: Deutschland bereit zur Hilfe für Tschechien

Deutschland ist nach Angaben von Außenminister Heiko Maas bereit, Corona-Patienten aus Tschechien in Deutschland zu versorgen. "Wir sind bereit, Kranke in deutschen Krankenhäusern zu versorgen", sagte er. Das laufe über die Bundesländer. "Wir würden das sehr begrüßen, wenn wir die schwierige Situation in Tschechien damit etwas mildern könnten."

5.3.2021, 14:25 Uhr - Tschechien bittet Deutschland um Hilfe für Covid-19-Patienten

Tschechien bittet Deutschland, Polen und die Schweiz um Hilfe bei der Versorgung von Covid-19-Patienten. Grund sei, dass die Situation in den eigenen Krankenhäusern inzwischen kritisch sei, teilt das Gesundheitsministerium in Prag mit. "Die große Zahl neu infizierter Patienten hat den Druck auf das Gesundheitssystem erhöht und die Zahl der Patienten, die einen Krankenhausaufenthalt benötigen, wächst", hieß es in einer Erklärung. Tschechien hat bezogen auf die Bevölkerungszahl eine der höchsten Infektionsraten weltweit. Vor allem die besonders ansteckende britische Virusvariante breitet sich in dem Land rasant aus. Die Bundesregierung hatte deswegen erst kürzlich die Kontrollen an der Grenze zu Tschechien bis zum 17. März verlängert.

5.3.2021, 14:18 Uhr - Großbritannien warnt EU vor Exportbeschränkungen von Impfstoffen

Großbritannien warnt die Europäische Union, Exportbeschränkungen für Impfstoffe könnten den weltweiten Kampf gegen das Coronavirus gefährden. Die globale Überwindung der Pandemie fuße auf internationaler Zusammenarbeit, sagte ein Sprecher von Premierminister Boris Johnson. Zuvor hatte die EU-Spitze hinter die Entscheidung Italiens gestellt, den Export von 250.000 Impfeinheiten nach Australien zu blockieren.

5.3.2021, 13:39 Uhr - Söder: Inzidenz bleibt entscheidende Messgröße

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat Rufen nach einer Abkehr von der Sieben-Tage-Inzidenz als entscheidende Messgröße zur Beurteilung der Lage in der Corona-Pandemie eine Absage erteilt. "Die Inzidenz ist nach wie vor der mit Abstand beste und verlässlichste Wert", sagte der CSU-Chef in seiner Regierungserklärung im Landtag in München. Es mache aus seiner Sicht keinen Sinn zu warten, bis die Zahl der Corona-Toten wieder steigt. "Wer auf Todesraten wartet, hat die Zeit verpasst zu handeln", sagte Söder. Der Ministerpräsident verteidigte das von Bayern übernommene Konzept von Bund und Ländern zur stufenweisen Lockerung der Corona-Maßnahmen. Es gebe keinen Blindflug, sondern eine "atmende Matrix", die auch wieder zu Schließungen führen könne, wenn dies angemessen sei.

5.3.2021, 13:32 Uhr - Schweiz gedenkt der Corona-Toten

Mit einer Schweigeminute und Glockengeläut hat die Schweiz der mehr als 9.000 Corona-Toten in dem Land gedacht. Bundespräsident Guy Parmelin forderte die Menschen zum Innehalten für die Toten und die Hinterbliebenen auf. Genau ein Jahr, nachdem in der Schweiz der erste Todesfall bekannt geworden war, läuteten danach im ganzen Land die Kirchenglocken. "Halten wir inne in Gedanken an die Opfer der Pandemie. Gedenken wir der Menschen, die weiterhin für ihre Gesundheit und ihre Arbeit kämpfen", sagte Parmelin in einer Video-Botschaft.Die Schweiz mit ihren 8,6 Millionen Einwohnern hat seit Beginn der Pandemie mehr als 9.300 Corona-Tote verzeichnet.

5.3.2021, 13:05 Uhr - Hotel-Branche scheitert erneut vor Bundesverfassungsgericht

Die deutsche Hotelbranche ist einem Medienbericht zufolge erneut in Sachen Corona-Entschädigungen vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert. Er müsse "von einer herben Enttäuschung des heutigen Tages berichten", zitiert der "Spiegel" aus einem Schreiben von Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland (IHA), an seine Mitglieder. "Das Bundesverfassungsgericht hat uns heute per unanfechtbarem Beschluss und ohne weitere Begründung mitgeteilt, dass unsere Verfassungsbeschwerde gegen die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes nicht zur Entscheidung angenommen worden ist." Diese gestatte es den Bundesländern, im Falle einer Pandemie per Verordnung den Betrieb gastronomischer Einrichtungen zu beschränken sowie Übernachtungen zu untersagen, jedoch ohne zugleich einen Anspruch auf Entschädigungszahlungen für Wirte oder Hoteliers festzuschreiben.

5.3.2021, 12:40 Uhr - Bundesrat billigt Corona-Hilfen für Familien und Unternehmen

Familien, Geringverdiener und Unternehmen sollen zusätzliche Hilfen und steuerliche Entlastungen zur Bewältigung der Corona-Pandemie bekommen. Der Bundesrat billigte zwei Gesetzespakete, die unter anderem einen Zuschuss von 150 Euro für Familien mit Kindern sowie für Bezieher von Grundsicherung vorsehen, um pandemiebedingten Härten abzufedern. Das Dritte Corona-Steuerhilfepaket und das Sozialschutz-Paket-III waren vorher bereits im Bundestag beschlossen worden.

5.3.2021, 12:38 Uhr - Event-Registrierung auch bei Corona-Warn-App geplant

Die Corona-Warn-App der Bundesregierung soll nach Angaben des Gesundheitsministeriums um eine Event-Registrierung erweitert werden. Ein Ministeriumssprecher sagte in Berlin, ähnlich wie bei der App Luca soll dabei auch ein QR-Code verwendet werden. Bei der Begegnung mit einer positiv getesteten Person würde der Nutzer dann eine Warnmeldung erhalten.

5.3.2021, 12:31 Uhr - Österreich führt Gespräche über Impfstoffe aus Russland und China

Österreich hat Interesse an Impfstoffen gegen das Coronavirus aus Russland und China. Das bestätigte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in Wien. "Es laufen Gespräche mit unterschiedlichen Herstellern." Sollte die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) zum Beispiel für den russischen Impfstoff Sputnik eine Zulassung erteilen, dann "ist es natürlich auch eine Option für viele europäische Länder, unter anderem auch für Österreich", so Kurz.

5.3.2021, 12:00 Uhr - Bundesrat billigt Corona-Hilfen für Familien und Unternehmen

Familien, Geringverdiener und Unternehmen sollen zusätzliche Hilfen und steuerliche Entlastungen zur Bewältigung der Corona-Pandemie bekommen. Der Bundesrat billigte zwei Gesetzespakete, die unter anderem einen Zuschuss von 150 Euro für Familien mit Kindern sowie für Bezieher von Grundsicherung vorsehen, um pandemiebedingten Härten abzufedern. Das Dritte Corona-Steuerhilfepaket und das Sozialschutz-Paket-III waren vorher bereits im Bundestag beschlossen worden.

5.3.2021, 10:35 Uhr - Steinmeier: 70.000 Tote ist eine "verstörende Dimension"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zum gemeinsamen Gedenken für die Opfer der Corona-Pandemie aufgerufen. Viele Menschen im Land seien seinem Aufruf gefolgt, als Zeichen der Trauer und Anteilnahme ein Licht ins Fenster zu stellen, sagte Steinmeier bei einem Treffen mit Hinterbliebenen im Schloss Bellevue in Berlin. Dafür sei er sehr dankbar. "Ich glaube aber, dass wir der Verstorbenen auch gemeinsam, als Gemeinschaft gedenken sollten." Steinmeier rief dazu für den 18. April auf. An diesem Tag ist eine Gedenkfeier der Staatsspitze mit Hinterbliebenen geplant.

Erinnern an die Corona-Toten Der Trauer in der Pandemie einen Rahmen geben

Trauer, Verlust und fehlende Abschiedsrituale - all das beschäftigt Hinterbliebene in der Corona-Pandemie. Bundespräsident Steinmeier hat fünf von ihnen eingeladen mit ihm über diese Themen zu sprechen.  mehr...

5.3.2021, 10:09 Uhr - Frauenberufe besonders von Corona betroffen

Die Corona-Pandemie führt besonders in solchen Berufen zu Problemen, die mehrheitlich von Frauen ausgeübt werden. Darauf hat das Statistische Bundesamt anlässlich des Weltfrauentags am kommenden Montag hingewiesen. Hohe Infektionsrisiken und Dauerbelastung träfen beispielsweise den Einzelhandel (Frauenanteil 80,8 Prozent), die Altenpflege (84,2 Prozent) sowie den Bereich Erziehung und Sozialarbeit (83,5 Prozent). Unter den Krisenbranchen ragen das Gastgewerbe (64,6 Prozent) sowie die über Monate geschlossenen Friseur- und Kosmetiksalons (86,5 Prozent) beim Frauenanteil heraus.

5.3.2021, 9:37 Uhr - Spahn: "Mehr als genug Schnelltests vorhanden"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat erneut zu Vorsicht bei weiteren Lockerungen von Corona-Beschränkungen gemahnt. Die von Bund und Ländern vorgesehenen Öffnungsmöglichkeiten gingen an die Grenze dessen, was unter dem Gesichtspunkt des Gesundheitsschutzes verantwortbar sei, sagte der CDU-Politiker in Berlin. Keine Öffnungsschritte zu wagen, wäre aber auch kaum verantwortbar gewesen. Wichtig sei deswegen die vereinbarte "Notbremse" für den Fall, dass die Zahl der Neuinfektionen wieder stark ansteigen sollten.

Spahn machte deutlich, dass für den Start kostenloser Schnelltests als Angebot für alle Bürger ab kommender Woche ausreichend Tests vorhanden seien. Das werde nicht überall gleich an diesem Montag der Fall sein, aber viele Bundesländer hätten angekündigt, loslegen zu wollen. "Von diesen Schnelltests sind mehr als genug da", betonte Spahn. Jedes Testzentrum wisse, wo sie zu bestellen seien, dies passiere auch schon. Der Bund übernehme nun die Kosten dafür.

Auch Selbsttests für zu Hause kämen jetzt auf den Markt, Hersteller hätten signalisiert, 20 Millionen pro Woche herstellen zu können. Spahn bot sich den Ländern als "Kontaktbörse" an, um Kontakt zu Testherstellern zu vermitteln, damit Tests etwa für Schulen und Kitas bestellt werden könnten. Positive Ergebnisse von Schnell- und Selbsttests müssten durch einen genaueren PCR-Labortests überprüft werden. Auch bei negativen Ergebnissen sei es weiter erforderlich, auf Abstand und Masken zu achten.

5.3.2021, 9:30 Uhr - RKI-Präsident Wieler warnt vor der britischen Virus-Mutante B.1.1.7

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, warnt vor den Folgen einer Ausbreitung der Virus-Mutation B117. Es sei absehbar, dass diese britische Variante des Coronavirus bald die vorherrschende in Deutschland sei, sagt Wieler in Berlin. "Und dann wird es noch schwieriger, das Virus im Zaum zu halten." Die jüngsten Zahlen seien zwar auch positiv: So gehe die Inzidenz in der Altersgruppe über 80 Jahre wegen der Impfungen zurück. Auch die Zahl der Intensivpatienten und der Toten sei rückläufig.

Medizin Coronavirus-Mutanten breiten sich auch in Deutschland weiter aus

Fast die Hälfte der Coronainfektionen werden durch die ansteckenderen Virusvarianten ausgelöst. Das geht aus einem Bericht des RKI zur Verbreitung der Varianten in Deutschland hervor.  mehr...

5.3.2021, 6:18 Uhr - Kultusminister: Alle Schüler noch im März in die Schule

Alle Schülerinnen und Schüler in Deutschland sollen noch diesen Monat wieder in die Schule gehen können - zumindest im Wechselunterricht. Laut der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst, sind sich die Bundesländer darin einig. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte sie, dass es zwar eine veränderte Situation durch die Virusmutationen gebe, aber Schulschließungen hätten zu viele soziale Auswirkungen.

5.3.2021, 6:03 Uhr - Nach Lieferstopp: Australien bittet EU um Hilfe

Australien bittet die Europäische Kommission um Hilfe, nachdem Italien eine Lieferung des Astrazeneca-Impfstoffs in das Land blockiert hat. Australien habe das über mehrere Kanäle angesprochen und darum gebeten, diese Entscheidung zu überprüfen, sagte der australische Gesundheitsminister, Greg Hunt. Italien hatte als erstes EU-Mitglied in Abstimmung mit der Kommission entschieden, 250.000 Dosen nicht auszuliefern. Damit war das Land auf Kritik gestoßen. Obwohl die Regierung das Vorgehen mit der EU-Kommission abgestimmt hat, sagt zum Beispiel EU-Handelspolitiker Bern Lange (SPD), dass das ein Freibrief für andere Länder sei, nationale vor weltweite Interessen zu stellen.

Jetzt doch für Ältere Impfkommission schlägt Kurswechsel bei Astrazeneca ein

Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca soll in Deutschland jetzt auch den über 65-Jährigen verimpft werden. Virologen hatten den Impfstoff schon länger als sehr wirksam eingestuft.  mehr...

5.3.2021, 5:44 Uhr - RKI: Mehr Neuinfektionen, steigender Inzidenzwert

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut innerhalb eines Tages 10.580 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das sind rund 600 mehr als vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist auf 65,4 gestiegen. Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein sind weiterhin die einzigen Bundesländer, die unter dem Wert von 50 bleiben. Innerhalb eines Tages hat das RKI außerdem 264 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 registriert.

5.3.2021, 4:37 Uhr - "Regionalität wagen": Eisenmann steht zu Lockerung auf Kreisebene

BW-CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann hat die stärkere Lockerung des Corona-Lockdowns für Stadt- und Landkreise mit niedrigen Infektionszahlen verteidigt. "Den Vorwurf, dass nun ein Flickenteppich entstehe, kann ich nachvollziehen", sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Baden-Württemberg sei nun mal von regionalen Besonderheiten und Erwartungen geprägt und die regionalen Inzidenzen gingen sehr weit auseinander.

Eisenmann und BW-Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatten sich am Donnerstagabend nach langen Diskussionen darauf geeinigt, die Inzidenz der Kreise als Maßstab für Öffnungen zu nehmen. Das heißt, in Kreisen, die stabil unter 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegen, kann der Einzelhandel schrittweise öffnen.

5.3.2021, 2:33 Uhr - Warum die WHO Impfpässe ablehnt

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) lehnt die von der EU-Kommission geplanten Impfpässe ab. "Wir verstehen, dass Regierungen mit der politischen Realität konfrontiert sind. Trotzdem gibt es ernste Bedenken", sagt Europas WHO-Regionaldirektor Hans Kluge in einem Vorabbericht der Tageszeitung "Die Welt". Laut Kluge sei die für den Sommer angekündigte Einführung vermutlich unvermeidlich, aber keine Empfehlung der WHO. Es sei unsicher, wie lang eine Immunität anhält. Auch könne ein Impfstoff nicht unbedingt die Ansteckung anderer Menschen verhindern, so der WHO-Regionaldirektor.

Seiner Ansicht nach ist die Corona-Pandemie in rund zehn Monaten zu Ende. Das würde nicht bedeuten, dass das Virus dann weg sei, aber es bräuchte wahrscheinlich keine störenden Interventionen mehr, erklärt Kluge dem Blatt.

5.3.2021, 1:46 Uhr - Veranstaltungswirtschaft klagt über mangelnde Perspektive nach Corona-Beschlüssen

Die Konzert- und Veranstaltungswirtschaft beklagt nach den Beschlüssen von Bund und Ländern eine fehlende Perspektive. "Es ist völlig inakzeptabel, dass ein weiteres Mal versäumt wurde, den Veranstaltern eine Perspektive zu geben, unter welchen Bedingungen Veranstaltungen wieder stattfinden dürfen", sagte Jens Michow, geschäftsführender Präsident des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV), den Zeitungen der Funke Mediengruppe in einem Vorabbericht.

Mit der Durchführung von Schnelltests oder einem Impfausweis sowie einer Kontaktnachverfolgung wären Spielstätten so infektionssicher wie jedes Kaufhaus, so der BDKV-Präsident.

5.3.2021, 0:05 Uhr - Weltweit jetzt fast 2,7 Millionen Corona-Tote

Weltweit haben sich über 115,43 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. An oder mit dem Virus gestorben sind mehr als 2,66 Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Am stärksten betroffen sind die USA mit über 28,86 Millionen Infektionen und 519.519 Toten.

4.3.2021, 23:27 Uhr - Bolsonaro zu Brasilianern: Hört auf zu jammern

Trotz rekordhoher Totenzahlen fordert Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro seine Landsleute auf, das Jammern zu unterlassen. "Wie lange soll das Geheule noch weiter gehen?", fragt Bolsonaro bei einer Versammlung. Die Bevölkerung könne sich nicht länger verkriechen. Keiner könne das mehr ertragen.

Er bedauere die Todesfälle. Es müsse aber eine Lösung gefunden werden. In Brasilien sterben derzeit so viele Menschen an Covid-19 wie noch nie. Krankenhäuser stehen vor dem Kollaps. Brasilien ist weltweit eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder.

4.3.2021, 19:27 Uhr - Britische Mutation dominiert in Frankreich

In Frankreich dominiert die britische Variante des Corona-Virus. Nach Angaben der Regierung sind 60 Prozent der bestätigten Neuinfektionen inzwischen darauf zurückzuführen. Ministerpräsident Jean Castex sagte, deswegen habe sich die Verbreitung des Virus in den vergangenen zwei Wochen beschleunigt. In Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko solle nun verstärkt geimpft werden.

4.3.2021, 18:32 Uhr - Mehr Hilfen für die Kultur

Die Bundesregierung verdoppelt die Kulturhilfen in der Corona-Pandemie auf zwei Milliarden Euro. Das Programm "Neustart Kultur" soll vor allem einzelne Künstler unterstützen und bisherige Förderlücken schließen. Mit dem Geld sollen zum Beispiel kleine private Theater, Galerien, Kinos oder Buchhandlungen unterstützt werden. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat die Entscheidung begrüßt. Zusammen mit dem beschlossenen Stufenplan zur Öffnung von Kultureinrichtungen sei das ein wichtiges Hoffnungszeichen für die durch die Pandemie schwer getroffene Branche.

4.3.2021, 18:00 Uhr - ARD-Umfrage: Menschen wünschen sich Lockerungen

Die meisten Menschen wünschen sich Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Das geht aus dem aktuellen Deutschlandtrend von Infratest-Dimap im Auftrag der ARD hervor. 63 Prozent der Befragten sind der Meinung, die Einschränkungen sollten ganz oder teilweise aufgehoben werden. Das gilt vor allem für Geschäfte, Restaurants und Hotels. Mit dem Krisenmanagement von Bund und Ländern ist eine Mehrheit inzwischen unzufrieden. Besonders kritisiert wird die Impfstoffbeschaffung.

ARD-DeutschlandTrend Zufriedenheit mit Bundesregierung auf Tiefstwert

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen ist zumindest teilweise für eine Lockerung der Corona-Beschränkungen. Die Zufriedenheit mit der Bundesregierung sinkt auf den niedrigsten Wer…  mehr...

4.3.2021, 16:30 Uhr - ADAC-Studie: Deutsche wollen Reiseverhalten kaum verändern

Die meisten Deutschen wollen ihr Reiseverhalten laut einer Studie des ADAC nach der Corona-Pandemie grundsätzlich beibehalten. Mittelfristig bleibe Badeurlaub weiter vorne, Kreuzfahrer wollten zurück aufs Schiff und Hotels blieben die bevorzugte Unterkunftsart, heißt es in der Studie des Automobilclubs. Allerdings gebe es kleine Verschiebungen - so hätten etwa individuelle Reisen hinzugewonnen und Deutschland könnte als Reiseziel mittelfristig noch beliebter werden.

4.3.2021, 16:15 Uhr - Corona-Fall bei Edeka-Südwest-Fleisch - 200 Mitarbeiter in Quarantäne

In einem Fleischwerk von Edeka Südwest in Rheinstetten (Landkreis Karlsruhe) sind 69 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie und 140 Kontaktpersonen seien in Quarantäne, teilte das Landratsamt Karlsruhe mit. In einem Fall sei die zuerst in Großbritannien nachgewiesene mutierte Variante des Virus bestätigt worden. In dem Betrieb arbeiten 1.200 Menschen. Ein Edeka-Sprecher betonte, die Warenversorgung der Märkte sei sichergestellt.

Rheinstetten

Über 200 Menschen in Quarantäne Corona-Ausbruch im Edeka-Fleischwerk in Rheinstetten

Nach einem Corona-Ausbruch im Fleischwerk von Edeka Südwest in Rheinstetten (Kreis Karlsruhe) sollen am Montag Mitarbeiter und Kontaktpersonen erneut getestet werden. 69 Beschäftigte wurden positiv auf das Virus getestet.  mehr...

4.3.2021, 15:25 Uhr - Philologenverband hält Schulöffnungen für fahrlässig

Der Philologenverband Baden-Württemberg hat die geplante Schulöffnung für Fünft- und Sechstklässler als fahrlässig kritisiert. Verbandschef Ralf Scholl sagte, der Präsenzunterricht ab 15. März führe dazu, dass wieder zigtausende Schüler unterwegs seien. Es sei absehbar, dass die Neuinfektionen schnell anstiegen. Er kritisierte auch den Plan von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU), alle Fünft- und Sechstklässler auf einmal in die Schule zurückkehren zu lassen und dabei die Klassen zu teilen. Er frage sich, wie Lehrkräfte in mehreren Räumen gleichzeitig unterrichten sollen oder ob die Aufsichtspflicht aufgehoben werde.

4.3.2021, 15:00 Uhr - Bundestag verlängert "epidemische Lage"

Die epidemische Lage in Deutschland gilt länger als geplant. Der Bundestag hat beschlossen, sie über den März hinaus gelten zu lassen. Das gilt als Grundlage unter anderem für die Corona-Beschränkungen und die Impf-Verordnung. Ab jetzt soll aber alle drei Monate neu überprüft werden, ob die epidemische Lage weiter gelten soll. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte, die Pandemie sei noch nicht vorbei. Es spreche aber alles dafür, dass jetzt das letzte Frühjahr in der Pandemie sei.

4.3.2021, 12:48 Uhr - EU will Impfstoff-Export bis Ende Juni kontrollieren

Die Europäische Union will Insidern zufolge die Genehmigungspflicht für einen Export von Corona-Impfstoffen bis Ende Juni verlängern. Ein solcher Vorschlag der EU-Kommission für eine Ausweitung der Ende März auslaufenden Regelung für mehr Transparenz bei der Impfstoff-Ausfuhr sei von den Mitgliedsstaaten bei Beratungen begrüßt worden, erläutern Diplomaten. Auch Deutschland und Frankreich hätten zugestimmt. Eine Stellungnahme der EU-Kommission lag zunächst nicht vor.

4.3.2021, 12:59 Uhr Spahn: Stiko empfiehlt Astrazeneca-Impfstoff auch für über 65-Jährige

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zufolge den Impfstoff von Astrazeneca auch für über 65-Jährige. Spahn will die Empfehlung nach eigenen Worten zeitnah in einer Verordnung umsetzen.

4.3.2021, 12:28 - Frankreich weitet Wochenend-Lockdowns aus

Frankreich weitet die bereits an der Côte d'Azur geltenden Wochenend-Lockdowns aus: Solche auch tagsüber geltenden Ausgangssperren an Samstagen und Sonntagen sollen auch im nordfranzösischen Verwaltungsbezirk Pas-de-Calais mit der Hafenstadt Calais gelten, wie aus französischen Regierungskreisen verlautete. Der Pariser Großraum und das Mosel-Gebiet an der Grenze zum Saarland und zu Rheinland-Pfalz bleiben dagegen vorerst verschont. Eine nächtliche Ausgangssperre ab 18 Uhr gilt in Frankreich bereits landesweit.

4.3.2021, 12:28 Uhr - Bundestag verlängert "epidemische Lage von nationaler Tragweite"

Der Deutsche Bundestag hat Änderungen am Infektionsschutzgesetz beschlossen und die "epidemische Lage von nationaler Tragweite" um drei Monate verlängert. Für den Antrag der Koalition aus Union und SPD stimmten 368 Abgeordnete, 293 votierten dagegen, drei enthielten sich der Stimme. "Wir sind noch in einer besonderen Lage", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor den Abgeordneten. "Die Pandemie ist noch nicht am Ende." Deshalb sei die Verlängerung "richtig". Bislang lief die Frist für die Regelung am 31. März ab. Dem Gesetz zufolge muss der Bundestag nun alle drei Monate über eine Verlängerung entscheiden.

4.3.2021, 10:42 Uhr - EMA prüft Zulassung für russischen Impfstoff Sputnik V

Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) beginnt mit der Prüfung einer Zulassung für den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V. Das teilte die in Den Haag ansässige Behörde mit. In Ungarn wird der Vektorviren-Impfstoff bereits eingesetzt, auch andere EU-Länder planen dies unabhängig von der EMA-Entscheidung.

4.3.2021, 10:10 Uhr - Neuinfektionen in den USA weiter rückläufig

In den USA ist die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen weiter rückläufig. Mit 65.233 neuen Fällen am Mittwoch meldeten die Behörden knapp 9200 weniger als am selben Tag der Vorwoche, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorging. Der bisherige Tagesrekord wurde am 2. Januar mit 299.786 neuen Fällen gemeldet. Am Mittwoch registrierten die Behörden zudem 2360 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion. Am selben Tag in der Vorwoche waren es noch 3.146.

4.3.2021, 9:39 Uhr - Kurzarbeit weiter gestiegen

Die Kurzarbeit in Deutschland ist im Februar nach Schätzungen des Ifo-Instituts weiter gestiegen. Mit 2,8 Millionen Betroffenen stieg die Zahl im Vergleich zum Januar um 100.000, wie die Münchner Wirtschaftsforscher mitteilten. Das ist jeder zwölfte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. "Das Bild ist zweigeteilt: Während die Kurzarbeit vor allem in Hotels und Gaststätten sowie im Einzelhandel zunahm, ist sie in der Industrie rückläufig", sagt Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link. Im Gastgewerbe ist der Anteil der Arbeitnehmer in Kurzarbeit auch nach wie vor am höchsten: Hier sind 57 Prozent der Beschäftigten betroffen. Im Handel waren es knapp 15 Prozent, bei wirtschaftsnahen Dienstleistern 14 und in der Industrie gut 7 Prozent.

4.3.2021, 9:26 Uhr - Kanzleramtsminister Braun verteidigt Corona-Beschlüsse

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hält die Beschlüsse des Spitzentreffens von Bund und Ländern in der Corona-Krise für angemessen. "Man kann nicht eine Gesellschaft nach vier Monaten jetzt weiter im Winterschlaf halten. Deshalb sind diese Öffnungsschritte richtig", sagte Braun am Donnerstag im ARD-Morgenmagazin. Allerdings stiegen die Infektionszahlen in Deutschland aktuell und die britische Mutante werde der häufigste Virustyp: "Wir müssen weiter vorsichtig sein, aber die Öffnungen können wir machen." Der Kanzleramtschef versicherte, dass es für die geplante Teststrategie ausreichende Kapazitäten in Deutschland gebe, was aus der Opposition bezweifelt wird.

4.3.2021, 8:22 Uhr - Scharfe Kritik der AfD an Bund-Länder-Beschlüssen

Die beiden Vorsitzenden der AfD-Bundestagsfraktion haben die Ergebnisse des Spitzentreffens von Bund und Ländern in der Corona-Pandemie scharf kritisiert. "Diese Beschlüsse sind ein Hohn für die Bürger, die zunehmend genug haben von der plan- und nutzlosen Lockdown-Politik der Bundesregierung und der Länder", teilte Alice Weidel mit. Für die meisten Betriebe in Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungsgewerbe bedeuteten die Beschlüsse weitere Wochen der Unsicherheit. Alexander Gauland bezeichnete die abermalige Lockdown-Verlängerung bis Ende März als einen "Willkürakt" und griff die Gesamtstrategie von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an: "Die Bürger sollen dafür büßen, dass die von Merkel vorangetriebene "europäische Lösung" direkt ins Impfstoffdesaster geführt hat."

4.3.2021, 8:03 Uhr - Ifo-Chef Fuest warnt vor Öffnungen ohne Corona-Tests

Ifo-Präsident Clemens Fuest fällt ein gemischtes Urteil über die Ergebnisse des Corona-Gipfels. Es sei gut, dass endlich begonnen werde, mehr zu testen, sagte er am Donnerstag im ARD-Morgenmagazin. Man müsse aber die Öffnungen an Tests binden. "Das hat man nicht getan", sagte Fuest mit Blick auf die Einigung von Bund und Ländern auf eine neue Corona-Politik.

Die Lage der Wirtschaft bewertete der Ifo-Präsident als "ziemlich gespalten". Während es um die Gastronomie, Reisebranche, Teile des Einzelhandels teils sehr schlecht stehe, gehe es großen Teilen der Industrie "ausgezeichnet, erstaunlich gut". So hätten sich Auto-, Chemie- und Bauindustrie gut erholt. "Wir haben ein gespaltenes Bild und ziemlich konzentrierte Verluste." Derzeit fielen etwa drei Prozent der Wertschöpfung weg, "das ist doch weniger als die meisten glauben".

4.3.2021, 7:35 Uhr - Scholz: Mehr Freiheiten durch Testen oder Impfen

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich im ARD-Morgenmagazin sehr zufrieden mit den Beschlüssen der Bund-Länder-Gespräche gezeigt. Die Lockerungen seien verantwortbar: "Wir haben jetzt neue, umfassendere Möglichkeiten zu testen." Er erwartet, dass genügend Tests zur Verfügung stehen werden. Mit einer umfassenderen Teststrategie könne sich mehr Spielraum für Öffnungen erarbeitet werden. Zugleich würden immer mehr Menschen geimpft und vor dem Virus geschützt. Teil der Öffnungsstragie sei, dass durch Testen mehr möglich ist. Das müsse auch für Menschen gelten, die geimpft sind.

4.3.2021, 7:05 Uhr - Hausärzte fordern weniger Bürokratie beim Impfen

Nach der Bund-Länder-Vereinbarung zu einer stärkeren Einbeziehung von niedergelassenen Ärzten bei den Corona-Impfungen fordern die Hausärzte bürokratische Entlastungen und eine stärkere organisatorische Einbeziehung der Krankenkassen. Um neben der Versorgung der Patienten auch die Impfungen sowie die zusätzlichen Tests vornehmen zu können, müsse jeglicher vermeidbarer Aufwand wegfallen, sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

4.3.2021, 6:56 Uhr - Kretschmann für kürzere Schulferien

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat eine Verkürzung der Schulferien vorgeschlagen, um Bildungsdefizite wegen Corona-Schließungen aufzuholen. "Man könnte an den Ferien ein bisschen was abknapsen, um Unterrichtsstoff nachzuholen", sagte der Grünen-Regierungschef in einem Interview mit dem "Mannheimer Morgen". Eine Verkürzung der Sommerferien sei denkbar.

Er fürchte, dass tiefe Schäden in der Bildung und der Psyche der Kinder entstanden seien, sagte Kretschmann der Zeitung. "Wir müssen uns verstärkt um diese Kinder kümmern, wenn der Unterricht wieder normal läuft. Das wird eine große Aufgabe." Die Lehrer müssen sich dem Ministerpräsidenten zufolge zunächst einen Überblick über die im Fernunterricht entstandenen Lücken verschaffen. "Zur Behebung der Defizite braucht es zusätzliche Betreuungsangebote und Sonderprogramme", sagte Kretschmann der Zeitung. Notwendig seien auch besondere Formen der Nachhilfe.

4.3.2021, 5:21 Uhr - RKI meldet fast 12.000 Neuinfektionen - Sieben-Tage-Inzidenz bei 64,7

Das Robert-Koch-Institut meldet 11.912 Neuinfektionen. Das sind 43 Fälle mehr als am Donnerstag vor einer Woche. 359 weitere Menschen starben, die zuvor positiv getestet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 64,7 von 64,0. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,47 Millionen Infektionen in Deutschland bestätigt. 71.240 Personen starben dem RKI zufolge in Verbindung mit dem Virus.

4.3.2021, 5:10 Uhr - Belgien erlaubt Astrazeneca-Impfstoff für Ältere

Belgien will künftig auch ältere Menschen mit dem Impfstoff des Unternehmens Astrazeneca impfen. Wie Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke mitteilte, sollten die Behörden "sofort" beginnen können, auch über 55-Jährigen das Vakzin zu verabreichen. Vor einem Monat hatte das Land entschieden, zunächst nur jüngere Menschen mit dem Impfstoff zu immunisieren, weil es an Daten zur Wirksamkeit bei Älteren fehlte. Jüngste Studien aus Großbritannien und Israel hätten gezeigt, dass das Astrazeneca-Vakzin auch bei über 55-Jährigen "einen guten Schutz gegen die Krankheit" biete, hieß es in einer Mitteilung im Anschluss an ein Treffen der Gesundheitsminister der Regionen und der Landesregierung.

4.3.2021, 4:38 Uhr - Laschet spricht von "Perspektivwechsel" in Corona-Strategie

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat angesichts des von Bund und Ländern vereinbarten Stufenplans für Lockerungen in der Corona-Krise von einem "Perspektivwechsel" gesprochen. "Wir dürfen nicht nur auf Inzidenzwerte schauen", sagte Laschet in der Nacht in Düsseldorf. Es gebe eine Abkehr vom pauschalen Schließen, hin zu einer "fokussierten, kontrollierten Sicherheit". Das mutierte Virus breite sich weiter aus. "Wir werden lernen müssen, mit dem Virus zu leben", betonte Laschet. Entscheidend seien jetzt die drei Elemente Impfen, Testen und die digitale Nachverfolgung von Infektionsketten etwa durch die Luca-App.

4.3.2021, 3:32 Uhr - Städte- und Gemeindebund kritisiert Teststrategie als zu unkonkret

Deutsche Städte- und Gemeindebund übt Kritik an der beschlossenen Teststrategie: "Zu unkonkret sind die Beschlüsse zu Teststrategien in Bezug auf Schnell- und Eigentests", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, der Rheinischen Post.

"Zwar soll es flächendeckend für jeden Schnelltests geben, was richtig und gut ist. Allerdings ist es bedauerlich, dass es offenbar noch einige Wochen dauern wird, bis diese Instrumente flächendeckend in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen werden." Die Organisation liege bei den Ländern und Kommunen. "Wie sich die Eigentests in das System einfügen sollen, wie der Nachweis dokumentiert wird, wie lange er gewisse Zugänge ermöglichen soll, wird leider noch nicht beantwortet."

4.3.2021, 2:20 Uhr - Hausärzte-Verbandschef Weigeldt befürchtet "bürokratischen Overkill" bei Ärzten

Nach der Bund-Länder-Vereinbarung zu einer stärkeren Einbeziehung von niedergelassenen Ärzten bei den Corona-Impfungen fordern die Hausärzte bürokratische Entlastungen. Um neben der Versorgung der Patienten auch die Impfungen sowie die zusätzlichen Testungen stemmen zu können, müsse jeglicher vermeidbare Aufwand wegfallen, sagt der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, den Zeitungen der "Funke Mediengruppe".

Er warnt, dass die Atteste, die die Hausärzte im Rahmen der Impfpriorisierung für Patienten ausstellen sollen, den Prozess enorm verlangsamten und "schnell zum bürokratischen Overkill" werden. Stattdessen könnten die Krankenkassen bei der Vorrangprüfung "durch ein flächendeckendes Einladungsverfahren" unterstützen.

4.3.2021, 1:15 Uhr - Bald impfen auch niedergelassene Ärzte mit

Ab der zweiten Märzwoche soll es Regelungen geben, damit auch einzelne niedergelassene Ärzte Menschen gegen Corona impfen können. Ab Ende März/Anfang April sollen die Haus- und Fachärzte mitimpfen und dabei auch über die Priorisierung vor Ort entscheiden.

4.3.2021, 0:00 Uhr - Bund-Länder-Runde beschließt Stufenplan für Öffnungen

Bund und Länder haben sich auf einen Fünf-Stufen-Plan für die Lockerungen der Corona-Auflagen verständigt. Bereits am kommenden Montag soll der Einzelhandel in Regionen mit einem Inzidenzwert von unter 50 wieder öffnen dürfen, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochabend nach neunstündigen Beratungen von Bund und Ländern ankündigte:

Berlin

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