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Die WHO hat zurückhaltend auf Hinweise aus Großbritannien zu einer höheren Sterblichkeit aufgrund des mutierten Virus reagiert. Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland sinkt weiter und in der EU ist die Jugendarbeitslosigkeit massiv gestiegen. Alle wichtigen Entwicklungen zum Coronavirus lesen Sie hier in unserem Live-Blog.

19.1.2021, 21:45 Uhr - Bund und Länder-Beratungen beendet

Bund und Länder haben die Corona-Auflagen bis 14. Februar verlängert, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Das hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach den Beratungen in Berlin mitgeteilt. Schulen und Kitas bleiben demnach geschlossen. Das Arbeiten im Homeoffice soll deutlich ausgeweitet werden. Außerdem werden einige Maßnahmen verschärft. So müssen künftig alle Menschen in Geschäften und im Nahverkehr medizinische Masken tragen.

19.1.2021, 21:02 Uhr - Bericht: WHO hat schleppend auf Corona-Pandemie reagiert

Die anfänglichen Maßnahmen Chinas und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gegen die Corona-Pandemie sind zu schleppend angelaufen. Zu diesem Urteil kommt eine unabhängige Untersuchungskommission. So hätte die Regierung in Peking vor einem Jahr stärkere Maßnahmen umsetzen können, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen. In dem Bericht heißt es auch, die Pandemie habe offengelegt, wie unterfinanziert die Weltgesundheitsorganisation ist.

19.1.2021, 18:12 Uhr - EU-Kommission hat ehrgeizige Impfquote zum Ziel

Die EU-Kommission hat den Mitgliedsstaaten ehrgeizige Ziele für ihre Corona-Impfkampagnen gesetzt. Bis März sollten mindestens 80 Prozent des Pflegepersonals und der Über-80-Jährigen geimpft sein, sagte der Vizepräsident der EU-Kommission Margaritis Schinas in Brüssel. Bis Ende des Sommers sollten 70 Prozent aller Erwachsenen den Impfschutz erhalten. Die Kommission hält diese Ziele für erreichbar.

Die EU arbeite mit den Herstellern zusammen, um die Produktion zu erhöhen. Außerdem könnte schon Ende Januar das Mittel von AstraZeneca für den europäischen Markt genehmigt werden. Bisher haben die Impfstoffe von Biontech und Pfizer sowie des US-Herstellers Moderna eine Zulassung in der EU. Die EU-Kommission will bei der Videoschalte am Donnerstag mit den EU-Staatschefs auch über einen gemeinsamen Impfpass und mögliche Befreiungen von Einschränkungen für Geimpfte.

19.1.2021, 17:09 Uhr - IWF: Jedes neunte Unternehmen wäre ohne Staatshilfen pleite

Ohne Corona-Staatshilfe und ohne die Aussetzung der Insolvenzpflicht wäre in Deutschland jedes neunte Unternehmen pleite gegangen. Davon geht der Internationale Währungsfonds (IWF) aus. Betroffen wären vor allem kleine Firmen. In der Hotel- und Gaststättenbranche hätten sogar rund 30 Prozent ihre Schulden nicht mehr bedienen können, weil ihnen die Einnahmen wegbrachen. Sanierungsexperten mahnen, dass die Maßnahmen auch Unternehmen schützten, die ohne die Corona-Krise ebenfalls keine Überlebenschance hätten.

19.1.2021, 15:28 Uhr - Bund und Länder einig über Verlängerung der Corona-Beschränkungen

Die Corona-Schutzmaßnahmen werden nach Medienberichten bis zum 14. Februar verlängert. Darauf hätten sich Bund und Länder endgültig geeinigt, heißt es. In Bussen und Bahnen würden außerdem medizinische Masken Pflicht. Einfache Stoffmasken reichten dort künftig nicht mehr aus. Die Schulen sollen erst am 15. Februar wieder öffnen. Bestätigt sind die Neuerungen noch nicht, da die Beratungen der Länderchefs- und chefinnen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) noch andauern.

19.1.2021, 13:25 Uhr - RP streicht Termine für Erstimpfung

In Rheinland-Pfalz müssen wegen der gekürzten Impfstofflieferungen von Biontech/Pfizer bereits vereinbarte Termine für Corona-Erstimpfungen verschoben werden. Das hat das Gesundheitsministerium in Mainz bekannt gegeben. Allen Betroffenen werde per Brief oder Mail ein neuer Termin mitgeteilt. Die Termine für Zweitimpfungen in Rheinland-Pfalz sollen jedoch eingehalten werden. Rheinland-Pfalz bekommt den Angaben zufolge bis Mitte Februar etwa 30.000 Impfdosen weniger als zugesagt.

19.1.2021, 12:53 Uhr - Bund braucht fast 90 Milliarden Euro weniger Kredite als geplant

Der Bund hat für die Bewältigung der Corona-Krise im vergangenen Jahr deutlich weniger Schulden gebraucht als erwartet worden war. Nach dem vorläufigen Haushaltsabschluss wurden Kredite in Höhe von 130,5 Milliarden Euro aufgenommen, wie es aus Regierungskreisen hieß. Das sind fast 90 Milliarden Euro weniger als angenommen. Der Bundestag hatte ursprünglich 217,8 Milliarden Euro Schulden genehmigt und dafür wegen der besonderen Situation zweimal die Schuldenbremse außer Kraft gesetzt.

Dass diese Summe bei weitem nicht ausgeschöpft wurde, dürfte auch daran liegen, dass ein Großteil der für November und Dezember gedachten Wirtschaftshilfen erst jetzt an die Unternehmen ausgezahlt wird. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat deshalb bereits das Kreditvolumen für das laufende Jahr angepasst und auf rund 180 Milliarden erhöht. Für beide Krisenjahre zusammen werde man rund 300 Milliarden Euro benötigen, hatte er angekündigt.

19.1.2021, 11:36 Uhr - EU will überschüssige Impfdosen an ärmere Länder geben

Die EU plant, überschüssige Impfstoff-Dosen an ärmere Staaten abzugeben, zum Beispiel an Länder in Afrika. Ein entsprechender europäischer Mechanismus werde geprüft, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Die EU, in der rund 450 Millionen Menschen leben, hat sich fast 2,3 Milliarden Dosen von Impfstoffen und Impfstoffkandidaten von sechs Herstellern gesichert.

19.1.2021. 10:46 Uhr - EU-Kommissarin: Mehr als 400.000 Corona-Tote in EU

Seitdem die Corona-Pandemie die EU erreicht hat, seien in den Mitgliedstaaten mehr als 400.000 Menschen im Zusammenhang mit einer Ansteckung gestorben. Das sagte die EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Und sie betonte, dass die Pandemie angesichts der sich ausbreitenden Mutationen noch lange nicht überstanden sei. Allerdings seien die Impfstoffe ein "machtvolles Instrument" gegen das Virus. Hier sicherte sie mehr Transparenz über die Lieferverträge zu, die die EU mit Unternehmen geschlossen hat, die Wirkstoffe für die Impfung entwickelt haben.

19.1.2021, 9:59 Uhr - Bundesregierung für Lockdown bis Mitte Februar

Die Bundesregierung will sich in den heutigen Beratungen über die Corona-Maßnahmen für eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 15. Februar einsetzen. Das geht aus der Beschlussvorlage des Bundes hervor, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt. Auch die Nachrichtenagentur AFP berichtete, dass der Lockdown bis zum 15. Februar verlängert werden solle. Sie beruft sich ebenfalls auf die Beschlussvorlage. Ebenso sollten die Regelungen für das Homeoffice verschärft werden. Laut AFP plant das Bundeswirtschaftsministerium eine Verordnung, die Arbeitgeber verpflichtet, überall dort, "wo es möglich ist, den Beschäftigten das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen müssen".

Medizinische Masken sind im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen weiterhin zu tragen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters genügen aber auch in Zukunft OP-Masken. Eine Pflicht für FFP2-Masken sei nicht vorgesehen. Schulen sollen demnach weiterhin geschlossen bleiben. Eine Arbeitsgruppe werde Konzepte für mögliche Lockerungen erstellen, wenn ein Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche erreicht wird.

19.1.2021, 9:22 Uhr - Altmaier: Weitere Milliarden für Corona-Hilfen

Die Bundesregierung will bei den Corona-Hilfen offenbar nochmals nachlegen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sprach im Fernsehsender RTL von einem Milliarden-Betrag in zweistelliger Höhe in den kommenden Wochen. Auch die Nachrichtenagentur dpa berichtete unter Berufung auf nicht genannte Quellen, dass sich das Bundeswirtschafts- und das Bundesfinanzministerium auf weitere Finanzhilfen für Firmen und Selbstständige geeinigt hätten.

.@peteraltmaier im @RTLde #Frühstart vor #MPK: Die Infektionszahlen sind zu hoch, deshalb müssen wir bei #Lockdown-Maßnahmen noch eine Schippe drauf legen. Wegen der Einschränkungen legen wir auch bei den #Coronahilfen in den nächsten Wochen einen zweistelligen Mrd.-Betrag nach. https://t.co/OHfwi7Dqot

19.1.2021, 8:39 Uhr - Israels Corona-Beauftragter meldet Höchststand an neuen Fällen

Nach Angaben des israelischen Corona-Beauftragten verzeichneten die Gesundheitsbehörden des Landes binnen eines Tages mehr als 10.000 Neuinfektionen - so viele wie noch nie seit dem Ausbruch der Pandemie. In Israel gilt derzeit ein strikter Lockdown mit massiven Ausgangsbeschränkungen. Gleichzeitig läuft die landesweite Impfkampagne gegen die Pandemie. Gestern seien etwa 186.000 Menschen geimpft worden, twitterte Staatschef Benjamin Netanyahu. Damit hätten bislang rund 2,2 Millionen Menschen in Israel den Impfstoff erhalten.

19.1.2021, 7:35 Uhr - Impfstart in Rio de Janeiro

Im brasilianischen Rio de Janeiro haben die Corona-Impfungen direkt unter der weltberühmten Christusstatue hoch über der Stadt begonnen. Lokale Medien berichteten, dass eine 80-jährige Bewohnerin eines Altenheims und eine 59 Jahre alte Krankenschwester die ersten Impfungen erhielten. Verabreicht wurde der chinesische Impfstoff CoronaVac, der in Brasilien erst am Sonntag eine Notzulassung erhalten hatte.

19.1.2021, 6:52 - RKI meldet mehr als 11.000 Neuinfektionen

In den vergangenen 24 Stunden wurden dem Robert-Koch-Institut (RKI) 11.369 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 989 an. Die Zahlen enthalten laut RKI aber Nachmeldungen aus mehreren Bundesländern, aus denen gestern nicht alle Daten übermittelt worden seien, darunter Bayern und Rheinland-Pfalz.

Vor genau einer Woche hatte das RKI 12.802 Neuinfektionen und 891 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

19.1.2021, 6:45 Uhr - Ab heute Terminvergabe für Kreisimpfzentren in BW

Ab heute 8 Uhr können sich Berechtigte auch bei den 50 Kreisimpfzentren in Baden-Württemberg zur Corona-Impfung anmelden. Termine gibt es entweder über die zentrale Telefonnummer 116 117 oder im Internet unter impfterminservice.de. Zum Start ab Freitag wird es zunächst aber nur sehr wenige Termine geben, weil die Kreise zu Beginn je nur 1.000 Impfdosen bekommen. Nur das Kreisimpfzentrum in Singen hat aufgrund eines technischen Fehlers bereits am vergangenen Freitag (15. Januar) mit dem Impfen begonnen. Ursprünglich sollten zu diesem Termin alle Kreisimpfzentren starten, was mangels Impfstoff jedoch verschoben wurde.

Impfzentren starten am Freitag Wenig Euphorie: Mangel an Impfstoff und -terminen in Baden-Württemberg

Seit 8 Uhr vergeben auch Kreisimpfzentren im Land Termine für Corona-Impfungen. Anmeldeberechtigt sind Menschen über 80 und Pflegekräfte. Doch bei der Terminvergabe hakte es.  mehr...

19.1.2021, 4:56 Uhr - ÖPNV wird möglicherweise ausgeweitet

Wegen der Corona-Pandemie wird der Öffentliche Personennahverkehr möglicherweise ausgeweitet - vor allem in Ballungsräumen. Das berichtet die Tageszeitung "Die Welt". Sie beruft sich auf die Chefin des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg, Susanne Henckel. Demnach seien die Unternehmen dabei, zusätzliche Fahrten zu prüfen, um das Passagieraufkommen besser zu verteilen. Seit Längerem wird kritisiert, dass die Abstandsregeln in Bussen und Bahnen wegen der vielen Fahrgäste nicht eingehalten werden können.

19.1.2021, 2:06 Uhr - Trump hebt Einreisesperre auf, Biden widerspricht

US-Präsident Donald Trump hat die Corona-Einreisesperre für Menschen aus dem Schengen-Raum, Großbritannien, Irland und Brasilien zum 26. Januar aufgehoben. Das hat das Weiße Haus in Washington mitgeteilt. Als Voraussetzung für die Einreise gilt ein negativer Corona-Test. Trump übergibt am Mittwoch die Amtsgeschäfte an seinen Nachfolger Joe Biden. Dieser ließ umgehend erklären, dass er der Aufhebung der Einreisesperre nicht zustimmt. Die Sicherheitsmaßnahmen bei internationalen Reisen müssten wegen der Corona-Lage vielmehr noch verstärkt werden.

19.1.2021, 0:30 Uhr - Neuverschuldung geringer als erwartet

Die Neuverschuldung des Bundes für das vergangene Jahr fällt geringer aus als erwartet. Das berichtet das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" und beruft sich auf das Bundesfinanzministerium. Demnach wird jetzt statt der kalkulierten knapp 218 Milliarden Euro von einem Minus unter 150 Milliarden Euro ausgegangen. Ein Grund seien nicht ausgeschöpfte Corona-Hilfsprogramme für Unternehmen. Ein weiterer Grund sind Verzögerungen bei Hilfszahlungen für die seit November geltenden Einschränkungen. Für 2021 wird deshalb mit deutlich höheren Belastungen gerechnet. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) will die neuen Zahlen am Dienstag offiziell vorstellen.

Rückblick

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