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Die Coronakrise hat sich in der Kalenderwoche 12 vor allem in Europa dramatisch zugespitzt.

Lesen Sie hier die aktuellen Entwicklungen seit Montag, 23. März.

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick

22.3.2020, 20:22 Uhr Großbritannien will Gefährdete isolieren

Wegen der Coronavirus-Pandemie sollen sich in Großbritannien 1,5 Millionen Risikopatienten in Quarantäne begeben. Die Aufforderung richtet sich unter anderem an Blut- oder Knochenkrebspatienten sowie an Menschen, die unter Stoffwechselerkrankungen leiden. Auch Patienten nach einer Organtransplantation sollen der Anweisung folgen.

22.3.2020 - 19:41 Uhr Kabinett will umfassende Corona-Notpakete beschließen

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus will das Bundeskabinett am Montag umfassende Maßnahmen beschließen. Dabei geht es um große Schutzschirme für Unternehmen, Beschäftigte und Kliniken. Geplant sind umfangreiche Rechtsänderungen sowie ein Nachtragshaushalt von 156 Milliarden Euro für 2020. Im Schnellverfahren soll am Mittwoch bereits der Bundestag zustimmen, am Freitag der Bundesrat.

22.3.2020 - 19:03 Uhr Merkel wegen Kontakt mit Infiziertem in Quarantäne

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich in häusliche Quarantäne begeben, weil sie Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Arzt hatte. Der Mediziner, der die Kanzlerin am Freitag prophylaktisch gegen Pneumokokken geimpft hatte, sei inzwischen positiv auf das Virus getestet worden, teilte Merkels Sprecher weiter mit. Merkel werde weiter ihren Dienstgeschäften nachgehen.

22.3.2020 - 17:45 Uhr Merkel: Weitreichende Kontaktverbote beschlossen

Im Kampf gegen das Coronavirus haben sich Bund und Länder auf weitergehende Einschränkungen geeinigt. Treffen von mehr als zwei Menschen werden demnach verboten.

Ausnahmen: Familienangehörige, Lebenspartner, wichtige berufliche Gründe, der öffentliche Nahverkehr und Beerdigungen. In der Öffentlichkeit sollen Menschen einen Abstand von anderthalb Metern zu anderen einhalten. Außerdem sollen bestimmte Dienstleistungsbetriebe schließen, betroffen sind Friseure, Kosmetikstudios, Tattoo-Studios und Massagesalons. Auch Restaurants und Gaststätten müssen dichtmachen - wo das nicht schon der Fall ist. Essen zum Liefern oder Abholen soll es aber weiterhin geben. Die Regeln gelten ab Montag.

22.3.2020, 13:44 Uhr Notruf nicht für Fragen zum Coronavirus blockieren

Die Behörden in Rheinland-Pfalz rufen die Bürger dazu auf, den Notruf 112 freizuhalten und nicht für Fragen zum Corona-Virus zu blockieren. Laut der integrierten Leitstelle in Trier gab es in einigen Landkreisen eine Störung bei der Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116-117. Weil deshalb offenbar viele auf den Notruf ausgewichen sind, sei dieser überlastet.

22.3.2020, 12:20 Uhr Spanien will Ausgangssperre verlängern

Die spanische Regierung will die Ausgangssperre im ganzen Land um zwei Wochen bis zum 12. April verlängern. Nach Italien ist Spanien das von der Krise am schwersten betroffene Land Europas.

22.3.2020 - 12:00 Uhr Beratungen über bundesweite Ausgangsbeschränkungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder wollen am Nachmittag über die Corona-Krise beraten. Dabei wird es auch um eine mögliche Ausgangssperre in ganz Deutschland gehen. Am Samstag haben sich die Menschen in Deutschland offenbar weitgehend an die bestehenden Beschränkungen gehalten. Bayern und das Saarland meldeten aber noch Verstöße. Ab 17 Uhr gibt es Erklärungen der Ministerpräsidenten in RP und BW - um 17.30 Uhr eine Pressekonferenz mit Merkel.

Verschärfung der Maßnahmen im Kampf gegen Corona Dreyer: Soziale Kontakte auf Minimum reduzieren

Bund und Länder haben sich auf weitere Verschärfungen der Maßnahmen im Kampf gegen Corona geeinigt. Wie Ministerpräsidentin Dreyer mitteilte, kommt auch in Rheinland-Pfalz ein weitgehendes Kontaktverbot.  mehr...

Nach China ist Europa in den Fokus der Pandemie entwickelt, wie unsere Chronik zeigt. Die neuesten Entwicklung seit Montag, 23. März, können Sie hier nachlesen.

22.3.2020, 11:33 Uhr Kaum Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen in Bayern, Rheinland-Pfalz und Hessen

Nachdem in mehreren Bundesländern schärfere Ausgangsregeln eingeführt worden sind, melden Bayern, Rheinland-Pfalz und Hessen kaum Verstöße dagegen. Im Saarland hingegen hat sich Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) mit einer Videobotschaft an die Bürger gewandt.

Er sagte, es gebe noch immer vor allem junge Menschen, die Party machten und sich treffen würden. Hans kündigte schärfere Polizeikontrollen an. Außerdem erklärte er, dass auch sein Bundesland der stark von der Pandemie betroffenen französischen Region Grand Est helfen will. Demnach sollen ähnlich wie in Baden-Württemberg schwertkranke Covid-19-Patienten von dort aufgenommen werden.

22.3.2020, 10:45 Uhr Bundeswehr liefert Schutzkleidung nach Heinsberg

Die Bundeswehr hat medizinische Schutzausrüstung an den Kreis Heinsberg geliefert. Das ist die von dem Corona-Virus in Deutschland am stärksten betroffene Region. Soldaten haben rund 18.000 Schutzmasken und 8.000 Kittel übergeben. Außerdem stellt die Bundeswehr zwei Beatmungsgeräte für Intensivstationen zur Verfügung.

22.3.2020 - 00:07 Uhr Scholz erwartet Wirtschaftseinbruch von fünf Prozent

Im Zuge der Virus-Krise geht die Bundesregierung davon aus, dass das Wachstum in diesem Jahr um fünf Prozent einbricht. Das berichtet "Bild" unter Berufung auf Regierungskreise. Es würden Steuermindereinnahmen von rund 33 Milliarden Euro erwartet. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) habe diesen Betrag in seiner Kabinettsvorlage für einen Nachtragshaushalt genannt. Die tatsächlichen Auswirkungen der Krise seien aber noch nicht absehbar. 

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