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Die Bundesregierung hat heute Hilfen für Kunden des insolventen Reiseunternehmens Thomas Cook beschlossen. Dabei geht es um Fälle, in denen die Versicherung nicht zahlt.

Wegen der Thomas-Cook-Pleite konnten viele Pauschalurlauber ihre bereits bezahlte Reise nicht antreten. Damit die Betroffenen nicht auf ihren Kosten sitzen bleiben, springt der Staat bei den Entschädigungen ein.

Reisen waren nicht ausreichend abgesichert

Das hat die Bundesregierung nach einer Kabinettssitzung mitgeteilt. Es geht um die Fälle, in denen die Versicherung nicht zahlt. Das Problem: die Reisen waren nicht ausreichend abgesichert. Damit übernimmt die Versicherung wohl nur einen Teil der Kosten.

Der Hintergrund: es gibt zwar eine europäische Richtlinie, wonach Pauschalreisen komplett abgesichert werden sollen. In Deutschland gibt es aber eine Obergrenze von 110 Millionen Euro. Experten gehen aber davon aus, dass die Schäden der Thomas-Cook-Kunden bei 300 bis 500 Millionen Euro liegen.

Vorwürfe an die Bundesregierung

Kundenvertreter haben der Bundesregierung schon mit einer Klage gedroht, weil sie die EU-Richtlinie unzureichend umgesetzt habe. Die Folge könnte sein, dass das Gesetz schon bald geändert wird.

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