Bitte warten...

Computer- und Videospiele auf der Gamescom Virtual Reality auch für Omi und Musikfans

Neue interaktive Spiele werden auf der Gamescom in Köln präsentiert. Fachleute erwarten, dass Virtual Reality nun richtig durchstartet - ein Trend nicht nur für Spieler.

Junger Mann mit 3-D-Brille (Virtual Reality Brille)

Mit großer Brille in virtuelle Welten eintauchen

Auf der weltweit größten Messe für interaktive Unterhaltungselektronik, der Gamescom in Köln, werden ab heute Spielekonsolen, PC-Games und jede Menge Leute mit dicken Virtual-Reality-Brillen zu sehen sein. Zunächst dürfen die Fachbesucher rein, ab Donnerstag dann alle Interessierten. Über die Trends weiß Maximilian Schenk Bescheid. Er ist der Geschäftsführer des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) und Mit-Veranstalter der Messe.

Virtual Reality wird seit Jahren der Durchbruch vorausgesagt. Sind die Produkte jetzt reif für den Massenmarkt?

Ja, das sind sie auf jeden Fall, sowohl die Hardware als auch die Spiele. Einige Hardware-Geräte sind schon auf dem Markt und in den nächsten Wochen und Monaten kommen weitere Modelle. Es gibt Einstiegsmodelle für 20 Euro, die sogenannten Cardboards, in die man einfach sein Smartphone steckt. Es gibt aber auch High-End-Geräte - das heißt, es ist für alle etwas dabei. Es gibt auch tolle Spiele.

Laut einer Studie würde sich jeder Dritte eine virtuelle Datenbrille kaufen. Was kann man noch damit machen, außer zu spielen?

Es gibt viele Entertainment-Unterhaltungsangebote. Das fängt damit an, dass Sie die Urlaubsfotos oder die Bilder von Ihren Enkeln mit einer Virtual-Reality-Brille anschauen können. Dadurch wirkt alles viel lebensechter und näher. Oder stellen Sie sich vor, dass sie das nächste Live-Konzert mit Robbie Williams zuhause auf der Couch mit Virtual-Reality-Brille erleben. Das gleiche gilt für Sport-Ereignisse. Aber letztlich geht der Reigen an Anwendungsmöglichkeiten noch viel weiter: in der Produktion, Logistik, Medizin wird auch schon geforscht und probiert, was schon in Kürze möglich ist.

Ein weiterer Trend auf der Gamescom ist E-Sports, also Sportwettkämpfe, die mittels Computerspielen weltweit übers Internet ausgetragen werden. Wer macht bei so etwas mit?

Natürlich vor allem junge Leute, aber nicht nur. Es sind Millionen Fans, die auf Amateur-Niveau E-Sport betreiben. Es gibt aber auch Profis, die vor allem große, mit Preisgeld ausgestattete Turniere bestreiten.

Profitiert auch die Wirtschaft von den Innovationen, die auf der Gamescon präsentiert werden?

Ja, die Gamescom ist keine reine Videospielmesse, sondern ein 360-Grad-Event rund um digitale Unterhaltung, aber auch rund um die Digitalisierung unserer Gesellschaft. Wir haben so viele Branchen hier wie noch nie zuvor. Die Fraunhofer-Institute besuchen die Spielemesse, um beispielsweise zu erleben, was Virtual Reality alles kann. Auch Medienpädagogen, die Pharma-Branche und die Automobil-Branche kommen zur Gamescom. Audi hat vor ein paar Wochen angekündigt, dass sie künftig ihre Autos mit Monitoren ausstatten wollen - ganz ähnlich, wie das mit Videospielen gemacht wird.

Die Gamescom wird immer eine Games-Messe bleiben, fast schon ein Spielerfestival. Aber mit keinem Medium kann man so gut erleben, was die Digitalisierung der Medien und die Vernetzung der Gesellschaft bedeutet. Denn es sind nun einmal Spiele, die Standards setzen. Sie sind interaktiv, intuitiv und international, und so müssen Medien heute sein.


Online: Biggi Hoffmann