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Eine Woche vor dem digitalen CDU-Bundesparteitag gibt es weiterhin keinen klaren Favoriten auf den Parteivorsitz. Die drei Anwärter kommen am Abend erneut in Berlin zu einer Kandidatenrunde zusammen.

Wie schon Mitte Dezember stellen sich Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen in einem Talkformat im Konrad-Adenauer-Haus für rund eineinhalb Stunden den Fragen der CDU-Mitglieder. Zu sehen ist die Runde auf Phoenix oder online im Livestream.

Mit Merz und Röttgen sind gleich zwei Kandidaten dabei, deren politische Karrieren unter Kanzlerin Angela Merkel einen scharfen Knick erhielten. Dennoch gibt sich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) überzeugt, dass kein Kandidat den Wunsch habe, "einen Bruch mit Angela Merkel zu begehen". Im SWR Tagesgespräch sagte die rheinland-pfälzische CDU-Politikerin, "das wäre auch ein Fehler".

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Ein offenes Rennen

Der Wettbewerb ist sehr offen, daher könnte ein schwacher Auftritt bei der Talk-Runde durchaus einen Unterschied machen. Denn laut jüngstem ARD-Deutschlandtrend setzen aktuell nur noch 29 Prozent der CDU-Anhänger auf Merz - im November hatte er noch deutlich vor seinen Konkurrenten gelegen, hat seitdem aber zehn Prozentpunkte verloren.

Nicht die Mitglieder, die Delegierten entscheiden

Jeweils ein Viertel der CDU-Anhängerinnen und Anhänger bevorzugt Laschet beziehungsweise Röttgen - allerdings wählen nicht sie den neuen Parteichef, sondern die 1.001 Delegierten auf dem Bundesparteitag.

Wahl am 16. Januar - das Ergebnis eine Woche später

Die Wahl soll am 16. Januar digital erfolgen, gefolgt von einer Schlussabstimmung per Briefwahl - das ist aus parteienrechtlichen Gründen notwendig. Das endgültige Ergebnis soll der CDU-Wahlvorstand nach einer öffentlichen Auszählung der Stimmen am 22. Januar verkünden.

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