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Der angekündigte Rückzug von CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer hat eine Nachfolgedebatte ausgelöst. Vor allem vier Namen werden dabei immer wieder genannt. Aber wer hat welche Chancen?

Annegret Kramp-Karrenbauer will den CDU-Vorsitz abgeben und nicht als Kanzlerkandidatin antreten. Friedrich Merz, Armin Laschet, Jens Spahn und Daniel Günther werden als Nachfolger gehandelt.

Die Chancen der potentiellen Kandidaten schätzt SWR-Hauptstadtkorrespondentin Evi Seibert ein:

Friedrich Merz

Der Liebling für alle, die die gute alte Zeit gerne wieder hätten, der manchmal aber arrogant und überheblich rüber kommt:

Armin Laschet

Der NRW-Ministerpräsident ist einer der versucht, die Ränder zu versöhnen. Einigen ist er manchmal aber auch zu lasch:

Jens Spahn

Der Gesundheitsminister ist extrem ehrgeizig und einer der fleißigsten in der Regierung. Bisher landet er aber immer nur auf dem dritten Platz in den Umfragen:

Daniel Günther

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident ist der Geheimtipp. Für die CDU ist er aber wahrscheinlich noch zu modern:

Politikberater: Merz und Laschet die Favoriten

Der Politikberater Michael Spreng erwartet ein Duell zwischen Friedrich Merz und Armin Laschet. Dass sich die ultrakonservative Werteunion für den früheren Fraktionschef ausspricht, sei für Merz aber eher ein Nachteil: "Denn Merz muss von der Mitte gewählt und von den liberalen CDU-Leuten getragen werden."

Jens Spahn als Dritter im Bunde mache als Gesundheitsminister eine gute Figur. Für ihn käme der Parteivorsitz aber zu früh, glaubt Spreng.

Neuer CDU-Chef soll Kurs der Mitte einschlagen

Egal wer neuer CDU-Chef wird: Politikberater Spreng empfiehlt dem Nachfolger von Parteichefin Kramp-Karrenbauer den Kurs der Mitte beizubehalten.

Spreng sagte im SWR: "Es macht keinen Sinn sich rechts oder links anzubiedern." Die CDU sei die Partei der Mitte, da habe Merkel sie hingeführt und jeder der von diesem Kurs abweicht, "würde einen schweren Fehler machen."

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