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Tübinger Behörde lässt Straßen sperren Kröten wandern

Mit den milderen Tagen erwachen die Amphibien aus dem Winterschlaf und wandern zu ihren Laichgewässern. Oft werden sie dabei überfahren. Das Landratsamt Tübingen will vorsorgen.

Drei Kröten werden von einer Person mit Warnweste auf der Handgehalten

Mit den Kröten sind auch wieder viele Helfer im Einsatz. (Archiv)

Molche, Kröten und Frösche wandern nachts und fallen in eine Kältestarre, wenn die Temperaturen zwischendurch sinken. Wird es wieder milder geht es weiter. Daher rechnen Experten beim Tübinger Landratsamt nun mit den ersten Wanderungen.

Sperrungen nur nachts

Um darauf vorbereitet zu sein, lässt das Landratsamt nachts Straßen sperren, die die Tiere auf ihrer Wanderung überqueren. Zum Beispiel die Schönbuchsteige zum Hofgut Einsiedel oder die Verbindungsstraße Wachendorf-Bietenhausen. Auch der Bläsikelterweg von Tübingen Richtung Wankheim wird nachts geschlossen sein, sagte ein Sprecher dem SWR.

Fuß vom Gas erwünscht

Umleitungen seien ausgeschildert. Wo man nicht sperren könne, werde mit Schildern auf Laichwanderungen hingewiesen und die Geschwindigkeit reduziert. Damit schütze man nicht nur die Amphibien, sondern auch die Helfer, die die Tiere über die Straßen tragen, so der Sprecher. Die Sperrungen und Einschränkungen sollen bis zum 30. April dauern.

Auch Naturschützer warnen

Auch der BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz in Deutschland) weist auf die bevorstehenden ersten Amphibienwanderungen hin und bittet Autofahrer, vorsichtig zu fahren. Laut BUND sind die Tiere vor allem in feuchtwarmen Abend- und Nachtstunden und während oder nach starken Regenfällen unterwegs.