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Urteil in Tübingen gegen Fahrraddiebe Bandenchef muss ins Gefängnis

Er hat dafür gesorgt, dass Fahrräder im großen Stil geklaut und weiterverkauft wurden. Jetzt ist der Kopf der Diebesbande am Landgericht Tübingen verurteilt worden.

Bei manchen Fahrrad-Versicherern darf das Rad nachts nicht draußen stehen.

Die Männer klauten hochwertige Räder. (Symbolbild)

Die Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre Gefängnis gefordert. Das Urteil am Mittwoch lautete dann: sechs Jahre Haft und 45.000 Euro Strafe. Zudem muss der 50-jährige Kopf der Fahrraddiebesbande seine drei Autos abgeben. Die Richter am Landgericht Tübingen sahen es als erwiesen an, dass der Mann für den Diebstahl von hunderten Fahrrädern sowie Metall und Werkzeugen verantwortlich ist.

Handlanger verurteilt

Vier Asylbewerber haben laut Gericht in seinem Auftrag die Diebestouren begangen. Außerdem habe er auch Familienmitglieder für sich arbeiten lassen. Die vier Asylbewerber haben in einem abgetrennten Verfahren die Taten gestanden. Sie wurden zu Haftstrafen von bis zu drei Jahren und drei Monaten verurteilt.

Der Prozess gegen die restlichen drei Bandenmitglieder läuft noch. Es müssen noch etliche Geschädigte der Fahrraddiebstähle gehört werden sowie weitere Zeugen, heißt es am Landgericht. Ein Urteil wird im kommenden Jahr erwartet.

Fahrradklau im großen Stil

Am Tübinger Landgericht waren insgesamt neun Männer zwischen 20 und 51 Jahren angeklagt. Die Diebesbande war seit dem Frühjahr 2015 vor allem im Raum Tübingen unterwegs und klaute rund 350 Fahrräder im Wert von rund 250.000 Euro. Um einen Diebstahl zu vertuschen, soll einer der Männer im Oktober 2016 eine Lagerhalle bei Tübingen-Hagelloch angezündet haben. Dabei war ein Schaden von rund einer Million Euro entstanden.