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St. Peter im Schwarzwald In der Tracht zur Kommunion

Für viele Kinder war dieser Sonntag ein großer Tag: Sie gingen zur Erstkommunion. In St. Peter gehört die Tracht dazu. Und die ist wahrlich prächtig.

Kloster St. Peter

Kloster St. Peter

Dreißig Kinder waren es in St. Peter in diesem Jahr. Eine von ihnen ist die achtjährige Lisa Hummel. Was sie an ihrer Tracht am liebsten mag? "Eigentlich alles", strahlt die Achtjährige.

Bevor Lisa aber die Tracht anziehen kann, kümmert sich Mutter Ulrike Hummel erst um die Frisur. Die Haare werden links und rechts zu Zöpfen geflochten. In die Zöpfe wird noch ein schwarzes Band eingeflochten. Oben zwischen die Zöpfe kommt noch ein Schmuckteil mit Bändern und Perlen, das Böschle. Mutter Ulrike ist natürlich auch schon in Tracht zur Erstkommunion gegangen: "Die Tracht ist eigentlich etwas, wo auch weitergegeben wird in der Familie und natürlich auch der Schäppel, der ganz besonders zu dieser Erstkommunionstracht gehört", sagt sie.

Ein Mädchen mit Tracht und einer Kerze in der Hand

Lisa Hummel freut sich auf ihren großen Tag

Perlen ohne Ende

Der Schäppel ist eine Perlenkrone aus etwa 1500 bunten Perlen und Kügelchen. Sie wird mit den Livraien, zwei langen Schmuckbändern, ganz zum Schluss aufgesetzt. Der Schäppel wird bei der Erstkommunion zum ersten Mal getragen. Nur unverheiratete Frauen dürfen sich damit schmücken.

Übrigens: Auch die Buben gehen in Tracht zur Erstkommunion. Schwarze Hose, weißes Hemd, ein besticktes Gilet und ein schöner Hut. In die Jacke ist das Wappen von Sankt Peter eingestickt.

Noch eine Besonderheit in Sankt Peter: Die Kinder, die vor 50 Jahren zur Erstkommunion gegangen sind, feierten jetzt ihre Jubelkommunion. Sie hatten am Sonntag einen Ehrenplatz im Chorraum und feierten nach dem Gottesdienst ihr Wiedersehen.