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Naturschauspiel in Schopfheim-Eichen Ein See, der kommt und geht

Ist er da, ist er weg? Das ist die große Frage beim Eichener See. In einer Mulde beim Schopfheimer Stadtteil Eichen erscheint immer mal wieder ein Gewässer. Derzeit eher eine Pfütze.

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Eine launische Diva

Ist er da, ist er weg? Das ist die große Frage beim Eichener See. In einer Mulde beim Schopfheimer Stadtteil Eichen erscheint immer mal wieder ein Gewässer. Derzeit eher eine Pfütze.

In der Dolinenschüssel, so heißt das geologisch, sammelt sich nach heftigem Regen bisweilen ein ordentlicher See. Bis 350 Meter lang, bis 150 Meter breit und 2,80 Meter tief kann sie sein, diese Naturerscheinung. Voraussetzung: Der Grundwasserspiegel steigt ordentlich an. Dann ist auf der Wiese landunter. Das letzte Mal im Frühsommer 2016 war es soweit.

Eis und Gras

Der See, aus der Nähe gesehen: Eine Komposition aus Gras und Eis

Nach den Regenfällen am vergangenen Wochenende ließ es sich auch verheißungsvoll an : Am Montag war es eine größere Fläche, am Dienstag allerdings sah es eher nach größere Pfütze aus, malerisch vereist. Wie sich das weiterentwickelt, hängt vom Wetter ab: Nur wenn es ordentlich regnet, drückt das Wasser durch die Flanken der Senke in das grüne Becken.

Ein Mann auf einer Wiese zeigt auf einen Meterstab

Naturschutzwart Hartmut Heise zeigt auf den Pegelstab. Hier könnte er stehen, der See, bis zu 2,80 Meter tief. Am Dienstag war aber nur eine kleine Fläche zu sehen, vereist.

Naturschutzwart Hartmut Heise aus Schopfheim hofft, dass es was wird und sich der See in den nächsten Tagen oder Wochen zeigen wird. Es wäre auch schön für die seltenen Kiemenflußkrebse. Die haben in der Wiese ihre Eier liegen, und nur, wenn der See kommt, können die sich zu den rund 2 Zentimeter langen Krebstieren entwickeln.  

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