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Genealogisches Institut Straßburg Ahnenforscher auf der Suche nach Erben

Im Elsass versucht ein Institut aus Genealogen und Notaren schwierige Erb-Angelegenheiten zu klären. Die Ahnen-Forschung wird zweisprachig auf französischem und deutschem Gebiet betrieben, da das Elsass lange von den Deutschen besetzt war.

Detektive in Anzug und Krawatte. Unterwegs in staubigen Kellern. in Straßburg gibt es zehn Ahnenforscher, die ungeklärte Erbangelegenheiten regeln sollen. Zur Rekonstruktion unklarer Familiengeschichten nutzen sie jede Quelle. Auch das Straßburger Auswandererarchiv, so Jean Luc Schubert, Genealogisches Institut Straßburg: "Im Nordelsass haben wir zum Beispiel Familien, die im Zuge der deutschen Besetzung, oder zu einem anderen Zeitpunkt in die USA ausgewandert sind. Rund um Mulhouse, finden wir viele Familien mit polnischen oder italienischen Wurzeln."

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Genealogisches Institut Straßburg

Ahnenforscher auf der Suche nach Erben

france3

Im Elsass versucht ein Institut aus Genealogen und Notaren schwierige Erb-Angelegenheiten zu klären. Die Ahnen-Forschung wird zweisprachig auf französischem und deutschem Gebiet betrieben, da das Elsass lange von den Deutschen besetzt war.

Der Tod steht am Anfang eines jeden Falls. Die Ahnenforscher recherchieren immer dann, wenn die Erbfolge unklar ist. Die Suche nach den Erben ähnelt einer musikalischen Partitur. In einem Fall erstreckt sich das komplizierte Ahnengeflecht bereits über zehn Seiten, erklärt Laurent Wehrle, Notar und Genealoge in Straßburg: "Der Vater der Verstorbenen hatte sieben Geschwister. Die musste man alle finden. Da sie leider alle tot sind, schauen wir also bei den 20 Cousins und Cousinen nach, ob die noch am Leben sind. Einige unter ihnen könnten die Erben sein."

Bis alle Archive im Elsass systematisch durchforstet sind, kann es Jahre dauern. Auf der Suche nach potentiellen Erben ist den Ahnenforschern kein Weg zu weit.