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Amtsgericht Lörrach Geldstrafe im Prozess um Nachbarschaftsstreit

Ein 56-Jähriger aus Weil am Rhein wurde wegen Diebstahls und Sachbeschädigung zu einer Geldstrafe in Höhe von 800 Euro verurteilt. Politische Motive konnten nicht bewiesen werden.

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2:07 min | Mo, 20.2.2017 | 19:30 Uhr | SWR Fernsehen BW

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Geldstrafe im Prozess um Nachbarschaftsstreit

Fremdenfeindlicher Hintergrund unklar

Ein 56 Jahre alter Mann aus Weil am Rhein soll die Familie eines dunkelhäutigen Mannes tyrannisiert haben. Jetzt wurde er zu einer Geldstrafe verurteilt.

Im Prozess wurde ein wochenlanger Nachbarschaftsstreit aufgearbeitet. Im Zentrum standen mehrere Sachbeschädigungen gegenüber einer Familie, deren Vater Halbafrikaner ist. Auch von Nachstellung war die Rede. Doch dem 56-jährigen Mann konnten im Verlauf des Verfahrens eindeutig nur der Diebstahl einer Antenne, die man bei ihm fand und eine Sachbeschädigung am Auto nachgewiesen werden. Die Familie selbst hatte eine Kamera im Auto installiert und damit den Beweis geliefert.

Ein Motiv für seine Taten blieb bis zum Schluss unklar, ob persönlich oder politisch motiviert, das ließ der Richter in seinem Urteilsspruch offen. Infolge des Nachbarschaftsstreits wurde die Familie von Mitgliedern aus der rechten Szene tyrannisiert, gegen welche später ein Annäherungsverbot ausgesprochen wurde.

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