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Haus der Geschichte Stuttgart Die 60er-Jahre in Baden-Württemberg

Wie laut darf Musik sein? Wie kurz darf der Rock sein? Wie lang darf Männerhaar sein? Symbole eines neuen Lebensgefühls - eine Sonderausstellung zeigt, wie sich die Zeiten ändern.

Stuttgart, Haus der Geschichte

Abgrenzung zur Elterngeneration - Mini- und Maxiröcke, Schlaghosen, Lang- und Kurzhaarfrisuren oder Plateauschuhe.

Ob E-Gitarre, Protestplakat oder Minirock - was heute Alltag ist, waren in den 1960er Jahren Symbole eines neuen Lebensgefühls und dafür, dass Lebensentwürfe von Generationen mit Wucht aufeinander prallten, teilte das Haus der Geschichte Baden-Württemberg am Donnerstag in Stuttgart mit.

"Denn die Zeiten ändern sich" zeigt, wie der Wandel, der Protest, die Provokationen und die Popkultur der jungen Generation auch den deutschen Südwesten prägte. Und die Ausstellung macht deutlich, was blieb. Für eine vielfältiger werdende Gesellschaft, Bürgerinitiativen oder die Frauen-, Friedens-, Umwelt- und Anti-Atomkraft-Bewegung wurde der Boden in den 60er-Jahren bereitet, heißt es auf der Internetseite des Hauses der Geschichte.

Von rebellischen Musikern, Studentenprotesten bis zum Streit um die "Pille"

In der Sonderausstellung geht es um rebellische Musiker wie Jimi Hendrix; gezeigt werden Raritäten wie Aufnahmen von einem Hendrix-Konzert in Stuttgart. Die Ausstellung thematisiert den Streit um die "Pille", umstrittene Artikel in Schülerzeitungen, die Anfänge der Frauen- und Homosexuellenbewegung ebenso wie die Studentenproteste auf der Straße der "Außerparlamentarischen Opposition" (APO). So berichtet die Ausstellung von Blockaden, fliegenden Steinen, Schlagstockeinsätzen und Wasserwerfern.

Die Sonderausstellung im Haus der Geschichte Baden-Württemberg in Stuttgart beginnt am 22. Dezember und endet am 24. Juni 2018.

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