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Betrunkener Co-Pilot Zwangsaufenthalt in Stuttgart

Rund 50 Menschen saßen am Wochenende in Stuttgart fest. Sie konnten am Freitag nicht nach Portugal fliegen, weil ein Co-Pilot alkoholisiert im Cockpit saß und festgenommen wurde.

Passagiere warten in Stuttgart auf ihren Flug

Weil ein Co-Pilot betrunken war, fiel am Freitag ein Flug von Stuttgart nach Lissabon aus. (Symbolbild)

Wie eine Sprecherin der portugiesischen Airline TAP am Sonntag gegenüber dem SWR bestätigte, hätten am Wochenende etwa die Hälfte der für die Maschine gebuchten Passagiere Portugal erreicht. "Soweit wir als Flughafenbetreiber informiert sind, sollten alle Passagiere im Laufe des Tages (Anm.: Montag) weiterreisen", sagte eine Sprecherin des Flughafens. Zuvor seien die Fluggäste in Hotels untergebracht worden, sagte sie.

Am Freitag war einem Mitarbeiter des Flughafens der unsichere Gang und der Alkoholgeruch eines 40-jährigen Co-Piloten aus Portugal aufgefallen. Er hatte daraufhin die Luftaufsicht und die Polizei informiert. Die Beamten stellten fest, dass der Mann deutlich alkoholisiert war und holten ihn aus der Maschine.

Co-Pilot droht ein Strafbefehl

Der Flug wurde gestrichen. Nach einer Sicherheitsleistung von 10.000 Euro war der portugiesische Co-Pilot am Samstag wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Die Airline hat angekündigt, gegen den Mann eine interne Untersuchung einzuleiten.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart teilte mit, dem 40-Jährigen drohe ein Strafbefehl wegen versuchter Gefährdung des Luftverkehrs. Die Fluggesellschaft TAP entschuldigte sich am Samstag via Twitter bei den Passagieren.