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Berufungsprozess wegen Prügelattacke auf Großkreutz Urteil gegen Schläger bestätigt

Nach der Prügelattacke auf den ehemaligen VfB Stuttgart-Spieler Kevin Großkreutz hat das Landgericht Stuttgart das Urteil gegen einen der Schläger bestätigt. Es bleibt bei der verhängten Jugendstrafe.

In der Berufungsverhandlung vor dem Stuttgarter Landgericht saß ein 17-Jähriger auf der Anklagebank. Er war im ersten Prozess vom Amtsgericht Stuttgart wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Stuttgart wies am Mittwoch die Berufungen des Angeklagten und der Staatsanwaltschaft zurück und bestätigte das Urteil des Amtsgerichts.

Verhandlung ohne Großkreutz

Die Öffentlichkeit war zu Beginn der Verhandlung ausgeschlossen worden, weil der Anklagte erst 17 Jahre alt ist. Weil es in der Berufungsverhandlung nur um das Strafmaß ging, wurden auch keine Zeugen gehört. Auch Kevin Großkreutz war nicht dabei.

Die Verteidigung forderte in dem erneuten Prozess eine Jugendstrafe von zwei Jahren und sieben Monaten. Die Staatsanwaltschaft wollte ein höheres Strafmaß und plädierte auf drei Jahre und sechs Monate Haft.

Zweiter Angeklagter akzeptierte seine Strafe

Der zweite Angeklagte - ein 18-Jähriger - wurde im ersten Prozess zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und sieben Monaten Haft verurteilt. Der 18-Jährige hat sein Strafe akzeptiert und ist deshalb in der Berufungsverhandlung ebenfalls nicht anwesend.

Schlechtes Vorbild für Nachwuchsspieler

Im Februar 2017 war Weltmeister Kevin Großkreutz in einem Stuttgarter Ausgehviertel in eine Schlägerei verwickelt worden. Dabei wurde er verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden. Bei der nächtlichen Tour waren auch Jugendspieler des VfB Stuttgart dabei. Wenige Tage später trennte sich der VfB von Großkreutz. Der 29-Jährige spielt jetzt beim Fußball-Zweitligisten Darmstadt 98.