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"March for Science" in BW Breiter Protest gegen "alternative Fakten"

Für eine freie und unabhängige Wissenschaft sind am Samstag Forscher und Studenten in mehr als 500 Städten weltweit auf die Straße gegangen. Auch in Baden-Württemberg wurde protestiert.


"March for Science" in Freiburg

Wie hier in Freiburg trugen die Demonstranten Transparente mit Aufschriften wie "Für Fakten gibt es keine Alternative"

In Freiburg demonstrierten am Samstag laut Polizei rund 2.500 Menschen, frühere Angaben sprachen von 1.000 Menschen. In Stuttgart waren es nach Angaben der Organisatoren 400 Teilnehmer - die Polizei sprach hier von 250 Demonstranten. In Tübingen sind mindestens 1.500 Menschen für eine freie Wissenschaft auf die Straße gegangen. In Heidelberg waren es nach Angaben der Polizei rund 1.000 Teilnehmer.

"March for Science" in Stuttgart

"March for Science" in Stuttgart

Die Idee für den "March for Science" kommt aus den USA. Dort wird vor allem gegen Präsident Donald Trump protestiert. Er hat wissenschaftliche Erkenntnisse schon öfter als unwahr bezeichnet.

Bauer für unabhängige Wissenschaft

In Heidelberg rief die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) die Teilnehmer dazu auf, sich wissenschaftsfeindlichen Tendenzen entgegenzustellen. Eine starke, unabhängige Wissenschaft sei notwendig für die liberale Demokratie. "Wissenschaft ist keine Gnade, sondern das Lebenselixier für eine offene Gesellschaft."

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1:11 min | Sa, 22.4.2017 | 19:30 Uhr | SWR Fernsehen BW

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"Science March" in BW

Tausende demonstrieren für Wissenschaft

Weltweit sind am Samstag Forscher, Wissenschaftler und Studenten auf die Straße gegangen, um für den Wert von Wissenschaft zu demonstrieren, auch in Stuttgart, Freiburg, Tübingen und Heidelberg.

Der Rektor der Universität Heidelberg, Bernhard Eitel, betonte, Wissenschaft kenne keine politischen Grenzen, sondern sei international. "Wissenschaft und Freiheit gehören untrennbar zusammen. Langfristig werden sich beide immer wieder durchsetzen." Er verwies darauf, dass die Wissenschaftsfreiheit in Deutschland ein Grundrecht sei.

"March for Science" in Tübingen

Demonstranten in Tübingen

Weltweite Aktionen

Der "March for Science" ist eine internationale Aktion für die Freiheit von Wissenschaft und Forschung. Der größte deutsche Marsch fand den Veranstaltern zufolge in Berlin statt. Sie schätzten die Teilnehmerzahl dort auf 11.000, die Polizei sprach von mehreren tausend Demonstranten. Die zentrale Veranstaltung war in der US-Hauptstadt Washington geplant, wo die Demonstranten zum Kapitol ziehen wollten. Den Auftakt machten Australien und Neuseeland, wo Demonstranten Spruchbänder hochhielten auf denen stand, "Wir brauchen Denker, keine Leugner".

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