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Staatsanwaltschaft Baden-Baden ermittelt Schwimmlehrer wegen Missbrauch in U-Haft

Die Staatsanwaltschaft Baden-Baden geht von monatelangen Ermittlungen aus, um die Missbrauchs-Vorwürfe gegen einen Schwimmlehrer im Raum Rastatt, Baden-Baden und Achern zu prüfen. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft.

1:40 min | Fr, 10.11.2017 | 18:00 Uhr | SWR Fernsehen BW

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Schwimmlehrer aus Baden-Baden

Verdacht auf sexuellen Missbrauch von Kindern

Einem Schwimmlehrer aus Baden-Baden wird schwerer sexueller Missbrauch vorgeworfen. Der Fall wurde durch Anzeigen von Eltern fünfjähriger Mädchen bekannt.

Der 33-Jährige war freiberuflich als Schwimmlehrer für mehrere Schwimmschulen tätig und zwar in: Gernsbach, Kuppenheim (beide Kreis Rastatt), Baden-Baden, Bad Herrenalb (Kreis Calw), Bad Liebenzell und Achern (beide Ortenaukreis).

Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit, wie viele Kinder betroffen sind. Die Eltern sämtlicher Schwimmschüler wurden angeschrieben. Acht hätten sich bereits bis vergangenen Montag zurückgemeldet. Nach Angaben von Staatsanwalt Michael Klose liegen inzwischen zwei Anzeigen von Eltern fünfjähriger Mädchen vor. Zu diesen beiden Taten sei es wahrscheinlich in Gernsbach (Kreis Rastatt) gekommen. Die Ermittlungsbehörden stießen zudem auf vier weitere Fälle. Die Staatsanwaltschaft vermutet weitere Opfer.

Unterwasser-Aufnahmen sichergestellt

Der Mann wird verdächtigt, Kinder bei Schwimmkursen sexuell bedrängt und von ihnen Videoaufnahmen gemacht zu haben. Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurden laut Staatsanwaltschaft Videos sichergestellt, auf denen sexuelle Handlungen zu sehen seien, die mit einer Unterwasserkamera aufgenommen wurden. Es gebe bislang keine Hinweise darauf, dass mit diesem Bildmaterial gehandelt wurde.

Der Beschuldigte ist nicht vorbestraft und schweigt bislang zu den Vorwürfen, so der Staatsanwalt. Die Ermittlungen werden möglicherweise noch Monate dauern.

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