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Spezialverfahren beim Rastatter Bahntunnelbau Tunnelbaustelle im künstlichen Eis

Beim Bau des Rastatter Tunnels nutzen die Ingenieure derzeit ein Vereisungs-Verfahren. Aus Stabilitätsgründen muss das Erdreich beim Bau künstlich eingefroren werden.

2:04 min | Do, 3.8.2017 | 18:00 Uhr | SWR Fernsehen BW

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Unterfahrung der Rheintalbahn

Erd-Vereisung soll Tunnelbau sicherer machen

Mit einer ungewöhnlichen Aktion will die Deutsche Bahn den Bau des Rastatter Tunnels sicherer machen. Stellenweise wird das Erdreich auf minus 35 Grad vereist, um zu verhindern, dass der Boden aufbricht.

Bei Rastatt-Niederbühl unterfahren die Tunnelvortriebsmaschinen die Gleise der bestehenden Rheintalbahn. Weil zwischen Tunnelbaustelle und fahrender Eisenbahn nur etwa fünf Meter Erdreich liegen, wird mit einer Vereisungs-Technik gearbeitet.

Dabei werden Gefrierrohre in einem geschlossenen Kühlsystem in die Erde geschoben. Rund 20 Kilometer hohle Bohrstangen werden in den Boden getrieben, durch die eisige Flüssigkeit zirkuliert. Der Boden wird auf diese Weise auf minus 35° herunter gekühlt.

Der Rastatter Tunnel soll im Jahr 2022 fertiggestellt sein. Er ist ein wichtiger Baustein der Bahnmagistrale von Genua noch Rotterdam. Die Kosten für das Tunnelprojekt belaufen sich auf rund 700 Millionen Euro.

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