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Tod aller vier Studenten in Peru bestätigt KIT trauert um Kommilitonen

Freunde, Bekannte und Dozenten trauern um die in Peru verunglückten Studenten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Auf dem Campus wurde ein Ort der Trauer eingerichtet.

xxx"Wir sind tief betroffen. Es ist unvorstellbar, dass diese jungen Menschen aus unserer Mitte gerissen wurden", sagte KIT-Präsident Holger Hanselka. Das Unglück sei ein tiefer Einschnitt in den Alltag der Universität. Auf einer Präsidiumssitzung des KIT gab es am Montag eine Schweigeminute. Außerdem wurde ein Buch ausgelegt, in dem die Trauerenden ihre Empfindungen eintragen können.

Kommilitone feierte Hochzeit

Das Auswärtige Amt vermeldete inzwischen den Tod aller vier KIT-Studenten. Nach Angaben eines von zwei Opferfamilien beauftragten Arztes waren die vier Informatikstudenten - zwei Frauen und zwei Männer im Alter zwischen 25 und 27 Jahren - auf dem Rückweg von der Hochzeit eines Kommilitonen in Peru.

Zu dem schweren Busunglück kam es am letzten Oktobersonntag. Der Bus war 200 Meter tief in eine schwer zugängliche Schlucht in einen hochwasserführenden Fluss gestürzt. Erst eine Woche nach dem Unglück konnte das Fahrzeug mit Hilfe von Marinetauchern und einem Kran geborgen werden. Einer der beiden Männer war noch lebend aus dem Wrack im Fluss geholt worden, starb aber auf dem Weg ins Krankenhaus. Die anderen Opfer wurden tot geborgen.

Von Lastwagen abgedrängt

Ein Passagier sagte dem peruanischen Rundfunksender RPP, ein Lastwagen habe den Bus mit 45 Insassen in einer Kurve von der Straße abgedrängt. Das Fahrzeug sei daraufhin - rund 230 Kilometer von der Hauptstadt Lima entfernt - bei der Ortschaft Huancavelica in die Tiefe gestürzt und im Mantaro-Fluss versunken. Nach Angaben der peruanischen Behörden kamen bei dem Unglück insgesamt etwa 20 Menschen ums Leben.

Verkehrstote in Peru: Im vergangenen Jahr starben mehr als 2.600 Menschen bei Verkehrsunfällen in Peru.