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Bauende bei Rastatt in Sicht Rheintalbahn früher wieder frei

Die Rheintalstrecke der Bahn zwischen Baden-Baden und Rastatt soll schon am 2. Oktober wieder befahrbar sein. Das bestätigte ein Bahnsprecher aus Stuttgart dem SWR.

Rheintalbahnstrecke Sperrung

Bahnstrecke bei Rastatt früher wieder frei

Bisher sollte die Strecke erst am 7. Oktober wieder frei sein. Nach einer Mitteilung der Deutschen Bahn konnten die Reparaturarbeiten an den beschädigten Gleisen zügig vorangetrieben werden, sodass der Abschnitt fünf Tage früher als bisher geplant wieder befahrbar sein wird.

Die für den gesamten europäischen Bahnverkehr wichtige Nord-Süd-Verbindung ist seit dem 12. August wegen einer Panne beim Bau eines darunterliegenden Bahntunnels gesperrt worden. An der Stelle bei Rastatt-Niederbühl hatten sich die Gleise auf einer Länge von etwa acht Metern abgesenkt.

Im Moment werden in Rastatt oberirdisch zwei Betonplatten gegossen. Sie sollen die Gleise über der havarierten Tunnelbaustelle stabilisieren. Eine der beiden Platten ist bereits fertig. Zwischen Baden-Baden und Rastatt ist im Moment weiterhin nur ein Schienenersatzverkehr über Busse möglich. Bis zu 40.000 Menschen müssen das zurzeit gesperrte Nadelöhr pro Tag passieren.

Viele Unternehmen in Baden-Württemberg reagierten aufgrund des neuen Freigabetermins positiv - auch wenn weiterhin Schadenersatzforderungen möglich sind. Der baden-württembergische Verband Spedition und Logistik zum Beispiel sagte dem SWR, je früher die Güterzüge auf der Rheintalbahn wieder fahren, desto besser.

Zahlen zur Rheintalbahn-Sperrung

Wegen einer schweren Baupanne verkehren auf der Rheintalbahn zwischen Rastatt und Baden-Baden seit dem 12. August 2017 keine Züge mehr. Nachfolgend einige Zahlen, warum diese Nord-Süd-Verbindung für den europäischen Zugverkehr so wichtig ist.

Oft über 70 Fernzüge pro Tag

Mindestens 70 Fernzüge fahren normalerweise täglich auf der Strecke. Ob Richtung Basel oder Richtung Karlsruhe: Wer Deutschland zwischen Nord und Süd befährt, muss häufig hier durch.

Bis zu 200 Güterzüge täglich

Zusätzlich fahren normalerweise täglich bis zu 200 Güterzüge auf der Strecke. Damit gilt die Rheintalbahn als Teil des Korridors zwischen Genua (Italien) und Rotterdam (Niederlande) als eine der Hauptschlagadern des europäischen Güterverkehrs.

Streckenausbau auf 182 Kilometern

Rund 182 Kilometer lang ist der Abschnitt zwischen Karlsruhe und Basel, der derzeit nach und nach ausgebaut wird. Grund: Der Fernverkehr sowie der langsamere Nahverkehr und der Transportverkehr werden über diese Achse abgewickelt - das ist eine große Belastung. Daher soll die Strecke erweitert werden.

Eine Stunde Verzögerung einplanen

An die 40.000 Menschen nutzen derzeit täglich den Schienenersatzverkehr zwischen Rastatt und Baden-Baden und müssen in Busse umsteigen. Die circa 20 Kilometer lange Ersatzstrecke fahren die Busse rund 450 Mal am Tag. Eine Stunde Verzögerung sollten Reisende mindestens einplanen - wohl noch bis zum 2. Oktober. 

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