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Geretteter Höhlenforscher Westhauser erholt sich weiter gut

Er steht schon wieder auf eigenen Beinen: Die Ärzte in der Unfallklinik Murnau haben nur gute Nachrichten - der gerettete Höhlenforscher Johann Westhauser kann die Intensivstation schon bald wieder verlassen. Er habe sich weiter erholt, hieß es am Samstag.

Direktor und Medizinische Geschäftsführer der Unfallklinik Murnau, Volker Bühren auf der PK, Im Hintergrund ist auf einem Bildschirm das Bild des Höhlenforscher Johann Westhauser

Die Unfallklinik Murnau ist zufrieden mit ihrem Patienten

"Er isst inzwischen mit gutem Appetit und konnte nach zwei Wochen erstmalig wieder auf eigenen Beinen mobilisiert werden", teilten die Ärzte mit. Für Montag sei eine "Stabilisierung der Augenhöhle" geplant. Danach werde Westhauser von der Intensivstation verlegt.

Nach seinem Klinikaufenthalt soll der Höhlenforscher aus Pfinztal bei Karlsruhe in eine stationäre Reha gehen. Eine computertomografische Untersuchung hatte bestätigt, dass Westhauser ein Schädel-Hirn-Trauma mit einer Hirnblutung erlitten hat. Außerdem hat er einen Schädel- und Jochbeinbruch.

Lebensgefährliche Verletzung

Vom Krankenbett auf der Intensivstation hatte Westhauser am Freitag in einer kurzen Videobotschaft seinen Rettern und "allen, die mir sehr intensiv geholfen haben" gedankt. Den Ärzten zufolge hatte der Höhlenforscher ein Riesenglück: Westhauser sei nach dem Unfall für eineinhalb Tage immer wieder bewusstlos gewesen. Dann erst habe sich sein Zustand gebessert - der Verlauf hätte jedoch auch anders sein können, sagte Bühren.

Die Verletzung sei lebensgefährlich gewesen, verursacht von einem aus etwa 15 Metern Höhe herabfallenden Stein. Dies war bereits am Pfingstsonntag passiert. In einer beispiellosen, aufwändigen Aktion war der Höhlenforscher am Donnerstag aus Deutschlands tiefster Höhle gerettet worden.