Bitte warten...

Baden-Württemberg Trend März 2017 SPD prescht mit Schulz vor

Der "Schulz-Effekt" wirkt auch in Baden-Württemberg: Wenn am nächsten Sonntag Landtagswahl wäre, würde die SPD kräftig zulegen. Dagegen schwächeln die Grünen und werden von der CDU knapp überholt. Und die AfD? Die verliert deutlich.

1/1

SWR-Umfrage

BW-Trend März 2017: Ergebnisse im Überblick

Wenn am nächsten Sonntag Landtagswahl in Baden-Württemberg wäre, käme die CDU zum jetzigen Zeitpunkt auf 28 Prozent (+2). In den Umfragewerten büßen die Grünen 4 Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Umfrage von September 2016 ein und liegen derzeit bei 27 Prozent. Einen großen Sprung nach vorn macht die SPD, die sich um 7 Punkte auf 20 Prozent verbessert. Die FDP bleibt mit 7 Prozent unverändert. Alle anderen Parteien kommen zusammen auf 7 Prozent, darunter Die Linke mit einem Anteil von 4 Prozent.

Infratest dimap hat für diese Umfrage vom 3. bis 7. März 2017 1.004 Wahlberechtigte in Baden-Württemberg telefonisch befragt.

Das ist das Ergebnis der aktuellen repräsentativen Umfrage des Berliner Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des Südwestrundfunks (SWR) und der Stuttgarter Zeitung.

SPD profitiert von Schulz-Effekt

Die deutliche Verschiebung in der landespolitischen Stimmung zugunsten der Sozialdemokraten ist auch in Baden-Württemberg wesentlich durch den Sog des SPD-Kanzlerkandidaten ausgelöst: derzeit sprechen sich knapp vier von zehn Wahlberechtigten für Martin Schulz (39 Prozent) als Kanzler aus. Der SPD-Politiker erhält damit im Bundesland nicht wesentlich weniger Unterstützung als Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU), die sich 41 Prozent der Menschen in Baden-Württemberg im Kanzleramt wünschen.

Weiterhin hohe Zufriedenheit mit der Landesregierung

Die grün-schwarze Landesregierung in Baden-Württemberg erfährt weiterhin großen Zuspruch. Knapp zwei Drittel (64 Prozent; -1) äußern sich zufrieden mit der Arbeit des Landeskabinetts, ein Drittel (32 Prozent; +3) äußert sich unzufrieden. Auch in den Reihen von SPD (60 Prozent) und FDP (58 Prozent) überwiegt ein wohlwollendes Urteil. Auf deutlicher Distanz zur Landesregierung bleiben dagegen die AfD-Anhänger, die mehrheitlich unzufrieden sind (65 Prozent).

Kretschmann bleibt Zugpferd von Grün-Schwarz

Drei Viertel der Wahlberechtigen in Baden-Württemberg sind zufrieden mit der Arbeit von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Er verliert zwar gegenüber September an Zuspruch (-4), zählt aber weiterhin zu den beliebtesten deutschen Ministerpräsidenten. Mit deutlichem Abstand folgt im Urteil der Baden-Württemberger CDU-Innenminister Thomas Strobl, dem 41 Prozent der Wahlberechtigten ein positives Zeugnis ausstellen. Bei einer Direktwahl des Ministerpräsidenten würden sich 68 Prozent für Kretschmann, 16 Prozent für Strobl entscheiden.

Diesel-Fahrverbot spaltet Stuttgart

Die grün-schwarze Landesregierung hat vor kurzem beschlossen, dass in Stuttgart künftig an Tagen mit hoher Feinstaubbelastung ein Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge unter der Euro-6-Norm gelten soll. Rund sechs von zehn Baden-Württembergern (57 Prozent) halten diese Entscheidung für richtig, knapp vier von zehn (38 Prozent) für falsch. Im Großraum Stuttgart spaltet das Fahrverbot dagegen die Wahlberechtigen: 48 Prozent unterstützen die Entscheidung, etwa ebenso viele (45 Prozent) lehnen das Fahrverbot ab.