Bitte warten...

BW-Trend Oktober 2009 Wenig Bedauern über den Weggang von Oettinger

Günther Oettinger (CDU) geht und kaum einer bedauert es. Stefan Mappus, sein Nachfolger im Amt des Ministerpräsidenten, scheint hingegen vielen noch ein Unbekannter zu sein.

Die große Mehrheit der Baden-Württemberger bedauert den Weggang des CDU-Ministerpräsidenten Günther Oettinger nach Brüssel nicht. Das ergibt eine repräsentative Blitz-Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut infratest dimap im Auftrag des Südwestrundfunks (SWR) durchgeführt hat. Demnach geben 75 Prozent der Befragten an, dass sie Oettingers Abschied aus Baden-Württemberg nicht bedauern, lediglich 19 Prozent finden es schade, dass er geht. Auch unter den CDU-Anhängern hält sich der Abschiedsschmerz in Grenzen: Nur 25 Prozent bedauern Oettingers Wechsel, 70 Prozent dagegen nicht.

Infratest dimap befragte am 27. und 28. Oktober 2009 rund 1.000 Wahlberechtigte in Baden-Württemberg telefonisch.

In der Frage, ob die Nominierung Oettingers als EU-Kommissar eine Anerkennung seiner politischen Arbeit sei oder eher eine Abschiebung nach Brüssel, ist die Antwort der Befragten ebenfalls eindeutig: 66 Prozent halten den Wechsel für eine Abschiebung nach Brüssel, lediglich 19 Prozent für eine Anerkennung der politischen Arbeit von Günther Oettinger.

Stefan Mappus im Land wenig bekannt – die Hälfte erlaubt sich kein Urteil

Oettingers designierter Nachfolger als Ministerpräsident und Landesvorsitzender ist ein unbeschriebenes Blatt. 49 Prozent der Befragten geben an, ihn nicht zu kennen oder beurteilen zu können. Insgesamt ergibt sich ein gespaltenes Bild: 26 Prozent glauben, dass Mappus ein besserer Ministerpräsident sein wird als Oettinger, 25 Prozent glauben es nicht. Auch bei der Frage, ob die CDU unter Mappus politisch weiter nach rechts rücken wird, ergibt sich kein eindeutiges Bild. 38 Prozent der Befragen bejahen die Frage, 35 Prozent gehen nicht von einem Rechtsruck aus. Darüber hinaus setzen die CDU-Anhänger hohe Erwartungen in Mappus. 61 Prozent erwarten, dass die Partei mit ihm an der Spitze bei Wahlen wieder erfolgreicher sein wird.