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Der Bundestag hat für ein verschärftes Waffenrecht gestimmt - mit den Stimmen der Union und der SPD. FDP und AfD votierten dagegen, Grüne und Linke enthielten sich.

Geplant ist unter anderem, Meldepflichten zu verschärfen, Waffenbesitzer stärker zu kontrollieren und die Größe von Magazinen zu verringern, damit sie nicht für Terroranschläge genutzt werden können.

Außerdem ist geplant, das nationale Waffenregister auszubauen, um die Rückverfolgbarkeit sämtlicher Schusswaffen zu erleichtern. Das beinhaltet auch neue Meldepflichten für Waffenhersteller und -händler.

Streit über strenge Regeln auch für Sportschützen beigelegt

Jäger und Sportschützen haben erreicht, dass das Waffenrecht nicht so stark verschärft wurde wie ursprünglich geplant. Ende November gab es noch Streit darüber, inwieweit auch sie von den strengeren Regeln betroffen sein sollen. Union und SPD einigten sich auf einen Kompromiss. Einen regelmäßigen Nachweis für jede einzelne Waffe soll es demnach doch nicht geben.

Schießnachweise seien nur je Waffengattung zu erbringen. Bekommt man eine Waffenerlaubnis, soll diese einmal nach fünf Jahren und einmal nach zehn Jahren geprüft werden. Nach zehn Jahren soll dann bei einem Sportschützen generell der Nachweis genügen, dass er Mitglied in einem Schützenverein ist.

Die Bundesländer müssen dem neuen Gesetz noch zustimmen.

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