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Black Friday Vorsicht: Amerikanisches Schnäppchen-Fieber

Der Black Friday, am Tag nach Thanksgiving, ist in den USA der Shoppingtag schlechthin. Bei uns kommt das Rabatt-Fieber vor allem über die Onlinehändler an. Achtung - es gibt Fallstricke.

Black Friday: Der Einkaufstag in USA - noch mehr Rabatte als sonst

Black Friday: Der Einkaufstag in USA - noch mehr Rabatte als sonst

Schöner die Kassen nie klingeln als am Black Friday. Auch bei uns ist der Schnäppchen-Tag mittlerweile angekommen und wird immer beliebter. Vor allem viele Onlinehändler werben schon die ganze Woche mit Sonderangeboten: 70 Prozent Rabatt auf die 100 Milliliter-Flasche Marken-Parfüm, 50 Prozent Nachlass auf die elektrische Zahnbürste - und den Koffer für 66 Prozent weniger nimmt man gleich auch noch. Vor allem jetzt, mit Blick auf Weihnachten, vermeintlich eine Super-Gelegenheit, günstig an Geschenke zu kommen. Aber, Vorsicht ist angesagt: Schnäppchen ist nicht immer gleich Schnäppchen.

Das sind die Fallstricke:

  • Auf welchen Preis bezieht sich der Rabatt?

So verlockend die Rabatte auch klingen, ganz so voreilig sollte man nicht an die Sache herangehen. Denn oft ist gar nicht klar, auf welchen Ursprungspreis sich die Rabatte überhaupt beziehen. Denn: Entspricht der Ursprungspreis der unverbindlichen Preisempfehlung, ist es mit den vermeintlich hohen Rabatten gar nicht mehr so weit her, weil die Preise - vor allem im Onlinehandel - ohnehin meist unter der Preisempfehlung liegen. Vor allem bei Mode und Unterhaltungselektronik gibt es das ganze Jahr über Preise, die bereits darunter liegen. Also nicht von einem dick und rot markierten Rabatt beeindrucken lassen, sondern den Endpreis anschauen und abwägen, ob er wirklich günstiger ist als sonst. Helfen kann da zum Beispiel ein Preisvergleich im Netz.

  • Die Rabattaktionen sind zeitlich eng begrenzt

Die Rabattaktionen rund um den Black Friday sind zeitlich begrenzt. Die meisten Online-Händler setzen die Preise nur für 24 Stunden herunter.

  • Die Mengen zum Sonderangebotspreis sind begrenzt

Von vielen Produkten gibt es auch nur eine bestimmte Menge zum günstigen Preis. Das heißt: die Kunden stehen unter Druck und müssen sich schnell entscheiden, ob sie das Produkt kaufen oder nicht. So greift man vielleicht bei etwas zu, das man gar nicht braucht - und bereut den Kauf später.

  • Bestellen direkt in den USA: Geht, hat aber auch Haken

Auch wir von Deutschland aus könnten das ein oder andere Black Friday-Schnäppchen direkt online in den USA schießen. Hier muss man einkalkulieren, dass Kosten für Versand, Zollgebühren und Einfuhrabgaben dazu kommen - möglicherweise erledigt sich dadurch der Schnäppchen-Preis. Außerdem sind anschließende Reklamationen viel umständlicher.

Fazit:

Wer also mitmachen möchte bei der Rabattschlacht, sollte sich vorher genau überlegen: Was möchte ich konkret haben und was bin ich bereit auszugeben - also, ab welchem Preis spare ich wirklich!? Dann kann sich der Black Friday auch für den Kunden lohnen und nicht nur für die Händler.

Black Friday: In den USA ist der Tag nach Thanksgiving traditionell der umsatzstärkste Tag - viele Leute haben wegen des Feiertags frei und die Geschäfte locken mit Schnäppchen zum Teil schon ab Mitternacht in die Läden. Der Tag gilt gleichzeitig als Auftakt zum Weihnachtsgeschäft. Der Begriff Black Friday kommt von der "schwarzen Masse", die sich durch die Einkaufsstraßen schiebt.

Online: Heidi Keller