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Die Deutsche Bahn wird den Einstiegspreis im Fernverkehr ab nächstem Jahr um zwei Euro auf 17,90 Euro senken. Weitere Preissenkungen hängen vom künftigen Mehrwertsteuersatz ab.

Ursprünglich sollten ab 2020 sämtliche Tickets im Fernverkehr durch die Steuersenkung von 19 auf 7 Prozent günstiger werden. Die Deutsche Bahn hat ihren Kunden eine Preisreduzierung um rund zehn Prozent versprochen. Nun wartet man bei der Bahn auf eine Einigung im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat. Dort werden die neuen Mehrwertsteuer-Sätze des Klimapakets derzeit geprüft.

 "Den finanziellen Vorteil würden wir mit günstigeren Fahrpreisen eins zu eins an unsere Kunden weitergeben."

Bahnchef Richard Lutz, 10.9.2019

Bahn rechnet mit bis zu fünf Millionen mehr Fahrgästen

Bislang hatte in Deutschland nur der Nahverkehr den reduzierte Steuersatz von sieben Prozent. Im Fernverkehr gilt die volle Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent. Die Bahn rechnet nun damit, dass durch die Steuersenkung jährlich fünf Millionen Menschen mehr ein Zugticket kaufen.

Furcht vor Preiskampf zwischen Straße und Schiene

Die Steuererleichterung für die Schiene wird von Fernbusunternehmen heftig kritisiert. Sie sehen darin eine Bevorzugung der Bahn und fürchten einen Preiskampf. Bislang hat die Bahn aber nur auf Preiserhöhungen zum Fahrplanwechsel verzichtet.

Seit 2000 sind Fahrkarten in der zweiten Klasse von ICE und Intercity um gut ein Viertel teurer geworden. Die Steigerung lag damit leicht unter dem Anstieg des Verbraucherpreisindex, der 30 Prozent betrug.

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