STAND

Seit Oktober 2017 hat es in Baden-Württemberg 16 Angriffe eines Wolfes auf Herden gegeben. Dabei seien 77 Schafe und 6 Ziegen gerissen worden. Das geht aus einer Antwort des Umweltministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD-Landtagsfraktion hervor. Laut Ministerium sei das ein "wolfstypisches Verhalten". Gegenüber Menschen hätte es keine Angriffe gegeben. Zum Schutz der Schafsherden vor Wölfen hat das Land bislang demnach knapp 700.000 Euro bewilligt. Die Hilfen hätten rund 230 Halter von Nutztieren beantragt. Sowohl im Nord- als auch im Südschwarzwald ist derzeit jeweils ein Wolf dauerhaft unterwegs. Deshalb gibt es zwei "Fördergebiete Wolfsprävention", die nahtlos aneinander anschließen. Dort übernimmt das Land die vollen Kosten, wenn Schafhalter zum Schutz vor Wölfen beispielsweise Elektrozäune hochziehen. Mit der materiellen Förderung durch das Land zeigen sich die Schafzüchter zufrieden. Dadurch gebe es jedoch keinen 100-prozentigen Schutz, so Annette Wohlfahrt vom Landesschafzuchtverband. "Deshalb darf man auch nicht davon ausgehen, dass mit einer Förderung gleich alles geklärt ist."

STAND
AUTOR/IN