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Teile der baden-württembergische Wirtschaft befürchten mehr bürokratischen Aufwand durch das neue Lieferkettengesetz. Peer-Michael Dick, Hauptgeschäftsführer der Unternehmer Baden-Württemberg (UBW), sagte am Freitag in Stuttgart, dass es schlicht unmöglich sei, die gesamten weltweiten Herstellungs- und Lieferprozesse vollständig und permanent zu überwachen. Das Gesetz werde Baden-Württemberg aufgrund seiner hohen Exportquote besonders treffen. Es müsse weiter die Kernaufgabe der deutschen Entwicklungs- und Außenpolitik bleiben, die vorhandenen Missstände in Ländern anzugehen, die mit Deutschland wirtschaftliche Beziehungen unterhielten. "Dies darf nicht einfach auf die Unternehmen abgewälzt werden." Nach dem am Freitag im Bundestag verabschiedeten Gesetz sollen Unternehmen ihrer globalen Verantwortung für Menschenrechte und Umweltstandards besser nachkommen. Es gilt von 1. Januar 2023 an, und zwar erst einmal für Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitern - von 2024 an dann auch für Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern. Kleinere mittelständische Unternehmen sind nicht betroffen.

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