Weinlese 2019 Winzer als Gewinner des Klimawandels

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Der warme Sommer 2019 hat die Reben früher reif werden lassen. Auf dem Bioweingut Heitlinger & Burg Ravensburg hat die Weinlese begonnen. Doch die Winzer müssen umdenken.

Für Claus Burmeister, Geschäftsführer und Chefwinzer des Bioweinguts Heitlinger & Burg Ravensburg im Kreis Karlsruhe, stellen sich durch den Klimawandel neue Herausforderungen. "Die trockenen Sommer sind ein Thema geworden", sagte er im SWR. Die Wasserversorgung der Rebstöcke müsse gewährleistet werden. Auf der anderen Seite habe sich die Intensität der Niederschläge verändert. Pilzkrankheiten seien die Folge.

Trotz Klimawandel - Riesling bleibt "Leitsorte von Deutschland"

Winzer müssten umdenken und sich anpassen. Dazu gehöre auch die Beschattung, um die in Deutschland beliebten Rebsorten bei steigenden Temperaturen weiter anbauen zu können. Für den Riesling gibt er Entwarnung, wenn man ihn nicht an den wärmsten Standorten kultiviere: "Riesling ist die Leitsorte von Deutschland und hat weiterhin eine tolle Zukunft für uns."

Höhere Temperaturen im Sommer - höhere Qualität der Weine

Unterm Strich sieht Claus Burmeister die Weinbauern aber als "Klimawandel-Gewinner". Die hohe Temperaturen im Sommer könne man nutzen: "Das hat den Vorteil, dass die Trauben tendenziell reifer sind, als sie es noch vor Generationen waren. Das führt zu einer höheren Qualität bei den Weinen."

Das wärmere Klima habe auch die Arbeitsabläufe verändert. "Wir fangen früher mit der Ernte an." Die Weinlese beginne im Schnitt etwa 14 Tage eher, sagt der Winzer.

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